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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik PWM für Gebläsemotor


Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Moin,

ich bastele gerade an einer PWM-Steuerung für einen 12V-Gebläsemotor aus 
einem Auto; dürfte so um die 200 W haben.
Die Ansteuerung erfolgt per Mega8 über eine kleine Treiberstufe gemäß 
angehängtem Schaltplan. Wg. derzeitigem Einsatz auf dem Schreibtisch 
fehlt noch die Schutzbeschaltung.
Ebenfalls angehängt sind 2 Aufnahmen der Signale, oben jeweils die 
Spannung über dem Motor, unten die Spannung am Gate des IRF - nicht 
entstört und mit 680nF entstört.

Für mich war erstaunlich, dass die erforderliche PWM-Frequenz (sauber 
Anlauf und sauberer, geräuschloser Lauf) sehr hoch sein muss; so ab ca. 
18 kHz. Bei niedrigen Frequenzen (z.B. 100-1000 Hz) läuft das Teil 
praktisch gar nicht bzw. nur ruckelnd und mit ziemlichen Brummen. Über 
das gesamte Frequenzband bis ca. 15 kHz sind dann Pfeifgeräusche zu 
hören. Darüber streikt wohl mein Gehör ;-)

Nun, wäre ich für ein paar Antworten/Kommentare dankbar ;-)

Ist es z.B. sinnvoll, den Motor mit der Schaltung bei so hoher Frequenz 
zu betreiben?
Was kann man noch machen, um die Signale sauberer zu bekommen?
Ist noch ein Widerstand vom Gate über den BS170 nach Masse sinnvoll 
(dürfte ja nicht überlastet werden)?
Any other comment?

Danke im Voraus und Gruß, Udo

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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und hier die Bilder

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Sorry, finger trouble. Hier jetzt die Schaltung.

Autor: avion23 (Gast)
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Wie wäre es mit lowside schalten?
Wie wäre es mit einer richtigen Treiberstufe? Du schaltest den mosfet 
über 1kΩ ein, das ist zuwenig Strom. Da würde wahrscheinlich der atmega8 
mehr schaffen.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Was kann man noch machen, um die Signale sauberer zu bekommen?

Treiberstufe verbessern.
Beitrag "Re: Mosfet treiber dimensionieren.Probleme."
(Die Stromquelle, also den Emitterwiderstand weglassen, einen 
Basiswiderstand einbauen und den mit 1nF überbrücken.)

>erforderliche PWM-Frequenz
DIe sollte nicht zu hoch sein. Das ist abhängig von Ankerinduktivität 
und -widerstand. Ich würde den einstelligen kHz-Bereich empfehlen.



Ach ja: Der C1 muss raus. Der macht die PWM kaputt und erzeugt einen 
Schwingkreis.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Udo Z. (Firma keine) (udoz)

>ich bastele gerade an einer PWM-Steuerung für einen 12V-Gebläsemotor aus
>einem Auto; dürfte so um die 200 W haben.

Macht mindestens 16A!

>Die Ansteuerung erfolgt per Mega8 über eine kleine Treiberstufe gemäß
>angehängtem Schaltplan.

Die ist Schrott! Und die 680nF am der PWM ist erst echt Schrott.
Du brauchst eine GESCHEITE PWM-Ansteuerung. Nimm einem N-Kanal Mosfet 
wie in Relais mit LOgik ansteuern und davor einen MOSFET Treiber, 
siehe Mosfet-Übersicht, alles andere kannst du vergessen.

Deine Freilaufdiode ist ausserdem zu schwach, die kann nur 8A.
Dein Transistor braucht einen Kühlkörper.

>18 kHz. Bei niedrigen Frequenzen (z.B. 100-1000 Hz) läuft das Teil
>praktisch gar nicht bzw. nur ruckelnd und mit ziemlichen Brummen. Über

Kommt auf den Motortyp und andere Parameter an.

>Ist es z.B. sinnvoll, den Motor mit der Schaltung bei so hoher Frequenz
>zu betreiben?

Nicht mit dieser Schaltung.

MFg
Falk

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Moin,

avion23 wrote:
> Wie wäre es mit lowside schalten?

Ist keine Option, weil das Gebläse an Masse hängt. Eine Neuverkabelung 
scheidet aus.


> Wie wäre es mit einer richtigen Treiberstufe? Du schaltest den mosfet
> über 1kΩ ein, das ist zuwenig Strom. Da würde wahrscheinlich der atmega8
> mehr schaffen.

