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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Erster eigener Schaltplan für ein DEV-Board (ATmega644)


Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Hallo Zusammen,

nachdem ich meinen aller ersten AVR (ATmega664P) auf einem Steckbrett 
zum laufen bekommen hab und ich noch kein richtiges Dev-Board habe, habe 
ich mich mal dran gesetzt und einen ersten Schaltplan-Entwurf gestrickt.

Die Aussagen im Forum dass der Selbstbau erstens mehr Spaß macht und 
zweitens man noch was lernt kann ich bestätigen! ;-)

Es wäre super, wenn sich das einer mal Anschauen könnte, ob das Teil 
nicht wie Popcorn in die Luft geht oder helle Blitze erzeugt *g
Bin ja noch ein Grünschnabel auf dem Gebiet der Elektronik und 
Mikrocontroller. (Von den Kosmos Elektronik-Kästen aus meiner Kindheit 
mal abgesehen)

Anschließend werde ich mich ans Layouten wagen. Autorouter wird mir da 
kaum helfen können :-(


Mein Ziel ist es aber dennoch ein einfaches, flexibles und universelles 
Brett zu entwickeln, dem es kaum an etwas mangelt - Die eilerlegende 
Wollmilchsau zum sparpreis für Anfänger *g

Die Ideen habe ich mir aus einer Elektronik-Zeitschrift und dem Internet 
geholt, wo ich hier und da schöne und praktische Ideen gesehen habe, die 
ich dann kombioniert habe.

Features:
- 5V Festspannungsregler (Man kann jede Spannunsgquelle ab 6V bis 18V 
nutzen - Verpolungssicher und mit Power-LED)
- Quartzoszilator
- 7 Leistungsausgänge mit LED-Anzeige (frei zuweisbar)
- 8 frei zuweisbare Taster
- Buchsenleisten an allen Ports A-D für einfachen PIN-Abgriff
- zusätzliche Wannenstecker (Ports A-D) mit Stromversorgung für 
einfachen Anschluss von Modulen/Displays/etc...
- ISP
- 2 Serielle Schnitstellen für den direkten Anschluss an den PC
- Buchsenleiste mit vier Versorgungsanschlüssen (5V) für externe 
Bauteile/Module
- Setzbare Referenzspannung von 5V für den A/D-Wandler

Ich denke, das der AVR-Chip sich unter Berücksichtigung der Anschlüsse 
gegen was anderes tauschen lässt. (Falls die anderen ATmegas nicht noch 
komischere Anforderungen an den Reset und I/O-Pullup Widerständen haben)
[Irgendwann mache ich das ganze mal für nen ATmega128. *träum]

Es ist mein erster Schaltplan und ich hab die Layout-Software noch keine 
48 Stunden auf dem Rechner, deswegen nicht "zu feste hauen", wenn was 
nicht stimmt oder unschön aussieht ;-)
(Wobei das schön aussehen und funktional sein erst beim Layout eine 
wichtige Rolle spielen wird. - Ich will garnicht dran denken...)

Wenn Interesse besteht, kann ich den ganzen Kram, wenns mal fertig wird, 
der Community zur Verfügung stellen!?

Freue mich über alle Kommentare.

Viele Grüße,
Sebi

PS: Warum ich mit einem ATmega644 anfange? Erstens hab ich Platzangst 
(Speicher) und zweitens angst den Anschluss zu verlieren (I/0).
Scherz beiseite - Ich denke der ATmega644 ist, wenn meine Übersicht 
nicht lügt, der mächtigste ARV der in einem DIL-Gehäuse noch verfügbar 
ist und passt somit noch aufs Steckbrett. Ich schätze, dass ich mich mit 
dem Teil noch lange austoben kann, bevor ich an die Grenzen komme, wenn 
ich das überhaupt in naher Zukunft schaffe. ;-)
Der andere Vorteil ist, man kann sich auf einen Chip konzentrieren und 
muss nicht verschiedene Datenblätter studieren weil man hier nen ATtiny 
und da einen ATmega32 hat usw... Klar, ist das am Anfang, für die 
üblichen LED und Taster Übungsschaltungen, wie mir Panzern auf Spatzen 
geschossen, aber man will ja wachsen und der Chip ist schon groß und 
wartet ;-)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

> Es wäre super, wenn sich das einer mal Anschauen könnte, ob das Teil
> nicht wie Popcorn in die Luft geht oder helle Blitze erzeugt *g

Vom Drübergucken sieht's ganz gut aus.

Dem /RESET würde ich noch einen kleinen Kondensator (10 nF) gegen
Masse spendieren, das macht ihn weniger anfällig gegen Störungen.
Außerdem hat /RESET keine interne Ableitdiode nach Vcc (damit er
die +12 V zum HV-Programmieren verträgt), daher sollte man laut
Atmel-Appnote eine derartige Diode noch extern spendieren (Anode
an /RESET, Katode an Vcc).

Die Pullups an den Tastern kann man auch weglassen, wenn man will;
schließlich lassen sich an den Eingängen interne Pullups anschalten.

Die Layouts der 10poligen Wannenstecker würde ich so umdrehen, dass
Pin 9 auf GND und Pin 10 auf +5 V liegt: das ist das STK500-Pinout,
das eine Art de-facto-Standard darstellt.  Außerdem würde ich die
LED-Leiste und das Taster-Feld ebenfalls mit einem derartigen
10poligen Stecker versehen, dann kannst du dort einfach 10polige
Kabel draufstecken, um sie mit den Ports zu verbinden.  Die Dinger
lassen sich einfach im Schraubstock crimpen.

> - 5V Festspannungsregler (Man kann jede Spannunsgquelle ab 6V bis 18V
> nutzen - Verpolungssicher und mit Power-LED)

Keine Ahnung, was dein LV50CV sein soll (Gugel kennt ihn nicht).
Ich würde heutzutage jedenfalls nichts 7805-ähnliches mehr nehmen,
sondern einen low-dropout-Regler.  Dann kannst du das Brett auch
direkt aus +5 V speisen, der Spannungsregler hat dann nur noch
100 mV oder so Spannungsabfall.  Der Verpolschutz geht dann aber
nicht mehr mit einer Diode in Reihe, sondern man sollte stattdessen
eine Sicherung nehmen und antiparallel an den Eingang eine unipolare
Transil-Diode.

> - Quartzoszilator

Quarz schreibt sich im Deutschen ohne ,t'. :)

> - ISP

JTAG würde ich auch noch vorsehen, selbst falls du derzeit kein
JTAG ICE oder keinen AVR Dragon dein eigen nennst.

> Ich denke, das der AVR-Chip sich unter Berücksichtigung der Anschlüsse
> gegen was anderes tauschen lässt.

Kompatibel mit AT90S8535 (veraltet), ATmega8535, ATmega163 (veraltet),
ATmega16, ATmega32, ATmega644 (ohne P, der hat nur eine UART),
ATmega324P, ATmega164P und (hoffentlich bald) ATmega1284P.

