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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ideen für ein TED-System gesucht


Autor: Uwe Berger (boerge) Benutzerseite
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Hallo zusammen,

es soll ein TED-System (also Abstimmungssystem) aufgebaut werden. 
Folgende Randbedingungen:

* alle Abstimmungsteilnehmer befinden sich in einem (grösseren) Raum
* es sollen ca. 100 Leute an der Abstimmung teilnehmen können
* die ausgeteilten "Abstimmungsgeräte" sollen drahtlos mit der 
"Zentrale" verbunden sein und idiotensicher sein
* bei einem Abstimmungsvorgang soll es bis zu 10 Antwortmöglichkeiten 
pro Teilnehmer geben
* innerhalb einer Versammlung gibt es mehrere Abstimmungsrunden
* das Ergebnis muss jeweils sofort auswertbar sein
* ein gewisses Budget (ca.3000,- €) sollte nicht überschritten werden

Ich suche nun nach Ideen Möglichkeiten, wie man soetwas realisieren 
kann. Als größtes Problem stellt für mich das drahtlose 
"Abstimmungsgerät" dar. Also wie man die Daten der 100 Teilnehmer zur 
zentralen Auswerteeinheit quasi gleichzeitig überträgt.

Bisherige Gedanken, die aber noch nicht ausgereift sind, wären:
* DECT-Telefone
* Bluetooth
* Infrarot (was bei der Anzahl aber wahrscheinlich nicht geht...?)
* RFID

In den bisherigen Überlegungen favorisiere ich die 
DECT-Telefongeschichte. Aber gibt es überhaupt Basisstationen, die 
soviele Endgeräte vertragen?

Gibt es andere Lösungsideen?

Fragt Uwe

Autor: Michael S. (e500)
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Hallo,

interessant finde ich.
Mir fällt noch 433MHz ein.

IR und RFID kannst denke ich mal weglassen.

Aber 30 Euro pro "Handsender" wird eng.

Bin gespannt was andere dazu noch sagen werden.

Grüsse
Michael

Autor: markus (Gast)
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3000€ ist sehe wenig Budget für ein solches Projekt...

Das Non-Plus-Ultra wäre sicherlich ein AVR32, ARM7 etc. mit einem 
kleinen (Touch)Display.
Das Display erhält und sendet Daten via WLAN.
100 Teilnehmer im WLAN sollten möglich sein, "gleichzeitige" Übetragung 
ist allerdings vllt. etwas problematisch.
Das Netz müsste auch von anderen vorhandenen WLANs abgeschirmt sein, das 
es keine Störeinflüsse gibt.

Drahtgebunden wäre sicherlich einfacher Sprengt aber den Budgetrahmen 
wohl gleich um ein vielfaches.
Ich glaube bei den ganzen TV-Shows sind die Geräte auch Kabelgebunden, 
das allerdings nur als Info nebenbei.

Autor: Gully (Gast)
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Da heute jeder eh ein Handy hat würde ich das über SMS machen.
Du benötigst nur ein GSM Modul, welches die empfangenen SMSen auswertet.
In die SMS müsste der Sender nur die Auswahl z.Bsp. A,B,C,D eingeben und 
du wertest das mit einem MC aus. Man könnte sich noch einen 
Sicherheitscode vorstellen. Damit jeder nur eimal abstimmt, kann man ja 
die Sendernr. auswerten. Sollte machbar sein.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Uwe Berger wrote:
> * ein gewisses Budget (ca.3000,- €) sollte nicht überschritten werden

Nur 30,-€ pro Gerät ist vollkommen illusorisch.
Ich würde ab >10.000,-€ (reine Materialkosten mit Auswerteeinheit) 
veranschlagen.

Außerdem haben drahtlose Geräte einen entscheidenden Nachteil:
Du teilst 100 Geräte aus und kriegst im günstigsten Fall 90 wieder.


