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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik BLDC problem mit AVR - mega8


Autor: Rotaray (Gast)
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Hallo!

Ich habe gerade meine 1. "bldc-steuerung" zusammengebaut, und natürlich 
gleich einige Probleme festgestellt. Grundsätzlich dreht sich das ding 
zwar, ich kann auch per timer die geschwindigkeit verändern, allerdings 
nur bis zu einer gewissen max. geschwindigkeit (welche nicht über 100upm 
liegt)
Hier die probleme:
1. Die Treiber MOSFETS werden SEHR heiss (man kann sie nicht mehr 
anggreifen
2. wenn ich über eine gewisse geschwindigkeit gehen möchte, dreht der 
motor nicht mehr, sondern "singt" nur noch

im moment überprüfe ih den kommutierungszeitpunkt noch nicht, da ich 
noch nicht genau weis, wie ich das anstellen werde -bei so geringer 
drehzahl, sollte es mit zwangskommutierung allerdings noch genügen oder?

Die verwendeten MOSFETS:

IRF7425 (P-Channel)
IRF7862 /N-Channel)

Im Anhang ein rar file mit folgenden daten:
Schaltplan und board als eagle file
oszi-screenshots der p und n gates sowie der motoranschlüsse (gegen GND 
gemessen)
Sourcecode als CVAVR project (auch mit texteditor zu öffnen)

Ich bin für jeden Hinweis/jede Hilfe dankbar!

Autor: Nico Erfurth (masta79)
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Rotaray wrote:

> Hier die probleme:
> 1. Die Treiber MOSFETS werden SEHR heiss (man kann sie nicht mehr
> anggreifen

Das klingt generell sehr nach einer fehlenden Freilaufdiode.

Autor: Rotaray (Gast)
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nun ich dachte, die interne  diode der fets reicht aus?

Autor: Nico Erfurth (masta79)
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Rotaray wrote:
> nun ich dachte, die interne  diode der fets reicht aus?

Zu dem Thema gibts einige Threads im Forum, zB:
Beitrag "Re: Freilaufdiode."

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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Schaltungstechnisch kann man ja nicht viel falsch machen. Wenn man sieht 
wie einfach man das schaltungstechnisch realisieren kann:
http://mikrokopter.de/ucwiki/BL-Ctrl_V1.2?action=A...

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Nico Erfurth wrote:
> Rotaray wrote:
>> nun ich dachte, die interne  diode der fets reicht aus?
>
> Zu dem Thema gibts einige Threads im Forum, zB:
> Beitrag "Re: Freilaufdiode."

Das ist ganz was anderes, denn in diesem Fall handelt es sich um eine 
H-Brücke und da liegen immer die Dioden der Mosfets gegen GND bzw. V+. 
Somit können die Freilaufdioden garnicht fehlen.

Ich würde daher eher darauf tippen, dass die Mosfets beide kurzzeitig 
gleichzeitig an sind.

Autor: Rotaray (Gast)
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das hab ich schon getestet - d.h. die brücke ohne motor dran getestet - 
das funltioniert einwandfrei - d.h. es gibt keinen questrom in der 
brücke.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Zeig mal die Schaltung.

Autor: Rotaray (Gast)
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oh sry - hat wohl beim anhängen nicht funktioniert - auf ein neues

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Entweder versteh ich deine Oszidarstellung falsch, oder da ist was 
gravierend falsch.
Sehe ich das richtig, dass die Gatesignale 2,5V Amplitude haben ? Dann 
ist es kein Wunder wenn die Mosfets heiß werden.
Wo die Spikes auf 30V herkommen verstehe ich auch nicht. Du hast doch 
Elkos an den Betriebsspannung, oder ?

Autor: Rotaray (Gast)
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die spikes kommenv ermutlich von einer masseschleife, die ich mit den 
tastköpfen und deren masseanschlüssen erzeugt habe.
oh - jetz wo du es sagst - du ahst recht laut dieser darstellung 
scheinen es wirklich nur 2.5 V zu sein - das ist mir gar nicht 
aufgefallen - ich messe das nochmal nach.
rein theoretisch sollte aber VCC an den gates anliegen - sollte dem 
nicht so sein - eine idee was da falsch sein könnte?

