Hallo,
grundsätzlich kann man das wohl nur ausprobieren. Ich habe so eine GU10
Lampe mit 3x1W LEDs von Pollin, leider aktuell nicht mehr verfügbar.
Die Ist vergleichbar mit einer Halogenlampe mit 35W würde ich sagen. Die
1x3W sind nach meinem Empfinden dunkler. Allerdings haben die LED Teile
einen Nachteil. Die leuchten wirklich nur nach vorn. Hinter und neben
der Led ist es duster. Das macht sich z.B. bei Halogen-Seilsystemen
stark bemerkbar. Für Deckeneinbaulampen, die sowiso nur nach vorn raus
Strahlen gehts aber.
Alles in allem sehr grenzwertig. Nur in Spezialfällen brauchbar.
Nur theoretisch: Die LED-Lampe hat 200 lm (Lumen). Eine 50 Watt
Halogenlampe als Rundstrahler hat schätzungsweise 600 bis 800 lm. 50
Watt fokussiert ist entsprechend heller.
Bisher haben mich LESs als Lichtquellen im Haus nicht überzeugt. Die
blödsinnige Werbung mit der Energieeinsparung von LEDs ist in den
meisten Fällen wirklich korrekt: Wenn man annähernd im dunkeln sitzt
spart man wirklich Energie. Die größte Einsparung bringt eine kaputte
LED ;-)
Die meisten LED Leuchtmittel bringen nicht annähernd den selben
Lichtstrom wie z.B. Halogenlampen. Bei guter Farbwiedergabe ist der
Wirkungsgrad aktueller LEDs nicht besser als der von Leuchtstofflampen.
Ich bin den Weg zur Energieeinsparung über Metalldampflampen gegangen.
Diese haben neben einem guten Wirkugsgrad eine erstklassige
Farbwiedergabe. Im Wohnzimmer habe ich z.B. die 8 * 60 W
Reflektor-Glühlampen gegen 2 * 70W CDM Brenner getauscht. Es ist jetzt
heller als vorher.
Allerdings ist der Aufwand bei den Metalldmpflampen größer als bei
anderen gebräuchlichen Lichtquellen: voluminöse Vorschaltgeräte,
Halogenlampen zur Überbrückung der Zümd-, Anlauf und Abkühlphase der
Leuchten.
Mittlerweile gibt es auch gute und preiswerte gewendelte
Kompaktleuchtstofflampen. Die würde ich alle LED Leuchtmitteln
vorziehen. Ich denke es wird noch ein paar Jahre brauchen bis LEDs
wirklich eine gute Alternative für Raumbeleuchtungen sind.
Andere Meinungen sind willkommen.
Schönen Abend noch
Einhart
Ich kann die bisherigen Antworten leider nur bestätigen. Da ich ein Fan
von Leds bin und außerdem das weiße kalte Licht lieber mag als dieses
gelbe Kneipenlicht habe ich beim Umbau meines Zimmers damals 6 LED_Spots
von Paulmann eingebaut (1W GU10 230V Leuchtmittel). Damit kann man in
dem Raum noch nicht mal lesen. Da die 230V-Halogenleuchtmittel den Ruf
haben, dauernd kaputt zu gehen, wollte ich darauf allerdings auch nicht
umrüsten. Aktuell siehts so aus: 1,8W LED-Leuchtmittel von Conrad
(leider pro Stück 25 Euro, kommt ganz schön teuer, und ich hab nur 6!),
damit wirds schon hell genug, Lesen ohne Augenschäden möglich. Der
Brüller ist es aber immer noch nicht. Mit Halogenleuchtmitteln
sicherlich wesentlich heller. Deshalb gibts in dem Raum jetzt noch
diverse andere Lampen(Schreibtischlampe, 3 Spots hinterm Fernseher, zwei
bunte Leuchtstofflampen wenn ich mal Lust auf "Disco" habe). Wenn man
alles einschaltet, wirds echt hell, aber ob das noch stromsparend
und/oder zweckmäßig ist?
Das nächste Mal verbau ich wieder 12V-Halogenspots...
LG, Björn
Hallo,
erstmal vielen Dank für die Antworten. Das hilft mir erstmal weiter.
"Ich bin den Weg zur Energieeinsparung über Metalldampflampen gegangen"
"Mittlerweile gibt es auch gute und preiswerte gewendelte
Kompaktleuchtstofflampen."
