"General Motors rast ins Milliarden-Minus"
"US-Autobauer: Quartalsverlust von *15,5 Milliarden Dollar*"
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/13/0,3672,7275053,00.html
GM produziert laut Nachrichten nur noch 'auf Halde'
"Begraben von der Blechlawine"
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,569611,00.html
"Niemand will die allgegenwärtigen großen Trucks. Stattdessen
interessieren sich Konsumenten für Kleinwagen, von denen nur wenige
verfügbar sind - und für Hybridautos, die es praktisch kaum zu kaufen
gibt. Weil die Hersteller ein grundfalsches Sortiment anbieten, .."
Und wie sieht es bei uns aus?
"BMW reduziert Prognose radikal"
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/587/304563/text/
"US-Markt zieht BMW nach unten"
"Der Konzern hat Pläne für eine nochmalige Erweiterung seiner
Geländewagen-Familie begraben."
"Für den Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer sind es gleich drei Punkte,
die BMW derzeit zu schaffen machen. Zum einen seien bei steigenden
Energiekosten besonders Kleinwagen mit einem geringeren Verbrauch
gefragt. Zum anderen leide der Konzern unter dem schwachen Dollar. Hinzu
käme, dass Leasingfahrzeuge derzeit monatlich hohe Verluste produzieren.
"Große Autos sind in den den USA unverkäuflich geworden", sagte
Dudenhöffer .."
Wir ringen um die richtigen Konzepte unserer künftigen
Energieversorgung, bei steigenden Strom- und Gaspreisen, während wir
gleichzeitig mit schwankenden oder immer wieder steigenden Rohölpreisen
konfrontiert werden, aber die Herrschaften, die das Sagen haben, in den
einstigen Schlüsselindustrien - der Automobilbranche - produzieren am
Markt vorbei munter ihre Dinosaurierkisten des auslaufenden
Erdölzeitalters. Noch geht es uns ja so gut - noch muss sich nichts
ändern - noch wollen wir alle mit 200+ Km/h über die Piste brettern -
möglichst vorbei navigiert am Stau. Aber wie lange noch wird das
gutgehen?
Wer sorgt dafür den Konsumenten in dieser Innovations-Lethargie zu
belassen? Befinden wir uns etwa in einer Zeit der Schock-Starre? Beim
"Atom" bleiben? Den Geländewagen immer noch begehren wollen? Viel zu
viel Energie sinnlos zu vergeuden ist unser Alltag?! Immer mehr sinnlose
Technik ins Fahrzeug packen, immer draufpacken, statt völlig neu zu
konzipieren. Wo ist der große Wurf? Wo bleibt sie, die Revoluzzion in
Sachen Mobilität? Wer wenn nicht die deutschen Autobauer wird uns aus
der Sackgasse holen, uns die Nase künftig nicht mehr am Porsche Cheyenne
oder am teuren Coupe mit 309 kW auf der Ausstellung platt zu drücken?
Werden wir zu einem Volk von Schwärmern degradiert? Zu Hofnarren? Zu
Leuten, die zwar davon träumen dürfen einmal ein solch schickes,
schnelles Auto zu besitzen, sich aber diesen Besitz wirtschaftspolitisch
gewollt nie werden leisten können bzw. sich bald überhaupt kein Fahrzeug
mehr leisten können, weil die Automobilindustrie bewusst verpennt hat,
sich rechtzeitig auf die neuen globalen Bedingungen einzustellen und
jetzt nur noch für eine kleine, privilegierte Schicht hochpreisige
Fahrzeuge bei entsprechender Bonität abgibt?
Hatte Sid der Böse 1977 doch recht mit seinem Slogan "There's no future
- for you!", zumindest übertragen auf unsere heutigen Verhältnisse?
Wikipedia liefert als Erklärung:
"In Wirklichkeit war er aber als Absage an die zeitgenössischen Eliten
gemeint [..] Verstanden wurde er aber auch als Kampfansage gegenüber
einer offiziellen technischen Fortschritts-Gläubigkeit und einem
politischen Optimismus [..]"
Es gibt schon lange fortschrittliche Fahrzeuge. Nur kommen die weniger
aus den USA oder Deutschland, sondern eher aus Japan, obwohl Mercedes
jetzt auch Hybride und Elektrofahrzeuge anbietet.
Freude am Fahren kann man auch mit einem sparsamen Auto haben. Viele
setzen jedoch diese Freude mit Rasen gleich.
Die Freude mit dem sparsamen Auto kann ich nur bestätigen!
Ich fahre jetzt einen Toyota Yaris Diesel und der verbraucht laut
Boardcomputer auf der Autobahn, Tempo 100 nur 4,4 Liter. Das ist auch
exakt das, was ich nachtanke.
Vorher bin ich einen 318i gefahren mit 4 Gang Automatik.
Unter 12 Litern auf 100km ging da garnix!
....
Generell find ich es sowieso schwachsinn soviel Blech mit sich
rumzufahren...
Ich hatte kuerzlich einen Toyota Yaris als Mietwagen und hab 1000km
gemacht. Mein Erstaunen war gross dass der nur ca 44 liter brauchte. Das
war keine Teststrecke, sondern ein Mix, Autobahn, Stadt, Berge. Schade,
dass die Europaer so'n Wagen nicht hinkriegen, oder noch nicht
hinkriegen. Der Yaris ist meine Vorgabe fuer einen naechsten Autokauf.
Ich hab kuerzlich mit einem Toyota Prius mitfahren koennen, der braucht
5 liter, ist mir zu luxurieus und fuer meinen Geschmack etwas schwer.
Aber trotzdem. Hut ab.
307CC Diesel :
4,5l bei 120km/h
3,7l bei 80km/h (noch im 6. Gang)
Typsiche Überlandfahrt mit viel Stadtnateil, Anteil und Beschleunigung :
5,2 l
6,3 Liter Verbrauch in den letzten 5400km, 70% davon Autobahn bei
130-150km/h
Top ist es bei 150km/h konstant auf gut 3000 UPM : Bei statischen
Gaspedal läuft er 6,5l - er ist sehr stromlinienförmig!
