Fernseher vom Nachbar-Opa leiser machen!

Gast #960280
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Hallo Leuts,

ich werde hier völlig wahnsinnig. In letzter Zeit hat wohl mein Nachbar 
seine letzten intakten Gehörnerven verloren, jedenfalls reißt er die 
Lautstärke von seinem Fernseher dermaßen auf, daß ich mich hier auf 
nichts mehr konzentrieren kann.

Ja, klar habe ich mit ihm geredet. Bringt aber nichts. Zum einen, weil 
er mich akustisch nicht versteht, egal wie laut ich brülle, zum anderen, 
weil er mich inhaltlich nicht versteht. Denn nicht sein Fernseher ist 
laut, sondern die ganze Welt auf einmal so leise, daß man ja gar nichts 
versteht. Außerdem möchte er gerne seine schöne Volksmusik hören, ist ja 
das einzige, was ihm bleibt.

Also muß jetzt schnell eine Zwischenlösung her, ich lerne nämlich auf 
Klausuren. Meint ihr, es ist möglich, zum Beispiel über sein 
Wohnzimmerfenster mit µC und IR-Diode einfach mal seine Lautstärke 
langsam der Normalität anzupassen? Hat jeder Fernseher den gleichen Code 
oder müsste man den erstmal brute-forcen?
#960288
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Wie wäre es mit einem Kopfhörer ?
Möglicherweise ist über ein 2. Gespräch  etwas möglich oder Du besorgst 
den Kopfhörer halt...
Finde ich für die Nachbarschaft wesentlich besser, ausserdem
löst das mit der Fernbedienung auf lange Sicht nicht Dein Problem...

Gruß Sven
Gast #960297
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Ihn zu Kopfhörern verpflichten und ihm sagen, dass du deine Ruhe zum 
Lernen brauchst. Wenn er die Kopfhörer mal probiert hat, wird er sie eh 
nie wieder ablegen wollen, weil er endlich wieder was hört ;-)
#960437
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lol xD

Also ich würd ihm bei Gelegenheit auch einfach Funk-Kopfhörer schenken. 
Evlt. legen ja ein paar andere Nachbarn oder Verwandte von ihm was mit 
drauf?

Seitdem wir die Dinger damals meiner Oma geschenkt haben, konnte meine 
Tante in der Wohnung darunter auch wieder schlafen. ;-)
Gast #960592
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Kauf DIr ne Packung Schaumohrstöpsel. Damit wirst Du das Problem lösen 
können. Alles Überredungsversuche etc. sind vermutlich sinnlos. Oder Du 
rufst die Polizei. Das macht vielleicht Eindruck auf ihn.
Gast #960602
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Funkkopfhörer sind doch blöde, weil die Batterien brauchen. Mit der 
Auswechselung derselben ist Opa doch hoffnungslos überfordert, außerdem 
ist er vermutlich wie die meisten alten Leute allergisch auf 
Folgekosten. Kopfhörer mit Kabel sind allerdings auch ich das Wahre, da 
selbiges bald abgerissen ist: schon wieder Folgekosten. Wenn ich an 
meinen alten Herren denke, ist ein kabelgebundener Kopfhörer aber doch 
die bessere Wahl. Das ist einfach zuverlässiger und kostet keine 
Batterien.
Gast #960629
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> Kauf DIr ne Packung Schaumohrstöpsel. Damit wirst Du das Problem lösen
> können.

Würd ich auch so machen bzw. hab ich auch so gemacht. Wirkt sehr gut, 
auch gegen moderaten Baulärm, pfeifende WG-Genossen und karaokesingende 
Nachbarskinder. (Ja, in so ner günstigen Stadtwohnung lärmt und kracht 
es teilweise von allen Seiten...)

Allerdings mach ich mir manchmal ein wenig Sorgen um die Hygiene und 
Gesundheit meiner Ohren: Wenn ich die Ohrenstöpsel längere Zeit drin 
habe, verspüre ich oftmals einen undefinierbaren Schmerz, eine Mischung 
aus Ohren-, Hals- und Kopfschmerz. Fast so, als würde man in den 
verschlossenen Gehörgängen oder aber auf den Stöpseln selbst 
irgendwelche ungesunden Mikroben züchten...
Gast #960655
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Hallo zusammen

Rede lieber nochmal mit dem Nachbarn und mache ihm Vorschläge. Das mit 
den Kopfhörern finde ich z.B. gar nicht schlecht. Leider sind 
Funkkopfhörer nicht so billig. Da es für ihn nicht laut zu sein scheint, 
wird er deine Einwände vielleicht gar nicht verstehen. Alte Menschen 
sind etwas eigen, also mit Geduld vorgehen.