Peter

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Wie "sicher" muß es den sein?
Du könntest ja ein Gerät einfach reihum geben und jeder drück einen 
Knopf :)

Autor: Uwe Berger (boerge) Benutzerseite
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Michael S. wrote:
> Mir fällt noch 433MHz ein.
>
stimmt, hatte ich auch schon in der Überlegung, aber wieviel Sender darf 
es da maximal geben?

Uwe

Autor: Uwe Berger (boerge) Benutzerseite
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Läubi Mail@laeubi.de wrote:
> Du könntest ja ein Gerät einfach reihum geben und jeder drück einen
> Knopf :)
nein, das möchte der Anforderer nicht, hatte ich ihn auch schon 
gefragt...

Uwe

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Soviele wie du willst nur wenn die alle durcheinader senen kommt beim 
Emfänger ix gescheites mehr an ;)
Könnte man natürlich mit etwas Software lösen. --> Siehe Funkbrücke in 
der Codesammlung

Autor: Reennee (Gast)
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Hallo,

sowas kan man ausleihen.

Firma Brähler Konferenztechnik
Das System nennt sich Digivote 2000 glaube ich.

Mfg

Autor: Reennee (Gast)
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Autor: Uwe Berger (boerge) Benutzerseite
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Reennee wrote:
> Firma Brähler Konferenztechnik
> Das System nennt sich Digivote 2000 glaube ich.
>
weis ich, aber es wird eine eigene Lösung mit Einmalaufwand gesucht...

Uwe

Autor: holger (Gast)
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> Du könntest ja ein Gerät einfach reihum geben und jeder drück einen
> Knopf :)

Das mit dem reihum ist gar nicht so verkehrt.
Jedes Handgerät bekommt einen Transceiver.
Die stehen alle erstmal auf Empfang. Dann kommt ein Host
daher und fragt die der Reihe nach ab. Nur so
kannst du verhindern das alle durcheinander senden.
Wie lange das dann dauert ist eine andere Geschichte.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...und wie teuer, auch.

Klaus.

Autor: markus (Gast)
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Noch eine Idee von mir, falls es möglich ist, anstatt 100 Handgeräte
z.B. nur 10 und die werden durchgegeben.
Wenn die Teilnehmer in Reihen Sitzen, einfach die Anzahl an Reihen hier 
10 Reihen a 10 Teilnehmer und die Sache geht, dann hast du schonmal mehr 
Geld übrig / Teilnehmer

Autor: Uwe Berger (boerge) Benutzerseite
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Was meint ihr eigentlich von der Lösung mit einer DECT-Telefonanlage? So 
teuer sind solche Telefone nun auch nicht mehr und wenn man sie in den 
Stückzahlen einkauft sollte es ins Budget passen. Frage ist nur nach der 
Basisstation...

Uwe

Autor: Michael S. (e500)
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> Noch eine Idee von mir, falls es möglich ist, anstatt 100 Handgeräte
> z.B. nur 10 und die werden durchgegeben.

Die Frage die sich stellt ist ja, ob ein Bezug zum Abstimmenden 
hegrestellt werden muss oder nicht. Wenn NEIN dann ist die Weitergabe 
eine Möglichkeit, wenn JA scheidet diese aus!

Grüsse
Michael

Autor: Michael S. (e500)
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Uwe Berger wrote:
> Was meint ihr eigentlich von der Lösung mit einer DECT-Telefonanlage? So
> teuer sind solche Telefone nun auch nicht mehr und wenn man sie in den
> Stückzahlen einkauft sollte es ins Budget passen. Frage ist nur nach der
> Basisstation...
>
> Uwe

Du bräuchtest ja eine Basisstation, die 100 gleichzeitige Verbindungen 
ermöglicht. Das geht glaube ich ins Geld. "Normale" Basisstationen sind 
für ein oder zwei Verbindungen ausgelegt.
Und wie willst das dann machen? Sollen alle ne Nummer wählen? Was ist 
mit Doppelabstimmungen wenn einer zweimal die Nummer wählt?