> Wer sorgt dafür den Konsumenten in dieser Innovations-Lethargie zu> belassen? Befinden wir uns etwa in einer Zeit der Schock-Starre? Beim> "Atom" bleiben? Den Geländewagen immer noch begehren wollen? Viel zu> viel Energie sinnlos zu vergeuden ist unser Alltag?! Immer mehr sinnlose> Technik ins Fahrzeug packen, immer draufpacken, statt völlig neu zu> konzipieren. Wo ist der große Wurf? Wo bleibt sie, die Revoluzzion in> Sachen Mobilität? Wer wenn nicht die deutschen Autobauer wird uns aus> der Sackgasse holen, uns die Nase künftig nicht mehr am Porsche Cheyenne> oder am teuren Coupe mit 309 kW auf der Ausstellung platt zu drücken?
Zumindest keine deutschen Hersteller. Wobei Loremo (als einziger
deutscher Hersteller), wie auch Acabion kaum Aussichten auf hohe
Stückzahlen haben. Beide hauptsächlich auf Grund des Konzepts.
Tesla Roadster, Limousine folgt
Lightning GT
Fisker Karma
Chevrolet Volt
Loremo
Acabion GTBO
ZAP! Alias, ZAP-X (Lotus)
TH!NK
@ 3370 (Gast)
>dass die Europaer so'n Wagen nicht hinkriegen, oder noch nicht
???
Der der "Zombie" VW hatt solche und ähnliche Leistungen seit Ewigleiten
im Programm.
In meiner alten Firma hatten wir Passat Kombi, 1.9 TDI sowie 2.0, keine
Ahnung welches exakte Modell. Die liefen alle mit ca. 6..6,5l mit
ORDENTLICH Dampf auf der Autobahn (130..150, kurzzeitig mehr). Andere
Hersteller haben sicher ähnliche Modelle.
Dass die Yuppi-Kisten von BMW und Mercedes 10l++ schlucken ist ein
offenes Geheimnis. Aber auch Europäer haben schon lange spritsparende
Autos.
Ach ja, und das Ganze Gefasel von Hybrid und Elektroautos ist der
nächste Boom und damit Blase. Denn es ist nach wie vor VOLLKOMMEN
unklar, wie eine grosstechnische Versorgung dieser Autos realsiert
werden sein soll. Im Moment ist nur ein spritsparnder Verbrennungsmotor
(egal ob Diesel oder Benzin) realistisch.
Und acu wenn cih E-Techniker bin, die meisten Autos von heute sinde IMO
dermassen mit Elektronik und anderem Müll vollgestopft, dass es dringen
einer Diät bedarf. K.I.S.S.
MFG
Falk
Oliver D. wrote:
> Die Freude mit dem sparsamen Auto kann ich nur bestätigen!>> Ich fahre jetzt einen Toyota Yaris Diesel und der verbraucht laut> Boardcomputer auf der Autobahn, Tempo 100 nur 4,4 Liter. Das ist auch> exakt das, was ich nachtanke.>> Vorher bin ich einen 318i gefahren mit 4 Gang Automatik.> Unter 12 Litern auf 100km ging da garnix!
Die beiden haben aber sicherlich nicht dieselbe PS-Anzahl, also logisch,
dass die bei Mercedes weggeworfene Karre mehr säuft...
>Ach ja, und das Ganze Gefasel von Hybrid und Elektroautos ist der>nächste Boom und damit Blase. Denn es ist nach wie vor VOLLKOMMEN>unklar, wie eine grosstechnische Versorgung dieser Autos realsiert>werden sein soll. Im Moment ist nur ein spritsparnder Verbrennungsmotor>(egal ob Diesel oder Benzin) realistisch.
Zumindest beim Hybrid ist doch genau das drin.
Und Boom = Blase?? Was ist denn das für eine Logik. Demzufolge ist der
Autoboom, den es seit den ~50ern gibt, wohl auch eine Blase, die jetzt
langsam in die Platzgegend kommt?
>Und acu wenn cih E-Techniker bin, die meisten Autos von heute sinde IMO>dermassen mit Elektronik und anderem Müll vollgestopft, dass es dringen>einer Diät bedarf. K.I.S.S.
Hmmm, das wird bestimmt der Trend, zurück zu Fensterkurbel, Vergaser und
Kurbelanlasser. Wenn du E-Techniker bist, musst du doch so intelligent
sein und erkennen, dass exakt das Gegenteil deines "Wunsches" eintreten
wird.
Langfristig kommt der Elektroantrieb. Ob mit Brennstoffzelle, Batterie
oder sonstigen Energieerzeugern ist erst mal egal. Der Hybrid ist eine
wichtige Übergangstechnologie. Der Anteil der elektrischen Leistung im
Fahrzeug wird immer mehr steigen, der Verbrennungsmotor wird immer
kleiner werden.
@Eman (Gast)
>Und Boom = Blase?? Was ist denn das für eine Logik.
Die Logik, die der Wahrnehmung folgt.
> Demzufolge ist der>Autoboom, den es seit den ~50ern gibt, wohl auch eine Blase, die jetzt>langsam in die Platzgegend kommt?
Ist sie auch, wenn gleich vielleicht nicht soo extrem wie die Dot-Com
Blase.
Die fetten Jahre des billigen Öls sind vorbei, auch in Amerika. Dort
kollabiert gerade der Markt der hirnlosen Spritschlucker. Auf den Zug
musste Deutschland/Europa noch kurz vorher aufspringen, es lebe die
Dekadenz. Das war auch eine Blase.
>Hmmm, das wird bestimmt der Trend, zurück zu Fensterkurbel, Vergaser und
Kurbelanlasser.
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ;-)
> Wenn du E-Techniker bist, musst du doch so intelligent>sein und erkennen, dass exakt das Gegenteil deines "Wunsches" eintreten>wird.
Das ist weniger ein E-technische, denn strategische Frage. Klar wird es
in den nächsten Jahren noch dazu kommen, dass tonnenweise E-Müll ins
Auto gesteckt wird und alle wie blöde und auf Droge dem Irrsinn
hinterherrennen. Ich sag nur Fahrerassistenzsysteme, Parkassistent etc.
Aber es wird, wann auch immer, ein Paradigmenwechsel kommen. Auch wenn
man nicht zur Handkurbel als Anlasser zurückgeht ;-)
Und am Ende wird man erkennen, dass Bahnfahren gar keine schlechte
Alternative für bestimmte Reisemuster ist (Mittel- und Langstrecke).
Denn mit Chauffeur, 250km/h, und Kaffee am Platz kann nicht mal der SLK
mithalten ;-)
@ Rumpel (Gast)
>Langfristig kommt der Elektroantrieb.