Autor: Rotary (Gast)
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So - ich hab die gatespannung nochmal nachgemessen:

im leerlauf (ohne motor): spannungen zwischen 0 und VCC (6V)
sobald ich allerdings den motor mit dran hänge, bricht die spannung auf 
ca 2-3V ein. Im Anhag ein screenshot der versorgung (der gelbe - die 
anderen 2 sind gates der n fets)
Stromaufnahme der ganzen schaltung ist im moment ca 16A (ich weis, das 
ist viel zu hoch)

kann es sein, das ich noch einen grundsätzlichen Fehler in meinem Aufbau 
habe?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Rotary wrote:

> kann es sein, das ich noch einen grundsätzlichen Fehler in meinem Aufbau
> habe?

Im Aufbau nicht, aber der Software: Ich sehe nirgends PWM, somit ist 
beim Starten nur der ohmsche Widerstand der Wicklung wirksam, der die 
volle Spannung abbekommt daher ist es kein Wunder, dass die Spannung 
zusammenbricht.

Autor: Rotary (Gast)
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aha - d.h. ich MUSS die Gates als PWM ansteuern?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Oder die Betriebsspannung des Motors der Drehzahl anpassen (was 
natürlich niemand macht), daher PWM. Das ist bei deinem Layout jetzt 
etwas ungünstig, (keine OC Pins) du müsstest die PWM daher in Software 
machen.

Autor: Rotary (Gast)
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ok danke für deine hilfe - das werd ich gleich mal einbauen.

Autor: Rotary (Gast)
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nich eine frage: welche frequenz sollte das PWM ca haben? sind 10kHz in 
ordnung?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Kommt etwas auf den Motor an, aber 10-40kHz sind übliche Werte.

Autor: Rotary (Gast)
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Im Anhang nun ein screenshot des pwm signals am gate - ist das soweit in 
ordnung?

Autor: Rotary (Gast)
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die stromaufnahme ist jetzt reduziert - auf ca 5A. aber eine höhere 
drehzahl schaffe ich noch immer nicht - wird es jetzt  zeit, den 
kommutierungszeitpunkt zu bestimmen?

Autor: Rotary (Gast)
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Noch etwas zu den MOSFETs: die werden noch immer SEHR heiss - ich habs 
auch schon mit freilaufdioden versucht (2W shottky) - hat nichts 
gebracht.
hat noch jemand eine idee was falsch sein könnte?

Autor: Marcus W. (Gast)
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Miss mal die Anstiegszeit der Gatespannung.
Je kürzer desto Kühler.

Gruß Marcus

Autor: 123 (Gast)
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Naja deine Treiberschaltung für die FETs verwendet einen Pullup. Damit 
wird man jetzt keine besondere Schaltzeiten erzielen.
Besser: Treiber mit Push/pull Endstufe (siehe übliche Treiber ICs).

Autor: Rotary (Gast)
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Die anstiegszeit beläuft sich auf 5 us - kann das schon der grund für 
die erwärmung sein?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ja ! Gute Werte sind 20-200ns. Rechne mal: 10kHz sind 100µs. 5µs hoch, 
5µs runter, also sind die Mosfets zu 10% im linearen Bereich.

Autor: Rotary (Gast)
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ok - ich werds mal mit nem treiber versuchen
Danke!

Autor: Rotary (Gast)
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eine frage hätte ich da allerdings noch:
auf www.mikrokopter.de ist beim brushless regler für die p-channel fets 
das gleiche prinzip verwendet worden (die haben sogar einen 680R als 
pullup drin) ich hab meinen schon gegen einen 220R ausgetauscht.
haben meine Fets einfach eine höhere gate kapazität und brauchen deshalb 
länger?

Autor: ... (Gast)
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Das Problem mit der mangelhaften Drehzahlannahme hatte ich auch mal- mit 
Potis für Drehzahl und PWM und etwas Fingerspitzengefühl hat man den 
motor auch zu höheren Drehzahlen "überreden" können...

Autor: Rotary (Gast)
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ich hab das ganze jetzt mal (hoffentlich richtig) nachgerechnet:

wenn ich eine drehzahl von 1000upm haben will - muss ich den motor mit 
einem 16Hz signal ansteuern, d.h. jede phase wird für 1/3 der 
periodendauer bestromt - daswären dann ca 20ms pro phase - wenn ich das 
so mache, dreht sich der motor mit ca 1-2 umdrehungen pro sekunde - haut 
hier die zwangskommutierung nicht hin?

