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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zu div. Displays von Pollin


Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Hallo zusammen,

ich möchte für erste Versuche fernab des Eval-Boards (bzw. AddOn-Boards) 
mir ein paar Displays zulegen. Hierzu hätte ich ein paar Fragen zu 
Artikeln von Pollin:

Art.-Nr. 120 232:
4*27 ist in der Bascom-Hilfe nicht aufgelistet, wird es wie ein 4*40 
angesprochen? In der Artikelbeschreibung steht was von Durckerport, aber 
laut Datenblatt sollte es auch problemlos an einem µC im 4- und 
8-Bit-Mode laufen, oder?

Art.-Nr. 120 387:
4*16 Zeichen, laut Artikelbeschreibung mit M50530 ausgestattet, ist der 
ebenfalls kompatibel zum HD44780 oder KS077?

Art.-Nr. 120 577:
für meine ersten Gehversuche mit einem gLCD. Irgendwelche generellen 
Anmerkungen zu dem Display? Braucht es eine negative Spannung? Wenn ich 
das Datenblatt richtig verstehe, dann nicht. Dort steht was von Vss 0-7V 
und Vee 0-22V. Weiter unten steht dann allerdings was von -5,7V typical. 
Blick da nicht so recht durch.

Art.-Nr. 120 545:
2*16 Zeichen. Denke hier sind keine Probleme zu erwarten, wird wohl 
genauso anzusprechen sein, wie das Display auf dem AddOn-Board.

Danke für eure Infos und Ratschläge.
Gruß Dominique Görsch

Autor: Sebastian (Gast)
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Das Wintek-Display "120 232" hat zwei Controller, also auch zwei 
Enable-Leitungen. Es verhält sich wie zwei parallelgeschaltete 
zweizeilige Displays.

Zitat aus diesem Forum: "Der M50530 ist mit dem HD44780 NICHT 
kompatibel, Initialisierung und Programmroutinen vom HD44780 
funktionieren nicht."
(siehe hier: Beitrag "LCD mit M50530 Controller an Atmega 8515")

Das Solomon-Display "120 577" hat einen Toshiba-Controller. Es eignet 
sich damit sehr gut für Anfänger. Toshiba-basierte Displays haben auch 
einen Zeichenganerator, viele andere G-LCD haben den nicht. Negative 
Spannung ist für den Kontrast nötig. Diese kann mit der 
Umgebungstemperatur schwanken, wahrscheinlich ist der angegebene Wert 
typisch für Zimmertemperatur. -22 dürfte das Maximum sein, was die 
Displaytreiber vertragen.

Das "120 545" ist ein Standard-Display, allerdings mit 
Folienkabelanschluß, was die Handhabung erschwert. Dafür ist es billig.

Autor: Bernhard M. (boregard)
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Hi,

beim 120545 habe ich den Folienleiter mit einem Flachbandkabel ersetzt, 
ist ein bischen Fummelei beim Löten.
Das Display funktioniert dann wie Standard HD44780 Displays.
Es ist allerdings sehr klein...

Gruß,
Bernhard

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Danke für Eure Antworten. Wie müsste ich die negative Spannung für den 
Kontrast des gLCD erzeugen? Habe noch nie etwas mit negativen Spannungen 
zu tun gehabt. Gibts da ein einfaches Bauteil oder brauche ich eine 
spezielle Spannungsversorgung für die Schaltung?

Gruß
Dominique Görsch

Autor: Sinusgeek (Gast)
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> Wie müsste ich die negative Spannung für den
> Kontrast des gLCD erzeugen?

Meist reicht die von einem MAX232 erzeugte negative Spannung aus.

Die negative Spannungsangabe bezieht sich fast immer auf den positiven 
Teil der Versorgungsspannung und nicht auf GND, also nicht übertreiben.

~

Autor: Sebastian (Gast)
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Das "einfache Bauteil", der ICL7660, ist leider bei 5V Betriebsspannung 
nur bis knapp -5V tauglich. Man kann zwei davon kaskadieren, allerdings 
ist der mögliche Ausgangsstrom dann ziemlich klein.
Für mehr muß man im allgemeinen einen kleinen Schaltregler einsetzen. 
Bekannt und billig ist der MC34063. Im Datenblatt dazu findet man eine 
Beschaltung für invertierende Betriebsart, es gibt auch einen Artikel in 
der Artikelsammlung dieses Forums.

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Habe mir mal die Beschaltung im Datenblatt und in der Artikelsammlung 
"Invertierende Schaltungsvariante 1" angeschaut und es tun sich weitere 
Fragen auf:

- Ist L1 eine Spule? Sowas wie Reichelt "SMCC 470µ"?
- Was für eine Diode ist D1?
- C1 und C2 sind Elkos, C4 ein Kerko? Habe ich C3 übersehen?
- Ist R2 tatsächlich so klein? 1 Ohm (Im Datenblatt von ST steht sogar 
0,22 Ohm, dort heißt er allerdings R3).

Sorry für die vermutlich dummen Anfängerfragen.
Gruß Dominique Görsch

Autor: Sebastian (Gast)
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Ja, L1 ist eine Spule. Die "SMCC 470µ" wird's schon tun. Für 
anspruchsvolle Anwendungen hätte ich die "PISR 470µ" empfohlen, die ist 
aber wesentlich teurer, und außerdem braucht das Display nicht viel 
Strom. Wird also gehen.

D1 ist eine Schottkydiode. Eine billige 1N5819 reicht völlig. Für kleine 
Ströme wahrscheinlich auch eine BAT48.

Was die Kondensatoren angeht, ja. C3 gibt es vielleicht in dieser 
Schaltungsvariante nicht. Der Hersteller wird die Numerierung konform zu 
den anderen Beispielen gehalten haben.

R2 ist wirklich so klein. Das ist ein Strombegrenzungswiderstand. Er 
kann allerdings erhöht werden, wenn man sowieso nur wenig Strom 
entnehmen will. Wenn da nur die Kontrastspannung vom Display dranhängt, 
ist 1 Ohm wahrscheinlich vollkommen ausreichend.

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Danke, eine Frage noch, dann werd ich bestellen gehen: Was für einen 
Poti sollte ich für Vee nehmen, wenn ich die Beschaltung des MC34063 aus 
der Artikelsammlung nachbaue (also -14,5V Ausgang)?

Autor: Sebastian (Gast)
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Je nach Strombedarf. Da ich jetzt gerade zu faul bin, das Datenblatt zu 
lesen: 10k oder 22k funktioniert bei den Textdisplays meistens gut. Beim 
G-LCD sollte das nicht viel anders sein.

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Danke. Da ich gestern die Bestellung noch abschicken wollte, habe ich 
einfach mal 'ne Hand voll Werte mitbestellt. Wird schon das passende 
dabei sein ;)

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