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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf In Zeiten der Finanzkrise selbständig machen?


Autor: Joey4711 (Gast)
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Hallo zusammen,

haltet Ihr es in wirtschaftlichen Krisenzeiten wie jetzt für sinnvoll, 
ein Angestelltendasein aufzugeben und als Freelancer anzufangen?

Ich hab mir das schon längere Zeit vorgenommen, mir die nötigen 
wirtschaftlichen Kenntnisse angeeignet und wäre jetzt soweit, und jetzt 
ist die Wirtschaftskrise.

Bevor jetzt Kommentare in die Richtung "Wer ist in Krisenzeiten so blöd, 
ein sicheres Unternehmen zu verlassen?" kommen, möchte ich noch anfügen, 
dass ich hier nach Nischen suche, die vielleicht GERADE WEGEN der 
Finanzkrise existieren.

Ein Beispiel (selbst erlebt): Die Tochter eines japanischen Weltkonzerns 
muss Personal einsparen, OBWOHL diese Tochter satte Gewinne abwirft, 
Arbeit im Übermass vorhanden ist und es aus Tochter - Sicht das 
sinnvollste wäre, Leute en masse aufzunehmen. Aufgrund der Vorgaben aus 
Japan darf der Headcount allerdings nicht erhöht werden. Die Folge war, 
dass massenhaft Freelancer in der Firma waren, die pro Kopf mehr 
gekostet haben als ein Angestellter, und deren grösste Leistung war, 
dass sie den offiziellen Headcount nicht erhöhen.

Das nur als Beispiel...

Vielleicht habt Ihr Ideen für Szenarien, die in eine ähnliche Richtung 
gehen? Vielleicht ergeben sich solch paradoxe Situationen ja jetzt 
aufgrund der Finanzkrise?

Ich bin für jede Anregung und Kritik dankbar.

lg,

Autor: Anton (Gast)
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Was Du da beschreibst ist inzwischen überall die Regel.

Autor: Hugo Miller (Gast)
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Das Problem ist vermutlich eher momentan an Geld zu kommen wenn man sich 
"richtig" selbststaendig machen moechte (eigene Firma, ...).
Das koennte gerade einigen einen Strich durch die Plaene machen.

Autor: Joey4711 (Gast)
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Danke für die Antworten,

ich möchte als Einzelunternehmer Elektronik entwickeln. In dieser 
Branche ist es oft so, dass die Fa. temporär die Infrastruktur (also die 
Messgeräte) zur Verfügung stellt.

Die einzigen Geldprobleme, die ich hier sehe, sind die Anschaffung von 
Messgeräten, falls dies nicht der Fall ist.

Abgesehen von einem Spectrum Analyzer hab ich mir auch schon alle 
Messgeräte zugelegt, die für eine vernünftige Elektronikentwicklung 
nötig sind.

Das Geld für die ersten Jahre hab ich mir schon zusammengespart. Ich bin 
die ersten beiden Jahre nicht darauf angewiesen, alle meine Kosten aus 
der Selbständigkeit zu decken. 50% würden genügen, ohne dass ich meinen 
Lebensstandard senken muss. Steuervorauszahlungen sind hier bereits 
berücksichtigt.

lg, Joey

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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In deutschland ist doch immer Krise, nur weil sich der rest der Welt 
jetzt angeschlossen hat ist das doch noch kein Grund sich mehr Sorgen zu 
machen.

Autor: Hugo Miller (Gast)
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Ja wenn du kein Geld aufnehmen musst und nicht haenderingend jeden 
Auftrag annehmen musst, dann wuerde ich jetzt loslegen.
In Krisenzeiten wird das entwickelt was in guten Zeiten verkauft wird.

Un natuerlich: In Deutschland ist immer Krise :-)

Autor: mmmg (Gast)
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Ja - ich krig hier auch immer die Krise...

