Hallo,
könnt ihr mir sagen (schreiben) ob man die Freilaufdiode bei einer
Relaisansteuerung weg lassen kann.
Ich hab mal gehört das man statt dem PNP nen FET hernehmen kann.
Stimmt das, und wenn ja welcher FET-Typ ist dabür geignet.
Danke
Nie!
Auch wenn der FET eine parasitäre Diode enthält, muß die Diode vorhanden
sein.
Sie schliesst das Relais beim Ausschalten kurz. Die Diode des FET tut
das nicht.
>Freilaufdiode bei einer Relaisansteuerung weg lassen kann.
NEIN.
>enn ja welcher FET-Typ
jeder, der Spannungs- und Stromwerte erfüllt, die deine Last erfordert.
Also identisch eines Biploartranstors.
>könnt ihr mir sagen (schreiben) ob man die Freilaufdiode bei einer>Relaisansteuerung weg lassen kann.
Kann man nicht.
>Ich hab mal gehört das man statt dem PNP nen FET hernehmen kann.BC546 ist ein NPN.
>Stimmt das, und wenn ja welcher FET-Typ ist dabür geignet.BS170 möglicherweise.
Man kann sie natürlich weg lassen, hängt halt ganz von der gewünschten
Lebensdauer deiner Schaltung ab.
Kurz und bündig: Bau sie ein, 2 Cent mehr machen den Bock auch nimmer
fett.
Hallo,
1. ist der verbaute Transistor ein NPN.
2. kann man einen Fet verwenden, der den benötigten Strom liefern, und
die
angelegte Spannung auch sperren kann. (Ansteuerung anders als beim
bipo).
3. welcher Typ geeignet ist mußt Du wissen (aussuchen nach obigen
Kriterien).
4. ist gerade ein Relais die typische "induktive" Last, -die wenn der
Stromfluß abgeschaltet wird, eine geg. hohe Spannung generiert, die
es zu
unterdrücken gilt.
...eigentlich alles gesagt.
guude
ts
Man kann, zumindest beim Einsatz von MOSFETs, beim Schalten induktiver
Lasten auf die Freilaufdiode prinzipiell verzichten, wenn man genau
weiß, was man tut. Beim Ausschalten der induktiven Last ohne
Freilaufdiode entstehen hohe Spannungen, die den MOSFET zum
Lawinendurchbruch bringen. Dieser Lawinendurchbruch passiert auch bei
(Z-)Dioden mit höherer Sperrspannung, ist reversibel und bei den
Z-Dioden sogar gewollt.
Da die dabei im MOSFET verbratene Leistung sehr hoch
(Durchbruchspannung * Strom) werden und schon bei mittelgroßen MOSFETs
bis in die kW gehen kann, darf dieser Zustand nur für kurze Zeit
anhalten, sonst verabschiedet sich das Bauteil auf Grund thermischer
Überlastung. Die Energie als über die Zeit integrierte Leistung darf
also gewisse Grenzen nicht überschreiten.
In den Datenblättern von MOSFETs ist deswegen oft die maximale
"Avalanche Energy" unter verschiedenen Bedingungen angegeben. Solange
diese nicht überschritten wird, leitet der MOSFET im Sperrbetrieb den
Spulenstrom ohne Beschädigung ab. Er muss aber fast die komplette in
der Spule gespeicherte Energie aufnehmen, die sich aus dem Spulenstrom
und der Induktivität errechnen lässt.
Diesen Lawinendurchbruch lässt man in manchen Anwendungen zu, wo es um
das sehr schnelle Abschalten iduktiver Lasten geht. Ohne Freilaufdiode
stemmt sich dem Spulenstrom die volle Durchbruchspannung entgegen, so
dass er sehr schnell abklingt. Mit Freilaufdiode ist diese
Gegenspannung nur gleich der Durchlassspannung der Diode (ca. 0,7 V)
plus dem Spannungsabfall am ohmschen Widerstand der Spule selber, so
dass der Strom noch eine Weile weiterfließen kann, und das Abschalten
entsprechend langsamer vonstatten geht.
Den MOSFET wie beschrieben zu betreiben ist aber die absolute
Ausnahme. Da ein Relais kein sonderlich schnelles Bauteil ist und mit
ihm meist keine Anwendungen realisiert werden, wo es auf kürzeste
Schaltzeiten ankommt, wird hier praktisch immer eine Freilaufdiode
eingesetzt, in den allermeisten anderen Anwendung ebenfalls.
Für den, der sich näher für das Thema interessiert:
http://www.irf.com/technical-info/appnotes/an-1005.pdf
Sam schrieb:> Kann ich für einen kleinen DC Motor eine 1N4001 Diode einsetzen?1N4001 ist sehr spezifisch. Für einen "kleinen DC Motor" must du eine
dazu passende Freilaufdiode (falls auf den Threadtitel bezogen)
einsetzen. Die 1N4001 könnte OK sein oder auch nicht. Andere wären
vielleicht besser.
Sam schrieb:> Kann ich für einen kleinen DC Motor eine 1N4001 Diode einsetzen?