Ja, er schafft mehr. Aber ich schalte den MOSFET über die 1 KOhm aus; 
ist ja ein p-Kanal-MOSFET.


Gruß, Udo

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Moin,

Matthias Lipinsky wrote:
[...]
> (Die Stromquelle, also den Emitterwiderstand weglassen, einen
> Basiswiderstand einbauen und den mit 1nF überbrücken.)
Also schneller aus und dafür langsamer einschalten!?!


>>erforderliche PWM-Frequenz
> DIe sollte nicht zu hoch sein. Das ist abhängig von Ankerinduktivität
> und -widerstand. Ich würde den einstelligen kHz-Bereich empfehlen.

Wie ich schon schrieb, pfeifft es in dem Bereich über das gesamte 
Taktverhältnis. Daran änderte auch eine andere Dimensionierung wie von 
Dir angesprochen nichts.


> Ach ja: Der C1 muss raus. Der macht die PWM kaputt und erzeugt einen
> Schwingkreis.

Verstehe ich nicht. Ohne die Entstörung (C1) sehe ich deutlich mehr 
Schwingungen.

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Moin,

Falk Brunner wrote:
> @  Udo Z. (Firma keine) (udoz)
>
>>ich bastele gerade an einer PWM-Steuerung für einen 12V-Gebläsemotor aus
>>einem Auto; dürfte so um die 200 W haben.
>
> Macht mindestens 16A!

Ja, wenn hohe Last drauf kommt. Im Normalbetrieb zieht er so um die 8 
bis 10 Ampere bei 100%
Auf dem Schreibtisch läuft die Schaltung und es gibt trotz eher miesem 
Kühlkörper kaum bedenklichen Temperaturanstieg. 16 A -> ca. 5-6 Watt; 
ist nicht wirklich viel.


>>Die Ansteuerung erfolgt per Mega8 über eine kleine Treiberstufe gemäß
>>angehängtem Schaltplan.
>
> Die ist Schrott! Und die 680nF am der PWM ist erst echt Schrott.

Nun, für Schrott läuft diese Ansteuerung ziemlich gut ;-)

> Du brauchst eine GESCHEITE PWM-Ansteuerung. Nimm einem N-Kanal Mosfet
> wie in Relais mit LOgik ansteuern und davor einen MOSFET Treiber,
> siehe Mosfet-Übersicht, alles andere kannst du vergessen.

Warum aufwändig, wenn es auch anders geht?
Was konkret ist daran falsch, einen p-Kanal-MOSFET zum Öffnen Richtung 
Masse und zum Schließen Richtung Source zu schalten? Ein gescheiter 
Treiber macht auch nichts anderes.
Wie soll den Motor entstört werden, wenn nicht auch mit solch einem 
Kondensator. Ich dachte, dass ist gängige Praxis, und ich bilde mir ein, 
dass das auf den Scope-Bildern tatsächlich positiven Effekt hat.


> Deine Freilaufdiode ist ausserdem zu schwach, die kann nur 8A.
> Dein Transistor braucht einen Kühlkörper.

Es werden 2 MOSFETs parallel geschaltet sein. Ein Kühlkörper ist 
selbstverständlich.
Ist die 810 wirklich zu schwach? Tatsächlich werkelt, weil gerade 
verfügbar, eine MUR1650 an der Schaltung. Wäre ja kein Thema.


[...]
>>Ist es z.B. sinnvoll, den Motor mit der Schaltung bei so hoher Frequenz
>>zu betreiben?
>
> Nicht mit dieser Schaltung.

Konkret: wo liegen die negativen Folgen des Einsatzes?

Sie läuft, die Drehzahl lässt sich im gesamten Bereich (0-100%) sauber 
einstellen. Der Motor läuft sogar bei 1% sauber an und dreht sauber. Sie 
macht keinen Krach, nichts wird ungewöhnlich heiss. Und der 
Rechner/Monitor, neben dem der Motor fixiert ist, spinnt nicht ;-)


Gruß, Udo

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Hi,
Ersetze/Überbrücke den 1K Widerstand durch einen NPN Transistor. Dieser 
steuert durch, wenn der BS170 sperrt und sperrt deinen Leistungs PMOS 
Sofort.
Ähnlich wie hier: http://www.trifolium.de/netzteil/kap6_1.html

Gruß Axelr.