Auf keinen Fall sollte man "unfaire" Lösungen umsetzen. Das führt nur zu 
Krieg im Haus. Auf ein Mal stört dein Fahrrad im Hausflur, wird die 
Kehrwoche nicht eingehalten (angeblich von dir), hast du seltsamen 
Besuch und nimmst Drogen. Da ist ganz schnell jedes gute Verhältnis zum 
Nachbarn kaputt. Die Idee mit der Fernbedinung ist auch nicht schlecht, 
sicher aber rechtlich nicht ganz unbedenklich.

Für dich gibt es, wie bereits geschrieben, Ohrenstöpsel. Vielleicht mal 
ein paar ausprobieren. Ich finde z.B. die bunten Ohropax aus dem DM ganz 
gut, wirksam und passend. "Komische Gefühle" hatte ich bisher auch bei 
langem tragen nicht.

In Ruhe lernen kann man übrigens auch sehr gut in der Bibliothek.

Zu Schluss noch der Tipp: Hat er den Kinder/Verwandte mit denen du das 
Problem besprechen könntest? Vielleicht haben die einen besseren Draht 
zu ihm und können ihn eher zu einem Hörgerät oder Kopfhörern überreden.
Gast #960661
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Meiner Erfahrung nach wirst du mit Argumenten nicht weiter kommen. 
Störsendet, Fernbedienung etc. machen nur Probleme die dann auf dich 
zurückfallen. Ich würde nochmal versuchen mit ihm zu reden und klar und 
deutlich mit der Polizei und einer Anzeige weg. Ruhestöhrung drohen.

Mit allem anderen wirst du ihn nicht beeindrucken können.

Auch wenn es noch nicht 22:00 Abends ist, ist Lärm der zu vermeiden ist 
verboten. Dazu gehört natürlich auch, mit einem TV das ganze Haus zu 
beschallen.
#960778
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> Kauf DIr ne Packung Schaumohrstöpsel. Damit wirst Du das Problem lösen
> können.
Kauf dir lieber vernünftige Stöpsel. Mit 
http://www.sonicshop.de/De/Plugs/MusicSafe-3.asp habe ich gute 
Erfahrungen gemacht. Kosten zwar wesentlich mehr als diese gelben 
Hohlraumversiegler, aber sind das Geld auch wert. Selbst nach Stunden 
noch angenehm zu tragen. Und hygienischer noch dazu...

Gruß
Christian
Gast #960799
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Ja, so welche Dinger habe ich auch...allerdings muss man höllisch
aufpassen, dass man die Dinger nicht zu weit ins Ohr schiebt und
dann nicht mehr herausbekommt...sonst sitzt man neben vielen
anderen schwerhörigen Opas beim HNO anstatt zu lernen... :)
#961170
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Hallo Gerhard,
das sind doch alles nur Tips für Weicheier. Du gehst zu seiner Wohnung, 
trittst die Tür ein, haust dem Opa einen auf die Rübe und schmeißt den 
laufenden Fernseher durch das geschlossene Fenster auf die Straße. Das 
wird ihm eine Lehre sein! Danach hast Du viel Zeit und Ruhe zum Lernen 
in einer Einzelzelle.
Gast #961542
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Lärmprotokoll anfertigen, am Besten noch von Nachbarn/Zeugen 
unterschreiben lassen, dem Vermieter vorlegen und die Miete kürzen. Soll 
der sich doch darum kümmern.

Eigentlich bin ich ja auch dafür, die Probleme offen anzusprechen und 
zusammen zu lösen, aber bei alten Herren trifft man damit oft auf taube 
Ohren.
Gast #961570
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Egal für welche Lösung du dich entscheidest, vergiss bitte nicht, dass 
du es mit einem alten Mann zu tun hast. Der meint das nicht böse, kann 
sich nur nicht anders helfen. Ich glaube dir, dass er dich nicht 
versteht, vom Kopf her und akustisch. Suche lieber den Kontakt zu 
Angehörigen und lass die das Probelm lösen.
Gast #961589
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>Liess bitte den Wikipedia Artikel zum Cochlea Implantat
>durch.
>Erstens wird er nie "lernen" damit zu "hören" und zweitens
>würde ihm das auch keine Krankenkasse bezahlen, weil sinnlos.


