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Forum: HF, Funk und Felder Was für einen Unterschied zwischen B und H Feld


Autor: Jim T. (tchonia)
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Hallo Leute,
was für einen Unterschied zwischen B und H  Feld. Verwirrend!!!!

Autor: Bernd das Brot (Gast)
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Was ist ein B Feld?

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Das H-Feld wird nur durch Ströme (freie Ladungsträger) erzeugt, beim 
B-Feld sind auch die Felder von magnetisierbaren Substanzen dabei.

Autor: Dread (Gast)
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Wie Detlev schon gesagt hat.
Das magnetische Feld (H-Feld) ensteht durch eine Stromdichte J gemäß
  rot H = J       (Verschiebungsstromdichte vernachlässigt)
In die magetischen Flussdichte (B-Feld) geht noch die Magnetisierung M 
des Mediums mit ein:
  B = µ0*H + M

Autor: Rolf Riller (ultra-low)
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was mich auch interessieren würde:

aus einer "blackbox" kommt ein "magnetfeld" raus. inhalt ist unbekannt. 
misst man nun "H-Magnetische Feldstärke" oder "B-magnetische Induktion" 
?

oder warum heissen die einen magnetfeldsensoren H-feld-sensoren und die 
anderen B-feld-sensoren obwohl sie das gleiche tun.

Autor: Alex X. (dread)
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Eigentlich misst man immmer die magnetische Flussdichte, also das 
B-Feld. Genaugenommen den magnetischen Fluss (Flächenintegral B dA).

Umgangssprachlich wird halt immer vom "Magnetfeld" geredet. Meist wird 
dann noch dazu die Einheit der magnetischen Flussdichte ("Tesla") 
benutzt.

Um die Verwirrung noch perfekt zu machen:
Im amerikanischen cgs-Einheitensystem ist µ0=1 und damit gilt im Vakuum 
bzw. Luft B=H.

Autor: Markus B (Gast)
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H = B   nicht ganz richtig.   Beachte die Einheiten. Siehe Einheit von 
µ0

Autor: Oha (Gast)
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Leute, die µ0:=1 setzen haben in der Regel kein Problem mit Einheiten. 
Hin und wieder haben normale Leute Probleme mit denen zu kommunizieren. 
Nicht locker lassen.

Autor: Trafowickler ( ursprünglicher ) (Gast)
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"Leute, die µ0:=1 setzen haben in der Regel kein Problem mit Einheiten."

Sind das etwa die, die mit "100 km" Autofahren ?

Legen sie "20 Meter" Teppichboden aus ?

Und ihre Tauchsieder, haben die "1000 Watt pro Stunde" ?

Autor: Trafowickler ( ursprünglicher ) (Gast)
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Noch was, jetzt mal wieder sachlich:

B(Vektor) = µ(0) µ(r) mal H(Vektor)

Hat der Magnetwerkstoff eine Vorzugsrichtung, wie z.B. "kornorientierte" 
Trafobleche, ist µ(r) auch kein Skalar mehr, dann kommt auch wieder die 
Richtung ins Spiel.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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> was für einen Unterschied zwischen B und H  Feld. Verwirrend!!!!
Etwa dasselbe, das Strom- und Spannung unterscheidet. Das B-Feld 
zusammen mit einer Fläche ergibt eine Flußgröße (magnetischer Fluß), das 
H-Feld ergibt eine Differenzgröße (magnetische Durchflutung).

Das B-Feld, besser gesagt dessen Änderung dB/dt, wird durch eine 
elektrische Spannung erzeugt (Induktionsgesetz).

Das H-Feld wird durch Ströme erzeugt (Durchflutungsgesetz).

Ob Du in einer Spule ein B- oder ein H-Feld erzeugst, hängt davon ab, ob 
Du eine Spannung (B-Feld) oder einen Strom (H-Feld) einprägst.

Autor: FPGA-Vollprofi (Gast)
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Da kommt nicht nur die Richtung ins Spiel. Abgesehen, von der Sättigung 
von B ist u0 stark frequenzabhängig. Siehe Jiles-Atherton-Modell.

Autor: FM-Scanner (Gast)
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> "Ob Du in einer Spule ein B- oder ein H-Feld erzeugst, hängt davon ab,
> ob Du eine Spannung (B-Feld) oder einen Strom (H-Feld) einprägst."

Wieder was dazugelernt !

Früher, als die Wissenschaft noch nicht so weit fortgeschritten war,
errechneten sich die Beträge der betreffenden Vektoren fälschlicherweise 
noch wie folgt:

H= N*I/l   ( lange Spule, N= Windungszahl, I= Strom, l= Spulenlänge )

B= µ*H  [ µ= µ(0)*µ(r) ]

Phi= B*A ( Phi= magn. Fluss, hier B als const. gesetzt; A= Fläche )

Schon klar:
µ(r) ist ggf. gerichtet ( "Tensor" ), z.B. bei "kornorientierten" 
Trafoblechen, und KEINE Konstante.

=> Wenn ich also ein B-Feld brauche, werde ich zukünftig wieder die alte 
4,5 V-Flachbatterie reaktivieren ...