Mein Problem ist hier "WAF" (Woman Acceptance Factor): Meine Frau hat
schweineteure Lampen mit Klitzersteinen etc. gekauft und sich keine
Gedanken über die Leuchtmittel gemacht - Hauptsache es sieht gut aus.
Daher ist ein Austausch der Lampen ausgeschlossen. Die einzige Option,
die bleibt ist ein Austausch der Leuchtmittel.
"Da die 230V-Halogenleuchtmittel den Ruf haben, dauernd kaputt zu gehen"
Das kann ich bestätigen - Ich habe in den 2,5 Jahren schon ettliche
(mindestens 10) ausgetauscht..
Gruß
Andreas
Moin Andreas,
WAF ist in der Tat ein Problem. In meinem Fall hieß es zum Glück: "Die
Strahler mag ich schon lange nicht mehr leiden".
Ich fürchte du wirst weiter bei Halogenlampen bleiben müssen. Kleine
Lampen mit großer Lichtstärke sind mit LEDs nicht zu erreichen, da die
entstehende Wärme über große Kühlkörper abgeführt werden muss.
Halogenlampen können heißer werden und strahlen einen großen Anteil der
Verlustleistung als Infrarot ab.
Als kleiner Trost: Im Winter sind die Kosten geringer, da du eh Wärme
benötigst ;-)
Gruß
Einhart
Aktuelle LEDs (nicht der Müll im Baumarkt) sind etwa 5-10 mal effektiver
als Halogen. Also kann es nicht klappen eine 50W Halogen durch eine 1W
LED zu ersetzen. Wir haben hier momentan im Labor ein paar OSRAM Ostar
3, die nehmen bis zu 22W und sind etwa einer 100W Halogen gleich in der
Lichtmenge. Was die Beleuchtungsleistung angeht sind sie sogar
überlegen.
Das ist auch ein wesentlicher Faktor bei LEDs: Es sind gerichtete
Strahler, das gesamte Licht geht nach vorne raus, es gibt also keine
Verluste durch Reflektor oder Abschattung durch den Sockel. Andererseits
funktionieren LEDs nicht gut für Leuchten die eine diffuse oder
omnidikrektionale Lichtquelle brauchen.
Nimm lieber Energiesparlampen (erreichen 50-70lm/W) oder Halogen
(15-30lm/W).
Beim überwiegenden Teil der in der Bucht oder anderen LED-Shops
angebotenen, fertigen LED-Leuchten sind jeweils China-Lumen oder
China-Candela angegeben. In richtige Lumen oder Candela jeweils mit dem
Faktor 0.5 umzurechnen.
Beim angegebenen Produkt der LED-Meile würde ich meine Grossmutter
verwetten, dass da niemals 200lm rauskommen. Das wären nämlich ca.
80lm/W und das schaffen nur teure Marken-PowerLEDs. Einzelne 5mm
China-LEDs werden kaum über 20-30lm/W kommen. Eine so effiziente
LED-Lampe ist mit diesen LEDs und zu diesem Preis nicht machbar!
Gruss
rayelec
Generell hat Halogen 10 ~ 30LM / W Ausgang, sondern die hohe Leistung
LED-Spots, nur 30 ~ 50 lm / W. Wir haben getestet, dass Ingenieure,
damit Sie sehen können.
Inzwischen hat sich einiges getan auf dem LED-Markt
Ich werde nunmal keine Werbung machen aber mein Vater hat ein Musterhaus
welches komplett mit LED ausgestattet ist inklusive Außenbeleuchtung.
Nicht allein der Verbrauchsunterschied, anschlusswert, ist extrem (780W
max statt 4,6KW). Auch die Helligkeit überzeugt.
Die Preise sind zwar gesalzen aber wenn ich die Haltbarkeit und den
Verbrauch gegenübersetze, hat sich die Anschaffung nach 1,5 Jahren
bezahlt gemacht.(2 Jahre Garantie inklusive)
Svenisl schrieb:> Die Preise sind zwar gesalzen aber wenn ich die Haltbarkeit und den> Verbrauch gegenübersetze, hat sich die Anschaffung nach 1,5 Jahren> bezahlt gemacht.
Das kann ich kaum glauben. Bist du etwas von 10 Stunden am Tag bei
voller beleuchtung ausgegangen?
Die meisten Lampen im Haus sind am Tag nicht mal eine Stunde
angeschaltet.