> PS: Warum ich mit einem ATmega644 anfange? Erstens hab ich Platzangst
> (Speicher) und zweitens angst den Anschluss zu verlieren (I/0).
> Scherz beiseite - Ich denke der ATmega644 ist, wenn meine Übersicht
> nicht lügt, der mächtigste ARV der in einem DIL-Gehäuse noch verfügbar
> ist und passt somit noch aufs Steckbrett.

ATmega1284P ist noch größer, aber wohl noch nicht wirklich erhältlich.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Vielen lieben Dank für deine Antwort und hilfreichen Tipps.
Wieder ertwas gelernt ;-)

> Dem /RESET würde ich noch einen kleinen Kondensator (10 nF) gegen
> Masse spendieren

Danke für den Tip - erledigt

> daher sollte man laut Atmel-Appnote eine derartige Diode noch extern
> spendieren (Anode an /RESET, Katode an Vcc).

Hört sich nicht verkehrt an!? - erledigt

> Die Pullups an den Tastern kann man auch weglassen, wenn man will;
> schließlich lassen sich an den Eingängen interne Pullups anschalten.

Stimmt, wenn man die Register richtig setzt funktionieren diese auch - 
kaum macht man es richtig... - erledigt

> Die Layouts der 10poligen Wannenstecker würde ich so umdrehen, dass
> Pin 9 auf GND und Pin 10 auf +5 V liegt:

Standards sind immer gut, auch wenn jede Firma seine eigenen hat - 
erledigt

> Außerdem würde ich die LED-Leiste und das Taster-Feld ebenfalls mit
> einem derartigen 10poligen Stecker versehen, dann kannst du dort
> einfach 10polige Kabel draufstecken, um sie mit den Ports zu
> verbinden.  Die Dinger lassen sich einfach im Schraubstock crimpen.

Die Idee gefält mir gut, so kann ich recht easy mit zwei, statt 16 
Kabeln die zwei "Module" 1:1 verbinden - Danke! - erledigt

> Keine Ahnung, was dein LV50CV sein soll (Gugel kennt ihn nicht).

War auch falsch beschriftet *schäm
Ist ein LF 50 CV von Reichelt (die 7805er hab ich auch noch welche 
da...)

Datenblatt:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;LA=6;OPEN=0;INDE...

Ist eigentlich ein low drop Spannungsregler. Hab ich irgendwo im Forum 
aufgeschnappt das Teil...
Kann nicht beurteilen, ob man ihn austauschen sollte. Auf meinem 
Steckbrett tut er was er soll ;-)

> JTAG würde ich auch noch vorsehen, selbst falls du derzeit kein
> JTAG ICE oder keinen AVR Dragon dein eigen nennst.

Ging mir auch durch den Kopf, aber da ich das noch in weiter Ferne 
sehe... Aber andererseits, wieso soll man es nicht von Anfang an richtig 
machen ;-) - erledigt

Neuer Schaltplan ist angehängt...

Man könnte fast meinen das teuerste an diesem Board sind die 
Buchsenleisten und Wannenstecker wegen der hohen Anzahl *g

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Scheinbar kann ich meinen eigenen Beitrag nicht editieren.

Jetzt der richtige Schaltplan mit dem richtigen Anschluss des 
Wannensteckers an den ULN2003...

Autor: Peter Mahlknecht (pmahlknecht)
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Hallo,
D10 hat keinen Vorwiderstand, für D8 reicht auch eine 1N4148, die 1A vom 
1N4001 sind etwas überdimensioniert (schaden aber auch nicht).
Grüße Peter

Autor: AndreasH (Gast)
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Hi,

die Beschaltung des MAX232 ist falsch. Die Kondensatoren C4,5 gehören an 
V+ und V- Pin des MAX.

Andreas

Autor: Gast (Gast)
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C11 sollte lt. Datenblatt ein 2-10µF Elektrolyt-Kondensator mit 
niedrigem ESR-Wert sein.

Autor: Mario (Gast)
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Filter-Spule zwischen VCC und AVCC zum entkoppeln des ADCs (siehe 
Datenblatt, Kapitel ADC)...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

>> Keine Ahnung, was dein LV50CV sein soll (Gugel kennt ihn nicht).
>
> War auch falsch beschriftet *schäm
> Ist ein LF 50 CV von Reichelt (die 7805er hab ich auch noch welche
> da...)

OK.  Naja, "very low drop", was auch immer man darunter im Jahr
1999 verstanden hat. ;-)  Aber das ist schon OK, 200 mV bei 200 mA,
damit kann man leben.  Nun würde ich allerdings nochmal meinen
Vorschlag auf den Tisch bringen, den Spannungsabfall an der
Verpolschutzdiode einzusparen und stattdessen eine Transil-Diode
antiparallel an den Eingang zu klemmen (sowie eine kleine Sicherung
davor).  Dann kannst du das Ding wirklich auch aus einer 5-V-
Versorung speisen, wobei die Schaltung selbst noch 4,8...4,9 V
abbekommt.

> Man könnte fast meinen das teuerste an diesem Board sind die
> Buchsenleisten und Wannenstecker wegen der hohen Anzahl *g

Ja, das ist meistens so.  Wenn du billiger werden willst, nimmst
du stattdessen diese vielpoligen abbrechbaren Pin-Leisten.  Mehr
hat der STK500 auch nicht, genügt eigentlich.

Hast ja schon einige Kommentare bekommen.  Was mir noch aufgefallen
ist: die Verbindung von PD0...PD3 mit dem MAX232 würde ich nicht
fest machen, sondern mit Jumpern trennbar.  Sonst kannst du diese
Pins nicht alternativ für andere Dinge benutzen.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Nabend Zusammen,

ich danke euch allen schon mal recht herzlich für die vielen Tipps und 
Hinweise :-)


> D10 hat keinen Vorwiderstand, für D8 reicht auch eine 1N4148, die 1A vom
> 1N4001 sind etwas überdimensioniert (schaden aber auch nicht).

Da hast du natürlich recht. Glatt durch die Finger gegangen...
Hab die kleinste Universal-Diode genommen, die ich noch im Kasten hatte.
Final tut es auch eine kleinere :-)


> die Beschaltung des MAX232 ist falsch. Die Kondensatoren C4,5 gehören an
> V+ und V- Pin des MAX.

Hoppla, da hab ich mich wohl zu sehr auf das UART Tutorial fixiert und 
mich nach dem Schaltbild gerichtet und übersehen, das die Pinbelegung im 
Plan etwas anders ist. Ich weiß nun auch warum man das im Schaltbild so 
gezeichnet hat... *g


> C11 sollte lt. Datenblatt ein 2-10µF Elektrolyt-Kondensator mit
> niedrigem ESR-Wert sein.

