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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ARM Neuling beratung


Autor: Wojtek Szopieraj (wojtek)
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Hallo zusammen,
habe ein kleines Problem, ich muss eine Diplomarbeit schreiben und soll 
mich mit Arm beschäftigen.
Hatte bis jetzt nur einmal mit 80c517 gearbeitet im 4 sem, jetzt will 
ich mir ein Arm zulegen.
Am besten wäre ein EV board mit SD und RS232, habe auch eins im Shop 
gefunden
siehe 
http://shop.embedded-projects.net/product_info.php...


Jetzt kommt meine Frage, was brauch ich zusätzlich noch damit ich mit 
dem Arm erste Erfahrungen sammeln kann.
Programmiergerät oder ähnliches ?
Würde gerne dem Controller in c programmieren.


Das Thema meiner Diplomarbeit ist es eine Testbox für Handys zu 
entwickeln,
bedeutet ich sende AT-komandos und erwarte eine Antwort beides soll dann 
als ein logfile auf die SD Karte geschrieben werden.

Kann ich das mit dem EV-Bord verwirklichen??

Autor: gast (Gast)
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[22:03] <pst> http*//www.mikrocontroller.net/topic/114273#new
[22:14] <dr_evil> moment
[22:15] <dr_evil> pst das ist ja wohl nicht wahr
[22:15] <dr_evil> sowas hab ich als HiWi im neben dem studium 
programmiert, als hilfsmittel zum testen von boards
[22:15] <dr_evil> genau diesen fall, AT commandos versenden
[22:16] <dr_evil> genauer hab ich SMS gesendet und empfangen, und 
darüber was gesteuert
[22:16] <dr_evil> logfile auf SD karte schreiben zwar nicht, aber das 
gibts doch fertig
[22:17] <dr_evil> das war bei uns nur eine kleine Demo
[22:18] <dr_evil> man, sowas als Diplomarbeit, das wärs gewsen :)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Wojtek Szopieraj wrote:
> Hatte bis jetzt nur einmal mit 80c517 gearbeitet im 4 sem, jetzt will
> ich mir ein Arm zulegen.

Ist in etwa wie der Umstieg als Kapitän von nem Ruderboot auf die Queen 
Mary 2.

Wieviel Zeit hast Du dafür?
Hast Du überhaupt schon Programmiererfahrungen außer mit den 8051?
Hast Du schonmal was mit RTOS, Filesystem usw. gemacht?

> Jetzt kommt meine Frage, was brauch ich zusätzlich noch damit ich mit
> dem Arm erste Erfahrungen sammeln kann.

Nen JTAG-Debugger und am besten nen professionellen C-Compiler, weil man 
da Support kriegt und den wirst Du nötig haben.


> Programmiergerät oder ähnliches ?

Steht doch da, geht über USB oder RS-232.


> Würde gerne dem Controller in c programmieren.

Was anderes kommt für diesen Boliden ja nicht in Frage.


> bedeutet ich sende AT-komandos und erwarte eine Antwort beides soll dann
> als ein logfile auf die SD Karte geschrieben werden.

Das könnte schon eine Auslastung von 0,01% des ARM bewirken.
D.h. selbst jeder 8-Bitter schafft das spielend.



Peter

Autor: Wojtek Szopieraj (wojtek)
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habe noch etwa 8 monate zeit, aber ich will mich ja einarbeiten.
Das studieren war früher vielleicht schwerer, ich könnte mir auch ein 
anderes thema aussuchen aber die firma in der ich jetzt 2 jahre arbeite 
hat mir dieses thema vorgeschlagen und ich finde es interessant.
mit dem 80c517 hatte ich viel spass gehabt.
ich werde mir das board bestellen, vielleicht nutze ich ja später ja 
mehr als 0,01 %, es hat ja auch ein display.

