Ingenieure braucht das Land, wie ich gerade hier lesen konnte.
Beitrag "Ingenieure braucht das Land (angeblich)"
Nun gibt es sie: Infineon hat schwere Probleme und bekommt dank
Bankenkrise kein Geld mehr, daher bauen sie der Tochter ab. Quimonda,
die u.a. QDDR3-Speicher bauen, entlässt 3000 Leute, darunter viele
Ingenieure.
http://www.elektroniknet.de/home/bauelemente/news/n/d/qimonda-restrukturiert-entlassungen-und-teilverka/
Ein Glück, habe ich rechtzeitig den Absprung zur Mutter aller Mütter
geschafft. Braucht noch jemand einen Job im nächsten Jahr?
Keine Chance mehr, denn die 250 Topingenieure, die da freigesetzt
werden, sollten den Markt sättigen und die Einstiegsgehälter zum
Einbrechen bringen.
und mit "250 Topingenieure" sättigt man auch auf keinen Fall den Markt
in Deutschland, geschweige denn weltweit. Da spucken ja schon die
Hochschulen aus NRW mehr Ings/Jahr aus (eine blinde Vermutungs ins Blaue
aber wahrscheinlich nciht ganz abwegig).
>Keine Chance mehr, denn die 250 Topingenieure, die da freigesetzt>werden, sollten den Markt sättigen und die Einstiegsgehälter zum>Einbrechen bringen.
LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL, Deutschland hat einen Rieseningenieurnmangel,
es fehlen bis zu 250 Ingenieure bundesweit, ......loooool.... *aua ich
kann nicht mehr*
A propos, wo kann man denn als E-Technik-Ingenieur beim Vater aller
Väter überhaupt unterkommen ? RegTP nimmt nur FH-ler, ansonsten bleibt
nur das BWB oder gibt's noch andere Stellen ?
>Wer soll das sein ? Siemens doch wohl kaum...
Ist sehr wahrscheinlich, Siemens stellt gerne Ingenieure aus anderen
Bereichen ein, auch aus ehemaligen.
>E-Technik-Ingenieur beim Vater Staat
Die meisten sizten in den öffentlichen Verwaltungen. Dort aber auch eher
Starkstromleute mit FH. In Österreich gelangen sehr viele Diplomierte in
Fremdpositionen in der Wirtschaft und Politik, die nutzen einfach nur
den Titel. Der Grund ist aber auch der, dass Du als Ingenieur (auch mit
Diplom) in Österreich nicht gerade gut verdienst.
Die Rede war nicht vom Vater sondern der Mutter der Mutter. Raten ist
erlaubt. Noch etwas: Macht euch ja nichts vor wegen Ingenieurmangel! Den
gibt es nicht. Jedenfalls nicht so, wie überall geschrieben wird. Suche
Dir mal mit Mitte 30 eine neue Stelle. Jeder erzählt Dir, Du wärst
überqualifiziert. Bei den Kleinen braucht man gar nicht anzufragen, wenn
man sein Gehalt behalten will. Ok nehmen täten sie Dich für 10k weniger
im Jahr.
Klar sind 250 Ingenieure und Fachkräfte für Deutschland nicht viel aber
für eine Region schon. Jeder wird doch dort erst abwarten, ob er dort
einen Billigen bekommt. Der Markt ist erstmal zu.
Habt Ihr euch schon einmal Gedanken gemacht, wieviele Ingenieure
wirklich fehlen, also echt fehlen?
Wieviele Stellenanzeigen gibt es?
Wieviele davon sind pro forma? 30%?
Wieviele davon sind von Dienstleistern? 70%?
Wieviele von denen sind nicht Aushilfjobs für ganz unten? 50%?
Wieviele von denen, die jetzt noch über sind, sind tatsächlich für einen
besimmten Ingenieur, nämlich Dich, wirklich passend? Jede 10.te?
Multipliziere die Zahlen und Du kommst auf jede 100. augeschriebene
Stelle aus Deinem Fachgebiet, die für Dich gut genug passt. Von denen
kriegst Du nur jeder dritte, weil ein anderer besser passt und die die
dann noch bleiben, sind überwiegend welche, wo nicht so viel gezahlt
wird, oder sonst was faul ist und Du es nur noch nicht weist.
Und wieviel von den paar sind für Anfänger, wie einige von euch ja
offenbar noch sind?