Korrigiert. Ich gelobe Datenblätter ausführlicher zu studieren.
Ist nur nicht so einfach am Anfang aus den Teilen schlau zu werden :-(
Jetzt sagt mir die Zeile "Output Bypass Capacitance | ESR = 0.1 to 10 
Ohm" etwas :-)


> Filter-Spule zwischen VCC und AVCC zum entkoppeln des ADCs (siehe
> Datenblatt, Kapitel ADC)...

Danke! Habs nun auch im AVR Tutorial nachgelesen :-)

Den Teil mit dem Mikroschalter und "externen" 5V Spannung am Aref hab 
ich wieder rausgenommen. Man kann intern sowieso zwischen 2,56V und 5V 
umschalten, wenn ich das richtig gelesen hab:

REFS0=0, REFS1=0 benutze eine externe AREF Spannung, die interne Vref 
ist aus
REFS0=0, REFS1=1 AVCC mit optionalen Kondensator an dem AREF Pin
REFS0=1, REFS1=1 interne 2.56V Referenz with (optionalem) externem 
Kondensator an dem AREF Pin

Oder gibt es einen Vorteil die externe 5V Spannung zu nehmen, obwohl der 
Controller intern dieselbe Quelle anzapft? Außer der Gefahr eines 
Kurzschlusses, wenn auf Aref eine Spannung anliegt und man in seiner 
Applikation auf 2,56V umschaltet, sehe ich da noch nichts - okay ich seh 
im Moment eh noch nicht viel, aber evtl. kann mich jemand erleuchten, 
wenn es einen Vorteil gibt!? ;-)

> Nun würde ich allerdings nochmal meinen
> Vorschlag auf den Tisch bringen, den Spannungsabfall an der
> Verpolschutzdiode einzusparen und stattdessen eine Transil-Diode
> antiparallel an den Eingang zu klemmen (sowie eine kleine Sicherung
> davor).


Der Nachteil dürfte aber sein, dass man jedesmal die Sicherung wechseln 
darf sobald man sich mit den Klemmen vertan hat *g
Sollte natürlich bei guter Beschriftung niemals vorkommen, aber... 
(Evtl. bau ich da noch eine Netzgerätebuchse ein)

Ich hab schon extra eine Shottky genommen um den Spannungsverlust gering 
zu halten. Und wenn ich mir die üblichen Spannungsquellen anschaue, 
komme ich meistens auf 6V -> Netzteil / 4 x 1,5V AA / 5 x 1,2V AA 
Akku...

Oder funktioniert dein Plan mit der Sicherung verzögert, so dass man 
paar Sekunden Zeit hat bevor man Sicherungen kaufen gehen muss? Und was 
für Komponenten genau würdest du dafür hier einsetzen?

Hab leider noch keinen Schimmer wie man sowas sinnvoll berechnet und im 
Netz und bei Wiki findet man tolle Erklärungen welche Möglichkeiten es 
alles gibt aber nicht wie man diese gezielt umsetzt :-(

> Was mir noch aufgefallenist: die Verbindung von PD0...PD3
> mit dem MAX232 würde ich nicht fest machen, sondern mit Jumpern trennbar.
> Sonst kannst du diese Pins nicht alternativ für andere Dinge benutzen.

Ohja, stimmt. Soweit hab ich dann wohl nicht mehr gedacht. Reichte nur 
bis zum "SUB-D Busche frei -> Pin Frei" den 232 hab ich dann wohl 
irgendwie ignorieren können... Merci!

Aktueller Schaltplan ist angehängt.

Bleiben nur noch zwei Punkte offen und dann kann der Schrecken 
"Platzierung und Layout" beginnen, sofern nichts anderweitig dazwischen 
kommt...

Danke und viele Grüße,
Sebi

Autor: Gast (Gast)
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> Ich hab schon extra eine Shottky genommen um den Spannungsverlust gering
> zu halten.

Noch besser ist Mosfet. Siehe Anhang.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

[Transil-Diode]

> Oder funktioniert dein Plan mit der Sicherung verzögert, so dass man
> paar Sekunden Zeit hat bevor man Sicherungen kaufen gehen muss? Und was
> für Komponenten genau würdest du dafür hier einsetzen?

Beispielsweise eine 1.5KE22A:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUPID=300...

Die Teile können kurzzeitig 50 A ab, du musst also mit den davor
geschalteten Sicherungen nicht zu kleinlich sein.  Eine normale
träge 2-A-Sicherung wird's gut tun.  Die Sicherung ist ja nur
dafür da, falls deine Quelle in der Tat längere Zeit so viel Strom
liefern kann, dass die Transildiode ggf. komplett abrauchen würde
(bspw. wenn du das Teil verpolt an einen Bleiakku klemmst).  Bei
einer normalen Laborstromversorgung oder einer üblichen kleinen
Wandwarze begrenzt die Stromversorgung vorher.

Wenn du natürlich den Fall, direkt von einer 5-V-Versorgung zu
arbeiten, ausschließen kannst, dann genügt auch die Schottkydiode
oder die FET-Schaltung, die mein Nachredner gepostet hat.

Autor: Gast (Gast)
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öhm, die Mosfet-Schaltung von oben hat eine Verlustspannung von 0,1V bei 
1A Laststrom....

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gast wrote:
> öhm, die Mosfet-Schaltung von oben hat eine Verlustspannung von 0,1V bei
> 1A Laststrom....

Ja.  Die Transil-Diode hat im Betriebsfall gar keine Verlustspannung.
Sie kehrt die Geschichte einfach um: Verluste nur im Fehlerfall, nicht
im Betriebsfall.

OK, die Sicherung fügt eine geringfügige hinzu, aber das sollte
erstens bei einer 2-A-Sicherung im Milliohmbereich liegen, und zweitens
kann man auf sie ggf. auch verzichten, wenn man das Teil nie an eine
extrem ergiebige Quelle klemmt wie einen Bleiakku.  Ggf. raucht dann
halt ein Leiterzug ab und wirkt damit als Sicherung.

Autor: Gast (Gast)
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warum immer alles kaputt machen, wenn es mit unerheblichen Verlusten 
auch anders geht...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gast wrote:
> warum immer alles kaputt machen, wenn es mit unerheblichen Verlusten
> auch anders geht...

Normalerweise geht da nichts kaputt.  Das Ganze ist eine 
Schutzschaltung,
und ich gehe mal davon aus, dass derartige Schaltungen in der Regel an
einer Laborstromversorgung betrieben werden, die ohnehin den Strom auf
ein sinnvolles Maß begrenzt.  Dann verheizt die Transil-Diode einfach
nur im Fehlerfall ein Watt oder zwei.