Durch die Diode fließt genau der Strom, der unmittelbar vor dem
Abschaltung durch den Motor floss.
Damit kannst du dir deine Frage, nach einem Blick in das
Diodendatenblatt und auf dein Ampermeter, besser als jeder andere hier
beantworten, da keiner deinen "kleinen DC Motor" und des Betriebsstrom
kennt.
Mike schrieb:> Sam schrieb:>> Kann ich für einen kleinen DC Motor eine 1N4001 Diode einsetzen?>> Durch die Diode fließt genau der Strom, der unmittelbar vor dem> Abschaltung durch den Motor floss.
Wobei der nicht sehr lange fliesst und man damit auch die
Impulsbelastbarkeit der Diode einrechnen kann.
Die Impulsbelastbarkeit hat folgenden Hintergrund:
eine Diode hat ebenfalls eine Verlustleistung (Durchlassspannung x
Strom), die zur Erwärmung führt und die Erwärmung darf nur eine
bestimmte Grenze erreichen über der das Bauteil kaputt geht.
Beim Dauerstrom ist das einfach, da steht's direkt im Datenblatt:
maximaler dauerhafter Vorwärtsstrom.
Bei der Impulsbelastbarkeit gibt es meist ein Diagramm, das angibt,
wieviel Strom für wielange und wie oft hintereinander fliessen darf.
Bei einem sehr kurzen Impuls darf es meist das 10-fache des Dauerstroms
sein.
Wenn man sich nicht sicher ist, wie man die Impulsbelastbarkeit mit dem
ausklingenden Strom in Einklang bringt, nimmt man lieber eine Diode, die
einfach den Strom aushält und gut ist es.
Das ist bei kleineren Strömen bis "ein paar Ampere" (5A) auch noch kein
Problem, da die Bauteilgröße noch ganz erträglich ist (SB520-Diode, hat
dicke Beinchen für die 5A und ist ansonsten 5-6mm dick und <1cm lang).
Bei größeren Strömen werden es schon eher TO220-"Klopper", da möchte man
vielleicht schon mal tiefer einsteigen und eine Bauform kleiner wählen.
@Falk
Es kommt nicht drauf an ob PWM oder langsames schalten.
Es kommt auf die Abschaltzeit an.
Bei einer 1N4xxx kann sich eine hohe Spnnung aufbauen bevor die Diode
leitend wird. Da diese eben langsam ist.
Ich habe es selbst gemessen, da ich es nicht geglaubt habe.
Die Einschaltzeit ist bei den Dioden normalerweise so kurz, dass es
schon relativ schwer ist das zu messen. Oft ist auch einfach die
Induktivität der Zuleitungen wichtiger als die Eigenschaften des
Halbleiters. Nur PIN Dioden für Hochspannung sind gff. schon etwas
langsamer. Selbst die 1N4007 ist als PIN Diode für 1000 V noch schnell
genug. Unter normalen Bedingungen (d.h. keine super schnellen Flanken)
bleibt aber auch da die Spannung noch relativ moderat (einige Volt) -
zwar viel für Durchlassrichtung einer Diode, aber noch kein Problem für
die Spannungsfestigkeit des Treibers.
Es nutzt da auch nicht viel nach einer schnellen Diode zu suchen -
schnelle Diode meinen die Sperrerholzeit, die Einschaltzeit ist ein
anderer Parameter, der für viele Dioden einfach nicht spezifiziert ist,
weil die Zeit so kurz ist das sie nicht stört. Im Prinzip könnte es da
auch schnelle PIN Dioden geben, die relativ langsam bei Einschalten
sind.
Wenn Du Transitorvernichtung betreiben willst, ja!
Schon mal was von Induktionsspannung gehört?
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzdiode
Ihr taugt mir! Grosse Klappe beim Programmieren und Herumstreiten, was
die dämlichen Programmiersprachen betrifft, aber Null Ahnung von der
Hardware! Ein Forum, in dem nur gestänkert wird. 10% sinnvoll, Rest
Gelabbere. Grosse Klappe und nix dfahinter. Typisch BRD
@ Blende22 (Gast)
>Hardware! Ein Forum, in dem nur gestänkert wird. 10% sinnvoll, Rest>Gelabbere. Grosse Klappe und nix dfahinter. Typisch BRD
Schlüpfer zu eng? Rechtsträger mit Linkseingriff?
Sven P. schrieb:> Man kann sie natürlich weg lassen, hängt halt ganz von der gewünschten> Lebensdauer deiner Schaltung ab.
Ja, das erste Einschalten wird problemlos klappen; das erste
Ausschalten dann schon nicht mehr. :-)
Bastler schrieb:> Bei einer 1N4xxx kann sich eine hohe Spnnung aufbauen bevor die Diode> leitend wird. Da diese eben langsam ist.>> Ich habe es selbst gemessen, da ich es nicht geglaubt habe.
Wie hoch war denn die Spannung, die du gemessen hast? Bei welcher
Betriebsspannung?