danke für die schnellen antworten

Autor: Michael (Gast)
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Hi, Wojtek,

lass Dich mal nicht verrückt machen.
Mit Peter stimme ich da nicht über ein, da ich selber den Umstieg 
8051->Arm hinter mit habe.
Du hast Dir ein Atmel AT91SAM7X256 Board ausgesucht, hat das einen 
bestimmten Grund?
Den Umstieg kannst Du Dir nämlich sehr vereinfachen, wenn Du anstatt 
eines Arm7 einen Cortex M3 nimmst. Der ist im Prinzip der Nachfolger vom 
Arm7, ein bißchen leistungsfähiger und wesentlich einfacher zu 
programmieren. Ich habe den auch gewählt.
Als Board schlage ich Dir das vor:
http://www.watterott.com/EKC-LM3S6965-Ethernet-Eva...
Hat auch SD Slot, Ethernet, Display und alles, was man so braucht.
Und lass Dich nicht abschrecken von dem, was Peter geschrieben hat. Es 
ist zum Teil etwas überzogen.


@Peter:
>Ist in etwa wie der Umstieg als Kapitän von nem Ruderboot auf die Queen Mary 2.

Nana, jetzt übertreibst Du aber. Bei Luminary gibt es eine schöne 
Library zu den Controllern. Diese Library übernimmt fast die ganze 
Arbeit. Ich habe das ja schon hinter mir. Ein Vormittag und das erste 
Programm - zwei LEDs blinken - mit FreeRTOS lief auf dem Ding.


>Hast Du schonmal was mit RTOS, Filesystem usw. gemacht?

Für seine Aufgabe ist wohl kein RTOS nötig, falls er es doch nutzen 
will, so ist ein sehr einfaches wie FreeRTOS die Wahl.
Für das Filesystem ist eine Library wie bei Luminary am einfachsten, 
wieso soll man denn das Rad neu erfinden?
Selbst, wenn seine letzten MC-Erfahrungen schon eine Weile zurückliegen, 
so sollte er mit dem Luminary-Kit das Logging in maximal einer Woche in 
einer ersten Version am Laufen haben.


>Nen JTAG-Debugger und am besten nen professionellen C-Compiler, weil man
>da Support kriegt und den wirst Du nötig haben.

Wieso das? Mit dem gcc kann man doch prima arbeiten. Es gibt die 
Distribution von Codesourcery, die installiert sich leicht und man ist 
schnell am Start. Ich hatte keinerlei Probleme damit, und ich bin nun 
wahrlich nicht der MC-Profi.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Michael wrote:
> Und lass Dich nicht abschrecken von dem, was Peter geschrieben hat. Es
> ist zum Teil etwas überzogen.

Es ist ernst gemeint, Software entwickeln wird oftmals drastisch 
unterschätzt, gerade von Anfängern.
Daß nur noch 8 Monate Zeit sind, heißt ja, daß schon 4 Monate nutzlos 
verstrichen sind, also ist es allerhöchste Zeit.
Lieber eher fertig werden, als 4 Wochen vor Abgabe zu merken, daß man 
noch garnichts geschafft hat.

Daß man kurz mal mit nem 8051 rumgespielt hat, ist noch lange keine 
fundierte Erfahrung.
Oder hast Du damit wirkliche Anwendungen programmiert und auch 
fertiggestellt?

Ich hab mal irgendwo gelesen, ein guter Programmierer schafft etwa 10 
Zeilen pro Tag. Ich halte das durchaus für realistisch.


> Ein Vormittag und das erste
> Programm - zwei LEDs blinken - mit FreeRTOS lief auf dem Ding.

Dann kannst Du mir aber nicht erzählen, daß Du vorher noch keinerlei 
Programmiererfahrung hattest.
Für einen Anfänger ist das ein Ding der Unmöglichkeit.
Schon das Installieren der Programmierumgebung bis zum ersten 
fehlerfreien Compilerdurchlauf kann schweißtreibend sein.


> Für seine Aufgabe ist wohl kein RTOS nötig, falls er es doch nutzen
> will, so ist ein sehr einfaches wie FreeRTOS die Wahl.

Das sagt bestimmt kein Anfänger.
Ich programmiere zwar schon sehr lange, aber nicht professionell. Ich 
habe mich daher auch noch nicht an ein RTOS rangetraut, diese vielen 
Funktionen sind mir einfach zu kompliziert.
Es hat auch Jahre gedauert, ehe ich mit C warm geworden bin. Heute finde 
ich es einfach, aber es ist nicht einfach zu lernen.