Definiere langfristig.
10 Jahre?
30 Jahre?
Nützt HEUTE mit einem Ölpreis von 130 Dollar/Barrel gar nix.
>oder sonstigen Energieerzeugern ist erst mal egal. Der Hybrid ist eine>wichtige Übergangstechnologie.
Da bin ich skeptisch.
> Der Anteil der elektrischen Leistung im>Fahrzeug wird immer mehr steigen,
Spätestens wenn der 42 Zoll Plasma standardmässig reinkommt ;-)
> der Verbrennungsmotor wird immer kleiner werden.
Was aber nicht heisst, dass er weniger Leistung haben wird.
MFG
Falk
Wie gewünscht:
Ich definiere langfristig auf etwa 10...15 Jahre.
Ich meine die elektrische Antriebsleistung zum fahren.
Der Verbrennungsmotor wird kleiner und effizienter (Downsizing). Bei
seriellen Hybridkonzepten (Chevrolet Volt) dient der Verbrennungsmotor
nur noch zum nachladen der Batterie auf langen Strecken.
D.h. er kann verbrauchsoptimiert auf eine mittlere Leistung ausgelegt
werden. Die Spitzenleistung wird über die Batterie bereitgestellt.
Also, wofür braucht ihr noch ein Auto ?
Nachdem die Regierung Mobilität propagiert hat geht es nun anders herum.
Der Engel will die Pendlerpauschale nach oben dicht machen, mit der
Begründung: unsere Eltern sind auch zu ihrer Arbeitsstelle gezogen.
Merken die Wasserköpfe eigentlich noch was sie da so sinnieren ?
.... Ich fahre jetzt einen Toyota Yaris Diesel und der verbraucht laut
Boardcomputer auf der Autobahn, Tempo 100 nur 4,4 Liter. Das ist auch
exakt das, was ich nachtanke. ....
Scherz: vor ca. 20 Jahren habe ich diesen Verbrauch mit einem
Golf-Diesel (5.Gang Getriebe) gehabt.
Benzin- & Dieselfahrzeuge sind Wärmekraftmaschinen. Also fahrende
Heizungen Viel zu holen ist da ohnehin nicht. Hybrid & Co. sind
Augenwischerei, deren energetische Gesamtbilanz ich gerne sehen würde.
Es ist höchste Zeit den Individualverkehr zur Disposition zu stellen.
> Soviel also zum Thema "Die Leute können sich keine Autos> mehr leisten".
Das ist für viele auch so. Aber mit dem Auto verhält es sich wie mit der
Zigarette, viele geben ihr letztes Hemd dafür her, d.h. lieber spart man
bei allen möglichen anderen Dingen (Kleidung, Essen, Luxusartikel) ein,
bevor man sein Allerliebstes hergibt. Daraus darf man aber nicht
ableiten, dass man weiterhin ganz locker sich das Auto leisten kann.
Außerdem kann man auch ein Auto besitzen ohne damit viel rumzufahren,
Auch das machen viele. Die Kiste "halten", nur nicht hergeben, lieber
immer öfter mal stehen lassen.
> Sparsame Autos werden eher wenig gekauft
In USA reagiert man gerade genau anders herum, die Spritschlucker will
keiner mehr haben.
Im Moment gibt es eine leichte Entspannung an der Tanke. Die Börse
bestätigt das mit Zahlen vom Rohölmarkt und auch die "nach oben
Spekulation" soll sich etwas beruhigt haben. Aber laut Prognose steht
dieser neuerliche Trend auf wackligem Untergrund und kann schon am
Jahresende sich wieder völlig umkehren. Langfristig ist deshalb jeder
der einen Spritschlucker fährt oder gar in Erwägung zieht sich gerade
neu zuzulegen (armer Irrer!) der Gelackmeierte bzw. wer schlau ist, der
setzt auf verbrauchsarm und für wen Geld keine Rolex spielt, der macht
sowieso was er will (der soll dann aber gefälligst auch sein Mäulchen
halten und sich nicht künstlich aufregen, wenn die Tanke mal wieder um
15 Cent oder mehr draufschlägt).
Der Elektro-Stadtflitzer muss her UND es braucht endlich eine
Tempobegrenzung auf unseren Autobahnen.
Ist euch eigentlich auch aufgefallen, dass mit steigenden Benzinpreisen
die Leute ihren Fahrstil auf der Autobahn geändert haben? Da ziehen die
lange vor dem eigentlichen Überholen links rüber, weil sie auf Teufel
komm raus ihre Geschwindigkeit halten wollen, und überholen dann mit 4
km/h Geschwindigkeitsunterschied. Das kannte man früher nur von LKWs!
OK, mein Auto verbraucht 8,8 l/100 km, aber ist auch schon 18 Jahre alt.
> Da ziehen die> lange vor dem eigentlichen Überholen links rüber, weil sie auf Teufel> komm raus ihre Geschwindigkeit halten wollen, und überholen dann mit 4> km/h Geschwindigkeitsunterschied. Das kannte man früher nur von LKWs!
Oh ja, selten soviele "Luxuskarossen" von der linken Spur jagen müssen,
wie in letzter Zeit, normalerweise läuft's immer anderstrum.
Ich liebäugel schon länger mit nen "Spritschlucker". Warum? Bin jung,
keine Familie, also relativ viel Geld übrig. Erleben will ich auch noch
was und der Sprit wird nicht lange so günstig bleiben wie er ist. Also
lieber jetzt als später zu deutlich höheren Kosten. ;-)
In Deutschland muss der Spritpreis noch ein ganzes Stück steigen, bis
die Vernunft einsetzt. Gejammert über hohe Spritpreise wird schon seit
Jahrzehnten, aber das Verhalten wird nicht entsprechend geändert. Die
Fahrt zum 500m entfernten Supermarkt ist heute häufiger als vor 15
Jahren. Spritsparende Techniken/Modelle werden nicht nachgefragt und
floppen deswegen immer wieder.
http://video.google.com/videosearch?q=Spritfresser&sitesearch=#
Gleiches betrifft die allgemeine Teuerungsrate nach der Euroeinführung.
Gejammert wurde schon immer. Aber von Kaufzurückhaltung bei unwichtigen
Dingen keine Spur. Der Bäcker am Bahnhof freut sich auch immer wieder
über die dummen Lemminge. Der Betreiber von Süßigkeitenautomaten auch.
