Hallo,
als Ersatz für einen defekten 40 Jahre alten mechanischen
Treppenhausautomat habe ich einen no-name Treppenhausautomat aus dem
Baumarkt eingebaut, der noch nicht mal ein halbes Jahr gehalten hat.
Offensichtlich ist eine Glühlampe durchgebrannt und hat einen
Kurzschluss verursacht. Leider war der Leitungsschutzschalter träger als
die Leiterbahn :-(
Laut Typenschild kann das Teil Glühlampenlast bis max. 2000W schalten,
so dass auch der entsprechende Einschaltstrom einkalkuliert sein sollte.
Die Leiterbahn hat eine Breite von ca. 1.7mm, was bei 35µm nach Tabelle
einer Strombelastbarkeit von etwas über 5A entspricht. Die "Verdickung"
durch Lot wird da nicht viel zur Erhöhung der Belastbarkeit beitragen.
Jetzt habe ich ein Modell von Finder eingebaut. Mal sehen, wie lange das
jetzt durchhält.
Gruß,
Alexander
>Jetzt habe ich ein Modell von Finder eingebaut. Mal sehen, wie lange das>jetzt durchhält.
Das wir sich finden. ;-)
Im Ernst: Was heute für wackelige Konstruktionen von z.B. Wechsel-und
Kreuzschaltern verkauft wird, geht auf keine Kuhhaut. ...aber
Hauptsache,
überall steht TÜV und CE drauf. :-(
MfG Paul
Bei mir Pfusch durch den Elektriker: Die Haustürbeleuchtung wurde an die
Schalterbeleuchtung der Treppenlichttaster angeschlossen. Das wurde dann
erst 3 Automaten später diagnostiziert :-)
Es muss nichtmal Chinaexport heißen. Die Chinesen haben auch keinen
Skrupel da einfach TÜV + CE draufzuschreiben. Wenn doch mal eine Klage
kommt, wird die Firma umbenannt und weiter gehts mit dem Pfusch.
Ich hatte mal einen Halogenlampentrafo der sein Gehäuse gesprengt hat,
als er sich verabschiedet hat. Anstelle der Temperatursicherung waren
beide Anschlüsse direkt verbunden. Das TÜV Zeichen war da also mit
Sicherheit nicht rechtmäßig drauf.
Christoph Kessler wrote:
> Ja die guten alten Treppenhausautomaten mit Quecksilberschalter
ja, so einer war das. Elektrisch war da noch alles in Ordnung, leider
war die pneumatische Verzögerung kaputt, so dass das Licht nach wenigen
Sekunden wieder ausgegangen ist.
Einen explodierten Quecksilberschalter habe ich aber auch schon gesehen,
allerdings in einem Durchflussschalter für eine Hochdruckpumpe. Zum
Glück ist die Sauerei im Schaltergehäuse geblieben.
Gruß,
Alexander
Benedikt K. wrote:
> Es muss nichtmal Chinaexport heißen. Die Chinesen haben auch keinen> Skrupel da einfach TÜV + CE draufzuschreiben. Wenn doch mal eine Klage> kommt, wird die Firma umbenannt und weiter gehts mit dem Pfusch.
das erinnert mich an die Platine eines Aktivlautsprechers, auch als
Brüllwürfel bekannt, die ich kürzlich gesehen habe. Dort war zwischen
Netz- und Niederspannungsseite eine Kriechstrecke von weniger als 2mm
auf der Leiterplatte. Wenn ich sie in meiner Schrottkiste wiederfinde,
lege ich sie mal auf den Scanner.
Sämtliche Prüfzeichen und die durchgestrichene Mülltonne waren natürlich
aufgedruckt.
Gruß,
Alexander
Alexander Dörr wrote:
> das erinnert mich an die Platine eines Aktivlautsprechers, auch als> Brüllwürfel bekannt, die ich kürzlich gesehen habe. Dort war zwischen> Netz- und Niederspannungsseite eine Kriechstrecke von weniger als 2mm> auf der Leiterplatte.
Ich glaube ich kenne das Teil. Gabs das nichtmal in Pförring zu kaufen?
Was CE angeht, kann ich auch nur draufhinweisen, dass dieses Zeichen nix
mit Qualität und Sicherheit zu tun hat. Mit diesem Zeichen bestätigt der
Hersteller lediglich, dass sein Produkt gewissen Europäischen Normen
entspricht. Dies wird aber nicht durch ein unabhängiges Institut oderso
geprüft.