> Selbst, wenn seine letzten MC-Erfahrungen schon eine Weile zurückliegen,
> so sollte er mit dem Luminary-Kit das Logging in maximal einer Woche in
> einer ersten Version am Laufen haben.

Lach.


> Wieso das? Mit dem gcc kann man doch prima arbeiten.

Wenn man damit umgehen kann.
Ich bin an den ersten AVR-GCC-Versionen mit Cygwin kläglich gescheitert. 
Erst mit den fertigen WINAVR-Installation lief der GCC auch bei mir.


Peter

Autor: A. F. (artur-f) Benutzerseite
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> Ich hab mal irgendwo gelesen, ein guter Programmierer schafft etwa 10
> Zeilen pro Tag. Ich halte das durchaus für realistisch.

Das stimmt nicht ganz, manchmal werden es auch mehr :)

Dadurch dass er 8 Monate hat, reichen für die Einarbeitung locker 2 
Monate, so hätte er noch 6 Monate für den Rest. In einer Dipl. Arbeit 
erwartet keiner von ihm, dass er eine GUTE Software abliefert. Eine 
Dipl. Arbeit ist dazu da, um den werdenden Ing. auf das Zukunftsleben 
vorzubereiten. Man wird praktisch abgeprüft, ob man in der Laage ist 
selbstständig zu arbeiten und dabei brauchbare Ergebnisse abliefern 
kann. Wobei "brauchbar" bei weitem nicht perfekt bedeutet.

>[22:03] <pst> http*//www.mikrocontroller.net/topic/114273#new
>[22:14] <dr_evil> moment

Und solche Möchtegerns sind einfach nur peinlich!

Autor: let (Gast)
Datum:

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> Das könnte schon eine Auslastung von 0,01% des ARM bewirken.
> D.h. selbst jeder 8-Bitter schafft das spielend.

So ist es. Und weil es so ist braucht er weder RTOS noch
JTAG und auch keine kommerziellen Entwicklungsumgebung.

Ein Dateisystem wird auf einem 8-Bitter auch gebraucht. Und
in der Hinsicht dürften die ARM Controller etwas besser dastehen.
Gerade die DriverLib bzw. Beispiele von Luminary sind da
vorbildlich. Speziell für das genannte Evalboard gibt es eine
SD-Card Demo mit FAT. Und der Support von denen ist auch
nicht zu verachten. Nichtkommerzielle Nutzer sind da etwas im
Nachteil, bekommen in der Regel aber auch eine Antwort.

> Dadurch dass er 8 Monate hat, reichen für die Einarbeitung locker 2
> Monate,

So sehe ich das auch. Zu jedem Projekt das nicht auf einer schon
vorhandenen Lösung basiert gehört eine Evaluierungsphase.
Die Eignung eines AVRs und seiner Entwicklungsumgebung müßte auch
erst geprüft werden.

Autor: Christian J. (Gast)
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Hallo,

falls es einfach und billig sein soll beschaffe Dir die Rowley 
Crossworks Shell für 70 Pfund für den ARM 7 und ein Demoboard von 
Oplimex (39 Euro) mit dem LPC2136 oder einem Atmel. Dazu einen USB 
Wiggler Adapter, Rowley unterstützt die 0limex Boards und JTAG Adapter.

Für rund 100€ hast Du ein System wo man nach 1h die ersten LEDS blinken 
hat und spätestens nach einer Woche auch richtig loslegen kann. Die 
Oberfläche ist zehnmal besser als jedes kostenlose Tool, auch wenn sie 
mit GCC arbeitet. Der GCC taugt schon was aber ich würde mich nicht mit 
Linker Files etc herumschlagen wollen.

Ich bin begeistert vom ARM7, ist genau die Grenzwelt zwischen einem 
Controller und einem Fast-PC, wie dem ARM9. UNd RTOS etc sind nur für 
Profianwendungen, nicht aber fürs Hobby.

Christian

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