> Erleben will ich auch noch was und der Sprit wird nicht lange so günstig> bleiben wie er ist.
Was bitteschön ist das 'Erlebnis' an so einem Spritschlucker? Der
tägliche hirnrissige* Schwanzvergleich auf deutschen Autobahnen kann es
ja nicht wirklich sein...
* gefährlich, unökologisch, kaum zeitsparend, keine Sau beeindruckend,
...
> Warum? Bin jung,> keine Familie, also relativ viel Geld übrig. Erleben will ich auch noch> was und der Sprit wird nicht lange so günstig bleiben wie er ist.
Bei den Weibern prollen oder was? Du tust mir leid.
> Was bitteschön ist das 'Erlebnis' an so einem Spritschlucker?> Der tägliche hirnrissige* Schwanzvergleich auf deutschen> Autobahnen kann es ja nicht wirklich sein...> * gefährlich, unökologisch, kaum zeitsparend,> keine Sau beeindruckend,...
Darf man jetzt vermuten, der Schreiber dieses Beitrags mag es lieber
ungefährlich, ökologisch, zeitsparend und dabei die eine odere Sau
beeindruckend?
Jeder, wie er mag ...
Nice week,
Zardoz
> Bei den Weibern prollen oder was? Du tust mir leid.
Psychologie ist übrigens eine überaus interessante Wissenschaft.
Unglaublich, was Menschen alles so von sich selbst preisgeben in der
Annahme, eigentlich anderen etwas vorzuwerfen ...
Nice week,
Zardoz
> Was bitteschön ist das 'Erlebnis' an so einem Spritschlucker?
Eine sehr gute Frage,... einfach was besonderes zu fahren ;-)
> Bei den Weibern prollen oder was?
Nö, brauch ich nicht. Wenn ich wo prolle, dann bei mir selbst oder
meiner Freundin xD
@Zardoz: erklär doch mal bitte ;-)
> @Zardoz: erklär doch mal bitte ;-)
Daß Vorwürfe gegenüber anderen meist aus den dunklen Winkeln der eigenen
beschädigten Seele stammen? Das sollte doch Allgemeingut sein ... ;-)
Andererseits ... denk' ich an PISA in der Nacht ...
Nice week,
Zardoz
Übrigens: Wer wirklich schon einmal voll konzentriert längere Zeit mit
250 km/h über eine natürlich möglichst freie Autobahn gefahren ist, der
kann über viele Kommentare der "ungefährlich, ökologisch, zeitsparend
und dabei die eine odere Sau beeindruckend" lebenden Poster doch nur
schmunzeln ...
Jeder nach seiner Facon.
Nice week,
Zardoz
@ Zardoz (Gast)
>Jeder nach seiner Facon.
Im Prinzip ja, aber nur soweit, wie es das Zusammenleben mit dem Rest
der Gesellschaft nicht beeinträchtigt oder gar gefährdet. Und da sind
250 km/h auf der Autobahn selten konsensfähig . . .
MFG
Falk
> Im Prinzip ja, aber nur soweit, wie es das Zusammenleben mit dem> Rest der Gesellschaft nicht beeinträchtigt oder gar gefährdet.
Dann würde ich doch den kategorischen Imperativ noch einmal genau
studieren.
> Und da sind 250 km/h auf der Autobahn selten konsensfähig . . .
Der Konsens galt immerhin 60 Jahre in der Bundesrepublik und gilt noch
immer. Wenn auch eine radikale Minderheit von Menschenverbesserern
glaubt, diesen Konsens nun aufkündigen zu müssen.
Aber wer Wind sät, ...
Nice week,
Zardoz
> Und da sind> 250 km/h auf der Autobahn selten konsensfähig
Bei ner Menschenleeren Autobahn brauche ich aber auch keinen Konsens
bilden ;-)
>> Und warum?>>wer da noch fragt, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen
Eine Erklärung für jemanden, dem die Argumente ausgehen? ;-)
Was ist gegen Geschwindigkeiten jenseits von 200 auf ner leeren
Geschwindigkeitsbegrenzungsfreien Autobahn einzuwenden? Mein
Spritverbrauch? Mein Geld. Gefährdung von anderen? Auf ner leeren AB?
Umweltschutz? Ich spar ein paar Giftstoffe ein, kann aber in nem
chinesischen Fluss meine Fotos entwickeln. Gefährdung meiner selbst? Das
einzige in meinen Augen gültige Argument, aber nicht wegen mir selbst
(ist ja mein Bier) sondern eher wegen den dann benötigten Helfern. Bei
nem einwandfreien Auto, guten Fahrer und guter Konzentration ist das
Risiko relativ gering. Da ist's gefährlicher im Berufsverkehr auf der AB
zu fahren.
Dass würde ja heißen, dass jeder der mit 250km/h fährt die Kontrolle
über sein Auto verlieren müsste?
Natürlich ist das ganze nicht ohne Risiko, aber wenns danach ginge,
dürfte ich mich nichtmal in's Auto setzen. Für nen Fahranfänger ist
sowas natürlich auch nichts, auch nicht unbedingt für die alten Herren
mit Hut. Die Kontrolle über das Fahrzeug kann man auch bei 50km/h
verlieren.
>> Und da sind 250 km/h auf der Autobahn selten konsensfähig . . .> Der Konsens galt immerhin 60 Jahre in der Bundesrepublik und gilt noch> immer.
Nö, so einen Konsens gab es noch nie. Wir haben eine
Richtgeschwindigkeit auf unseren Autobahnen, die liegt deutlich
darunter. Ein Recht 250 zu fahren existiert nicht. Wird außerdem Zeit
den Hohlköpfen mit dem Bleifuß endlich mal das Rasen abzuerziehen. Wer
blockiert das eigentlich noch in unserem Land?
> Dann würde ich doch den kategorischen Imperativ noch einmal genau> studieren.
Besser selber erst mal selber die Strassenverkehrsordnung studieren.
> Wenn auch eine radikale Minderheit von Menschenverbesserern> glaubt, diesen Konsens nun aufkündigen zu müssen.
Käse! Die Tempo > 200 Fahrer bilden eher eine radikale Minderheit in
unserem Land, die sich herausnehmen ihre Freiheit auf Kosten vieler
anderer Verkehrsteilnehmer auszuleben. Die Welt ein Wenig zu verbessern
sollte eigentlich unser aller Anliegen sein, sonst müssen wir ihr beim
schlechter werden ständig zuschauen.