Grüsse
Michael

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Uwe Berger wrote:
> Was meint ihr eigentlich von der Lösung mit einer DECT-Telefonanlage?

Telefonanlagen in der Größenordnung sprengen dein Budget vermutlich um 
etwa das Zehnfache. Mir fallen spontan für diese Menge an Handsets nur 
Installationen auf Basis von Siemens HiPath ein...

Gruß
Dominique Görsch

Autor: Chris S. (schris)
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Du mußt dir eine IR-Fernsteuerung typ Universal oder so suchen.
Disabilitier aber die Programmiertaste sowie die Umschalttasten mittels
Klebeband. Kostenpunkt ca 10 Euro, weiss nicht, was die in 100er kostet,
vielleicht bei pollin, 1-5 Euro.
Ersetze die IR-Diode, mach einen Wiederstand dran und verbinde den mit
einem uC. z.B. 14pin Pic. Avr geht natürlich auch.

Benutze das RFM12 modul mit integrierter Antenne.
Mach ein paar Leds dran, für Gewählt, bereit zu wählen usw. Low current 
natürlich, sowie sehr kurz angesteuert.

Benutze das USB-RFM12 modul und einen Laptop oder PC oder mach was 
eigenes,
was das ganze koordiniert.

Mfg
Chris

Autor: Morin (Gast)
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Die Vorgabe "drahtlos" schränkt dich glaube ich arg ein. Wäre es nicht 
möglich, die Geräte an/in den Tisch / die Sitze einzubauen? Dann würdest 
du auch auf jeden Fall alle wiederbekommen ;)

Dann gäbe es zig einfache Geräte die du benutzen könntest, von 
Tastenfeldern bis ebay-Gameboys.

> Als größtes Problem stellt für mich das drahtlose
> "Abstimmungsgerät" dar. Also wie man die Daten der 100 Teilnehmer zur
> zentralen Auswerteeinheit quasi gleichzeitig überträgt.

Das sehe ich als eher harmlos an. Im Wesentlichen brauchst du einen 
Algorithmus, um eine Reihenfolge in die Geräte zu bringen, und dann 
eines nach dem anderen senden zu lassen. Das ist quasi-gleichzeitig: 
Wenn jede Übertragung 10 ms braucht (mehr wird es wohl kaum sein), dann 
ist in 1 Sekunde alles an der Basisstation.

Wenn die Stimmen nicht den Personen zugeordnet sein müssen, vergibst du 
Kennungen nach einem Zufallsalgo. Ansonsten müssen die Geräte entweder 
präpariert sein (Kenn-Nr. eingespeichert und auch draufgedruckt, damit 
jeder "sein" Gerät bekommt), oder die Teilnehmer müssen sich irgendwie 
am Gerät "vorstellen", aber das wird teurer (z.B. Kartenleser in jedem 
Gerät, Stichwort EC-Kartenleser). Falls Geräte mit Kabel doch noch 
irgendwie erlaubt sind, dann ist durch die Zuordnung Kabel->Steckbuchse 
auch eine Reihenfolge zum Senden gegeben.

Autor: hans (Gast)
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Hallo Uwe,

433MHz ist schon gut, z.B. Pollin RFM12.

Dazu einen kleinen µC für Tasten etc.

Jedes Handmodul hat einen verborgenen "Set-Knopf". Nach drücken
ist es ca. 10 Sek bereit initialisiert zu werden.
Die Basis (PC/Notebook mit RFM) kann dann eine Kennnummer vergeben.

Bei der Abstimmung fragt die Basis dann die angemeldeten Handmodule
der reihenach ab.

Nach der Veranstaltung erfolgt ein "Denk-dran"-Befehl an alle,
die Handmodule piepen alle 5 Sekunden kurz auf (erhöht Rücklaufquote)!

Es können über Sammelbefehle auch Auswahl-LEDs eingeschaltet werden
oder sogar LCD Anzeigetexte übermittelt werden.



Auch eine zuordnung ist so moglich.

gruß hans

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