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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.        .-----------o----------- +12V
         |           |
        .-.          |
   1K   | |          |
        | |          |
        '-'          |  BC548
         |         |/
         o---------|
         |         |>      47
         |           |    _
         o---|<------o---|___|----- GATE
         | 1N4148
         |
      ||-+
      ||<-
  IN -||-+
         |
         |
        ===
        GND

(created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 www.tech-chat.de)

So, glaube ich müsste es gehen ;-))

Über die 1N4148 und den 47R wird der Mosfet ein- und über den BC548 (in 
Verbindung mit demm 1K) wieder ausgeschaltet.

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Moin,

Axel Rühl wrote:
> Hi,
> Ersetze/Überbrücke den 1K Widerstand durch einen NPN Transistor. Dieser
> steuert durch, wenn der BS170 sperrt und sperrt deinen Leistungs PMOS
> Sofort.

Es geht also in die Richtung, den MOSFET schneller dicht zu bekommen, um 
die Verluste zu reduzieren. Ok.


> Ähnlich wie hier: http://www.trifolium.de/netzteil/kap6_1.html

Erschließt sich mir nicht ganz. Auch in der Schaltung wird das 
MOSFET-Gate letztlich 'nur' über einen Widerstand auf Source (Ue) 
gezogen.

Gruß, Udo

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Udo Z. (Firma keine) (udoz)

>Kühlkörper kaum bedenklichen Temperaturanstieg. 16 A -> ca. 5-6 Watt;
>ist nicht wirklich viel.

Aber das kann TO220 nur mit (kleinem) Kühlkörper.

>Nun, für Schrott läuft diese Ansteuerung ziemlich gut ;-)

Du kennst die Geschichte mit dem blinden Huhn und dem Korn . . .

>Was konkret ist daran falsch, einen p-Kanal-MOSFET zum Öffnen Richtung
>Masse und zum Schließen Richtung Source zu schalten?

Nichts.

> Ein gescheiter Treiber macht auch nichts anderes.

Doch, er steuert den P-Kanal besser an.

>Wie soll den Motor entstört werden, wenn nicht auch mit solch einem
>Kondensator. Ich dachte, dass ist gängige Praxis, und ich bilde mir ein,
>dass das auf den Scope-Bildern tatsächlich positiven Effekt hat.

Eben, Einbildung. Befasse dich mal mit den Grundlagen von PWM.
Und Motoren. Was für ein Motor ist es denn GENAU?

>Ist die 810 wirklich zu schwach?

Datenblatt lesen?

>Konkret: wo liegen die negativen Folgen des Einsatzes?

Dein P-Kanal wird zu langsam geschaltet, das macht a) viel 
Verlustleistung und b) schlechte Ausgangsleistung und c) ander Proleme.

>Sie läuft, die Drehzahl lässt sich im gesamten Bereich (0-100%) sauber
>einstellen. Der Motor läuft sogar bei 1% sauber an und dreht sauber.

Unter Last?

MFG
Falk

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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>Erschließt sich mir nicht ganz.
mir nun auch nicht mehr ;-)

Wäre der 22nF nicht im Gate, würde der PMOS überhaupt nicht mehr 
sperren.
War mir garnicht aufgefallen.

Nun, wie dem auch sei - bei 12V und alles auf diesem Bezug sollte es mit 
dem BC548 und der Diode deutlich besser funktionieren.

Viel Spaß noch
Gruß Axelr.

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Moin,

Falk Brunner wrote:
> @ Udo Z. (Firma keine) (udoz)
>
>>Kühlkörper kaum bedenklichen Temperaturanstieg. 16 A -> ca. 5-6 Watt;
>>ist nicht wirklich viel.
>
> Aber das kann TO220 nur mit (kleinem) Kühlkörper.

Ja, deswegen nutze ich ja auch einen Kühlkörper.


>>Nun, für Schrott läuft diese Ansteuerung ziemlich gut ;-)
>
> Du kennst die Geschichte mit dem blinden Huhn und dem Korn . . .
>
>>Was konkret ist daran falsch, einen p-Kanal-MOSFET zum Öffnen Richtung
>>Masse und zum Schließen Richtung Source zu schalten?
>
> Nichts.