Wenn die Verluste in der Tat ,,unerheblich'' sind für die jeweilige
Anwendung: OK.  Wenn nicht, dann ist die Transil-Diode halt das Mittel
der Wahl.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Hab mir mal die MOSFET-Lösung ein bisschen angesehen und spiele grad 
etwas mit LTspice rum. Da man eine Verpolungsschutz sowohl mit n-Kanal 
als auch mit p-Kanal Mosfets realisieren kann versuche ich grad da die 
Vor- und Nachteile der jeweiligen Möglichkeiten zu begreifen.

Bislang hab ich da noch keinen Unterschied feststellen können.

Wenn ich das Prinzip kapiert hab, sollte man für diesen Zweck einen 
Mosfet nehmen, der einen möglichst kleinen Innenwiderstand hat, richtig?
Wenn dem so ist, müsste sich für diese Schaltung doch ein IRF1404 (oder 
IRL3803) ganz gut eignen!? Unter der Berücksichtigung das der LF50CV die 
40V ebenfalls abkann, wenn einer am Voltage-Regler gespielt hat ;-)

Ich bin auch grad über Rückstellende Sicherungen gestolpert.
Die vorgeschlagene Transil-Diode müsste mit einer "PolyFuse" (siehe 
Link) ebenfalls einen fast unkaputtbaren (ich liebe dieses Unwort *g) 
Schutz ohne Sicherungswechsel ermöglichen, oder?

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUP=C48;G...

4 Sekunden sollten reichen, bis man den Fehler gemerkt hat ;-)

Viele Grüße,
Sebi

PS: Die Frage bezüglich der externen 5V Spannung am Aref gegenüber der 
internen VCC beschäftigt mich weiterhin :-)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Polyfuses haben allerdings immer noch einen relativ hohen Innenwider-
stand.  Da bist du dann mit dem Spannungsabfall in der gleichen
Größenordnung wie die FET-Lösung.  Daher hätte ich hier lieber zur
klassischen Sicherung gegriffen, diese aber so großzügig dimensioniert,
dass sie mit dem normalen Lab-Netzteil noch nicht zieht.

Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Varianten wohl
insgesamt eher minimal.  Such dir also die aus, die du für dich
als die sinnvollste empfindest.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Vielen tausend Dank Euch allen für die Unterstützung soweit!

Ich habe einfachkeiheitshalber nen Mosfet reingepflanzt und ne 
Netzgerätebuchse. Mir ist noch aufgefallen dasa ich hier OSZIs rumliegen 
hab und keine Quarze, daher musste das Bauteil ersetzt werden und spart 
auch zwei Kekros ein...

Wen es interessiert: Die Pin-Skala zeigt 328 verbrauchte Pins an!
Für das ATmega128 Projekt werde ich irgendwann wohl ne andere 
Software-Version benötigen :-(

Ich hab nun die hoffentlich letzte Verison des Schaltplans hochgeladen 
und fange nun mit dem Platzieren und Routen an. Mir wird jetzt schon 
ganz mulmig dabei...

Ich werde die ersten Entwürfe posten, sobald ich da was vorzeigbares 
habe.

Wenn jemmandem noch etwas aufallen sollte, bitte Bescheid geben!

Danke und Grüße,
Sebi

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

> Ich habe einfachkeiheitshalber nen Mosfet reingepflanzt und ne
> Netzgerätebuchse. Mir ist noch aufgefallen dasa ich hier OSZIs rumliegen
> hab und keine Quarze, daher musste das Bauteil ersetzt werden und spart
> auch zwei Kekros ein...

Nun, Quarze sind Groschenartikel.  Wenn du mal für irgendwas eine
,,eckige'' Quarzfrequenz brauchst, wirst du nicht unbedingt gleich
einen Oszillator dafür kaufen wollen.  Ich würde die Fassung für
den Quarz (mitsamt der Kerkos) mit vorsehen, nur in die Verbindung
zu XTAL1/2 dann einen Jumper rein.

Autor: Gast (Gast)
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Der Stift an der Netzgerätebuchse ist in der Regel der +-Pol. Für den 
FET würd ich einen P-Channel nehmen und in der +-Leitung einschleifen. 
In der Minus-Leitung besteht die Gefahr der Überbrückung durch andere 
Geräte die du ggf. an das Board anschließt.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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> Nun, Quarze sind Groschenartikel.  Wenn du mal für irgendwas eine
> ,,eckige'' Quarzfrequenz brauchst, wirst du nicht unbedingt gleich
> einen Oszillator dafür kaufen wollen.  Ich würde die Fassung für
> den Quarz (mitsamt der Kerkos) mit vorsehen, nur in die Verbindung
> zu XTAL1/2 dann einen Jumper rein.

Das Ziel ist eine eierlegende Wollmichsau, so muss ich auch B sagen ;-)
Das Teil zu sockeln hatte ich sowieso vor, da man recht schnell in die 
Versuchung kommen wird andere Frequenzen einstellen zu wollen.

> Der Stift an der Netzgerätebuchse ist in der Regel der +-Pol. Für den
> FET würd ich einen P-Channel nehmen und in der +-Leitung einschleifen.
> In der Minus-Leitung besteht die Gefahr der Überbrückung durch andere
> Geräte die du ggf. an das Board anschließt.

Das mit dem +/- ist wohl Geschmackssache. In der Beispielschaltung war 
die Buchse so beschaltet. Hab mal nachgeschaut und ich mag den Stift als 
+ auch lieber. Danke für den Hinweis.

Ich kann dir da noch nicht ganz folgen, aber du hast sicher recht :-)
(Vielleicht kann mich einer aufklären!?)

Neuer Plan hängt dran.

Grüße,
Sebi

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Denk beim Layout dran, wenn du eine Nullkraftfassung (ZIF socket)
benutzen willst, dass in der Aufklapprichtung des Hebels Platz
bleiben sollte.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Jörg Wunsch wrote:
> Denk beim Layout dran, wenn du eine Nullkraftfassung (ZIF socket)
> benutzen willst, dass in der Aufklapprichtung des Hebels Platz
> bleiben sollte.

Ich fürchte soviel Luxus wirds nicht werden.
Ich hab da einen einfachen Quarzsockel bei C* gefunden.
Nur was ich mit dem OSZI mache, weiss ich noch nicht so genau. Die 
einfachen 14er IC-Sockel sind nicht so der knüller. Ich schaue mir da 
noch die gedrehten Fassungen an und hoffe dass diese besser passen.
Keien Ahnung ob es speziell angepasste Sockel für OSZIs gibt??

Grüße,
Sebi

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

(Nullkraft-Fassung)

> Ich fürchte soviel Luxus wirds nicht werden.

Das solltest du dir aber wirklich gönnen.  Der STK500 hat keine,
und das Entfernen eines DIL-40 ohne Verbiegen der Beine ist ein
Krampf.  Beim STK600 haben sie das nun korrigiert.

> Nur was ich mit dem OSZI mache, weiss ich noch nicht so genau. Die
> einfachen 14er IC-Sockel sind nicht so der knüller. Ich schaue mir da
> noch die gedrehten Fassungen an und hoffe dass diese besser passen.