Also erklär mir bitte mal, wieso das Sinnlos sein sollte?
Wenn das Hörkurve mit der Zeit schlechter wird, wird das CI schon 
attraktiv.
Gast #962518
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Kopfhörer sind keine Lösung. Er wird nur alles weiter laut höhren und 
sein Gehör weiter schädigen! Was er braucht, ist ein Hörgerät. 
Entscheidend dabei ist, daß die leisen Töne lauter gemacht werden und 
die lauten nicht lauter werden sondern so bleiben. Nur so wird die 
Maskierung überwunden.

Kompressor ist das Stichwort!

Der Mensch hört nämlich in verschiedenen Lautstärkestufen mit 
verschieden empfibndlichen Zellen. Meist sind nur die empfindlichen 
geschädigt.

Drucke Deinem NAchbarn das mal aus und stecke es ihm in den Briefkasten.
Persönliche Seite #962554
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Uhu Uhuhu wrote:
> Ich benutze in solchen Fällen keine Ohrstöpsel, sondern einen von diesen
> Dummy-Kopfhörern, die statt einem Schallwandler eine solide Schaumstoff-
> Füllung haben. Trägt sich angenehmer, als das Stöpselzeug.

Genau die sind die erste Wahl bei jeder Art von Lärmn!
(wenn es ganz laut ist zusätzlich Ohropacks nutzen)

- Sie tragen sich recht angenehm.
- Qualitativ gute dämmen um einiges besser als Ohropacks
- Man muss sich keine Stöpsel in den Gehörgang stecken :)
- Einfach hygienischer!
- Schnelles auf und absetzen möglich. (Wichtig)

- Man kann kleine Kopfhörer einbauen (für mp3-Player)

Kapselgehörschutz Moldex M1 ( 23,26 eur )
http://www.rotert.com/index.php?sid=8b679bc090f67a39ae2bc175d1696c31&cl=details&anid=615007

3M® Kapselgehörschutz 1440 ( 19,90 eur )
http://www.schloffer.biz/tiefstpreis/3m1440/Gehoerschutz/3M_Kapselgehoerschutz_1440.html

.. hab das auch durch.
Gast #962565
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Also, auch wenn einige hier Mitleid mit dem armen alten Mann heucheln.
Wenn der eine Belastung fuer die Nachbarn wird, muss seine Familie fuer 
eine Loesung sorgen oder er muss ins Heim. Warum soll man eigentlich 
fuer jeden Scheiss Verstaendnis zeigen? Glaub nicht, das der Fernseher 
mittelfristig leiser wird, wenn Du jetzt keinen Terror machst. Und in 
der Klausurzeit liegen die Nerven sowieso ziemlich frei.

Hab vor meiner Physikklausur auch fuer Ruhe bei meinem Nachbarn gesorgt.
Der ist jetzt noch sauer auf mich, aber ich hatte Ruhe! :p
Persönliche Seite #962692
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Es würde helfen, dem Fernsehton des alten Mannes durch besseren Ton zu 
ersetzen. Klingt komisch, ist aber so.

Der Ton, der aus den Lautsprechern der meisten Fernseher kommt, ist 
unglaublich beschissen. Das fällt merkwürdigerweise kaum jemandem auf, 
sorgt aber gerade bei älteren Leuten für ganz massive Probleme beim 
Fernsehen.

Einerseits sind oft die Bässe bis zum Anschlag aufgerissen, was zu 
diesen Bellgeräuschen führt, die man erst bei genauem Nachsehen als 
Nachrichtensendung identifizieren kann, andererseits sind die Höhen 
entweder aggressivst übersteuert oder gar nicht vorhanden. Auch sehr 
laute Wiedergabe steigert die Verständlichkeit nicht.

In einem Fall, der mir begegnete, war selbst der Kopfhörerausgang 
hundsmiserabel, so daß auch ein dort angeschlossener Kopfhörer keine 
Abhilfe bot. Da aber ein DVBT-Receiver verwendet wurde, habe ich mal den 
Kopfhörer direkt an diesem angeschlossen und ... erntete ein beglücktes 
Strahlen "Endlich kann ich wieder verstehen, was die da sagen!".