Dann kann die Geschichte mit dem Huhn und dem Korn nicht wirklich 
passen. Ein Huhn mit Sehschwäche, das aber immer noch zwischen Korn und 
Fuchs unterscheiden kann, akzeptiere ich aber gerne ;-)


>> Ein gescheiter Treiber macht auch nichts anderes.
>
> Doch, er steuert den P-Kanal besser an.

Ja, schneller. Das Thema ist ja bereits gegessen. Schneller ist leicht 
zu realisieren - auch ohne entsprechenden Treiber, der zusätzlichen 
Aufwand verursacht (Kfz-Bordnetz).


>>Wie soll den Motor entstört werden, wenn nicht auch mit solch einem
>>Kondensator. Ich dachte, dass ist gängige Praxis, und ich bilde mir ein,
>>dass das auf den Scope-Bildern tatsächlich positiven Effekt hat.
>
> Eben, Einbildung. Befasse dich mal mit den Grundlagen von PWM.

Ohne das hätte ich die PWM wahrscheinlich noch gar nicht am Laufen. Ich 
bin jetzt offen für Fortgeschrittenenantworten.
Warum ist der Kondensator an den Motoranschlüssen falsch und 
kontraproduktiv? Und warum sieht das auf den realen Bildern mit 
Kondensator besser aus?


> Und Motoren. Was für ein Motor ist es denn GENAU?

Ein Gebläsemotor aus einen Volkswagen. Wie üblich sind keine Daten 
darüber verfügbar. Dürfte aber ein 08/15-Gebläsemotor sein, wie er in 
100.000en von  Autos eingebaut ist.


>>Ist die 810 wirklich zu schwach?
>
> Datenblatt lesen?

Die Frage ist weniger, was im Datenblatt steht (ist bekannt). Die Frage 
ist, was tatsächlich durch die Diode fließen wird. These: deutlich 
weniger als durch den MOSFET.


>>Konkret: wo liegen die negativen Folgen des Einsatzes?
>
> Dein P-Kanal wird zu langsam geschaltet, das macht a) viel
> Verlustleistung und b) schlechte Ausgangsleistung und c) ander Proleme.

Korrekt und gekauft bezüglich des Ausschaltens. Eine Reduktion des 
Widerstandes wird die Schaltgeschwindigkeit entsprechend erhöhen.


>>Sie läuft, die Drehzahl lässt sich im gesamten Bereich (0-100%) sauber
>>einstellen. Der Motor läuft sogar bei 1% sauber an und dreht sauber.
>
> Unter Last?

Nun ja, es ist ein Gebläsemotor, der Luft bewegt. Unter Last (z.B. 
irgendwelche mechanische Reibung) steigt der Strom und die Drehzahl 
nimmt ab. Viel Drehmoment hat er nicht; man kann ihn selbst bei 100% 
noch mit den Fingern an der Welle abbremsen, ohne sich die Finger zu 
verbrennen.

Autor: Björn R. (sushi)
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Zum Thema PWM-Frequenz: Ich weiß, dass es bei den Drehzahlstellern, die 
im Modellbau zum Einsatz kommen(und da reden wir zumindest schonmal in 
etwa über den gleichen Spannungs- und Leistungsbereich wie bei deinem 
Gebläsemotor) so gemacht wird, dass die Frequenz und das Tastverhältnis 
geändert wird. Also bei kleinem Tastverhältnis bzw. niedrigen Drehzahlen 
hohe Frequenz(ca. 3kHz) für ein besseres Anlaufverhalten und sanften 
Lauf, und bei hohem Tastverhältnis eine niedrigere 
Frequenz(typischerweise um 1kHz) für geringere Schaltverluste bzw. 
besseren Wirkungsgrad.

Autor: yalu (Gast)
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>>> Ist die 810 wirklich zu schwach?
>>
>> Datenblatt lesen?
>
> Die Frage ist weniger, was im Datenblatt steht (ist bekannt). Die
> Frage ist, was tatsächlich durch die Diode fließen wird. These:
> deutlich weniger als durch den MOSFET.

Wenn der Maximalstrom des Motors unter Volllast 16A ist, sollte die
MUR810 reichen. Der mittlere Strom durch die Diode beträgt im worst Case
1/4 des Maximalstroms, also 4A. Die Diode verträgt lt. Datenblatt 8A.
Der Spitzenstrom durch die Diode ist 16A. 100A sind lt. Datenblatt
möglich. Allerdings brauchst du für die maximal etwa 4W Verlustleistung
auch hier einen Kühlkörper.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Udo Z. (Firma keine) (udoz)

>> Eben, Einbildung. Befasse dich mal mit den Grundlagen von PWM.