Autor: 123 (Gast)
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gibts du das sofort auf den motor oder drehst du ganz langsam hoch?

Autor: Rotary (Gast)
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die 1000 hab ich zuerst direkt drauf gegeben, und dann auch mit langsam 
hochdrehen versucht - er will einfach nicht so recht - aber stimmt die 
rechnung so ca?

Autor: Rotary (Gast)
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jetzt hab ich es zwar geschaft, die drehzahl zu erhöhen, aber der motor 
hat dabei überhaupt kein drehmoment - sobald ich in nur ein klein wenig 
berühre, bleibt er sofort stehen. wenn ich den duty cycle des PWM 
erhöhe, und der Strom 5A überschreitet, brennt mir mind. 1 MOSFET ab. 
(ich hab die freilaufdioden jetzt wieder drausen).

Autor: BMK (Gast)
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Hier mal eine gängige Treiberstufe für MOSFET's,
welche die Gate-Kapazitäten sehr schnell umlädt.
Kann mal schnell mal aus der Grabbelkiste erstellen.

Autor: Rotary (Gast)
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Danke! das werd ich gleich mal versuchen

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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was ist das denn für ein scope das du da hast?

Autor: Rotaray (Gast)
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agilent infinium

Autor: Rotaray (Gast)
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eine frage zu der treiberstufe: kann ich die auch bei einem p-fet 
nehmen? ich denke nicht oder?

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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die treiberstufe ist einfach nur ein Stromverstärker, am ende kommt die 
gleiche Spannung raus, wie am eingang reingeht, nur kannst du sie 
stärker belasten. Damit diese Schaltung sinnvoll funktioniert brauchst 
du noch einen Spannungsverstärker davor.

Autor: BMK (Gast)
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Die Treiberschaltung kann natürlich auch bei P-FET'S
genommen werden, vorausgesetzt, + des Treibers und Source
des FET sind potentialgleich. Und das sieht in Deiner
Schaltung ja so aus (Vcc).
Und zur Ansteuerung genügen einige mA. Also wenn Du den
bisherigen Abgriff am Kollektor Deines BC847 nimmst (incl.
dem 680R Pull-Up) ist das voll i.O. sowohl für den P-FET
als auch für den N-FET.

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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Wo bekommt man denn so ein luxus scope her? Will auch eins. :-)

Wie ermittele ich den strom der bei der Verstärkerschaltung fließt? Also 
wenn ich z.B. mit 5 Volt ansteuere. Da müsste doch ein 
"Kurzschluss"strom fließen oder?

Man könnte die P und N FETs auch direkt mit einen Port-Pin ansteuern 
wenn man sich auf 5 Volt beschränkt.

Autor: BMK (Gast)
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Bei der angegebenen Treiberschaltung fließt kein
Kurzschluss-Strom, auch wenn man das befürchten könnte.

Es handelt sich bei der Schaltungsart um einen
"komplementären Emitterfolger". Würde man den mit
einer ansteigenden Spannung bei 0 beginnend ansteuern,
leitet zuerst der PNP. Dann etwa bei der Hälfte der
Spannung leitet für einige 100mV keiner von beiden! bis
dann der npn leitend wird und das bis Vcc beibehält.

- Daher kann das Gebilde zu keinem Zeitpunkt einen
Kurzschluss verursachen.
- Daher fließt (ohne Last am Ausgang) auch nur Basisstrom,
auch wenn Eingang + - schnell wechselt (Schaltbetrieb)

So, jetzt zum Schaltbetrieb.
Bei einer Ansteuerung mit 5V und dem Vorwiderstand 1k
haben wir etwa 5V - 0,6V(Ube) / 1k = 4,4mA Basisstrom
Nehmen wir mal einen BC337-40 (bzw BC327-40) mit der
Verstärkung ~400 ergibt sich ein Kollektorstrom von
4,4 * 400 = 1760 mA.
Die Transistoren sind damit sauber übersteuert und
befinden sich im gewünschten (gesättigten) Schaltbetrieb.

Und jetzt kommt das Entscheidende: Die BC's werden über
den 10R dem MOSFET die Gate-Kapazität innerhalb Nanosek.
umladen und den "halbleitenden" (verlustreichen) Zwischen-
bereich der MOSFET's so kurz wie möglich gestalten.