Wenn kein Kopfhörer möglich ist, dann kann es helfen, das Audiosignal 
über eine Stereoanlage wiederzugeben und die grottenschlechten 
Lautsprecher/Verstärker des Fernsehers zu umgehen. Mein eigener 
"Fernseher" ist ein Sat-Festplattenreceiver, der an einem geeigneten 
TFT-Monitor angeschlossen ist - der Ton läuft über die Stereoanlage. 
Exzellente Verständlichkeit auch bei niedrigen Lautstärken. Um Längen 
besser als jeder Fernseher.
Gast #962817
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Mache ich mich in Deutschland strafbar, wenn ich in diesem Kontext das 
Wort "Tesla-Transformator" sage?
Wir haben damals zu Teeniezeiten Stoersender mit Frequenz-Sweep gebaut, 
die so ziemlich alle nervigen Radios auf dem Zeltplatz zum Fiepen 
brachten, und deshalb auch schliesslich in den Aus-Zustand. Aber 
letzteres ist mit Garantie verboten, drum auch kein Attachment des 
Schaltplans.
Viel Erfolg im Kampf gegen die Renitenz,

- Anonymer, Boeser Salm
Gast #962959
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@Gastinformatiker (Gast):
Mein Kopfhörervorschlag bezog sich nicht auf Kopfhörer für den 
Lärmerzeuger, sondern für das Lärmopfer. "Noise cancelling" Kopfhörer 
haben (vereinfacht gesagt) ein Mikrophon, dessen Signal nach einer 180° 
Phasendrehung wieder in die Hörkapseln zurückgespielt wird, so dass sich 
durch Signalauslöschung eine wesentlich bessere Lärmunterdrückung als 
mit passivem Hörschutz erreichen lässt.

Gruß

 risu
#963522
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Wieso sind hier eigentlich einige derart aggressiv gegen diesen Opa?

Ich wette, das sind genau die, die man schon 150 m gegen den Wind hört, 
wenn sie mit ihrem Auto durch die Gegend rasen, das sie für einen 
Druckkammerlautsprecher halten. Umpf umpf umpf... sie halten das für 
Musik.

Und ratet mal, was den Deppen spätestens mit 40 blüht: Schwerhörigkeit, 
Taubheit...

Ich gönns ihnen und bin ins solchen Fällen dann ausnahmsweise auch für 
üble Schikanen...
(Firma: D.ade) #963803
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....
nur, dass der Opa sich sein Gehör sicher nicht mit Kopfhörern und Disko 
zerschossen haben dürfte. Sondern wahrscheinlich eher mit dem Lärm 
irgendwelcher Maschinen im Laufe eines arbeitsreichen Lebens oder ganz 
schlicht das Alter seinen Tribut fordert.

Im übrigen werden die Kosten für Hörhilfewn schon lange nur noch mit 
Pauschbeträgen gedeckelt, welche keine qualitativ guten Hörgeräte 
erlauben, zudem kostet auch deren Unterhalt nicht unerheblich. Nichts 
für jemanden der im sozialen Wohnungsbau sein Alter verleben muss.

Gerontoknast für lästige Alte? Sieht so die Vorstellung der Jungen aus?
Na Mahlzeit. Da kann ich nur sagen, ich wünsche jedem , dass was er mir 
wünscht, und davon das Doppelt.

Ein langsam Älterwerdender, der auch schon mit der vollkommen sinnlos 
überzogenen, ja störenden Dynamik der TV-Audiokanale in Schwierigkeiten 
kommt.
p.S.
Mich nervt es permanent die Fernbedienung in der Hand halten zu müssen, 
um leise Passagen zu hören und dann im Werbeblock oder einer 
Dramatischen Szene nicht angebrüllt zu werden.
Ich denke hier sollte eine sinvolle Kompression einsetzen, statt einer 
Repression der Nachbarn.
Persönliche Seite #963913
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Dass die Werbung so viel lauter ist ... ist ja nichts neues.

Aber kann man nicht ein Gerät entwickeln welches die durchschnittliche 
Lautstärke (Spannung am Ausgang der zu den Lautsprecherboxen geht) 
ermittelt und das dann mittels eines Transistors auf ein bestimmtes maß 
absenkt.

Also irgendwie mit ADC Spannung und Mittelwert ermitteln und nachregeln.

- Wenn ich sowas finden würde dann würde ich dafür so 15 bis 35 Euro 
ausgeben wollen.

Gibt es so etwas in der Art, meinen Eltern würde ich damit eine große 
Freude machen können! Denen Kot*t es eben auch an dass sie immer die 
Lautstärke vor jedem Werbeblock hoch und danach wieder runter stellen 
müssen.