Ja, die gedrehten Fassungen sind ganz hübsch.  Beim Quarzoszillator
genügt es ja, wenn du die äußeren 4 Pins bestückst.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Jörg Wunsch wrote:
> Das solltest du dir aber wirklich gönnen.  Der STK500 hat keine,
> und das Entfernen eines DIL-40 ohne Verbiegen der Beine ist ein
> Krampf.  Beim STK600 haben sie das nun korrigiert.

Die sind günstiger als ich dachte (etwa 8 - 15 Euro), hab da bei ZIF 
erstmal an die ZIF/SOP-Adapter gedacht, die mehr kosten als ein 10er 
Pack der Chips die da rein sollen *g

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ja, ZIFs für QFP oder SO ist wirklich ein Horror, aber ZIF für DIL
geht noch.

Autor: Gast (Gast)
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> Keien Ahnung ob es speziell angepasste Sockel für OSZIs gibt??

Die haben meistens die Pins im Abstand wie normale DIL-Gehäuse. Also 
normale Präzisionsfassung nehmen und die Pins die nicht benötigt werden, 
aus dem Kunstoff herausdrücken.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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So, mein erster Versuch das Chaos auf der Platine zu ordnen.
Hab probiert die Bauteile möglichst so auszurichten, dass ich möglichst 
wenig Kreuzungen zwischen den Komponenten habe.

Um den ATMega ist etwas Platz, damit der ZIF-Sockel noch reinpasst.
Ich nehme an, dass er nur etwas dicker ist aber die selben Pin-Abstände 
hat, oder?

Der ISP, soll ein 3X2 Wannenstecker sein, den es aber in der Software 
net gibt :-/

Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich noch net sagen, ob ein Routing 
theoretisch überhaupt möglich ist - ich hoffe es mal ;-)

Grüße,
Sebi

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Und eine Target-3D-Ansicht dazu... ;-)

Autor: Gast (Gast)
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> Der ISP, soll ein 3X2 Wannenstecker sein, den es aber in der Software
> net gibt :-/

Lässt sich aber mit der Software schnell selbst erstellen.
Anbei der Wannenstecker

Autor: Gast (Gast)
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und hier der Nullkraftsockel

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Vielen lieben Dank für die Bauteile!

Das Teil ist dicker als ich erwartet hab. Musste die Platine etwas 
anpassen...

Neue Bilder angehängt.

Hab mich mit dem Erstellen von eigenen Elementen noch nicht beschäftigen 
können. Und ich weiss nicht ob ich bei Target bleiben werde, obwohl 
alles gut von der Hand geht. Den Einstieg empfand ich als Anfänger sehr 
angenehm. Nur mit diesem Projekt bin ich sehr nah an der 400 Pin-Grenze 
(350) und wenn das nächste größere Projekt ein Board für einen ATMega128 
wird, sehe ich schwarz... Leider gibts von Target keine Non-Profit 
Lizenzen für Hobbybastler :-(

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Und die 3D-Ansicht...

Autor: Gast (Gast)
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Es gibt bei www.pcb-pool.com eine Vollversion von dem Programm.
Damit darfst du dann aber die Leiterplatten nur bei denen fertigen 
lassen.

Autor: Gast (Gast)
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Ich würde den Nullkraftsockel auch um 180° drehen, so dass der Hebel 
nach Außen zeigt. Wie rum du das IC dann in den Sockel setzt, ist bei 
den Sockeln ja egal, musst nur Pin1 kennzeichnen. Die Pins im Layout 
kannst du umbenennen. Doppelklick auf einen Pin und Pin-Nummer ändern...

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Sehen TARGET-Schaltpläne immer so grauenhaft aus?

Was ich noch anbauen würde:
- Gleichrichter + Tonne vor den Spannungsregler, dann kannstes im 
Zweifelsfall auch an Wechselspannung betreiben und der Verpolschutz-FET 
fliegt raus.
- Wenn nicht, dann guck mal nach, womit die Kühlfahne des FET verbunden 
ist, der steht so recht nahe am Spannungsregler...
- Lastkondensatoren des Quarzes ggf. noch sockeln, das sind nicht immer 
22pF. Ich würd da statt der WIMA-Büchsen auch eher Keramikkondis 
einbauen.
- Die freien Nippesse an den Stiftleisten würd ich auf Masse legen 
(Wärmefalle drumrum, wenns ne Massefläche gibt). Dann kannste die auch 
noch anlöten, was der Sache Stabilität gibt.

Sonst noch paar kosmetische Dinge (naja, das Auge lötet mit...):
- Sieht teilw. richtig hässlich aus -- verleg die Verbindungen mal 
rechtwinklig oder wenigstens im 45°-Raster.
- Ansonsten wär ne genormte Schrift auch hübsch, aber dafür kannst du ja 
nix :-)
- Beschrifte mal, was wo in welchem Bus verschwindet.

Autor: Gast (Gast)
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> Sehen TARGET-Schaltpläne immer so grauenhaft aus?

Eigentlich nicht, hängt wie immer von dem ab der das Programm bedient , 
bzw. dessen Erfahrung damit, findest du bei Eagle-Usern auch.

> - Ansonsten wär ne genormte Schrift auch hübsch, aber dafür kannst du ja
> nix :-)

s.o.  Man kann jeden beliebigen Font für die Schrift wählen.

> Ich würd da statt der WIMA-Büchsen auch eher Keramikkondis einbauen.

Da hat der Bediener wohl nur nach dem RM geschaut, es gibt in dem 
Programm auch Kerkos in der Bibliothek.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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> Ich würde den Nullkraftsockel auch um 180° drehen, so dass der Hebel
> nach Außen zeigt.

Logo! Danke! Hätte eigentlich selber drauf kommen müssen...

Sven P. wrote:
> Was ich noch anbauen würde:
> - Gleichrichter + Tonne vor den Spannungsregler, dann kannstes im
> Zweifelsfall auch an Wechselspannung betreiben und der Verpolschutz
> FET fliegt raus.

Durch die Dioden im Gleichtichter gibts wieder nen Spannungsabfall.
Hab mich schon extra zu nem Mosfet hinreißen lassen, der bei den kleinen 
Strömen fast nichts schluckt...
Zudem fällt mir grad auch keine übliche Wechselspannunsgquelle ausser 
der Steckdose ein und da dran will man dieses Board in der Version nicht 
anschließen! ;-)

Ich behalts mal im Hinterkopf für das ATMega128-Projekt...
Dort wirds dann auch einen Überspannungsschutz geben.

> - Wenn nicht, dann guck mal nach, womit die Kühlfahne des FET
> verbunden ist, der steht so recht nahe am Spannungsregler...