@ Marius ja, man kann problemlos FET's mit einem Port-PIN
ansteuern, wenn man das ab und zu tut, mit Pausen > 1 sec.
Dann haben die MOSFET's Zeit, Ihre heftige Verlustleistung
während 1 ms in der folgenden Pause von 999 ms zu 'verdauen'.

Wenn es sich allerdings um eine PWM-Ansteuerung handelt,
mit vielleicht 100kHz, gibt's da keine solche Pausen und
die MOSFET's hätten da gerne ein schnelles Umschalten mit
minimalen Verlusten, wie das der Treiber liefert.

Autor: Rotary (Gast)
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Danke für eure informationen!
ich habe heute die ansteuerung für meinen motor geändert, und jetzt 
dreht er schon einigermaßen hoch.
Ich habe dann versucht, den kopmmutierungszeitpunkt irgendwie zu messen, 
allerdings ohne erfolg. Ich hab die 3 phasen des motors am scope 
angesehen, und konnte keinen Zusammenhang zwischen Rotorstellung und 
diesen Spannungen finden. Nun ist in den meisten Anwendungen diese 
Schaltung, bei dem mit 3 widerständen von den phasen ausgehend eine art 
mittelpunkt gebildet wird, auch das habe ich versucht - mit dem selben 
ergebnis.
Kennt sich jemand mit diesem Problem aus?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Rotary (Gast)

>Kennt sich jemand mit diesem Problem aus?

Nimm dir erstmal nen BLDC mit Hallsensoren, die lassen sich sehr 
gemütlich ansteuern. Die Ansteuerung von sensorlosen mittles 
Gegeninduktionsspannung ist wesentlich anspruchsvoller und braucht auch 
die passenden Treiber bzw. Messeingänge für die Gegeninduktion.

http://www.st.com/stonline/stappl/productcatalog/a...

http://www.st.com/stonline/products/literature/an/9597.pdf
http://www.st.com/stonline/products/literature/an/7209.pdf
http://www.st.com/stonline/products/literature/an/7579.pdf

MFG
Falk

Autor: Rotary (Gast)
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danke für den tip - aber ich hab mir leider schon einen "normalen" BLDC 
motor zugelegt - ohne hallsensoren. Ich hab auch schon zig appnotes von 
freescale, atmel und st durch, aber der Teil wo es um die messung dieser 
gegeninduktion geht, ist mir noch nicht recht verständlich.

Autor: Marcus W. (blizzi)
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Rotary wrote:
> Ich habe dann versucht, den kopmmutierungszeitpunkt irgendwie zu messen,
> allerdings ohne erfolg.

Schaltplan von deinem Messaufbau, evtl. ein Bild von der Schaltung, Bild 
von der Anzeige am Scope. Dazu dann bitte noch genau erklären was du 
versucht hast wie und wo zu messen.
Is die Theorie denn einigermaßen klar?

Du hast doch so ein schönes Scope, mach doch mal eine Messung von allen 
drei Phasen gegen Masse bzw. gegen deinen virtuellen Sternpunkt. Dann 
müsste man doch schon etwas sehen.
Messungen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Bzw am besten mal 
eine bei Vollgas ohne PWM (wenn das schon funktioniert bei dir).

Dann sehen wir weiter.

Gruß

Autor: Rotary (Gast)
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Hier mal die Schaltung zu meinem derzeitigen Aufbau (die hab ich aus 
einem Toshiba 3-phasen BLDC controller appnote)
Die screens vom scope kommen noch.
Soweit ich das verstanden habe, sollte die bewegung des rotors zur 
nächsten phase einen sich ändernden pegel am komparatorausgang zur Folge 
haben. -> d.h. mit einem pinchange interrupt sollte das doch 
detektierbar sein - nur leider detektiert der Komparator bei der 
Schwelle vcc/2 auch jeden Puls meines PWM signals.
Der Tiefpass hilft hier zwar ein wenig, "schöne" signale kommen jedoch 
auch nicht zu stande.

Autor: Rotary (Gast)
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Im Anhang die screenshots von den 3 Phasen - einmal 2 phasen und der 
nullpunkt (2_phases_star.jpg)

Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo,

bei langsamen Geschwindigkeiten darfst Du nur dann messen, wenn dein PWM 
gerade ein ist. Nur dann ist es gültig. Bei höheren Geschwindigkeiten 
geht es dann auch so.