> Was ist gegen Geschwindigkeiten jenseits von 200 auf ner leeren> Geschwindigkeitsbegrenzungsfreien Autobahn einzuwenden?
In welchem Märchenland findest willst du denn solche Rennstrecken
entdeckt haben?
> Die Kontrolle über das Fahrzeug kann man auch bei 50km/h> verlieren.
Jetzt werden die Argument aber kindlich lachhaft. Übrigens, dort wo
Tempo 50 Km/h ein Problem darstellt wird die Geschwindigkeit auf 30 Km/h
begrenzt. Abgesehen davon sollten Niki Lauda Ambitionen auf dem
Nürburgring ausgetragen werden und nicht da wo Hinz und Kunz fährt.
> Die Welt ein Wenig zu verbessern sollte eigentlich unser aller> Anliegen sein, sonst müssen wir ihr beim schlechter werden> ständig zuschauen.
Also mir wird immer schlecht, wenn jemand so eine gewisse braune
Volkssoße versetzt mit grün-rotem Solidaritätsschleim absondert ...
Nice week,
Zardoz
Jetzt mal langsam. Der gemeine Raser ist nicht mit dem Fahrer
gleichzusetzen, der bei Gelegenheit mal das Gaspedal durchdrückt. Da ist
ein deutlicher Unterschied. Ein Raser fährt ohne Rücksicht auf Verluste,
der andere Fahrer schaltet das Hirn ein und wägt ab.
> Käse! Die Tempo > 200 Fahrer bilden eher eine radikale Minderheit in> unserem Land, die sich herausnehmen ihre Freiheit auf Kosten vieler> anderer Verkehrsteilnehmer auszuleben.
Auf Kosten von wem?
>> Was ist gegen Geschwindigkeiten jenseits von 200 auf ner leeren>> Geschwindigkeitsbegrenzungsfreien Autobahn einzuwenden?>> In welchem Märchenland findest willst du denn solche Rennstrecken> entdeckt haben?
Fahr mal Sonntags spät nachts/Montags früh morgens die A93 (oder wars
die A3? o.O) Nürnberg - Passau bzw. in die andere Richtung. Da kannste
300 fahren wenns dir Spaß macht...
Und jetzt komm endlich von deiner radikalen Methode runter, alle Fahrer
die mal über 200 fahren als irre und gemeingefährlich zu bezeichnen.
Niemand zwingt dich so schnell zu fahren wenn du es nicht willst,
genausowenig wie die ein Recht dazu haben.
Wenn ich dich nach deinen Äußerungen hier richtig einschätze, gehörst du
eher zu der Fraktion, die mal schnell nochmal ausscheren, damit der
"Raser der dahinten angerast kommt" abbremsen muss. Womit du eigentlich
der Irre und Gemeingefährliche bist.
> wo denn z.B.? welcher Beitrag soll das sein?
Don't panic, wollte nur vermeiden, daß mich womöglich jemand in diese
Ecke schiebt. Kennt man ja: Neo-dies, Neo-das - und schon ist es
passiert.
Nice week,
Zardoz
> Was ist gegen Geschwindigkeiten jenseits von 200 auf ner leeren> Geschwindigkeitsbegrenzungsfreien Autobahn einzuwenden?
Guck dir mal ein paar Bilder aus der Formel 1 oder anderen Rennserien
an, was so abgeht, wenn jenseits von 200 Stundenkilometern
'Unvorhergesehenes' eintritt.
Dann mal nen Tipp: Vollbremsung bei 50 km/h, dann mal bei 100 km/h. Bei
200 km/h lässt du's besser bleiben, dafür denkst du mal darüber nach,
dass du dann gegenüber 100 km/h mit der vierfachen kinetischen Energie
unterwegs bist.
> guten Fahrer und guter Konzentration ist das Risiko relativ gering.
Bekanntlich schätzt sich eine überwiegende Mehrheit als
überdurchschnittlich gute Autofahrer ein. Also steht die Chance nicht
schlecht, dass z.B. gerade du dich schwer überschätzt.
Na klar kann Unvorhergesehenes passieren. Aber wer wird auf ner leeren
Autobahn dadurch gefährdet? Nur 'n "Raser", und diese Irren würde so
mancher hier sowieso am liebsten Tot im Eckl sehen, also schulterzuck
Rauf auf die Bahn und ab damit.
>> guten Fahrer und guter Konzentration ist das Risiko relativ gering.>> Bekanntlich schätzt sich eine überwiegende Mehrheit als> überdurchschnittlich gute Autofahrer ein. Also steht die Chance nicht> schlecht, dass z.B. gerade du dich schwer überschätzt.
Ich persönlich würde mich weder als besonders schlechten, noch besonders
guten Fahrer einschätzen. Ob das falsch ist, sei mal dahingestellt. Bin
bis jetzt auch nur 2x mit 200 (lt. Tacho, also ca 180) auf freier AB
unterwegs gewesen, ansonsten immer brav mit dem Verkehr mitgeflossen.
Bin ich nun ein dummer irrer Raser der kleine Kinder umbringt?
Zum Verständnis: mir gehts nicht ob >200 gefährlich ist oder nicht,
gefährlicher als "normales Autofahren" ist es allemal. Mir stößt es
"nur" deutlich sauer auf, dass hier manche Leute die, die mal >200
fahren als gemeingefährliche, irre Raser an die Wand stellen, obwohl sie
diese nichtmal persönlich kennen.
@ Matthias S.
mr.chip hat die Gründe die gegen ein derartiges Tempo stehen bereits
schön dargelegt, abgesehen davon sollte man die Ausnahme (Zeiten zu
denen die Autobahn mal frei ist) nicht zur Regel erklären wollen (jeder
darf IMMER rasen). "Schnell ausscheren" (um andere zu ärgern) gehört
nicht zu meinen Leidenschaften, dafür ist mir meine Gesundheit viel zu
Schade. Bis jetzt bin ich noch immer jedem Verrückten erfolgreich aus
dem Weg gegangen.