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Joey4711 wrote:
> Danke für die Antworten,
>
> ich möchte als Einzelunternehmer Elektronik entwickeln. In dieser
> Branche ist es oft so, dass die Fa. temporär die Infrastruktur (also die
> Messgeräte) zur Verfügung stellt.
>
> Die einzigen Geldprobleme, die ich hier sehe, sind die Anschaffung von
> Messgeräten, falls dies nicht der Fall ist.
>
> Abgesehen von einem Spectrum Analyzer hab ich mir auch schon alle
> Messgeräte zugelegt, die für eine vernünftige Elektronikentwicklung
> nötig sind.
>
> Das Geld für die ersten Jahre hab ich mir schon zusammengespart. Ich bin
> die ersten beiden Jahre nicht darauf angewiesen, alle meine Kosten aus
> der Selbständigkeit zu decken. 50% würden genügen, ohne dass ich meinen
> Lebensstandard senken muss. Steuervorauszahlungen sind hier bereits
> berücksichtigt.
>
> lg, Joey



Tja, wenn Du die Kenntnisse hast. Und die Gerätschaften. Und etwas Geld 
für die Überbrückung der ersten Zeit.

Dan frage ich mich ernsthaft:
Warum nutzt Du nicht all das, um nebenberuflich mal mit kleineren 
Projekten anzufangen und als NEBENTÄTIGKEIT  damit Erfahrungen zu 
sammeln, ob der Absprung lohnt. Falls diese Erfahrung positiv ist, dann 
kannste auf freelancer umsatteln.

So würde ich das machen.


hth,
Andrew

Autor: vielleicht so (Gast)
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Ja. ich wuer auch mal nebenamtlich anfangen. zB 60% angestellt, 40% 
zuhause.

Autor: Nerval (Gast)
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@Joey4711:
> ich möchte als Einzelunternehmer Elektronik entwickeln. In dieser
> Branche ist es oft so, dass die Fa. temporär die Infrastruktur (also die
> Messgeräte) zur Verfügung stellt.

Stellst du dir Selbständigkeit so vor? So eine Art 'besserer 
Mitarbeiter', der kommen und gehen kann wann er will?

> Das Geld für die ersten Jahre hab ich mir schon zusammengespart. Ich bin
> die ersten beiden Jahre nicht darauf angewiesen, alle meine Kosten aus
> der Selbständigkeit zu decken. 50% würden genügen, ohne dass ich meinen
> Lebensstandard senken muss. Steuervorauszahlungen sind hier bereits
> berücksichtigt.

Du bist ein Sicherheitstyp, das wird dir hinderlich sein. Wenn du von 
zwei Jahren ohne anständigen Verdienst ausgehst, wirds auch so enden. 
Und dann ist die Kohle weg.

Mein Tip: Lass es sein, solange du dir selbst nicht sicher bist.

Autor: Joey4711 (Gast)
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Vielen Dank für die Kritik,

und was haltet Ihr davon, sich überhaupt in der jetzigen Wirtschaftslage 
selbständig zu machen, mal ganz abgesehen von einer möglichen 
Eignung/Nichteignung für das Selbständigen - Dasein.

Wie im ersten Mail erwähnt, habe ich schon Fälle erlebt, die 
einigermassen paradox sind. Vielleicht gibt es für Freelancer zur Zeit 
GERADE WEGEN der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Chancen.

lg, Joey

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Nerval wrote:
> Du bist ein Sicherheitstyp, das wird dir hinderlich sein. Wenn du von
> zwei Jahren ohne anständigen Verdienst ausgehst, wirds auch so enden.
> Und dann ist die Kohle weg.

Das sehe ich anders. Jeder halbwegs intelligente Unternehmer sollte 
Rücklagen haben. Im Gegenteil erlauben gerade solche Rücklagen sonst 
sehr risikoreiche Entscheidungen.
Und man kann nicht davon ausgehen, dass man immer Glück hat. Für diese 
Zeiten sind Rücklagen sinnvoll.

Nochmal deutlich: keine Rücklagen zu haben schränkt die 
Unternehmertätigkeit massiv ein.

> Mein Tip: Lass es sein, solange du dir selbst nicht sicher bist.

Das sehe ich eher als Hindernis. Aus seinen Zeilen lese ich noch 
gewisse Zweifel heraus, aufgrund derer ich im Moment auch abraten würde.
Wer wirklich will, der zieht das auch in einer Wirtschaftskrise durch - 
für den stellt sich die Frage "Könnte das schiefgehen?" gar nicht :-)

@Joey: Überlege Dir, warum die Leute ausgerechnet zu Dir kommen sollen 
und wie sie Dich finden und wage es erst dann, wenn Du Dir 100% sicher 
bist.

Ansonsten bei einer positiven Entscheidung: viel Erfolg und das nötige 
Glück!

