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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Projekte in der Schweiz


Autor: Gast (Gast)
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Ich hätte da einen 3 Monatsjob in Basel in Aussicht, bei der ich 
temporär angestellt werden soll.

Wie sieht es mit der Besteuerung nach Schweizer Recht aus, wenn man 
lange genug in der Schweiz ist und dort temporär arbeitet ?

Soweit ich weis, bekommt man dann die Quellensteuer aufgebrummt, muss 
das Geld aber nicht nochmal in Deutschland versteuern.

Oder ist es so, daß man die Steuer, die man in der Schweiz hat zahlen 
muss, sich hier anrechnen kann und somit nicht mehr zahlt ?

Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
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Stichwort Doppelbesteuerungsabkommen, welcher wir (sogar) mit der 
Schweiz haben.

Autor: Gast (Gast)
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Ja und was heist es dann ?

Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
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www.suchmaschine-deiner-wahl.de/.ch

Wird sich doch wohl der entsprechende Abkommenstext finden lassen, wo 
das drin steht. Tendeziell sind diese Abkommen ja dazu da, dass man - 
auch wenn's der Name nicht vermuten lässt - nicht doppelt besteuert 
wird.

Autor: Rolf M. (Gast)
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Sowas nennt man wohl Herumreden, um den heissen Brei!

Dann antworte ich mal: Doppelt besteuert heisst, daß Du nicht für 
dasselbe Geld zweimal zahlst. Ob es baer reicht, eine Weile in der 
Schweiz zu sein, um nach dortigen Verhältnissen besteuert zu werden und 
hier dann nicht mehr, kann ich Dir nicht beantworten.

Wenn du im selben Jahr in Deutschland Einküfte hasst, wird alles 
zusammengenommen und davon Deine Einkommensteuer berechnet. Ich glaube 
kaum, daß sich der deutsche Fiskus Steuern entgehen lässt, nur weil Du 
mal ein paar Wochen im Ausland warst. Für sowas muss man überwiegend 
dort gewesen sein, also mal 51% des Jahres.

Autor: Rolf.Michaelsen (Gast)
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Was mir so bekannt ist, muss man nur entweder / oder versteuern. Geld, 
das bereits versteuert ist, wird nicht noch einmal versteuert. Arbeitest 
Du mehr als das halbe Jahr im Ausland gilt die dortige Besteuerungsform. 
Nach dieser muss dann meistens das dort im Ausland erarbeitete Geld nach 
dortigen Sätzen und Regeln und das restliche noch in Deutschland 
erarbeite Geld wieder nach der Regelung im Quellenland (also hier) 
versteuert werden.

In der Steuererklärung gibt es dazu einen Punkt: Steuerfreie Einnahmen.

Autor: Berater de Luxe (Gast)
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Die Quellensteuer ist für alle hohen Einkommen günstiger. Man darf aber 
nicht vergessen, dass Freiberufler viel absetzen können und auch die UST 
zurückbekommen. Das fällt weg, wenn man dort fest angestellt wird. Auch 
die Verpflegungsmehrkosten lassen sich nicht absetzen. Schwer wiegt 
auch, daß man offiziell nicht heimfahren darf, da man ja dort fest 
"wohnt", bwz wenn, nur das steuerliche Minimum bekommt, während beim 
Freiberufler alles Dienstreisen sind. Da hebt sich vieles wieder weg!

Das hier wurde mir unlängst von einem Personalvermittler zugeschickt 
(PDF-Kopie als GIF):

Wenn ich nach dem amtlichen Mittelkurs meinen aktuellen Stundensatz in 
der Schweiz beziehen würde und das Einkommen dort versteuern könnte, 
müsste ich mindestens 109,- Franken bekommen. Hätte ich die, käme ich 
deutlich mehr raus, auch wenn man das Rückwechseln des Geldes 
einrechnet.

Leider bekomme ich in der Schweiz nicht die 110,- die ich gerne hätte 
sondern günstigstenfalls 100,-! Das sind umgerechnet gerade 62,50! Um 
dann dasselbe zu erwirtschaften, müsste man 500 Stunden arbeiten. Dann 
käme nach schweizer Modell sogar nochmal mehr raus, als nach dem 
Deutschen Modell.

Aber wie gesagt, man darf nicht nur die Rechnungen mit festen 
Wechselkurs betrachten, sondern muss in der Schweiz seinen Stundensatz 
auch erzielen können!