Ist eigentlich auch schade jetzt hier eine Diskussion über Raserei zu
beginnen, hier geht es doch denke ich mehr drum wie wir angesichts der
drückenden Probleme künftig noch unsere Mobilität bewahren oder sogar
neu "erfinden" oder neu definieren. Ich glaube wir brauchen da
grundverschiedene Konzepte für den innerstädtischen und stadtnahen
Verkehr auf der einen und den Überlandverkehr (Autobahn) auf der anderen
Seite. Die heutigen Autos sind mir für ihre Nutzlast (unser Personen
Eigengewicht + Zuladung) i.d.R. viel zu schwer und mit ihren
Verbrennungsmotoren mitsamt ihrem Spritverbrauch auf Dauer nicht mehr
zukunftsfähig. Irgendwo war letztens zu lesen, dass sich über 80 Prozent
der gesamten, in D-Land zurückgelegten PKW-Kilometer innerhalb der
ersten 10 Kilometer stattfinden. Da wirken Tonnen schwere Fahrzeuge wie
ein Anachronismus unserer Zeit auf mich. Wo bleiben die Antwort(en)
unserer Automobilindustrie, auf das zur neige gehende Erdölzeitalter
bzw. auf baldige Spritpreise jenseits der 2,50 Euro/Liter?
> Dass würde ja heißen, dass jeder der mit 250km/h fährt die Kontrolle> über sein Auto verlieren müsste?
Das ist auch so. Das heißt natürlich nicht, dass es in jedem Fall zu
einem Unfall kommt.
>> ... guten Fahrer ...>> 80% der männlichen Automobilisten halten sich für überdurchschnittlich> gute Fahrer.
Könntest ja glatt zur BILD gehen. Ein vollkommen aus dem Kontext
gerissenes Zitat, mit dem man jemanden das Wort im Mund umdrehen kann.
@Jonny Obivan (-geo-)
>Was spricht eigentlich gegen ein durchgängiges, maximales Tempolimit von
120 km/h auf deutschen Autobahnen?
Die persönliche Freiheit des Einzelnen, schneller zu fahren. Zumal die
Autos von heute das problemlos erlauben.
MFG
Falk
@ Falk Brunner,
> Die persönliche Freiheit des Einzelnen, schneller zu fahren. Zumal die> Autos von heute das problemlos erlauben.
Das ist sicherlich ein Punkt. Schnell fahren macht ja sicher auch
bisweilen Spaß und ich würde lügen nicht auch schonmal schneller als 120
gefahren zu sein. Dennoch kann ich für mich behaupten problemlos auf so
schnelles Fahren verzichten zu können. Genaugenommen fahre ich schon
seit einiger Zeit nicht viel schneller als 100, da ich so doch erheblich
Sprit sparen kann.
Ev. kann ein solches Tempolimit auch ein gewisses Umdenken erzeugen.
Wenn man nicht schneller als 120km/h fahren darf, dann lohnt es auch
kaum noch sich ein Auto zu kaufen, welches viel schneller fahren kann.
Zudem könnten sicher eine Menge Unfälle vermieden werden, was sich
günstig in der Unfallstatistik niederschlagen würde.
"80% der männlichen Automobilisten halten sich für überdurchschnittlich
gute Fahrer."
Anderes Beispiel, Eisglätte im Winter:
"Diese Idioten, schleichen mit Tempo 30 durch die Gegend, behindern den
ganzen Verkehr !!! Die sind ja noch schlimmer als Radfahrer und
Fussgänger zusammen, fast so wie "Mutter mit Kind", die sollten doch
Bahn fahren !!! -
Ja, natürlich, ein paar Bescheuerte sind im Strassengraben gelandet, ich
jedenfalls bin gut durchgekommen, ich kann schliesslich noch die
Handbremse bedienen !"
=> Alle anderen sind schlecht, nur ich bin gut !
[ Soll in einer Fa. zwecks Durchführung einer
"Restrukturierungsmassnahme" eine Abteilung um ein Drittel "verschlankt"
werden, werden ja auch zuerst die ANDEREN, Faulen Nassauer rausgemissen,
oder ist schon jemals ein richtig guter, fleissiger
( Deutscher ? ) Arbeitnehmer, so einer wie ich, entlassen worden ? ]
Trivial, oder ?
Spötter wrote:
> "Diese Idioten, schleichen mit Tempo 30 durch die Gegend, behindern den> ganzen Verkehr !!!
Man muss sich eben dynamisch den Umgebungsbedingungen anpassen.
Jemand der auf Glatteis mit 150km/h in die Kurve rast kann eben genauso
wenig Autofahren wie jemand der im Sommer mit 30km/h auf der geraden
Landstraße unterwegs ist.
@Jonny Obivan (-geo-)
>gefahren zu sein. Dennoch kann ich für mich behaupten problemlos auf so
schnelles Fahren verzichten zu können.
Du schon, andere nicht.
> Genaugenommen fahre ich schon>seit einiger Zeit nicht viel schneller als 100, da ich so doch erheblich
Sprit sparen kann.
Naja, da kommt man sich ja fast als Verkehrshindernis vor.
>Ev. kann ein solches Tempolimit auch ein gewisses Umdenken erzeugen.
Nöö, du willst das den Leuten mit Gewalt reinwürgen. Umerziehung etc.
>Wenn man nicht schneller als 120km/h fahren darf, dann lohnt es auch>kaum noch sich ein Auto zu kaufen, welches viel schneller fahren kann.
Klar, und morgen sind wir alle lieb, nett und gewaltfrei.
Der Mensch (tm) funktioniert anders.
>Zudem könnten sicher eine Menge Unfälle vermieden werden, was sich>günstig in der Unfallstatistik niederschlagen würde.
Interessiert den Einzelnen wenig. Im Hinterkopf denkt praktisch jeder
"Mich erwischt's schon nicht".
MFG
Falk
P.S. Freiheit ist immer nur die Freiheit das Andersdenkenden.
@ Falk Brunner,
das sind natürlich alles psychologische Aspekte, die sicherlich eine
Rolle spielen. Dennoch halte ich ein Tempolimit von 120km/h für keine
nennenswerte Einschränkung der Mobilität. Das ein Oktroyieren eines
solchen Limits immer auch eine Einschränkung der Mündikgeit des
Autofahrers mit sich bringt ist klar. Wenn wir aber Tempolimits im
Allgemeinen akzeptieren, warum dann nicht ein durchgreifendes und
gemessen an den Vorteilen sinniges maximales Tempolimit?
Bevor man solch ein Limit aber einführt, sollte man genau analysieren
welche CO2 Einsparung dies tatsächlich erwirken könnte. Auch eine
Analyse der Unfallstatistik macht Sinn (wieviele Unfälle sind auf
überhöte Geschwindigkeit jenseits 120km/h zurückzuführen etc..).