Chris
(ich habe es nie bereut!)

Autor: Nerval (Gast)
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>Das sehe ich anders. Jeder halbwegs intelligente Unternehmer sollte
>Rücklagen haben. Im Gegenteil erlauben gerade solche Rücklagen sonst
>sehr risikoreiche Entscheidungen.
>Und man kann nicht davon ausgehen, dass man immer Glück hat. Für diese
>Zeiten sind Rücklagen sinnvoll.

Da gebe dir absolut Recht! Ich meinte damit auch eher die Tatsache, dass 
er sich trotz guter Ausgangsposition und finanzieller Absicherung nach 
Zuspruch durch Dritte sehnt. Natürlich kann man mal fragen; ob man aber 
erfolgreich selbständig (Wortsinn beachten!) wird oder nicht hängt eben 
davon ab, welcher Typ man ist. Wer auf zu sehr auf Beratung angewiesen 
ist hat hohes Risiko, ver- statt be-raten zu werden (drastisch 
ausgedrückt).

Autor: Nerval (Gast)
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>Ansonsten bei einer positiven Entscheidung: viel Erfolg und das nötige
>Glück!

Ach ja, da möchte ich mich anschliessen. Viel Glück!

Autor: P. S. (Gast)
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Joey4711 wrote:

> Wie im ersten Mail erwähnt, habe ich schon Fälle erlebt, die
> einigermassen paradox sind. Vielleicht gibt es für Freelancer zur Zeit
> GERADE WEGEN der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Chancen.

Na sicher, die Festangestellten werden zuerst gefeuert, wenn moeglich - 
denn die Freelancer kann man spaeter immer noch leicht loswerden, wenn 
bei den Angestellten nichts mehr geht. Oft genug so erlebt...

Autor: Nerval (Gast)
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>Vielen Dank für die Kritik,

>und was haltet Ihr davon, sich überhaupt in der jetzigen Wirtschaftslage
>selbständig zu machen,

Sorry, die Frage habe ich erst jetzt gesehen. Du musst dich fragen wie 
die wirtschaftliche Lage bzw. die Reaktion deiner potentiellen Kunden 
aussieht und ob dies für dich relevant ist. Für Unternehmer muss 
Krise=Chance gelten. Wenn deine Kunden das so sehen und eine Entwicklung 
anschieben um dem Markt neue Impulse zu geben, hast du Aufträge.

Autor: Smörre (Gast)
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> Du musst dich fragen wie
> die wirtschaftliche Lage bzw. die Reaktion deiner potentiellen Kunden
> aussieht und ob dies für dich relevant ist.

Bei einer handfesten Rezession dürfte die Reaktion der Kunden in den 
meisten Fällen wohl klar sein ... insofern einfach den Standort wechseln 
oder anderes Segment bedienen, Hauptsache schnell reagieren.

> Für Unternehmer muss Krise=Chance gelten.
Sehe ich genauso, Krise = Wechsel in anderen Bereich, flexibel sein,

Autor: Franz (Gast)
Datum:

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Sehr interessanter Thread,

der Thread hat im Oktober begonnen, und in den letzten beiden Monaten 
hat sich die Krise verschärft, insbesondere im Automotive - Sektor.

Bedenkt man die Entlassungen, die nächstes Jahr in der Automotive - 
Industrie wahrscheinlich kommen werden, so würde ich mich an Joey4711's 
Stelle nicht selbständig machen. Dafür gibt es momentan zu viele 
arbeitslose Ingenieure, die ihm Konkurrenz machen.

@Joey4711: Solltest Du Dich anders entscheiden - Viel Glück!!

Autor: Gast (Gast)
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Mit dieser Einstellung würde ich nicht im Traum daran denken, mich 
selbstständig zu machen. Konkret scheinen ja keinerlei "echte" 
Auftraggeber da zu sein und die sind nun mal die Kuh, die die Milch zu 
geben hat. Nebenberuflich anfangen ist gut und ggf. auch merken, dass 
das nicht so geht. Ansonsten viel Glück....

Autor: Matthias (Gast)
Datum:

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Gründungszuschuß vom großen A in jedem Fall mitnehmen. Dann ist der 
Analyzer auch bezahlbar!

Autor: Rethel (Gast)
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Wird dieser Zuschuss überhaupt noch gezahlt?