Zur Schaltung noch ein Punkt. Du misst gegen Masse, wenn nun höhere 
Ströme fließen, kann es hier zu Verschiebungen kommen und deine 
Schaltschwelle stimmt nicht mehr. Besser wären hier 3 Komperatoren die 
jeweils gegen die aktuell zu messende Phase geschaltet sind. Die meisten 
Anwendungen im Netz mit Mega8 benutzen da den internen Comperator mit 
Umschaltung.

Gruß
Jürgen

Autor: Rotary (Gast)
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Hallo Jürgen!

Danke für den Tip - wenn ich Dich rihtig verstehe, muss ich die Spannung 
im mittelpunkt (hinter den 3 Widerständen) mit der gerade nicht aktiven 
Phase vergleichen, wenn mein PWM ein ist.
Wann muss ich dann auf die nächste Phase schalten? Wenn die 
Mittelspannung höher ist als die der nicht aktiven windung?

Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo,

>Wann muss ich dann auf die nächste Phase schalten? Wenn die
>Mittelspannung höher ist als die der nicht aktiven windung?

Du erwartest ja mit jedem Schaltvorgang auf eine anderen Pase das "Zero 
Crossing" und zwar immer an der "freien". Und die weißt Du ja. Und 
abhängig bei welchem Schaltpunkt Du dich gerade befindest weißt Du auch 
ob es eine aufsteigende Spannung sein muss oder eine abfallende!

Aber wie schon oben gesagt es gibt einige Seiten im Netz die Dir hier 
weiterhelfen.

Die hat mir geholfen!
http://home.versanet.de/~b-konze/blmc_bko/blmc.htm

Gruß
Jürgen

Autor: Stefan Müller (stefan-mueller)
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Hallo,

Sorry daß ich den Thread ausbuddel aber so alt und müffelig ist der ja 
zum Glück noch nicht. :)

Ich habe einen kleinen BLDC-Motor der ist aber in Sternschaltung 
verschaltet. Kann ich die Schaltung trotzdem verwenden oder muß ich was 
ändern? An der Schaltungsart des Motors kann ich ja nix ändern :)
Wie hole ich mir das Kommutierungssignal? Ich hab mal irgendwo eine 
Schaltung mit Komparatoren gesehen finde die aber nicht mehr. Ich möchte 
als Kommutierungssignal wenn möglich keinen AVR mit ADC verwenden. Wenn 
ich nur "Digitalsignale" habe kann ich das ganze zur Sicherheit mit 
schnellen Optokopplern voneinander entkoppeln.

Vielleicht kann mir auch jemand erklären warum bei den meisten Reglern 
an den FETs keine Dioden dran sind, ich dachte immer die internen Dioden 
der FETs wären ziemlich schlecht? Kann man da ohne Probleme welche 
dranpappen oder gibt das Probleme mit der Rotorlageerkennung?

Was auch noch sehr interessant wäre ist wie man eine "Bremsung" 
Realisiert wenn ich z.B. von einer hohen Drehzahl "runterschalten" 
möchte auf eine niedrigere.

Danke :)

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Stefan Müller (stefan-mueller)

>verschaltet. Kann ich die Schaltung trotzdem verwenden oder muß ich was

AFAIK ja. Der Motor hat dannnur bei geleicher Spannung weniger Leistung.

>Wie hole ich mir das Kommutierungssignal?

Von den Hallsensoren. Oder über die Gegeninduktion der inaktiven Spule.

>ich nur "Digitalsignale" habe kann ich das ganze zur Sicherheit mit
>schnellen Optokopplern voneinander entkoppeln.

Wozu?

>Vielleicht kann mir auch jemand erklären warum bei den meisten Reglern
>an den FETs keine Dioden dran sind, ich dachte immer die internen Dioden

Keine Ahnung.