> Quecksilberschalter
...leider war die pneumatische Verzögerung kaputt
Wenn die Hubdichtung nicht zu hart geworden ist, hat ein Hauch von Öl
die Dichtheit erhalten können.
Wolf wrote:
>> Quecksilberschalter> ...leider war die pneumatische Verzögerung kaputt>> Wenn die Hubdichtung nicht zu hart geworden ist, hat ein Hauch von Öl> die Dichtheit erhalten können.
die Dichtung war so hart, dass sie zerbröckelt ist. Damit habe ich auf
weitere Reparaturversuche verzichtet.
Gruß,
Alexander
Hi als tip fürs näste mal nie einen kaufen mit Elektronik die Dinger
machen nur Probleme im Gegensatz zu den Mechanischen die laufen endlos
und im baumakt kauf man die sachen schon ganicht Baumaktwahre ist beim
den elektro sachen immer b-wahre und den für nen preis der deutlich hör
ist als normal.
(Also meist sind Baumaktsachen jene die aus der Produktion rausgefallen
sind zwar benutzbar und sicher aber mit mängeln z.b. Falsche Mischung
der Metallteile ...)
voraledem was sehr auffällig ist ist das man bei den guten immer in die
Mechanik schauen kann die billigen sind immer verkapselt.
sihe Anhang.
> Baumaktwahre
is nich das ware... ;-)
> sind Baumaktsachen jene die aus der Produktion rausgefallen sind...
Nein, die sind so billig produziert. Du kannst auch im Baumarkt was
besseres kaufen, das kostet dann eben mehr.
Alexander Dörr wrote:
> Hallo,>> als Ersatz für einen defekten 40 Jahre alten mechanischen> Treppenhausautomat habe ich einen no-name Treppenhausautomat aus dem> Baumarkt eingebaut, der noch nicht mal ein halbes Jahr gehalten hat.
Dann greift die gesetzl. Gewährleistung, da unter einem halben Jahr.
Da Du das so genau weißt das es weniger als ein halbes Jahr war, hast Du
bestimmt auch penibel den Kassenzettel aufgehoben. Alternativ Deine
Kreditkartenabrechnung. :)
Trag das Teil zurück.
> Offensichtlich ist eine Glühlampe durchgebrannt und hat einen> Kurzschluss verursacht. Leider war der Leitungsschutzschalter träger als> die Leiterbahn :-(>> Laut Typenschild kann das Teil Glühlampenlast bis max. 2000W schalten,> so dass auch der entsprechende Einschaltstrom einkalkuliert sein sollte.
Steht da auch das B16 Automat vorgeschaltet werden durfte? Andernfalls
ist es Dein Fehler, dass Du nicht B6 genommen hast -- aber keine Sorge,
letzteres meine ich nicht ernst: Kaum einer sicher tTreppenhaus mit
weniger als B16 ab ;-|
> Die Leiterbahn hat eine Breite von ca. 1.7mm, was bei 35µm nach Tabelle> einer Strombelastbarkeit von etwas über 5A entspricht. Die "Verdickung"> durch Lot wird da nicht viel zur Erhöhung der Belastbarkeit beitragen.>> Jetzt habe ich ein Modell von Finder eingebaut. Mal sehen, wie lange das> jetzt durchhält.
Nach dem zweiten satten Kurzschluß... ist sehr wahrscheinlich auch hin.
>> Gruß,> Alexander
hth,
Andrew
Das Problem tritt gelegentlich beim Erreichen des Lebensende einer
Glühlampe auf. Beim Einschalten brennt eine Lampe durch und
üblicherweise wird die Sicherung ausgelöst. Passiert das häufiger weil
z.B. mehrere Lampen am Stromkreis hängen, dann geht irgendwann auch ein
guter teurer Treppenhausautomat hinüber. Wir haben das Problem damit
gelöst, in den Stromkreis einen sog. Heißleiter mit ~ 33 Ohm einzubauen.
Damit wird der Einschaltstrom begrenzt. Damit steht man beim
Durchbrennen einer Lampe nicht mehr im ganzen Treppenhaus im Dunkeln.
Werner schrieb:> Das Problem tritt gelegentlich beim Erreichen des Lebensende einer> Glühlampe auf.
Schon mal auf das Datum geschaut? Das Lebensende dieses Thread wurde
schon lange erreicht...
nitraM