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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 8-Fach "Doppel-FET-Treiber" (?) gesucht


Autor: Florian Echtler (Firma: TU München) (floe)
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Hallo zusammen,

eine Warnung vorweg: ich bin Informatiker und kenne mich recht gut mit 
uCs, Digitalschaltungen etc. aus, aber bei höherer Leistung und/oder 
Analog beisst es häufiger mal aus, also nicht wundern, wenn ich irgendwo 
einen fetten Denkfehler drinhabe.

Also: ich hab eine etwas ungewöhnlichere Anwendung, bei der ich die LEDs 
in einer Matrix entweder normal betreiben oder absichtlich selektiv 
verpolen möchte (dann kann man sie als Lichtsensor verwenden). Im 
kleinen funktioniert das alles problemlos, man kann einfach die Zeilen 
und Spalten der Matrix direkt an die Mikrocontroller-Pins hängen und 
fertig. Siehe dazu auch hier -> Seite 6: 
http://www.merl.com/papers/docs/TR2003-35.pdf

Bei einer grösseren Matrix wird jetzt aber selbst bei spaltenweisem 
Durchscannen der Strom pro Pin schnell viel zu gross für den 
Mikrocontroller. Drum bräuchte ich jetzt ein Treiber-IC.

Aber bei allen Standard-Treibern, die ich bisher gefunden habe, sieht es 
so aus, als ob sie aus einer Darlingtonstufe bestehen und damit der 
Ausgang entweder Vcc oder hochohmig ist. Für die obige Anwendung reicht 
das aber AFAICT nicht, weil man entweder Vcc oder Massepotential will. 
Soweit ich das bisher verstanden habe, bräuchte man also sowas wie eine 
halbe H-Brücke aus einem p- und einem n-Kanal-FET. Gibts sowas in der 
Mehrfachausführung? Oder bin ich sowieso total auf dem Holzweg?

Vielen Dank,
Floe

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Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Nun, eine H-Brücke benutzt man normalerweise zur Ansteuerung eines
einzelnen Verbrauchers, der umgepolt werden soll.  Insofern haben die
entsprechenden Bauteile dann in der Regel genau eine komplette Brücke
zum Inhalt (also 4 Transistoren).  Ein Beispiel dafür wäre ein
ZXMHC6A07T8 von Zetex.  Den gibt's sogar bei Tante Reichelt.

Autor: Josef (Gast)
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Abhaengig vom Stromverbrauch der LEDs, koennte man das ganze mit 
Analogschaltern umsetzen. Auswahl z.B. 
http://focus.ti.com/analog/docs/switcheshome.tsp?f...

Uebersicht in PDF -> http://focus.ti.com/lit/ml/slyb125a/slyb125a.pdf

Autor: Florian Echtler (Firma: TU München) (floe)
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@Josef: coole Idee, aber ich glaube, das würde teuer werden für 20 
Spalten. Ausserdem muss der Treiber ja für den Fall, dass die ganze 
Spalte leuchtet, den vollen Spaltenstrom liefern können (grob geschätzt 
20*10 mA = 200 mA), da brauchts dann schon recht dicke Schalter.

@Jörg: Danke für den Tip, werd ich mir auf jeden Fall merken.

Aber mir kommt grade noch eine ganz andere Idee: nachdem im "verpolten" 
Modus ja nur ein winziger Strom fliesst, könnte ich da nicht einfach 
doch ein (bzw. mehrere) gewöhnliche Treiber-ICs nehmen (z.B. den 
MIC2981) und einen dicken Pulldown-Widerstand ~ 10 kOhm? Im 
Normalbetrieb zieht der dann vielleicht 1 mA zusätzlich, und im 
Reverse-Betrieb würde das vermutlich reichen, um die LEDs "aufzuladen". 
Klingt das plausibel?

Floe

Autor: Florian Echtler (Firma: TU München) (floe)
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@Jörg: grade gefunden: sowas hier -> SN754410 hatte ich gemeint. 
Vermutlich Overkill, aber ich merks mir für alle Fälle.

Autor: internett (Gast)
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Autor: Florian Echtler (Firma: TU München) (floe)
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Kenn ich, vielen Dank für den Hinweis, da ist aber ein kleiner 
Unterschied: bei Thomas' Schaltung sind die LEDs in zwei getrennten 
Matrizen im Zickzack verdrahtet, weshalb da eine ganz andere Ansteuerung 
passiert. Ich verwende aber fertige LED-Module, die halt einfach Zeilen- 
und Spaltenleitungen haben. Aber aus dem Thread hab ich ja auch die Idee 
mit dem MIC bzw. UDN 2981, gibts sogar auch bei Reichelt.

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