Schaltungsproblemchen: LED effektiv mit Kondensator leuchten lassen

Gast #1066568
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Bei der Versorgung einer LED mit einen Goldcap Kondensator mit 1 Fahrrad 
ist mir folgendes Probelm aufgefallen:

Bei der Entladung des Kondensators sinkt die Spannung ab und die LED 
leuchtet ab 1,6V nicht mehr. Jetzt ist aber noch Energie im Kondensator 
gespeichert, die auch noch zum Leuchten der LED verwendet werden soll.

Hat jemand eine gute Idee, wie man die Energie eines Kondensators mit 
möglichst wenig Verlusen in Licht umwandeln kann?

Gruß,
ajax
#1066588
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Kleine Rechnung - so wie die Physiker vor 50 Jahren die Rückseite von 
benutzten Briefumschlägen oder gar Bierdeckel verwendet haben:

Anfangsspannung: 5 Volt (?, einfach unterstellt)
Endspannung: 1,6 Volt (steht oben)

Energie am Anfang: 5V² * 1 As/V * 0,5 = 12,5 Ws
Energie am Ende: 1,6V² * 1 As/V * 0,5 = 1,28 Ws

Die derzeitige "Primitivschaltung" nutzt also ca. 90% der gespeicherten 
Energie aus. Jede Aktion mit einem Wirkungsgrad < 90% erscheint mir 
daher recht nutzlos.

Bernhard
#1066669
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Lothar Miller wrote:
> Benedikt K. wrote:
>> Der Großteil der Energie steckt oberhalb der 1,6V in dem Kondensator.
> Nein, das stimmt nicht, die Energie steckt im delta U,
> und von 2,5 bis 1,5V ist es genau gleich wie von 1,5 bis 0,5V: dU = 1V

Das mag ja sein, (oder nicht? Ich würde jetzt behaupten von 1->0V ist 
1/4 soviel Energie wie von 2V->0V).
Aber selbst wenn: 5V-1,6V=3,4V und das ist mehr als 1,6V. Somit ist es 
wichtiger die Energie bei >1,6V sinnvoll auszunutzen, als die 1,6V-0,8V 
(oder bis wohin so ein Stepup läuft) = 0,8V zu nutzen und darüber mit 
einem miserablen Wirkungsgrad zu arbeiten.
Gast #1066917
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Lothar Miller:
>> Somit ist es wichtiger die Energie bei >1,6V sinnvoll auszunutzen...
>Korrekt bei einem 5V-GoldCap. Nur ist bisher diese Spannung von ajax
>(Gast) noch nicht bestätigt  :-o

Hmm, die 5V kann ich nicht ganz bestätigen.
Mein Miniprojekt ist folgendes: Ich möchte eine Art Solarlampe bauen, 
aber statt mit NiMH Akkuu mit Goldcap, da es mich stört, dass man die 
Akkus nach einiger Zeit austauschen muss. Ich nehme an, dass die 
Goldcaps langzeitstabiler sind.

Ausserdem soll es eine ganz spezielle Solarlampe werden:
Ich habe ein paar Mini-Soalrzellen, die je nach Lichteinfall 1-3.5V 
bringen. Meine Solarlampe soll eine Zimmer-Solarlamppe werden und sich 
auch bei schwacher Zimmerbeleuchtung aufladen. Die Schaltung muss also 
extrem Energiesparend ausgelegt werden und beim Entladen auch möglichst 
alle Energie im Kondensator verbrauchen.

Was die Berechnung von Benedikt betrifft: Ich finde den energetischen 
Ansatz nicht schlecht und mir scheint die Berechnung richtiger als mit 
delta-U zu argumentieren.

Gruß,
ajax
#1066924
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Ok, das erklärt einiges.
Wie lange soll die LED denn leuchten?
Im Idealfall leuchtet eine rote LED (1,8V 10mA = 18mW) an einem auf 3,5V 
geladenen 1F Kondensator (= 6J) 340s wenn ich mich nicht verrechnet 
habe. Also nur etwa 6 Minuten.

Ein kombinierter Stepup/down Betrieb ist etwas problematisch und 
verschlechtert eigentlich immer den Wirkungsgrad.
Ich würde mir daher eine Seite aussuchen, also entweder einen Stepup 
oder einen Stepdown Wandler verwenden.
In diesem Fall würde ich zum Stepup tendieren, also einen Goldcap mit 
mehr als 1F verwenden, der z.B. nur auf max 2V geladen wird.
Gast #1067109
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OK, danke.
Mal schauen, ob sich ein Step up Converter finde läst, der schon bei 2V 
geht.  Der oben vorgeschlagene "Joule Thief" scheint ja schon ab unter 
1.5V zu gehen. Nur beim Wirkunsgrad hätte ich noch meine Zweifel.

Gruß,
ajax

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