Beim digitalem Fernsehn gibt es auch unterschiedlich laute Kanäle, auch 
irgendwie unschön und nervend.

- Gibt es so ein Gerät schon? Wo?

Wenn nein:
- Würde jemand von euch mitmachen solch ein Gerät zu entwickeln?
(Firma: D.ade) #963926
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weis nicht ob es das schon gibt, aber prinzipell ist es nicht unmöglich

nur arbeitet das auch verzögert und leises sollte auch nicht endlos 
angeheoben werden sonst rauscht es.

besser wäre eine minimalllautstärke eizustellen und den NF-Pegel 
gleichzurichten und auf nem RC Glied mit tau ca, 0,25sec zu integrieren 
dies auf einen ADC geben und bei überschreiten einer max-Schwelle  die 
Differenz zum gewüschten Pegel am Gaincontrol gegenzukoppeln,
#964001
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Ich habe mir sowas auch mal selbst gebaut, zumindest teilweise. Mich hat 
es nämlich auch ziemlich genervt, dass die Sender und vor allem deren 
Werbung unterschiedlich laut ist. Das meiste wird von einem 
Audioprozessor den ich aus den C-Box2 Platinen von Pollin ausgelötet 
habe erledigt.
Sowas wirklich komplett selbst zu bauen ist garnichtmal so einfach, wenn 
es ordentlich sein soll: Wenn es plötzlich laut wird, dann ist es 
meistens schon zu spät. Wenn trotzdem schnell runtergeregelt wird, dann 
gibt es Verzerrungen.
Nachdem runter geregelt wurde, sind die leisen Stellen zu leise. 
Schlimmstenfalls pulsiert die Lautstärke, denn es wird langsam immer 
lauter, dann kommt eine laute Stelle und es wird plötzlich wieder 
leiser.
Eine ordentliche Regelung erfordert also schon einiges an Intelligenz 
und somit Rechenaufwand.
Gast #964164
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Ich habe gerade per Zufall im Elektor 7/8 2002 eine Schaltung gefunden.
Die Schaltung nennt sich "Audio-Limiter" und dürfte genau das machen, 
was ihr sucht.
Hier ein kleiner Auszug aus dem Text:

"Die hier vorgestellte Audio-Limiter-Schaltung begrenzt die 
Spitzen-Werte des Audio-Signals praktisch ohne Zeit-Verzug, und 
anschließend regelt sie das Signal langsam wieder hoch."

Habe die Schaltung selber nicht aufgebaut und kann deshalb auch nicht 
mehr darüber sagen. Vielleicht hilft es trotzdem jemanden.
#964223
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Eine Aufnahmeautomatik aus einem Cassettenrecorder müßte das eigentlich 
auch schaffen.
Das ganze rauf- und runterregeln ist scheinbar nicht ganz einfach, 
deshalb schlage ich vor, die ankommenden Audiosignale auf einen 
niedrigen Pegel zu begrenzen (Audiolimiter) und danach nicht etwa 
langsam hochregeln (gibt die altbekannten Probleme), sondern nur anheben 
auf einen normalen Wert.
Persönliche Seite #964616
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Würde eigentlich reichen wenn man das momentane Level bestimmt und dann 
8 bis 16 Stufen hat um hoch oder runter zu regeln.

So eine feine Auflösung hat der Volume-Balken auf dem Fernseher auch 
nicht.

Wenn beim Umschalten kurz die normal laute Werbung kommt und 1 Sekunde 
später auf normal geregelt wird, dann ist das schon viel schneller als 
wenn man die Fernbedienung nehmen muss und manuell runter regelt.
Persönliche Seite #964636
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Atmega8 Atmega8 wrote:
> @ Jonny Obivan
> Gibt es schon so weit ich weiß, das hat sich angeschaut wo sich das Logo
> befindet (vom aktuellen Sender).
Es gibt mehrere Varianten. Die mit dem Logo ist eine von vielen 
Algorithmen. Nicht alle Sender strahlen ein Logo aus und nicht alle 
Logos sind an der gleichen Stelle.

> Das war aber so eine Software für eine Video-Aufnahme zum nachträglichen
> Werbung raus schneiden.
Was soll das auch Just-in-Time bringen? ;)

> Also nicht Just-in-Time und bei einem Werbeblock siehst du nur noch
> einen schwarzen Monitor ... :)
Nee, der Werbeblock wird dann 'rausgeschnitten.
Gast #966852
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>Mich nervt es permanent die Fernbedienung in der Hand halten zu müssen,
>um leise Passagen zu hören und dann im Werbeblock oder einer
>Dramatischen Szene nicht angebrüllt zu werden.

