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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LPC21xx CAN-Bootlader


Autor: Magnus (Gast)
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Hallo *,

ich hab das Forum die letzten zwei Tage durchsucht, konnte aber keine 
Antwort auf meine Fragen finden.

Es geht darum, dass ich mit einem LPC2129 bzw. LPC2119 einen 
CAN-Bootloader schreiben soll, d.h. dass der Controller über CAN-update 
fähig gemacht wird und nicht über den eh schon vorhandenen seriellen 
Bootloader.

Nun ist das mein erstes ARM-Projekt, aber ich spiele schon etwa 4 Monate 
mit ihm herum.
Die Routinen für FullCAN (mit Msg-Filter) habe ich auch schon 
implementiert, ebenso habe ich auch schon via IAP einen Flashbereich 
beschreiben können. (Das ganze auch in Kombination: 24 Bytes via CAN 
gesendet und dann irgendwo in den hinteren Flashbereich geschrieben, wo 
kein Code mehr liegt, aber ich glaube der Code hierzu interessiert 
aktuell eh niemanden o_O)

Doch nun zu meinen Fragen:
Der Bootloader soll durch einen Befehl, der über ein properitäres 
CAN-Protokoll ankommt aufgerufen werden können. Da der Source für die 
IAP-Routinen und für die CAN-Routinen in eigenen Files liegt, weiß ich 
selbst sowieso schon mal nicht, wo der Compiler bzw. der Linker den 
ganzen Kram im Flashspeicher ablegt.

* Wie kann ich dem Compiler/Linker mitteilen, dass genau dieser Code - 
sagen wir mal - im nullten Sektor liegen soll (0x00000000 - 1FFF) und 
eben
der restliche Code erst ab 0x00002000 beginnen soll?

* Muss ich dann irgendwas beachten, wenn ich von dem "normalen" Programm 
in diesen Bootloader springen will? (Im RAM Ressourcen freigeben? Wenn 
ja, wie?)

* Muss ich die CAN-Routinen noch mal in das Hauptprogramm 
implementieren, wenn ich dort auch CAN-Kommunikation eine haben möchte? 
Oder kann es vom Hauptprogramm quasi eine Verknüpfung zu diesen Routinen 
im Bootloader geben?

* Muss ich generell auf meinem Board dann quasi 2 Programme einbrennen 
(einmal den Bootloader und einmal das Hauptprogramm), solange ich noch 
keine Gegenstelle habe, die den Bootloader bedient?

* Gibt es generelle Dinge bei dem Schreiben eines Bootloaders zu 
beachten? (Stolperfallen, etc.?)

Ich möchte hier von niemandem eine Entwicklung abverlangen, ich werd das 
alles schön selbst schreiben um es zu erlernen, aber ich bin für jeden 
Hinweis sehr dankbar!


P.S. Ich bin auch mit dem Manual vertraut, aber dort steht nur der 
UART-Bootloader drin beschrieben sowie die IAP Fkt, bzw. die 
CAN-Register.



--Magnus


Hardware:
Olimex LPC212X-B Board Rev. 2, später soll jedoch ein LPC2119 eingesetzt 
werden; ARM-USB-OCD

Toolchain:
RapidiTTY Lite 1.5 (mit Gnu-ARM-Compiler, Eclipse IDE und ARM-USB-OCD 
JTAG Debugger)
Programmiert wird über die

Autor: ARM-Fan (Gast)
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Also der Bootloader gehört an den Anfang 0x00000000.
Die Applikation in einen höheren Bereich. z.B. ab 0x00002000

Es handelt sich dabei wirklich um zwei unterschiedliche Programme,
die auch einiges doppelt haben müssen. Wie bei dir z.B. die CAN-
Funktionen. Erzeugen kannst du Bootloader und Applikation natürlich
auch aus einem Quellcode, den du über den Präprozessor und unter-
schiedliche Linker-Files steuerst.

Beim Sprung vom Bootloader in die Applikation mußt du beim ARM
schauen, dass du die Interruptvektoren passend verbogen kriegst.
Zurück zum Bootloader gehts per Reset oder Sprung an 0.

Autor: Andreas Weschenfelder (Gast)
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Vielleicht hilft dir dieses Beispiel (Second-Stage-Bootloader für 
LPC2148 über USB) weiter.

Beitrag "LPC2148 IAP USB Bootloader"

Autor: Magnus (Gast)
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Vielen Dank für die beiden Antworten:

Nun ist es in meinem Kopf schon mal ein wenig sortierter, was die 
Trennung von Bootloader und eigentlicher Applikation betrifft ;)...

Das Beispiel werde ich mir gleich mal anschauen, bin zwischenzeitlich 
auch auf die folgende Seite gestoßen:

http://water.cse.unsw.edu.au/esdk/lpc2/boot-loader.html

Unklar ist mir jedoch noch immer gänzlich, wie man Interruptvektoren 
verbiegen kann o_O...
Wie gesagt, ist mein erster Bootloader.