Ich würde die Finger davon lassen, wenn es nicht unbedingt nötigt ist, 
weil DU arbeitslos geworden bist.

>ich möchte als Einzelunternehmer Elektronik entwickeln. In dieser
>Branche ist es oft so, dass die Fa. temporär die Infrastruktur
>also die Messgeräte) zur Verfügung stellt.

Keineswegs ist das so. Nur, wenn Du als Pseudofreelancer in einer Firma 
40h arbeitest, ist das so. Dann kriegst Du aber nicht viel.

Selbständig sein, heisst erst einemal, sich einen Namen machen und 
Sepzialknowhow aufbauen. Hast Du das? Hast Du eigene Produkte?

In der Branche ist es so, dass Du erst einmal ein paar Fixangebote 
bekommst, bei denen Du Dich so verkalkulierst, dass Du drauflegst.

Autor: Matthias (Gast)
Datum:

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Natürlich gibt es den Gründungszuschuß noch!

Wenn er den Schritt in die Selbständigkeit wagt, sollte er diese 
Leistung des großen A nicht unterschätzen. Je nach jetzigem Gehalt 
können da mal einige kEuro zusammen kommen. Nachzulesen auf den Seiten 
der Arbeitsagentur.
Ein paar Bedingungen müßen dafür erfüllt sein.

Der Gründungszuschuß alleine sollte ihn natürlich nicht zu dem Schritt 
bewegen!

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo,

hast Du schon den ersten Auftrag ??? Wenn ja, dann fang an. Wenn nein, 
versuche erst ihn zu kriegen ....!

Die meisten Selbstständigen (insbesondere Ings.) scheitern daran, dass 
sie nicht akquirieren können.

Erfolgreiche Versicherungsvertreter (erfahren in der "Kaltakquise")sind 
die Gruppe, die sich am ehesten selbstständig machen können.

ES KOMMT NUR AUF DEINE VERTRIEBLICHEN FÄHIGKEITEN AN! MERKE DIR DAS! 
NICHT AUF DEINE INGENIEURSFÄHIKEITEN (DIE DU HABEN MUSST, ABER DIE NICHT 
ÜBER DEINEN ERFOLG ENTSCHEIDEN WERDEN).

Ein Rat von jemandem, der seit 15 Jahren erfolgreichen, technischen 
Vertrieb im B2B Business macht.

Viel Erfolg!

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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John Schmitz wrote:

> ES KOMMT NUR AUF DEINE VERTRIEBLICHEN FÄHIGKEITEN AN! MERKE DIR DAS!
> NICHT AUF DEINE INGENIEURSFÄHIKEITEN (DIE DU HABEN MUSST, ABER DIE NICHT
> ÜBER DEINEN ERFOLG ENTSCHEIDEN WERDEN).

Das kann man nur unterstreichen!

Ein erfolgreicher Unternehmer ist in erster Linie ein erfolgreicher 
Kaufmann - kein erfolgreicher Ingenieur!
Das vergessen viele, wenn sie sich selbstständig machen.
Komischerweise verlernen dann viele das Rechnen in den Grundrechenarten.

> Viel Erfolg!

Das auf jeden Fall :-)

Christoph

Autor: Wasser (Gast)
Datum:

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@Joey4711

Kommst du aus Köln ? 4711

Also ganz ehrlich wir haben zwar eine Weltwirtschaftskrise aber der 
lokale Markt ist nicht eingebrochen. Auch wirst du mit einem guten 
Konzept einen Kredit von der Bank bekommen.

Aber evtl. ist es ratsam dich paralell zu deiner Anstellung mit kleinen 
Projekten selbstständig zu machen. Später kannste deine Anstellung evtl. 
auf Teilzeitbasis laufen lassen und dann irgendwann komplett.


Sofort Kündigen und mal gucken was geht würde ich nicht.

Autor: gast (Gast)
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Ich kann die beiden letzten Beiträge nur unterstreichen:

1. Keinesfalls kündigen - schon garnicht jetzt! Vor einem Jahr hätte ich 
das noch bejaht, aber auch dann wäre es im Nachhinein ein Riesenfehler 
gewesen. Nur, wer sowieso gekündigt wurde, fuhr damit gut. Er hat ne 
ABfindung, 1 Jahr gut als Selbständiger verdient und hat nu schon Kunden 
- geht also so einigermassen, es kommt drauf an, wie gut man sich in dem 
einen Jahr etablieren konnte. Wer jetzt anfängt , hat Riesenprobleme!!!!