Ja, mich auch. Das ist die 10dB-Anhebung, mit der die Werbung gefahren 
wird. Die TV-Sender lassen sich einfach nicht umstimmen, dies zu 
unterbinden oder ihre Audioquellen mit derselben Dynamik auszustrahlen.

Dabei ist allerdings zu beachten, daß es für ein gesundes und angenehmes 
Hörgefühl notwendig ist, eine gewisse Dynamik beizubehalten, besoners 
bei klasssischer Musik, die ja mit voller Dynamik (unkomprimiert) 
aufgenommen wird. Nur moderne (künstlich produzierte) Musik wie Rock und 
Pop wird beim Mastern stark komprimiert. Damit wird die Musik im Mittel 
lauter, was bei CDs wichtig ist, da das Maximum druch die 16 Bit begrenz 
ist. Genau genommen gibt es da einen regelrechten Wettbewerb unter den 
Masteringstudios, CDs sind heute z.B. viel lauter und dynmaikärmer, als 
frühere.

Auch Stimmen werden so bei der Aufnahme angehoben. In der Werbung macht 
man das, um besonders durchdringlich zu sein, was auch funktioniert.


>Aber kann man nicht ein Gerät entwickeln welches die durchschnittliche
>Lautstärke (Spannung am Ausgang der zu den Lautsprecherboxen geht)

Ja, nennt sich AGC = Automatic Gain Control. Sowas kann mit einem sehr 
langsam eingestellten Kompressor erreicht werden, der sich im 
Sekundenmassstab anpasst. Technisch ist das nichts anderes, als ein 
spannungsgesteuerter OP, dessen Steuereingang über einen Tiefpass vom 
Ausgangssignal invertiert gespeist wird: Je höher der Pegel, desto 
geringer die Verstärkung. Ein Möglichkeit wäre, so einen Kompressor 
einfach dem Fernseher nachzuschalten und über die Stereoanlage zu hören:


>Wenn man mit dem Audio Signal vom TV auf eine HiFi-Anlage geht, würde
>sich der Einsatz eines stinknormalen (PA-)Kompressors anbieten.

Die "stinknormalen" haben in den seltenstens Fällen den Spielraum, um 
eine AGC abzugeben. Der billigste, den ich aus dem Kopf kenne, ist der 
Ultramizer von Behringer. Kostet so 200,- oder so. Der arbeitet mit 
einem DSP und kann vielfältig eingestellt werden. Da er zwei Kanäle hat, 
kann man ihn in Mono kaskadieren und einen Limiter (s.u.) zuschalten.


>Ich habe gerade per Zufall im Elektor 7/8 2002 eine Schaltung gefunden.
>Die Schaltung nennt sich "Audio-Limiter" und dürfte genau das machen,
>was ihr sucht.

Nein! Ein Limiter ist faktisch ein sehr schnell eingestellter 
Kompressor, der die mittlere Lautstärke nicht verändert, sondern die 
Dynamik lokal zeitlich begrenz im Millisekundenmassstab reduziert, um 
Übersteuerungen zu vermieden.

Was es für die Musikanpassung oben braucht, ist das genaue Gegenteil: 
Dynamik erhalten aber Lautstärke reduzieren.

So eine Einrichtung ist für den Nachtbetrieb gut,wenn man alles leiser 
hören will und muss, wo dann die leisten Töne verschluckt werden.
Angehängte Dateien:
(Firma: D.ade) #966982
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>Ja, nennt sich AGC = Automatic Gain Control. Sowas kann mit einem sehr
>langsam eingestellten Kompressor erreicht werden, der sich im
>Sekundenmassstab anpasst. Technisch ist das nichts anderes, als ein
>spannungsgesteuerter OP, dessen Steuereingang über einen Tiefpass vom
>Ausgangssignal invertiert gespeist wird: Je höher der Pegel, desto
>geringer die Verstärkung. Ein Möglichkeit wäre, so einen Kompressor
>einfach dem Fernseher nachzuschalten und über die Stereoanlage zu hören:

Ja genau soetwas meinte ich hier

Beitrag "Re: Fernseher vom Nachbar-Opa leiser machen!"

Du hast es wesentlich ausführlicher beschrieben.

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