Schwingkreis - Folien oder Kermikkondensator

#996544
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Hallöchen

Einem Hersteller und ich kämpfen gerade um die Lieferbarkeit von 
Bauteilen.

Für einen LC-Schwinkreis hätte ich Folienkondensatore Type MKP ( 
Polypropylen ) vorgesehen.
Leider scheinen diese Teile schwer in kleinen Stückzahlen zu beschaffen 
zu sein.

Keramikkondensatoren ( NP0 ) wären passende leicht aufzutreiben.

Nun meine Frage : Spricht aus technischer Sicht was gegen 
Keramikkondensatoren in einem Schwingkreis.

Daten zum Schwingkreis :
Anregung über Impulse von 10V und ca. 0,8A
Spannung im Schwingkreis ist max. 180Vpp
Schwingfrequenz ist 135kHz

Vielen Dank für Eure hilfen

hmg
Mandi
Gast #996579
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Hallo Manfred,

keramische Kondensatoren sind verwendbar solange der Strom zulaessig 
ist. Ich habe frueher im Ausgangskreis von einem MOSFET Hochleistungs 
UKW Gegentaktverstaerker (750W im 72MHz Bereich fuer einen CO2 LAser) 
die Porzellanchipkondensatoren von ATC verwendet. Wegen der hohen 
Leistung musste ich einige parallel schalten um eine unzulaessige 
Erhitzung zu vermeiden. (Mit einem ATC C alleine, hat sich das Teil 
selber abgeloetet. Mit 4 Stueck in Parallel war es nur mehr handwarm.)

Da bei Dir nur Pulsbelastung gegeben ist, sollten groessere NPO chip 
oder bedrahtete Keramikkondensatoren verwendbar sein. Der Hauptpunkt ist 
hier eigentlich nur die zulaessige Strombelastung des Bauteils. Wenn Du 
es ganz genau machen willst, dann suche in den diversen Datenblaettern 
nach Angaben ueber die maximale Kondensator Strombelastung.

Wenn im Datenblatt der maximale Strom angegeben ist und bei Deiner 
Anwendung auch eingehalten wird , dann ist gegen NPOs nichts 
einzuwenden. Im Zweifelsfall einfach Parallelschaltung eines oder 
mehreren Cs um den Kondensatorstrom zu aufzuteilen. Eine hohe 
Strombelastung des Kondensator macht sich immer durch Erwaermung 
bemerkbar.

Ich wuerde mich nach keramischen Scheibenkondensatoren mit 1KV 
Spannungsfestigkeit und >10mm Durchmesser umsehen. Sonst meherere 
Chipkondensatoren mit ausreichender Spannungsfstigkeit und groesserer 
Bauart. Je groesser der Querschnitt desto mehr HF-Strom wird vertragen.

WIMA sollte eigentlich die gwewuenschten Polypropylene Cs im 
Lieferprogarmm haben, sollte man meinen.

Mouser hat so viel ich weiss ein grosse Angebot von MKP Teilen. 
Vielleicht auch Digi-Key.

MFG,
Gerhard
Gast #998353
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Hallo Falk,

wenn's unbedingt NPO sein muß, ist bei 100V Schluß. Mit X7R und Farnell 
kommst Du auf höhere Spannungen.

http://de.farnell.com/1284147/passive-bauelemente/product.us0?sku=phycomp-225000115627

Gruß,
  Michael


>>Eigentlich sollten die Typen wir gefunden haben 500V aushalten.
>
> Naja, kommt auf die Bauform an. Ich brauchte dazumal SMD, so 1206 oder
> so. Da ist bei 2,2n und 100V Ende der Fahnenstange.
Gast #998664
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Wichtig ist auch der zu erwartenden Strom durch den Kondensator.

Ich habe einmal einen 1Mhz Oszillator mit einem MKY Kondensator gebaut. 
Der Strom durch den C war so groß, dass dieser innerhalb einer Sekunde 
eine Ausbuchtung, vermutlich durch Erwärmung, bekommen hat.

Ein Maximalstrom ist bei einem Kondensator  normalerweise nicht 
spezifiziert.
Gast #999313
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Hallo Manfred,

habe diese SMD "PEN" Kondensatoren gefunden. Die gibt es im Bereich von 
0.0010 μF to 0.12 μF fuer 250V und man muesste sehen ob die den Strom 
aushalten wuerden. Leider gibt es diesbezueglich keine Angaben im 
Datenblatt. Parallelschaltung erhoeht die zulaessige Strombelastung.

http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail?name=PCF1265TR-ND

http://www.panasonic.com/industrial/components/pdf/ABD0000CE1.pdf

Hofffe das hilft vielleicht.

Gruss,
Gerhard

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