2. Gut verkaufen, ist das aller Wichtigste! Die meisten Ingenieure 
lassen sich total ausnutzen!!!! Ich habe mal ein paar Angebote gesehen, 
von Dienstleistern, da werden Ingenieure mit 10 Jahren Erfahrung zu 60,- 
die Stunde angeboten. Die ackern dann für 45,- - 50,- oder sind 
festangestellt und verduseln ihre besten und lukrativsten Jahre damit, 
das Geld für den Dienstleister zu verdienen. Viele arbeiten dort für 
einen echten Hungerlohn.

Autor: Möchtegern (Gast)
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Wer nicht gleich ins kalte Wasser springen kann oder will
kann das auch über die Jobcenter machen.
Konzept: Gründung einer selbständigen NEBENTÄTIGKEIT
(Stundenzahl ist egal,es kommt nur auf die PERSÖNLICHEN
Entnahmen/Einkünfte an die dann mit der Stütze(es gibt
Freibeträge) verrechnet würden).
Der Gedanke der mich da beseelt ist eine uGmbH mit 1Euro
Betriebseinlage wo die Einnahmen "geparkt" werden, nebenbei
wird Stütze kassiert und wenn wirklich mal mehr Geld für die
privaten Dinge von Nöten ist kann man sich aus der Arbeits-
losigkeit für ein paar Tage verabschieden, verzichtet auf
den Tagessatz und ist dann auch nicht Krankenversichert
(Man kann sich Tageweise freiwillig versichern).
Im Bedarfsfall kann man Geld aus dem Firmentopf in den
eigenen Topf verschieben und muß natürlich Einkommensteuer
dafür abführen. Als Selbständiger hat man nicht die selben
Plichtausgaben wie ein Arbeitnehmer. Zugegeben ist die Stütze
nicht der Hit aber man ist Kranken- und Rentenversichert und
Grundversorgt und hat die Zeit die man braucht für die
Tätigkeit auch. Und die Behörde spielt da anstandslos mit
weil das Geld durch Steuereinnahmen hoffentlich wieder reinkommt.
Entscheidend ist der Beitrag zum Bruttosozialprodukt auch
wenn der noch so bescheiden ist.
Soweit die Theorie. Den Tip hab ich von einem
Fallmanager. Voraussetzung ist natürlich der Bezug von ALG2.
Einiges müßte noch geklärt werden aber vom Grundkonzept
die beste Förderung überhaupt.
Wenn damit schon jemand Erfahrung gamacht hat würde ich gern
hier etwas dazu lesen weil die ganze Sache noch nicht in allen
Punkten klar ist.

Autor: Gast (Gast)
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Hallo,

arbeite über einen Personaldienstleister in einem Unternehmen.

Über kurz oder lang, möchte ich mich von dem Personaldienstleister 
verabschieden.

In dem Unternehmen würde ich gerne weiterarbeiten, die stellen aber 
derzeit vermutlich niemanden ein.

In dem Unternehmen ist meine Tätigkeit zwar ersätzbar (wer ist schon 
nicht ersetzbar) allerdings würde ein Niederlegen meiner Arbeit ziemlich 
starke  Turbulenzen beim Kunden verursachen.


Frage mich also wie der Kunde reagieren wird, wenn ich ihm mitteile, 
dass ich beim Personaldienstleister kündigen möchte. (Betone möchte)

Der Kunde kann dann weiterhin auf meine Arbeitskraft zugreifen, 
allerdings in einem selbständigen Verhältniss meinerseits.
Der Personaldienstleister ist dann allerdings aus dem Boot.


Der Kunde kennt mich schon eine geraume Zeit und schätzt meine Arbeit.
Kauft also nicht die Katze im Sack.


Sollte das aktuell laufende Projekt nach ca. 1 - 1,5 Jahren zu Ende 
gehen und der Kunde mich nicht mehr benötigen, habe ich kein Problem 
damit.