Bei den Dingern bin ich noch am überlegen, ob ich da kleine Kühlkörper 
anbringe, für den Fall das man mit mehr als 6-12V arbeitet.
Hatte noch keine Gelegenheit nochmal in die Datenblätter zu schauen, um 
zu pürfen wieviel Wärme die Teile erzeugen und ob KKs wirklich nötig 
sind oder ob es reicht diese weiter auseinander zu stellen.

> - Lastkondensatoren des Quarzes ggf. noch sockeln, das sind nicht
> immer 22pF. Ich würd da statt der WIMA-Büchsen auch eher Keramikkondis
> einbauen.

Danke für den Hinweis. Frage: Wie sockel ich die Dinger am besten? Aus 
einer Buchsenliste fällt mir ein kleiner Kerko, wegen zu dünnen 
Beinchen, einfach raus (eben probiert).

Und in der Schaltung sind nur paar Elkos und sonst Kerkos 
geplant/verbaut. Das 3D-Modell was Target sich dazudichtet passt nicht 
immer zur realität und ein passenderes zu finden ist ohne preview 
Funktion ein Jackpot.

> - Die freien Nippesse an den Stiftleisten würd ich auf Masse legen
> (Wärmefalle drumrum, wenns ne Massefläche gibt). Dann kannste die auch
> noch anlöten, was der Sache Stabilität gibt.

Anlöten sowieso. Aber auf Masse legen? Ich weiss nicht so recht:
Bei K14/K15 gibt es einen Kurzen, wenn ich ein 10 pol. Flachbandkabel 
zum verbinden mit PA-PD verwende.
JTAG: Keinen schimmer, ob da etwas passieren kann. Wenn die Pins auf dem 
Debugger-Board ebenfalls auf Masse liegen oder nicht verbunden sind dann 
wohl nichts!? :-)
Und bei den Sub-D 9 Buchsen bin ich mir nicht wirklich sicher, ob das 
die serielle Schnistelle im PC so gern hat!? Theoretisch könnten da auch 
fiese Pegel (RTS/DTR) aufeinmal an der Masse des Boards anliegen, oder?

> Sonst noch paar kosmetische Dinge (naja, das Auge lötet mit...):
> - Sieht teilw. richtig hässlich aus -- verleg die Verbindungen mal
> rechtwinklig oder wenigstens im 45°-Raster.
> - Ansonsten wär ne genormte Schrift auch hübsch, aber dafür kannst du > ja nix 
:-)

Target Defaults + Newbie = Chaos Design ;-)

> - Beschrifte mal, was wo in welchem Bus verschwindet.

Macht die Sache nicht übersichtlicher. Die wichtigtsen/nicht 
offensichtlichen Leitungen sollten beschriftet sein (die 
Wannenstecker/Buchsenleisten sind 1:1) und wo man das Signal in einen 
Bus einspeist ist Target relativ egal, da man es überall rausholen 
kann...

Danke und Viele Grüße,
Sebi

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

>> - Lastkondensatoren des Quarzes ggf. noch sockeln, das sind nicht
>> immer 22pF.

Naja, selbst der STK500 benutzt da feste Kondensatoren.  Gesockelt
habe ich die auch sonst noch nirgends erlebt.

> Danke für den Hinweis. Frage: Wie sockel ich die Dinger am besten? Aus
> einer Buchsenliste fällt mir ein kleiner Kerko, wegen zu dünnen
> Beinchen, einfach raus (eben probiert).

Die sogenannten Präzisionsfassungen (diese gedrehten Teile mit
dem vergoldeten Kontakt in der Mitte) gibt's in zwei Durchmessern.
Der kleinere davon müsste ganz gut geeignet sein.  Bei dem passt
dann kein IDC-Kontakt mehr rein (also kein Kontakt aus einer
Standard-Pfostensteckerleiste).

(Unbenutzte Pins auf Masse)

> JTAG: Keinen schimmer, ob da etwas passieren kann.

JTAG hat zwei Masse-Pins.  Eigentlich sollte dort nur nSRST frei
bleiben sowie das Pin, mit dem man früher mal dem JTAG ICE die
Betriebsspannung zuführen konnte.

> Und bei den Sub-D 9 Buchsen bin ich mir nicht wirklich sicher, ob das
> die serielle Schnistelle im PC so gern hat!? Theoretisch könnten da auch
> fiese Pegel (RTS/DTR) aufeinmal an der Masse des Boards anliegen, oder?

Yep.  Normalerweise verbindet man dort noch RTS mit CTS (damit
,sieht' die hardware flow control immer einen aktiven Pegel, wenn
sie selbst einen solche aussendet) sowie DTR mit DCD und DSR.
DTR wird vom Computer beim Öffnen der Schnittstelle angelegt, und
DCD wird bei Unixen, DSR bei MS-DOS und seinen Nachfolgern als
Zeichen genommen, dass das Modem bereit ist.  Bei einer D9-Buchse
heißt das, dass Pins 1/4/6 sowie 7/8 miteinander verbunden werden.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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> Yep.  Normalerweise verbindet man dort noch RTS mit CTS (damit
> ,sieht' die hardware flow control immer einen aktiven Pegel, wenn
> sie selbst einen solche aussendet) sowie DTR mit DCD und DSR.
> DTR wird vom Computer beim Öffnen der Schnittstelle angelegt, und
> DCD wird bei Unixen, DSR bei MS-DOS und seinen Nachfolgern als
> Zeichen genommen, dass das Modem bereit ist.  Bei einer D9-Buchse
> heißt das, dass Pins 1/4/6 sowie 7/8 miteinander verbunden werden.

Im UART-Tutorial hat man es vermutlich um die Verwirrung gering zu 
halten weggelassen. Im RS232 Tutorial sind die Verbindungen, wie ich 
grad gesehen hab, bis auf den 4. Pin so drin!? Es dürfte nicht schaden, 
wenn ich die PINs entwsprechend verbinde. Wobei ich die 1/4/6-Kombi 
nicht über den Pegelwandler an GND legen kann, da dieser bereits voll 
ist *g Sollte aber kein Problem darstellen, oder?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

> Wobei ich die 1/4/6-Kombi
> nicht über den Pegelwandler an GND legen kann, da dieser bereits voll
> ist *g Sollte aber kein Problem darstellen, oder?

Für diese Verbindungen brauchst du keine Pegelwandler, die arbeiten
alle auf dem RS-232-Pegel, den der Host vorgibt.

Eine Alternative wäre es noch, den zweiten Kanal des MAX232 optional
über Jumper als RTS/CTS-Hardware-flow-control nutzbar zu machen, also
auf RTS/CTS zu routen.  Ist aber für ein einfaches Devboard schon
ziemlich viel dann.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Jörg Wunsch wrote:
> Für diese Verbindungen brauchst du keine Pegelwandler, die arbeiten
> alle auf dem RS-232-Pegel, den der Host vorgibt.