Autor: A. K. (prx)
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Magnus wrote:

> Unklar ist mir jedoch noch immer gänzlich, wie man Interruptvektoren
> verbiegen kann o_O...

Man kann sie via Steuerregister an den Anfang vom RAM legen. Wie das 
geht steht irgendwo in der Doku.

Autor: Magnus (Gast)
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Ok, ich werde nachsehen. Das Manual ist ja eigentlich gar nicht mal 
soooo schlecht ;)..

Noch eine Frage bleibt über:
Also ich mach mich zunächst ran und brenne den Bootloader dann in den 
ARM.

* Wenn ich später dann die Apllikation über CAN uploaden will, muss ich 
dann vorher irgendwo (make-file? sonst wo?) dem Compiler oder Linker 
sagen, dass das Programm erst ab 0x00002000 beginnt? Oder muss der 
Bootloader diese Anpassung übernehmen? (Was ich mich schwierig 
vorstelle, da im Maschinencode ja bestimmt ausreichend direkte Adressen 
drin stehen werden, oder?)

Autor: ARM-Fan (Gast)
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Das erzählst du deinem Linker.

Ich habe für meinen Bootloader (LPC2368), der über ein proprietäres 
Protokoll sowohl CAN, USB, als auch UART versteht, folgendes als groben
Einstieg - insbesondere was Interruptvektoren angeht - hergenommen, ohne
dabei die Funktionen von TNKernel zu betrachten oder zu nutzen.

http://www.tnkernel.com/usb_fw_upgrader.html

Autor: Robert Teufel (Gast)
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@Magnus,

zuerst ein sehr gut gemeinter Rat, benuetze auf jeden Fall die internen 
ISP Routinen, also tue dir selbst einen Gefallen und schreibe den Kern 
des Bootloaders nicht neu. (Damit beschaeftigt sich die Seite, die Du 
gefunden hast)

Das Interface des Bootloaders ist eine andere Sache, CAN anstelle von 
UART zu benuetzen hat mit dem Kern nichts zu tun und stellt keine 
grundsaetzliches Problem dar, also nur Mut, wird schon schiefgehen.

Das Program muss zwar nicht auf Adresse 0 stehen aber es muss mindestens 
ein Sprung zum Programm dort stehen, dort gibt es eine Abfrage auf 
Status ob es ein Reset war, ob ein Bootloaderstart wirklich gewuenscht 
ist oder ob der Chip bereits programmiert ist und keine Programmierung 
erfolgen soll.
Ich bin sicher die bereits beschriebenen Links erlaeutern das.

Gruss, Robert

Autor: Magnus (Gast)
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Hej Robert!

Als ich gestern dann die eine Seite gelesen hatte wurde mir das mit dem 
Neuschreiben, der eigentlich IAP/ISP Befehle auch klar. Klang sehr nett, 
aber ich glaube, dass ich mittlerweile bei der Bootloader Version 1.65 
nicht mehr unbedingt nötig. (Der Autor hatte ja schon Probleme mit dem 
eigentlich Bootloader selbst.)

Aktuell bin ich dabei einen IAP Treiber zu schreiben/portieren, beruhend 
auf dem IAP-Treiber von Andreas Weschenfelder, der im Artikel

Beitrag "LPC2148 IAP USB Bootloader"

seine Sourcen zur Verfügung gestellt hat.

Die CAN-kommunikation selbst habe ich schon von den yahoogroups quellen 
an mein Board angepasst (da mussten einige Datentypen geändert werden).


Und wie ich dem Linker sage, dass er das Hauptprogramm (hab das ganze 
jetzt als 2 verschiedene Projekte angelegt) dann an die 0x2000 legen 
soll, bekomme ich (hoffentlich) auch noch raus, wenn ich den Bootloader 
fertig hab ;)...


@all:
Vielen Dank für die Aufklärung von euch allen ;).

Autor: Andreas Weschenfelder (Gast)
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Dann vergleich einfach mal die Linker-Files meines Bootloaders und der 
Demo-Applikation (müsste eigentlich alles mit dabei sein)...

Gruß Andreas

Autor: Magnus (Gast)
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Hallo Andreas,

da ich ja grade mit deinen Quellen arbeite, eine kurze Frage:

Beim Beschreiben des Flashes sollten alle Interrupts disabled sein.
Ist die Erase-Funktion nicht ebenso eine Schreibfunktion? Bei dieser
werden die Interrupts nicht deaktiviert.
Ist das korrekt so? Oder sollte man auch hier die Interrupts einfrieren?

Autor: Robert Teufel (Gast)
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@Magnus,

mal angenommen die Interrupts sind nicht remapped ins SRAM, dann ist es 
sehr empfehlenswert Interrupts auch beim Erase zu sperren, das Programm 
wuerde sonst ins Niemandsland springen.
Solange alle fraglichein Routinen im SRAM sind, koennten meines Wissens 
nach auch Interrupts waehrend des Loeschens / Schreibens ausgefuehrt 
werden. Sobald jedoch eine Verzweigung ins Flash stattfindet ist es 
undefined.

Gruss, Robert

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