Sagt mal mit welchen Zahlen du gerechnet hast?
Peter II schrieb:> Sagt mal mit welchen Zahlen du gerechnet hast?
Das ist ne Rechnung für den Vertrieb. Also wird gegen das übelste und
ineffizienteste Glühobst verglichen, und bei den Preisen wird der
teuerste Stromanbieter und für den EK-Preis des Glühobsts der
Elektrofachhändler genommen.
Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
citb schrieb:> Ihr habt aber schon mitebekommen, dass der Anfang dieses Threads 2,5> Jahre alt ist?
ja, aber das ist egal, weil wir uns auf den Beitrag von vor 1 Stunde
beziehen.
citb schrieb:> Ihr habt aber schon mitebekommen, dass der Anfang dieses Threads 2,5> Jahre alt ist?
Sch.. normal pass ich auf, diesmal bin ich reingefallen. Macht den
Thread zu!
U.R. Schmitt schrieb:> Macht den> Thread zu!
Wieso? Ist doch aktueller denn je. Wie gesagt, der Markt hat sich
entwickelt und es gibt inszwischen brauchbare LED-Lampen. Besonders die
Leuchtmittel mit Cree-LEDs über 600lm haben meiner bescheidenen Meinung
nach die Nase vorn.
...so isses.
Betrachten wir uns mal als Beispiel ein aktuelles Angebot:
http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Cree-High-Power-LEDs/Triple-Cree-XP-G-weiss-1480lm.html
Hier haben wir einen Output von 1480 lm @ 1,5A, das entspricht einer
Glühlampe von über 100 Watt, die Effizienz ist 91 lm/W
Wenn man die nur mit 700mA betreibt, entspricht das einer Glühlampe
von 60 Watt, dann erhält man immerhin eine Effizienz von 119 lm/W und
vergleichsweise geringe Kühlprobleme.
Fairerweise muss man noch die Effizienz des Netzteils mit Konstant-
stromquelle hinzurechnen, um auf die Gesamteffizienz zu kommen.
Es gibt eine Aussenleichete, gerichtete Licht mit den nachfolgenden
Daten:
Ausführung warmweiß
Lichtstärke 280 lm
Farbtemperatur 3000 K
Schutzart IP54
Elektrische Werte
Leistung 6,6 W
Spannung 230 V
Für mich ist es leider immer noch so, daß keiner sagen kann/will wie
hell ist nun diese Leuchte im Vergleich zu einem Glühlampenstrahler mit
40, 60 oder gottweiswieviel Watt.
Es kann doch nicht sein, daß man das heutzutage nur mit Prüfen vor Ort
erledigen kann.
Ich bin wirklich etwas ratlos!
> Ich bin wirklich etwas ratlos!
Weiter oben wurden doch schon konkrete Zahlen genannt! Eine moderne LED
ist etwa 5x effektiver als eine Glühlampe. Das ist in etwa dasselbe, wie
eine Leuchtstoffröhre vulgo Energiesparlampe. (Bitte bei der Betrachtung
auch die Verluste des Trafos mir einbeziehen, die habe ich übrigens auch
bei Halogen)
Ansonsten hängt's sehr davon ab, ob das Licht gerichtet ist -
Glühölampen strahlem idR rundum, billige Lampen haben eher keine
Reflektoren. LEDs lassen sich gut richten, die Reflektoren kann man sehr
klein bauen, daher sind sie billig. Außerdem haben LEDs ein anderes
Licht: schon bei niedrigen Leistungen strahlen sie kaltes Licht ab - im
Gegensatz zu Glühlampen.
Kommt noch der Faktor Preis/Leistung dazu. Wer eine
Wohnsimmerbeleuchtung mit LEDs bauen will, der hat sich ganz schön was
vorgenommen. Außer für besondere Lichtobjekte finde ich LEDs da noch
fehl am Platz. Genauso für Außenbeleuchtung. Viel zu teuer, wenn genug
Licht rauskommen soll. Allerdings habe ich hier eine Lupenleuchte mit
LEDS aufgebaut, 8x 3 Watt, das leuchtet schön hell, allerdichs nur auf
dem Labortisch und ist definitiv besser als die Leuchtstoffröhre, die
vorher drin war, die LEDs lassen sich nämlich einfacher dimmen und sinn
wegen der Reflektoren auch heller.