Deswegen wollt ich das Teil ja auch nicht direkt an GND legen.
Also einfach gechlossen zirkulieren lassen :-)

> Eine Alternative wäre es noch, den zweiten Kanal des MAX232 optional
> über Jumper als RTS/CTS-Hardware-flow-control nutzbar zu machen, also
> auf RTS/CTS zu routen.  Ist aber für ein einfaches Devboard schon
> ziemlich viel dann.

Hab es mir mal fürs 128er Projekt notiert. Aber evtl. kommt dort auch 
ein größerer Pegelwander zum Einsatz. Es seiden, mir fällt noch die Tage 
ein triftiger Einsatzzweck ein, wofür man RTS/CTS mit dem Controller 
nutzen will.

Bin auch grad über den Schaltplan des STK500 gestolpert.
Interessant, was die da so machen... Muss ich aber jetzt auf anhieb 
nicht verstehen, wieso die da 10mal mehr Kondensatoren und Widerstände 
einbauen, oder?! Auf den ersten Blick würde ich auch vermuten, das die 
aus nem einfachen Quarz einen Oszilator basteln und nicht den internen 
Oszilator-Schaltkreis verwenden - wenn ich raten müsste: Nicht alle 
AT-Chips die aufs STK500 draufpassen haben einen internen?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

> Es seiden, mir fällt noch die Tage
> ein triftiger Einsatzzweck ein, wofür man RTS/CTS mit dem Controller
> nutzen will.

Die Leitungen braucht man für hardware flow control, also wenn entweder
der PC dem AVR oder der AVR dem PC rufen können will: ,,Wart mal, mir
geht das hier zu schnell!''

> Muss ich aber jetzt auf anhieb
> nicht verstehen, wieso die da 10mal mehr Kondensatoren und Widerstände
> einbauen, oder?!

So viel mehr haben sie ja im reinen Devboard-Bereich nicht.  Es gibt
natürlich pro Fassung einen Abblockkondensator, und es gibt einen
Transistor pro LED, damit die LEDs für Targetspannungen von 1,8 V
bis 6 V gleich hell leuchten.

Das, was da wirklich aufwändig drauf ist, ist der Anteil, den der
Programmer ausmacht sowie die Erzeugung der variablen Spannungen
mittels PWM.

> Auf den ersten Blick würde ich auch vermuten, das die
> aus nem einfachen Quarz einen Oszilator basteln und nicht den internen
> Oszilator-Schaltkreis verwenden - wenn ich raten müsste: Nicht alle
> AT-Chips die aufs STK500 draufpassen haben einen internen?

Doch, den haben alle, aber die Leitungslänge von den IC-Fassungen
zur Quarzfassung wäre viel zu groß.

Autor: SoLaLa (Gast)
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> - Wenn nicht, dann guck mal nach, womit die Kühlfahne des FET verbunden
> ist, der steht so recht nahe am Spannungsregler...

das war mir auf der 3Dansicht auch als erstes aufgefallen und scheint 
oben in der Diskussion fast untergegangen zu sein.
Es geht da um den möglichen Kurzschluß zwischen FET und GND, also nicht 
vergessen das zu ändern. Zum Thema Kühlkörper: den bräuchte nur der 
Regler, der FET hingegen arbeitet ja als Schalter und braucht sowas 
nicht

Autor: Gast (Gast)
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für den Mosfet würd ich auch einen SMD-Typ nehmen. Fairchild hat da süße 
Kleine ;) im Angebot....FDC5614P z.B.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Jörg Wunsch wrote:
> Die Leitungen braucht man für hardware flow control, also wenn
> entweder der PC dem AVR oder der AVR dem PC rufen können will:
> ,,Wart mal, mir geht das hier zu schnell!''

Wenn aber keine aktive Verbindung besteht, wird man wohl noch das 
Ring-Signal benötigen um den Rechner zu "wecken"... Aber das ist in der 
Tat etwas fürs nächste Projekt ;-)

Gast wrote:
> für den Mosfet würd ich auch einen SMD-Typ nehmen. Fairchild hat da
> süße Kleine ;) im Angebot....FDC5614P z.B.

Da dies ein single-layer Layout werden soll und ich selbst noch vor SMD 
zurück schrecke wird das diesmal nichts ;-)
Evtl. versuche ich mich im nächsten DEV-Board Projekt an SMD...

Status-Update:
Hab nun inzwischen alle Elemente aus diversen Shops kreuz und quer 
geliefert bekommen und werde die Plazierung der Bauteile verifizieren, 
ob die Maße mit der Realität übereinstimmen und so passen.
Kümmere mich dabei auch um die Problematik des zunah stehenden FET und 
Spannungsreglers...

Was ich sonst noch rausgefunden habe ist dass die Sockel für Quarze sich 
ebenfalls dazu eignen könnten die entsprechenden Kerkos zu halten.

Wenn alles glatt geht, hab ich bis mitte nächster Woche das Layout in 
einer ersten Version :-)

Das einzige, was mir noch Sorgen macht, ist die Platine sauber belichtet 
zu bekommen. An der UV-Quelle wird es vermutlich nicht scheitern - nach 
einigen Überlegungen ggf. selbst paar EVGs und Röhren zusammen zu 
zimmern oder den Elektor UV-LED-Belichter zu basteln bin ich auch bei 
einem Gesichtsbräuner aus der Bucht gelandet... (Allein die UV-Röhren 
würden mehr kosten als ein gebrauchtes Gerät - verkehrte Welt)

Was mir Bauchschmerzen bereitet ist die Folie zum Belichten:
Hab es mit den OH-Folien von Zweckform 3552 und nem OKI Farblaser 
ausprobiert -> Die Folienausdruck scheinen nicht so wirklich 100% 
lichtdicht zu sein und der berühmte Tonerverdichter zeigt absolut null 
komma null Wirkung :-( [Da hat es OKI mit der Beständigkeit der 
Ausdrucke wohl sehr ernst und genau genommen]

Hab mal irgendwo auch etwas von den Zweckform Folien für die 
Druckformherstellung gehört? Lohnt es sich diese mal auszuprobieren?

Grüße,
Sebi

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebi 3k wrote:

>> Die Leitungen braucht man für hardware flow control, also wenn
>> entweder der PC dem AVR oder der AVR dem PC rufen können will:
>> ,,Wart mal, mir geht das hier zu schnell!''
>
> Wenn aber keine aktive Verbindung besteht, wird man wohl noch das
> Ring-Signal benötigen um den Rechner zu "wecken"...

Nö.  Der Ring Indicator wird in aller Regel überhaupt nicht benutzt.
Wenn überhaupt, dann funktioniert das so, dass auf dem Rechner ein
Programm den Modemport öffnet und dabei DTR aktiviert.  Das ist für
das Modem (und als solches benimmt sich den Dev-Board ja) dann das
Kennzeichen, dass es jetzt überhaupt Dinge mit der Leitung machen
darf.  Bei einem ankommenden Ruf würde es dann RING ausgeben, oder
aber wenn Register S0 auf ungleich 0 gesetzt ist, nimmt es den Ruf
an (dabei zieht es DSR hoch, das wäre das Aktivitätskennzeichen für
DOS/Windows), verhandelt das Modulationsverfahren und zieht danach
das DCD hoch (das wäre das Aktivitätskennzeichen für Unix).