>Was auch noch sehr interessant wäre ist wie man eine "Bremsung"

Einfach den MOTOR kurzuschliessen, z.B, alle Phasen auch LOW schalten.
Aber bitte nicht die Stromversorgung kurzschliessen ;-)

MFG
Falk

Autor: Stefan Müller (stefan-mueller)
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Hallo Falk,

die Stromversorgung kann ich nicht kurzschließen, ich verwende 
"intelligente" MOSFET-Treiber von IR die eine Shoot-Trough Protection 
haben über eine Deadtime. Ich hab mir schon mal ne Endstufe so 
gesprengt. OK war nur für nen kleinen Stepper hat aber recht laut 
geknallt (und gestunken) Die Schaltung war naher hinüber. :)

Ich habe mittlerweile rausgefunden weshalb keine ext. Dioden an den 
BLDC-Modellbaureglern dran sind. Es werden die FETs als Dioden 
verwendet, Stichwort Synchrongleichrichtung. Die Steuersignale sind 
nicht ganz ohne da sehr Timingkritisch das soll aber für sehr wenig 
Verluste sorgen. Ganz durchgestiegen bin ich aber noch nicht ich lese 
grade noch Datenblätter und div. Internetseiten.

Übrigends: Weißt du was mit bldc.de passiert ist da kommt nix mehr die 
Seite ist leer. Ich habe jetzt mehrfach hier im Forum gelesen daß dies 
eine gute Infoquelle gewesen sein soll.

Das mit der Bremsung leuchtet mir ein aber ich will ja nicht bis zum 
Stillstand runterbremsen sondern nur die Geschwindigkeit verringern bis 
zu einem kleineren Wert. Wenn ich das Bremsen unterbreche wie finde ich 
raus mit welcherm Speed der Motor noch dreht?

Was mich fasziniert hat ist letztens ein Kompaktservo von 
Mitsubishi-Electric. Der kann einen Sollwert (vorgegeben Digital oder 
über 0-10V Schnittstelle) innerhalb von Sekundenbruchteilen annehmen. 
Wie machen die das, der Rotor eines BLDCs ist ja je nach Leistung des 
Motors recht schwer und somit träge. Es muß irgend einen Trick dabei 
geben. Zwangskommutierung kann man vergessen daß habe ich schon mal mit 
einem Modellbaumotor probiert, ein wenig last drauf und der Rotor bleibt 
stehen und pfeift da er dem Drehfeld nicht mehr folgen kann.

Hast du noch ne Idee?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Stefan Müller (stefan-mueller)

>BLDC-Modellbaureglern dran sind. Es werden die FETs als Dioden
>verwendet, Stichwort Synchrongleichrichtung.

Naja, da werden aber nciht die FET genutzt, sondern die technologisch 
bedingte, eben etwas schlechtere Diode.

> Die Steuersignale sind
>nicht ganz ohne da sehr Timingkritisch das soll aber für sehr wenig
>Verluste sorgen.

Naja, nicht wirklich. Man darf eben hat keinen Kurzschluss machen, wie 
bei den H-Brücken. Der Rest ergibt sich. In der Zeit, wo der untere FET 
noch nciht schaltet leitet die DIode mit relativ grosser FLussspannung 
und damit verlusten. EIn paar Dutzend Nanosekunden später schaltet der 
FET und verringert damit massiv den Widerstand und somit die 
Verlustleistung.

>Übrigends: Weißt du was mit bldc.de passiert ist da kommt nix mehr die

Ich kenn die Seite nicht.

>Das mit der Bremsung leuchtet mir ein aber ich will ja nicht bis zum
>Stillstand runterbremsen sondern nur die Geschwindigkeit verringern bis
>zu einem kleineren Wert. Wenn ich das Bremsen unterbreche wie finde ich
>raus mit welcherm Speed der Motor noch dreht?

Drehzahlmesser. Oder?

>Wie machen die das, der Rotor eines BLDCs ist ja je nach Leistung des
>Motors recht schwer und somit träge. Es muß irgend einen Trick dabei

Wie es im Detail geht weiss ich nicht. Aber von den Festplatten her ist 
das genauso. Mit so einen speziellen Servomotor, der ja nur Bruchteile 
einer Umdrehung dreht kann man dass in Millisekunden positionieren.

>Hast du noch ne Idee?

Die haben wahrscheinlich erstens ne Postitionsmessung drin und zweitens 
ne clevere Regelung. Kommutiert wird das AFAIK nix, sondern ein Strom 
eingestellt, welcher die Position ergibt. GGf mit Zwei Spulen, zum 
links/rechts schwenken.

http://www.storagereview.com/guide2000/ref/hdd/op/act.html

Hab ich mal auf die Schnelle gefunden.

MFG
Falk

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