Irgendwas ist immer zu finden, aber etwas Gutes ist schwer zu finden und
wenn jetzt schlagartig hunderte gut eingearbeitete arbeitswillige
freigesetzt werden, sättigen die alle gute Positionen erst einmal weg.
> und mit "250 Topingenieure" sättigt man auch auf keinen Fall den Markt> in Deutschland, geschweige denn weltweit. Da spucken ja schon die> Hochschulen aus NRW mehr Ings/Jahr aus (eine blinde Vermutungs ins Blaue> aber wahrscheinlich nciht ganz abwegig).
Wer will denn Absolventen von den Hochschulen? Die haben doch keine
Berufserfahrung. Die haben die wenigsten Chancen.
Naja, irgendwie sind die geschriebenen negativen Aspekte schon richtig,
nur gab es diese schon immer und trotzdem hat bisher jeder Ingenieur
einen Job gefunden.
Ex-Münchner, nun sei mal nicht so und verrate uns was die Mutter der
Mutter sein soll, Siemens ist es nicht, Vater Staat auch nicht, was soll
das denn sonst sein ?
dann gibt es halt "nur" 30 Stellen die auf mich passen. Aber wenn es
mehr als eine Stelle gibt ist die Nachfrage höher als das Angebot. Und
was das in der Marktwirtschaft bedeutet...
Bei den Dienstleistern sind wirklich 90% zu viel, da keine echte Stelle
im Hintergrund, oder eine Stelle bei 4 Dienstleistern steht.
ABER
Bei vielen kleinen (5-50) Firmen sieht es ganz anders aus. Die würden
Leute einstellen. Die bekommen aber nur Leute über den Ort oder
Bekannte. Die gehen auch bei schlechter Bezahlung dort hin.
Glaub mir, die würden noch viel mehr einstellen! Bei denen ist man auch
noch "echter" Ing. nur halt leider schlecht bezahlt. Wobei ich
inzwischen auch feststelle, das gute Ings dort auch anständig bezahlt
werden. Insbesondere im Maschinen und Anlagenbau. Es funktioniert halt
nicht ohne...
>dann gibt es halt "nur" 30 Stellen die auf mich passen
Also ich weiss ja nicht, wo ihr sucht, aber ich finde keine 30 Stellen,
die mir wirklich passen. Ich finde genau genommen keine 3 unter all den
vielen Dummys, den Fakes, den redundanten Angeboten. Ich habe richtig
suchen müssen, bis ich eine gute und auch gut bezahlte Stelle hatte.
>und trotzdem hat bisher jeder Ingenieur einen Job gefunden.
Ach ja? Ich kann Dir einige nennen, die keinen Job gefunden haben und
etwas total anderes machen mussten. Später waren sie dann sogar froh,
dass sie nicht auf Ingenier gemacht haben. Das Hoch der Ingenieure
derzeit halte ich für sehr begrenzt! Es ist zwar objektiv gesehen
vollkommen angemessen, was inzwischen bezahlt wird, aber es wird leider
kaum von Dauer sein. Die Wirtschaft wird wieder talwärts gehen und damit
die Gehaltsangebote. Die vielen Leute, die über Dienstleister drin sind,
fallen dann alle wieder raus und überfüllenn den Markt.
Arme Schweine, die jetzt anfangen und in ein paar Jahren mit dem Studium
fertig sind: Da wird die Hälfte keinen Job finden.
>Die würden Leute einstellen.
Sie würden, wenn sie einen einstellen, aber auch den Makrt bedienen und
dann bestünde für viele andere kleine Firmen desselben Sektors gar keine
überspannte Auftragslage mehr. Es ist doch so, daß jeder kleine
Dienstleister angefragt wird, wenn die Source Nummer 1 nicht sofrt
liefern kann. Wenn also einer überlastet ist, sind die anderen sofort
auch überlastet. Ergo suchen sie alle nach Ingenieuren. Das ist zur Zeit
bei den Handwerkern speziell Schreinern genau dasselbe.
Ausserdem haben sich durch den Aufschwung in den letzten Jahren viele
solcher kleinen Anbieter im Markt ansiedeln können. Bei Stagnation
platzen die alle wieder weg und mit ihnen die Stellen.
> Die bekommen aber nur Leute über den Ort oder Bekannte.
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