Aber das ist alles jenseits eines simplen CTS/RTS-Flowcontrol.

> Wenn alles glatt geht, hab ich bis mitte nächster Woche das Layout in
> einer ersten Version :-)

Da der Thread nun im µC-Forum gelandet ist, machste dann am besten
für die Layout-Fragen einen neuen Thread im Platinenforum auf.

> Hab mal irgendwo auch etwas von den Zweckform Folien für die
> Druckformherstellung gehört? Lohnt es sich diese mal auszuprobieren?

Naja, wirklich dicht ist das bei mir bei einem HP-Drucker auch nicht,
aber dort hilft zumindest der Tonerverdichter ein wenig.

Irgendwo hatte im Platinenforum mal einer einen Link gepostet für
eine Firma, die für wenig Geld richtige Filme belichtet.

Autor: Martin F. (maz)
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@ sebi:

Ich verwende auch einen atmega644, kenne mich auf dem gebiet aber nicht 
sehr gut aus.
Durch ein Schulprojekt habe ich die Aufgabenstellung ein Kernelboard und 
weitere modulare Entwicklungsboards zu bauen.
Kannst du mir ein paar Tipps bezüglich der Hardwarebeschaltung des MCs 
geben?
oder kannst du mir vielleicht sogar deine eagle datei schicken?

MfG

Martin F.

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Hi Martin,

auf jeden Fall wirst du das Datenblatt des ATmega644 runterladen und 
studieren müssen und solltest es immer griffbereit haben ;-)

Falls du mit Mikrocontrollern an sich noch nicht so vertraut bist 
(Fuses, Timer, Interrupts, I/O, etc.) wirst du dich mit den Grundlagen 
beschäftigen müssen. Es gibt hier auf der Seite viele Tutorials, welche 
diese Themen behandeln. Ich weiß nicht in welcher Sprache du 
programmieren willst? Ich hab damals mit Bascom angefangen und dazu gibt 
es auch ein gutes Buch von Roland Walter - 
"AVR-Mikrocontroller-Lehrbuch" welches mir den Einstieg erleichtert hat. 
Je nach Anwendungszweck sollte man aber direkt auf C oder ASM gehen… Zum 
Thema Bascom vs C vs Assembler gibt’s hier aber genügen Threads und 
Diskussionen ;-)

Zum Thema Hardwarebeschaltung: Das kommt ganz drauf an, was man mit dem 
Teil anstellen möchte ;-) Die minimale Grundschaltung besteht aus dem 
MC, einer Spannungsversorgung, einem Stützkondensator und ggf. dem 
Reset-Pullup Widerstand. Alles Weitere ergibt sich aus der genauen 
Anforderung...

Die Experimentier-Platine ist quasi nichts anderes als eine 
Grundschaltung mit ein paar Erweiterungen für den seriellen Anschluss, 
Leds, Taster, Buchsenleisten und verschiedene Taktgeber. Ich kann dir 
gerne meine Projektdatei per Mail zu senden. Ich hab allerdings in 
Target3001 gearbeitet…

Mit etwas adaptiven Denken, kann man mit dem Board eigentlich fast alles 
aus den Tutorials und Beispielen nachstellen. Man muss halt nur drauf 
achten, dass man die entsprechenden Ports verwendet, den Quellcode 
daraufhin anpasst und auf Doppelbelegung der Pins (Fuses) achtet ;-)

Links:
AVR Lehrbuch -> http://www.rowalt.de/index.htm

Autor: Martin F. (maz)
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Danke für deine Antwort.

Ich möchte in C programmieren benutze dafür AVRstudio4 mit WinAVR.
Wenn du mir dein Projekt zuschicken könntest wäre ich dir sehr dankbar.
Hier meine adresse: martinf2@gmx.at

Ich möchte meinen atmega 644-20-PU mit einem 20Mhz Quarz betreiben. Geht 
das?
Muss ich dann beim Programmieren mit avr isp mk2 in AVRStudio4 
einstellungen dazu vornehmen? Wenn ja welche?
Oder geht das auch mit config- oder reg-Dateien?

Ich bin nähmlich bei einer Internet recherche auf folgenden Code 
gestoßen:
$regfile="m644def.dat"
$crystal=20000000

und das ganze verwirrt mich ein bisschen ;)

MfG Martin

Autor: Sebi 3k (sebi3k)
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Hi,

die Projektdatei müsstest du bekommen haben.

Der 644-20 ist bis 20Mhz ausgelegt und kann daher mit einem 
Standardquarz oder Quarzoszillator betrieben werden. Welche Lösung 
besser funktioniert, kann ich dir net sagen. Kommt vermutlich auf die 
Genauigkeit der Bauteile an ;-)

Das was du da gefunden hast, sind nur die Compiler-Anweisungen für 
Bascom. Diese sagen dem Compiler nur für welche Takfrequenz der Code 
kompiliert werden muss. Was du vorher machen musst, ist den ATmega mit 
den entsprechenden FUSEs auf die entsprechende Taktart und Taktfrequenz 
einstellen.

Die Basics werden hier im AVR Tutorial beschrieben: 
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_Fuses

Für die genauen Einstellungen musst du dann das Datenblatt deines 
ATMegas heranziehen.

Grüße,
Sebi

Autor: Martin F. (maz)
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Hi,

Danke für die tollen Infos und das Schicken deines Projektes.

Ich werde mich jetzt bald einmal ans Fertigen wagen.
(Probieren geht ja bekanntlich über studieren ;-) )

Hab da aber noch eine Frage und zwar:
Ich hab gelesen, dass man bei den atmegas einen Tiefpass vorschalten 
muss wenn man den AD-Converter verwenden will.
Stimmt das oder muss man das nur bei bestimmten MCs.
Ich hab jedenfalls im Datenblatt nichts davon entdeckt.

Gruß Martin

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Martin F. schrieb:

> Hab da aber noch eine Frage und zwar:
> Ich hab gelesen, dass man bei den atmegas einen Tiefpass vorschalten
> muss wenn man den AD-Converter verwenden will.

Man kann. Man muss aber nicht.
Ob das sinnvoll ist oder nicht, hängt auch von den zu messenden 
Spannungen und deren 'Schmutzgrad' ab.
Im Regelfall würde ich so etwas auf der Grundplatine eines 
Experimentiersystems nicht vorsehen.

Autor: Martin F. (maz)
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Hi,

Muss ich auf sonst noch etwas spezielles achten?
Außer den Reset- und Quarz-Beschaltungen?

MfG Martin

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