>Warum ist der Kondensator an den Motoranschlüssen falsch und
>kontraproduktiv?

Weil die Motorinduktivität bereits die Filterung des Stroms vornimmt. 
Der Anschlusspunkt des Motors == MOSFET-Ausgang muss aber immer zwischn 
0V und Vcc schalten. Dazu muss der Kondensator immer wieder voll geladen 
und entladen werden. Nicht sehr günstig.

> Und warum sieht das auf den realen Bildern mit
>Kondensator besser aus?

Weil du wahrscheinlich Mist misst. Nimms nicht persönlich, das passiert 
jedem nur allzuoft (Me too!)

>ist, was tatsächlich durch die Diode fließen wird. These: deutlich
>weniger als durch den MOSFET.

Falsch. Es fliesst der GLEICHE Strom durch die Diode (Spitzenwert) 
allerdings, ist der Effekitvwert je nach PWM-Tastverhältnis geringer.

>nimmt ab. Viel Drehmoment hat er nicht; man kann ihn selbst bei 100%
>noch mit den Fingern an der Welle abbremsen, ohne sich die Finger zu
>verbrennen.

Und der soll 200W haben? Niemals. Wenn der 50 Watt hat ist es schon sehr 
viel. Das erklärt auch das Funktionieren der suboptimalen PWM.

MFg
Falk

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Moin,

Falk Brunner wrote:
> @  Udo Z. (Firma keine) (udoz)
[...]
>>Warum ist der Kondensator an den Motoranschlüssen falsch und
>>kontraproduktiv?
>
> Weil die Motorinduktivität bereits die Filterung des Stroms vornimmt.
> Der Anschlusspunkt des Motors == MOSFET-Ausgang muss aber immer zwischn
> 0V und Vcc schalten. Dazu muss der Kondensator immer wieder voll geladen
> und entladen werden. Nicht sehr günstig.
>
>> Und warum sieht das auf den realen Bildern mit
>>Kondensator besser aus?
>
> Weil du wahrscheinlich Mist misst. Nimms nicht persönlich, das passiert
> jedem nur allzuoft (Me too!)

Gut, mehr als das Oszi an die Motoranschlüsse anschließen und einstellen 
kann ich nicht. Aber es geht ja auch ohne den Kondensator als 
Entstörversuch. Im Auto angeschlossen gibt es so oder so keinerlei 
wahrnehmbaren Störungen. Auch mein Hund hat nicht irgendwie blöd 
geschaut ;-)
Als Diode bleibt die MUR1560 in der Schaltung.


[...]
>>nimmt ab. Viel Drehmoment hat er nicht; man kann ihn selbst bei 100%
>>noch mit den Fingern an der Welle abbremsen, ohne sich die Finger zu
>>verbrennen.
>
> Und der soll 200W haben? Niemals. Wenn der 50 Watt hat ist es schon sehr
> viel. Das erklärt auch das Funktionieren der suboptimalen PWM.

Die Innenraumgebläse sind mit um die 200 W angegeben. Der Motor zieht 
bei 14 V ca. 7 Ampere bei 100% PWM. Beim Abbremsen mit den Fingern (wird 
bei 14 V schon wärmer ;-)) zieht er zwischen 10 und 11 Ampere. Ich denke 
mal, dass das mehr als 50 W entspricht.
Aber ich habe die Ansteuerung auch an ein etwas stärkeres Gebläse 
angeschlossen; zieht bei 14 V so um die 9 Ampere. Auch an dem Gebläse 
funktioniert die Schaltung einwandfrei. Wenn ich dickere Kabel habe, 
werde ich dann noch die 450W-Kühlerlüfter ausprobieren; man ist ja 
Optimist ;-)

Wenn ich jedoch die Ausschaltgeschwindigkeit erhöhe (z.B. durch einen 
deutlich kleineren Widerstand R22), wird zwar das PWM-Signal etwas 
'schöner'. Es gibt aber nur Probleme:
- späterer Anlauf (bei 100 Ohm erst bei 15% statt bei 1 bis 2%)
- unsauberer Lauf bei niedrigen Tastverhältnissen
- deutlich geringere Drehzahl bei hohen Tastverhältnissen (bei 100 Ohm 
macht die Drehzahl von 99 auf 100% einen richtigen Sprung, mit 1 KOhm 
kann man die Drehzahl bis ganz knapp unter das Maximum bei 100% 
einstellen)
- etwas höhere Stromaufnahme auf dem nicht TrueRMS-Multimeter; ja.