Möchte mich eh, wie gesagt, von dem Personaler lösen und stehe heute vor 
der Wahl

a) Versuchen in einem anderen Unternehmen unterzukommen.
   (wollte ich nicht unbedingt und der Kunde mit Sicherheit auch nicht)

b) Selbständig beim Kunden weiterarbeiten.
   (kommt mir entgegen. Was der Kunde davon hält weiss ich noch nicht
    und was der Personaler davon hält ist mir piep egal.)

c) Weiter über den Personaldienstleister beim Kunden arbeiten.
   (Passt mir nicht. Dem Personaldienstleister passt das mit Sicherheit
    und dem Kunden passt das vermutlich auch.)


So, werde mich mit dem Kunden wohl unterhalten müssen.
Lege zuvor allerdings Wert auf eure Erfahrungen und Meinungen.

Autor: Oliver N. (neufranke)
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@Möchtegern:

>Der Gedanke der mich da beseelt ist eine uGmbH
>Betriebseinlage wo die Einnahmen "geparkt" werden

Lass uns das bitte hier weiterdiskutieren:
Beitrag "Geld in GmbH parken"

Autor: ralf (Gast)
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Ich befinde mich in einer Situation, die zum Heulen ist....

habe zum 31,03. nach 5 Jahren in der Zeitarbeit die Kündigung 
bekommen..unsere NL lief sehr sehr gut (ist die 3. Niederlassung die ich 
mit meiner Personadisponentin aufgebaut habe)

Meine Kunden haben mir fast  alle versprochen, wenn ich mich selbständig 
mache, dass sie bei mir bleiben.
Ich selbst kann von meinem ALG leben, kann also alles was reinkommt, 
ansparen.

Mir fehlen 20-30 tsd Euro, (die braucht man, um am Anfang , bis alles 
richtig rollt, um die Löhne der externen Mitarbeiter zu bezahlen.)

Wie bekommt man schnellstmöglich KFW oder wo findet man Investoren?

Freue mich über schnelle Antworten und Hilfen.

Autor: Gast (Gast)
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@Ralf: Wie ist das zu verstehen - Du bist ein Zeitarbeitsvermittler, der 
gekündigt wurde und nun gleich iweder ein Konkurrenzgeschäft aufmachen 
will? Ja, gibt es denn bald nur noch Zeitarbeitsvermittler?

Die Entwickler kriegen dann nur noch solche Stellen, wie die hier:

http://www.dexina.de/cms/fileadmin/php_files/jobs/...

Autor: ralf (Gast)
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ja so ist es..möchte mit meinen kunden weiterhin zusammenarbeiten.... 
... und um die löhne am anfang gewährleiten zu können... brauchen wir ca 
30.000 euro....

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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30.000 Euro sollte man zusammen bekommen.

Du hast doch sicherlich Rücklagen (oder???) und Verwandtschaft. Stell 
denen Dein Konzept vor und geh sammeln.

Von Banken bekommst Du im Moment nur bei entsprechenden Sicherheiten 
etwas.

Der KfW werden mündlichen Zusagen Deiner Kunden nicht ausreichen - die 
wollen einen vernünftigen Geschäftsplan sehen.

Chris

Autor: ralf (Gast)
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den erstellen wir nun mit einem steuerberater...

habe einen aus m freundeskreis, der sich mit einer einlage (darlehen) 
von 30000 beteiligen will.

wer kann mir sagen, wie man dann am besten vorgeht?

er möchte  gern beteiligt werden.. wie sieht sowas in der regel aus?

Autor: Jürgen G. (jg32)
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Hugo Miller wrote:
> Das Problem ist vermutlich eher momentan an Geld zu kommen wenn man sich
> "richtig" selbststaendig machen moechte (eigene Firma, ...).
> Das koennte gerade einigen einen Strich durch die Plaene machen.

Gestern wurde im Fernseher ein Selbstaendiger vorgestellt. Er hatte eine 
Idee vor etwa 10 Jahren mit ganz neuartigen Brillen-gestellen.
Keine Bank wollte ihm Geld geben.
Genau das war seine Chance. Er klapperte alle moegliche Investoren ab, 
und bekam dann doch einiges zusammen.
Jetzt steht er super da und ist froh, dass er sich nicht auf Banken 
eingelassen hatte.

Autor: H. D. (c3po)
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Hallo Ralf,

klingt interessant, suchst du noch einen Investor, der sich bei dir 
beteiligen will ?

Wenn ja, dann melde dich doch einfach unter:
h_d_e (at) gmx.de

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