Häufig ist es ja auch so, dass vollkommen unbeteiligte Autofahrer in
einen Unfall verwickelt werden, der durch Raser verursacht wurde.
Um aber wieder die Brücke zum Topic zu finden: Ist es nicht möglich,
dass ein Umdenken statt findet weg von Leistung und Geschwindigkeit hin
zur Sparsamkeit? Ich persönlich fände es toll mit einem Auto in Urlaub
zu fahren, dass nur 3l/100km braucht. Das Gefühl von Freiheit stellt
sich damit viel eher ein wie bei einem Flitzer mit hohem Verbrauch, weil
man das Gefühl hat ohne viel Geld überrall hinzukommen (geht das noch
jemandem so?).
Gruß
Jonny
@Jonny Obivan (-geo-)
>Rolle spielen. Dennoch halte ich ein Tempolimit von 120km/h für keine>nennenswerte Einschränkung der Mobilität.
Sag das mal allen Handwerkern, Vertretern, Aussendienstmitarbeitern etc.
Die hetzen von einem Termin zum anderen. Ob das sinnvoll und gut ist,
sei dahingestellt.
>Autofahrers mit sich bringt ist klar. Wenn wir aber Tempolimits im>Allgemeinen akzeptieren, warum dann nicht ein durchgreifendes und>gemessen an den Vorteilen sinniges maximales Tempolimit?
Weil sich der Mensch ungern einschänken lässt.
>Bevor man solch ein Limit aber einführt, sollte man genau analysieren>welche CO2 Einsparung dies tatsächlich erwirken könnte. Auch eine>Analyse der Unfallstatistik macht Sinn (wieviele Unfälle sind auf>überhöte Geschwindigkeit jenseits 120km/h zurückzuführen etc..).
Ist schon Dutzendemal passiert. Die Ergebnisse werden dann immer kreativ
von beiden Seiten interpretiert.
>Um aber wieder die Brücke zum Topic zu finden: Ist es nicht möglich,>dass ein Umdenken statt findet weg von Leistung und Geschwindigkeit hin>zur Sparsamkeit?
Das war vielleicht im Mangel der Kriegs- und Nachkriegszeit so. Aber
heute wollen wir zeigen, was wir uns leisten können. Und Spass am fahren
haben. Und, und und. Sparsamkeit ist nicht so prickelnd.
> Ich persönlich fände es toll mit einem Auto in Urlaub>zu fahren, dass nur 3l/100km braucht. Das Gefühl von Freiheit stellt>sich damit viel eher ein wie bei einem Flitzer mit hohem Verbrauch,
Das gilt für dich. Nicht für Andere.
>man das Gefühl hat ohne viel Geld überrall hinzukommen
Student? Hast wohl nicht viel davon ? ;-)
MFG
Falk
In deinem 3 Liter Auto bekommst du bei 120 km/h schon schweissnasse
Hände und taube Ohren.
Mit einem Auto ab der Passat/Vectra/3er -Klasse man aber auch bei 180
km/h entspannt und Sicher(!) fahren.
> Ich persönlich fände es toll mit einem Auto in Urlaub zu fahren,> dass nur 3l/100km braucht. Das Gefühl von Freiheit stellt sich> damit viel eher ein wie bei einem Flitzer mit hohem Verbrauch.
Na dann würde ich das aber jetzt tun. Tun es nämlich irgendwann viele
oder gar alle, wird der Staat natürlich für entsprechenden
Einnahmeausgleich sorgen (Mineralölsteuer, Ökosteuer, PKW-Maut, ...). Da
wird es mit den Freiheitsgefühlen schnell wieder vorbei sein.
Nice week,
Zardoz
> Sag das mal allen Handwerkern, Vertretern, Aussendienstmitarbeitern etc.> Die hetzen von einem Termin zum anderen. Ob das sinnvoll und gut ist,> sei dahingestellt.
Das Argument wegen der Zeitersparnis ist sowas von fadenscheinig: Die
allermeisten Autofahrer sind höchstens einige dutzend Kilometer auf der
Autobahn, den Rest vebringt man auf Zubringerstrassen und in der Stadt.
Viertelstunde bis auf die Autobahn, halbe Stunde Autobahn, Viertelstunde
von der Autobahn weg. Wenn man jetzt anstatt 120 plötzlich 180 fahren
darf, so spart man im Idealfall 10 Minuten - wobei man nie die ganze
Strecke mit 180 fahren kann, schon gar nicht in dichterem Verkehr. Also
halbiert sich die Zeitersparnis locker auf 5 Minuten.
Aber schlussendlich geht es doch gar nicht darum: Autofahren ist nunmal
ein Pimmelvergleich, ohne sich in die Augen schauen zu müssen und wird
es wohl immer bleiben :-)
Und für die, die es immer noch nicht wissen:
Die grösste Kapazität ( Kapazität heisst Fahrzeuge/Zeit ) einer Autobahn
liegt bei ca. 90 km/h.
Bei dieser Geschwindigkeit ist ein effektivster Verkehr möglich, mithin
der beste Nutzungsgrad einer Autobahn gegeben.
Legt man einen vorschriftswidrigen, kleineren Sicherheitsabstand zu
Grunde, ergeben sich natürlich etwas höhere Geschwindigkeiten.
Der Bremsweg ist proportional zu v², also müsste ich für ein
Kapazitäts-Optimum bei knapp 130 km/h den Sicherheitsabstand halbieren
...
Bei kleinerer Max-Geschwindigkeit käme hinzu, dass dann jede Menge (
u.U. gefährliche ) Überholvorgänge, die auch Keimzellen für die
Entstehung von Staus sein können ( eben wg. der "Angsthasen", die zu
"schnell" bremsen ) gar nicht erst stattfänden.
Jetzt gibt's aber Prügel, zumindest von denen, die den 90 km/h
zugrundeliegenden Sicherheitsabstand eher nicht einhalten ...