Das Ausschalten über den 1 KOhm-Widerstand, das ich häufig in 
entsprechenden Schaltungen gefunden habe, scheint also gut zum Motor zu 
passen.

Ein langsameres Einschalten könnte ich noch versuchen. Aber das ist 
nicht wirklich sinnvoll?!?


Gruß, Udo

Autor: yalu (Gast)
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> Wenn ich jedoch die Ausschaltgeschwindigkeit erhöhe (z.B. durch einen
> deutlich kleineren Widerstand R22), wird zwar das PWM-Signal etwas
> 'schöner'. Es gibt aber nur Probleme:
> - späterer Anlauf (bei 100 Ohm erst bei 15% statt bei 1 bis 2%)

Das ist ganz normal, weil das vorgegeben Tastverhältnis jetzt
tatsächlich eingehalten wird. Mit dem 1k-Widerstand hattest du zwar 2%
eingestellt, dazu kommt aber noch die effektive Ausschaltdauer von
vielleicht 10% oder 15% der Periodendauer, so dass das effektive
Tastverhältnis eben viel größer als 2% ist.

> - unsauberer Lauf bei niedrigen Tastverhältnissen

Gleiche Ursache: Mit dem 1k-Widerstand konntest du solch niedrige
Tastverhältnisse effektiv gar nicht einstellen.

> - deutlich geringere Drehzahl bei hohen Tastverhältnissen (bei 100 Ohm
> macht die Drehzahl von 99 auf 100% einen richtigen Sprung,

Auch hier das Gleiche: 99% bei langsamem Ausschalten entsprechen
effektiv wahrscheinlich 99,9%. In diesem Fall schaltet der MOSFET
nämlich gar nicht mehr aus, sondern vergrößert nur etwas seinen
DS-Widerstand. Du nutzt also sozusagen einen Dreckeffekt (die langsamen
Schaltzeiten), um ein anderes Problem (die zu niedrige PWM-Auflösung) zu
kaschieren ;-) Trotzdem wundert es mich etwas, dass du zwischen 99% und
100% (bei schnellem Ausschalten) einen so deutlichen Unterschied
erkennen kannst. Oder sind die 99% vielleicht auf Grund irgendwelcher
Rundungsfehler in Wirklichkeit deutlich weniger?

Wie aich immer: Solange der MOSFET nicht heiß wird, sind die langen
Schaltzeiten eigentlich kein Problem, wenn auch etwas unschön. Das ist
wie mit umständlich programmierter Steuerungsoftware, die nur deswegen
die vorgegebenen zeitliche Randbedingungen einhält, weil der Prozessor
überdimensioniert ist. Solange kein anderer reinschaut ... ;-)

Autor: Udo Z. (Firma: keine) (udoz)
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Moin,

yalu wrote:
[...]
> Das ist ganz normal, weil das vorgegeben Tastverhältnis jetzt
> tatsächlich eingehalten wird. Mit dem 1k-Widerstand hattest du zwar 2%
> eingestellt, dazu kommt aber noch die effektive Ausschaltdauer von
> vielleicht 10% oder 15% der Periodendauer, so dass das effektive
> Tastverhältnis eben viel größer als 2% ist.

Ja, stimmt. Daran hatte ich nicht gedacht :-(

[...]
> Trotzdem wundert es mich etwas, dass du zwischen 99% und
> 100% (bei schnellem Ausschalten) einen so deutlichen Unterschied
> erkennen kannst. Oder sind die 99% vielleicht auf Grund irgendwelcher
> Rundungsfehler in Wirklichkeit deutlich weniger?

Argh, ich hatte einen Fehler beim Einfügen des kleineren Widerstandes 
gemacht. Richtig angeschlossen gibt es keine Sprünge und man erkennt auf 
dem Oszi tatsächlich noch die Pausen bis 99%.
=> die Schaltung sieht nun eine deutlich schnellere Ansteuerung des IRF 
vor.

Ein Zwischendanke an Euch!

Bleibt die Frage, ob diese einfache Ansteuerung (+ zusätzlicher 
Schutzbeschaltung wg. Einsatz im Kfz) nun ausreicht, schlecht/schädlich, 
nur unschön oder was auch immer ist.

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