Fazit: 6,6W als Außenbeleuchtung? Das ist ein Witz, und noch nicht mal
ein guter.
Mit LED-Module der XP-G Serie von Cree
http://www.cree.com/products/pdf/XLampXP-G.pdf
bekommst du z.B. mit einer XPGWHT-L1-0000-00CE7 deine 280 lm bei einer
elektrischen Leistung von gut 4W (3.45 V, 1.2A) ohne Verluste im
Vorschaltgerät. Der Lichtstrom dürfte etwa einer 15 W Halogen
Niederspannungslampe entsprechen.
Johann schrieb:> Fazit: 6,6W als Außenbeleuchtung? Das ist ein Witz, und noch nicht mal> ein guter.
Was ist dadran jetzt der Witz?
Brauchst du abends mehrer 1000 W Fluter als Außenbeleuchtung, damit du
den Weg zu deiner Tür findest?
Michel schrieb:> Johann schrieb:>> Fazit: 6,6W als Außenbeleuchtung? Das ist ein Witz, und noch nicht mal>> ein guter.>> Was ist dadran jetzt der Witz?> Brauchst du abends mehrer 1000 W Fluter als Außenbeleuchtung, damit du> den Weg zu deiner Tür findest?
mehrere 1000W Fluter? Spinnst Du, wie kommst Du zu solchen Schlüssen?
6,6W - das entspricht etwa einer 30W Glühbirne. Da sind ja sogar
Mietskasernen-Treppenhäuser besser beleuchtet. Wenn Dir das reicht,
werd' glücklich damit. Alle Anderen werden sich wohl etwas mehr Licht
montieren wollen.
Johann schrieb:> Wenn Dir das reicht,> werd' glücklich damit. Alle Anderen werden sich wohl etwas mehr Licht> montieren wollen.
Bei klarem Vollmond hast du eine Bestrahlungsstärke von 6 mW/m². Warum
hast du da Bedenken, dass das Licht einer 30 W Glüchbirne, wenn es dann
vernünftig eingesetzt wird, keine ausreichende Helligkeit erzeugt?
Johann schrieb:> Fazit: 6,6W als Außenbeleuchtung?> Das ist ein Witz, und noch nicht mal ein guter.
Ich habe die Aussenlampen auch auf LED umgebaut, weil die Glühbirnen im
Winter immer recht schnell kaputtgegangen sind (Wasser gefriert in der
Lampe, wird dann von der Glühbirne aufgetaut und tropft auf das heiße
Glas. Knacks, kaputt...), und weil die Energiesparlampen im Winter nach
3 Minuten noch nicht hell waren.
Auch ich hatte Zweifel, ob die paar LED-Watt reichen. Fazit: reicht zur
Orientierung locker aus, und ein Buch lese ich sowieso viel lieber drin
auf dem Sofa...
Rainer W. schrieb:> Bei klarem Vollmond hast du eine Bestrahlungsstärke von 6 mW/m². Warum> hast du da Bedenken, dass das Licht einer 30 W Glüchbirne, wenn es dann> vernünftig eingesetzt wird, keine ausreichende Helligkeit erzeugt?
Nun, der klare Vollmond, so er denn einmal im Monat tatsächlich durch
die Wolkendecke bricht, bestrahlt nicht nur das Schlüsselloch, sondern
auch noch den Weg dahin. Dazu aber strahlt er eine Leistung ab, die dann
doch in Dimensionen liegt, die ein wenig höher als 6 Watt liegen. Wenn's
nur darum geht, das Schlüsselloch auszuleuchten, wäre eine Miniaturlampe
am Schlüsselbund wohl zielführender.
Insofern wäre mein Vorschlag: für eine vernünftige Beleuchtung sorgen
und zum Energiesparen einen IR-Schalter oder eine Zeitschaltuhr.
Johann schrieb:> Nun, der klare Vollmond, so er denn einmal im Monat tatsächlich durch> die Wolkendecke bricht, bestrahlt nicht nur das Schlüsselloch, sondern> auch noch den Weg dahin. Dazu aber strahlt er eine Leistung ab, die dann> doch in Dimensionen liegt, die ein wenig höher als 6 Watt liegen.
Mit 6 W Lichtleistung könnte man immerhin schon mal eine Fläche von 1000
m² mit Vollmondbestrahlungsstärke beleuchten, d.h. deutlich mehr als ein
typisches Grundstück mit Einfamilienhaus ...