@mr.chip (Gast)
>Aber schlussendlich geht es doch gar nicht darum: Autofahren ist nunmal>ein Pimmelvergleich, ohne sich in die Augen schauen zu müssen und wird>es wohl immer bleiben :-)
Eben, damit man wenigsten einmal dabei gewinnt und nicht wie hier immer
den Kürzeren zieht
Beitrag "Pikantes Thema - Stehpissoirs"
;-)
Urologische Grüsse
Falk
Kann es nicht sein, dass auf Grund von positiven Effekten eines
Tempolimits auf die Stauentwicklung ein Tempolimit dazu führt, dass man
unterm Strich sogar schneller vorankommt als ohne Tempolimit? Wie
Spötter schon erwähnte, liegt die mittlere Geschwindigkeit, bei die
Kapazität einer Autobahn optimal genutzt wird unter 120km/h.
Gibt es hierzu aussagekräftige Studien?
Man müsste das Tempolimit so einstellen, dass auch LKWs nichtmehr
überholen, bzw. eine Fahrverbot für LKWs auf der linken Spur einführen,
dann würde das schonmal ein paar Staus weniger verursachen.
Andererseits sind LKWs dann länger unterwegs, die Fahrer noch
übermüdeter, was wiederum mehr Unfälle verursacht.
> Auch eine> Analyse der Unfallstatistik macht Sinn (wieviele Unfälle sind auf> überhöte Geschwindigkeit jenseits 120km/h zurückzuführen etc..).
Meine persöhnliche (!) Einschätzung:
Die meisten richtig gefährlichen (also Schwerverletzte, Tote,...)
Unfälle jenseits von 120km/h passieren auf den Landstrassen. Da haben
wir aber eine Vmax von 100km/h... Paradox, nicht? ;-)
Auch ein Blick in die Nachbarländer hilft hier viel: Statistisch gesehen
haben diese genausoviele Unfälle auf ABs wie wir.
> Bevor man solch ein Limit aber einführt, sollte man genau analysieren> welche CO2 Einsparung dies tatsächlich erwirken könnte.
Wahrscheinlich ein paar Promille des Weltklima-CO2 Aufkommens. Da würde
ich die Ressourcen doch lieber da reinstecken, wo's wirklich was bringt
(Industrie, China, USA). Wenn wir dann soweit sind, dass wir mit 120km/h
wirklich was relevantes Einsparen, dann wird die Sache natürlich
interessanter.
> Kann es nicht sein, dass auf Grund von positiven Effekten eines> Tempolimits auf die Stauentwicklung ein Tempolimit dazu führt, dass man> unterm Strich sogar schneller vorankommt, als ohne Tempolimit?
Hier wäre sicherlich auch ein Blick in die Nachbarländer sinnvoll. Oder
auf flexible Verkehrsleitsysteme. Diese finde ich persönlich sowieso
sehr sinnvoll und sollten öfter eingesetzt werden. Wir haben hier ne AB
die quasi als Stadtautobahn dient. Entsprechend viele (kombinierte) Auf-
und Abfahrten hat diese. Tempolimit: 80. Bei vollem Berufsverkehr zu
schnell, nachts um 3 zu langsam.
Leute! Bitte auch mal daran denken:
Wir haben die besten Strassen der Welt.
Wir haben die besten Autos der Welt.
Es gibt von Jahr zu Jahr weniger Verkehrstote.
Ein großer Teil der deutschen Autobahnen hat schon Tempolimit.
Der deutsche Autofahrer fährt immer noch zum größten Teil sehr
diszipliniert. (Auch wenn die negativen Erlebnisse länger im Gedächtnis
beleiben.)
> Andererseits sind LKWs dann länger unterwegs, die Fahrer noch> übermüdeter, was wiederum mehr Unfälle verursacht.
Und dazu kommt, dass die rechte Spur quasi dauerhaft von LKWs genutzt
wird, Lückenlos! Ein Auf- oder Abfahren wäre quasi unmöglich.
> Die meisten richtig gefährlichen (also Schwerverletzte, Tote,...)> Unfälle jenseits von 120km/h passieren auf den Landstrassen. Da haben> wir aber eine Vmax von 100km/h... Paradox, nicht? ;-)
Liegt wohl eher daran, dass Landstrassen bedeutend mehr benutzt werden
und nicht für Geschwindigkeiten jenseits von 100 km/h ausgelegt sind
(Kurvenradien, keine Richtungstrennung, nicht kreuzungsfrei, oft zu
wenig weit überblickbar). Wenn du wirklich mit Statistiken argumentieren
willst, dann solltest du eine passende zur Hand haben: Anzahl und
schwere von Unfällen bei Fahrten jenseits von 180 km/h auf der Autobahn.
Ich würde fast darauf wetten, dass unter solchen Bedingungen
überproportional viele und schwere Unfälle passieren.
> Anzahl und schwere von Unfällen bei Fahrten jenseits von 180 km/h> auf der Autobahn. Ich würde fast darauf wetten, dass unter solchen> Bedingungen überproportional viele und schwere Unfälle passieren.
So etwas wird ja gern mal salopp dahin geschrieben.
Aber was bitte würde in dem Zusammenhang "überproportional" bedeuten?
Dazu müsste man doch zumindest wissen, wieviele Fahrten mit
Geschwindigkeiten über (und natürlich unter) 180 km/h insgesamt
durchgeführt wurden. Und über welche Zeiträume resp. Strecken.
Solche Statistiken gibt's natürlich nicht. In allen gefundenen
Statistiken bezeichnet der Begriff "Raser" übrigens diejenigen, die mit
"nicht angepasster" Geschwindigkeit fahren - z. B. auch 40 in der 30er
Zone.
Nice week,
Zardoz
Ich dachte immer der Begriff "Raser" stammt von BILD;
sorry, wenn es nicht so ist.
Übrigens fahre auch ich ab und an schneller als 130 auf
der Straße, aber innerorts nie mehr als 10 zuviel, außerhalb
nie mehr als 20 zuviel. Und natürlich achte ich auf die
Mitmenschen, die neben mir am Verkehrsgeschehen beteiligt
sind, egal wie sie gekleidet sind oder wo sie sitzen
oder stehen...
@ Benedikt K. (benedikt)
>Andererseits sind LKWs dann länger unterwegs, die Fahrer noch>übermüdeter, was wiederum mehr Unfälle verursacht.
Ein allgemeiner Irrglaube.
"Wenn du es eilig hast, gehe langsam" Chinesisches Sprichwort
Das Problem ist schlicht, dass des System Kapialismus SÄMTLICHE
Ressourcen überlastet. Mensch wie Maschine. Mit eine wenig mehr Puffer
in der Planung und weniger sinnlosem Gehetze wären allen dreimal
geholfen. Aber . . .
MFG
Falk