Unterschied inv. und nicht-inv. Verstärker bei Audio

Gast #951322
Hallo,
ich versuche mich etwas in OP für Audio einzuarbeiten. Im Internet habe 
ich einige Beispielschaltungen für Audio-Verstärker und für Audio-Mixer 
gefunden. Bei den meisten Schaltungen wird der OP als invertierender 
Verstärker beschaltet.

Meine Frage: Ist es für Audio egal, ob das Signal invertiert wird?

Merci
Gast #951339
Danke für die Antwort.
Würdest Du mir bitte kurz erklären, wieso das egal ist? Ganz ganz grob: 
es ist egal, ob sich die Lautsprechermembran rein oder raus zieht?
Gast #951347
Naja, eine wasserdichte Erklärung habe ich da nicht parat, aber:

- teste mal selbst, indem du z.B. mit nur einem Lautsprecher diesen mal 
normal und mal invertiert anschließt (Kabel vertauschen). Hörst du einen 
Unterschied?
- das Ohr reagiert auf Druckunterschiede, in beiden Richtungen, und ist 
nicht phasenempfindlich. Man kann das sehr schön zeigen mit einem 
künstlichen Signal, bestehend aus mehreren Sinusschwingungen 
verschiedener Frequenz. Verändert man die Phasenlage, sieht das Signal 
völlig anders aus, hört sich aber genau gleich an. Siehe als Beispiel 
den Anhang.
- die Lautsprechermembran schwing immer um ihre Ruhelage, also zunächst 
gehe sie mal nach innen und dann wieder nach aussen. Wenn das umgekehrt 
passiert, ist das eben kein akustischer Unterschied.
- Ein einfacher Ton wäre z.B. eine Sinusschwingung. Die sieht genauso 
aus, ob  sie jetzt invertiert oder nicht invertiert ist. Lediglich der 
Anfang und das Ende unterscheiden sich.
Angehängte Dateien:
Gast #951353
Danke Danke...
so ähnlich habe ich es vermutet, aber ich möchte natürlich sicher sein 
und nicht eine Schaltung entwickeln, die mir die Töne dann verzerrt.

Eine kleine Frage habe ich noch:
Welchen OP empfiehlst Du, wenn man HiFi-Audiosignale (+-1Vss) um den 
Faktor 2 oder 3 verstärken möchte? Ist da jede OP geeignet? Worauf 
sollte ich im Datenblatt achten?
Gast #957315
Hallo,

für den Hörgenuß ist es erstmal egal, ob der Lautsprecher zuerst vor- 
und dann zurückkommt oder umgekehrt. Der Grund ist, daß Du ohnehin viele 
Wellenlängen brauchst, bis Du die Tonhöhe erkennst.

Wichtig ist aber, daß das bei beiden Lautsprechern gleich gemacht wird, 
sonst erhältst Du sehr schnell einen sogenannten akustischen Kurzschluß: 
Der eine Wandler drückt, der andere saugt, und (insbesondere die Bässe) 
hören sich nur noch dumpf an.

Die Unterschiede beider Schaltungen sind allenfalls bei High-End-Geräten 
relevant. Es geht dann vorwiegend um das Rauschverhalten.


Gruß
  Michael

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