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hi FM-Scanner,

> => Wenn ich also ein B-Feld brauche, werde ich zukünftig wieder die alte
> 4,5 V-Flachbatterie reaktivieren ...
Na ob das mal nicht danebengeht?
Sofern U eine Gleichspannung ist, gilt dB/dt = U/A (A: Fläche).
Das B-Feld steigt daher mit der Zeit linear an. Aufgrund des 
Materialgesetzes B=µH und des Durchflutungssatzes folgt auch der Strom 
diesem Verlauf, d. h. er steigt linear mit der Zeit an.
Der gemeine Elektroniker spricht hierbei von einem Kurzschluß ;-)

Gruß,
  Michael

Autor: FM-Scanner (Gast)
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Der Innenwiderstand R(i) der Batterie begrenzt dann den Strom:

=> dB/dt wird 0 => B = const.; I = 4,5 V / R(i)

;-)

Autor: geithain (Gast)
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was da Ri klein ist dBdt auch nich lang konstant hält und alles mit 
anderem vorzeichen bald in die resonanzkatastrophe stürzen wird... lirum 
larum.. der elektrotechniker sagt... kurzschluss... da eine reale 
stromquelle das ganze eben um R1 begrenzt... ist trotzdem n kurzer..

ich finds mies das brauchbare antworten durch kleingeisterei und 
halbbelegte ironie-gegenaussagen heruntergeritten werden...

ja, ich bin google nutzer.. ich fand diesen thread interessant.. weiter 
so!..

gruss, geithain.

ps: klasse das es noch foren gibt in die man ohne anmeldung posten 
kann.. !

Autor: Piotr (Gast)
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Hallo, verwirrenderweise fand ich nun auch noch in der englischen 
Wikipedia, dass H-Feldlinien im Unterschied zu B-Feldlinien nicht in 
sich geschlossen sein müssen, also, wie man dort lesen kann, zum 
Beispiel innerhalb eines Permanentmagneten ähnlich wie bei einem 
Coulomb-Feld "etwa in der Nähe" des Nordpols beginnen und "etwa in der 
Nähe" des Südpols enden, dann aber auch noch auf kürzestem Weg, also 
entgegen der B-Feldlinienrichtung, von Nord nach Süd verlaufen. In 
deutschen Quellen fand ich bis jetzt nirgendwo etwas dazu - haben die da 
drüben eine ganz andere Physik?
Gruß,
Piotr

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Nee. Div(B) = 0 bedeutet nicht dass div(H) auch gleich Null sein muss.

Autor: JD (Gast)
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Die Angabe von Einheiten ist besonders in der theoretischen Physik (aus 
der ja die bereits erwähnten Maxwell'schen Gleichungen stammen) 
unüblich, bzw. das Setzen von Naturkonstanten = 1 ist üblich.
Das liegt einfach daran, dass Maßeinheiten zu jedem Zeitpunkt frei 
gewählt werden können. Beispielsweise ändert es die Physik nicht, ob ich 
c in m/s, in km/s oder doch lieber in inch/day angebe.
Für die Zusammenhänge ist das unwesentlich und bei längeren Formeln 
sogar störend, deshalb diese Vereinfachung.

Autor: Arno (Gast)
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Aber man kann c nicht in (beispielsweise) kg/m messen.

Da B und H verschiedene physikalische Größen beschreiben, die auch in 
unterschiedlichen Einheiten zu messen sind, ist ein einheitenloses µ=1 
schlichtweg falsch, egal in welchem Einheitensystem.

MfG, Arno

Autor: Achim Hensel (anymouse)
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Arno schrieb:
> Aber man kann c nicht in (beispielsweise) kg/m messen.

Man kann aber c in sec/sec ausdrücken, wobei die Strecke "1 sec" als 
diejenige definiert ist, welche das Licht in einer Sekunde zurücklegt 
(Lichtsekunde). So etwas spart in theoretischen Rechnungen diverse 
Buchstaben, die für die Theorie überflüssig sind.

> Da B und H verschiedene physikalische Größen beschreiben, die auch in
> unterschiedlichen Einheiten zu messen sind, ist ein einheitenloses µ=1
> schlichtweg falsch, egal in welchem Einheitensystem.

Nicht unbedingt. Selbst wenn man sich auf Sekunde, Gramm und Meter 
bezieht, kann man sich immer noch überlegen, mit welcher Einheit man die 
Stromstärke belegen möchte.

Im erwähnten cgs-System ist die Einheit der Stromstärke übrigens 
"g^(1/2)  * cm^(3/2) * s^(−2)", dafür kriegt man sowohl für B als auch H 
die Einheit "g^(1/2) * cm^(−1/2) * s^(−1)", was dafür sorgt, dass man 
µ=1 setzen kann (bzw. umgekehrt, man fängt über die Definition von µ := 
1 an).

Wie gesagt, für die Theorie ist das alles praktisch, weil dann die 
eingebildeten Unterschiede der Einheiten von elektrischen und 
magnetischen Feldern verschwinden, und man bei relativistischen 
Rechnungen nicht soviel Buchstaben-Balast mitschleppen muss :)

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