Lohnen könnte sich die Schweiz für Bezieher geringerer Stundensätze und 
/ oder Einkommen, wo der Faktor des Absetzens nicht so wirkt, vor allem, 
wenn man sparsam ist und weniger absetzungsfähige Kosten produziert / 
produzieren kann. Ein FH-Ingenieur mit hierzulande aktuell 55,- Euro 
kann in der Schweiz sicher 85,- / wenn nicht 90,- bekommen. Dann sieht 
es schon besser aus.

Es bleibt natürlich bei den Wechselverlusten, die beim Transfer des 
Geldes / der Rechnungen jeweils entstehen. Ein Vorteil des Bezuges von 
Umsätzen oder Gehalt in Franken wäre natürlich, daß man gleich ein 
schweizer Bankkonto hätte. Braucht man das Geld nicht alles, könnte man 
sich noch ein weiteres privates Konto einer anderen Bank holen und dann 
munter Bargeld transferieren - ganz ohne Wechselkursverluste. Später 
lässt man das offizielle Gehaltskonto einfach platzen. In 10 Jahren 
kräht kein Han mehr danach, ob da mal was war und man hat etwas auf der 
hohen Kante. Ich glaube aber, daß der Franke gegen den Euro wieder etwas 
verlieren wird, sodaß es momentan sicher nicht günstig ist, auf Dauer 
Franken anzulegen oder zu haben.

Autor: Gastarbeiter (Gast)
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>Leider bekomme ich in der Schweiz nicht die 110,-

Hat jemand eine Statistik über Stundensätze in der Schweiz?

Autor: FPGA-Berater (Gast)
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>Hat jemand eine Statistik über Stundensätze in der Schweiz?
Täte mich auch interessieren.

Ebenfalls wäre mal interessant zu erfahren, wie es mit den Kosten für 
Projekte ist: Kann ich die in Deutschland absetzen, wenn in der Schweiz 
Quellensteuer auf den Umsatz kommt?

Ich gehe nicht davon aus, daß zur Bemessung die Kosten vom Umsatz 
abgezogen werden dürfen, also nur der GEwinn zählt ?

???

Autor: so nicht (Gast)
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Die Stundensaetze in CH ... gibt es so nicht. Zum Einen sind die Kantone 
unterschiedlich, je nach Angebot und Nachfrage, nach Infrastrukturkosten 
und nach Spezialisierung.

Autor: Gastarbeiter (Gast)
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Das ist woanders natürlich auch variabel, aber genau solche Übersichten 
suche ich ja.

Die einzigen bestätigten Beispiele wären eine Auftragsentwicklung für 
Hardware in Bern zu 1000,- Franken am Tag und eine Softwareinstallation 
(Server, Programmentwicklung) zum Festpreis von 50.000 Franken für 
projektierte 500h. Das sind aber so runde Beträge, daß mir das nicht so 
aussagefähig erscheint. Ausserdem ist der Zeitfaktor zu veriabel.

Autor: Hai (Gast)
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Naja in Basel gibt es Pharmachemie, Banken und Versicherungen. Also 
Installitis und Sequelchen - keine Projekte. Die sagen dir dann wie mans 
macht.

Autor: Matthias (Gast)
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Na, in Zürich wird es etwas Elektroindustrie haben, oder?

Autor: so nicht (Gast)
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Ja. hat es. Und ? Zuerich ist auch am Teuersten zum Leben. Man kann die 
Tarife von Zuerich und Bern nicht wirklich vergleichen.

Autor: Werner (Gast)
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Ist es in Bern nicht so teuer?

>"Auftragsentwicklung für Hardware in Bern zu 1000,- Franken am Tag"

Hat da einer Informationen WO und WER das ist?

Es spricht doch sicher nichts dagegen, den Schweizern auch etwas 
Hardware zu bauen und zu liefern, oder?

Muss man Ausfuhrzoll bezahlen, wenn man denen eine Schaltung per mail 
schickt ?

Autor: Gregor Altweder (Gast)
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>Das hier wurde mir unlängst von einem Personalvermittler zugeschickt
>(PDF-Kopie als GIF):
> Beitrag "Re: Projekte in der Schweiz"
Gibt es das auch fuer Festgehälter????

>Ich glaube aber, daß der Franke gegen den Euro wieder etwas
>verlieren wird, sodaß es momentan sicher nicht günstig ist, auf Dauer
>Franken anzulegen oder zu haben
Tja, eine Meinung von VOR der Wirtschafstkrise!

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