Ein Mann wurde in Großbritannien verhaftet mit der Begründung das er "pervert the course of justice", also die Entwicklung der Gerechtigkeit "pervertiert" hätte. Was hat er getan? Nun, nichts weiter als seine Ausarbeitungen zu den Londoner Anschlägen auf eine DVD zu packen und diese an den Untersuchungsrichter und Hinterbliebene der Anschläge zu schützen. Kommt man nun schon ins Gefängnis wenn man seinen Pflichten als Zeuge einer kriminellen Tat nachkommt? http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2009/0211/1233867931721.html
Gast
#1143710
Gibts irgendeine Verschwörungstheorie die Du nicht glaubst? Wie sieht es mit Neuschwabenland aus? Glaubst Du daran auch?
Ob der Mann recht hat oder nicht - mit welchem Recht wird er für das Zustellen einer DVD an den Untersuchungsrichter bestraft? DAS ist der springende Punkt. Und wenn er auf der DVD Ronald McDonald als Urheber der Anschläge vermutet besteht trotzdem kein Grund ihn zu verhaften! "Pervert the course of justice" ist übrigens eine Anklage gegen einen Inquisitor gewesen, welcher sich nicht an Hexenprozessen beteiligen wollte....
Gast
#1143761
Ist das deine übliche Hetze "Rüdiger Knörig (Firma TU Berlin) (sleipnir)" oder bist du der englischen Sprache einfach nicht mächtig?
Könntest Du Deine polemische Kritik in konstruktive Kritik umwandeln - dann könnten wir sogar über Deinen Standpunkt diskutieren :-)
Gast
#1143875
Obwohl die Behörden dort bei solch lächerlichen Verschwörungstheorien etwas mehr Humor zeigen könnten, besteht gegen den Verhafteten vermutlich der Verdacht auf "Fabricating of evidence".
Gast
#1143903
Ich denke das Problem dabei ist, dass er was an Jurymitglieder geschickt hat. Und das darf man glaub ich nicht. Die dürfen nur Sachen aus dem Verfahren verwenden und keine zusätzliche Information.
Gast
#1144014
>Kommt man nun schon ins Gefängnis wenn man seinen Pflichten als Zeuge >einer kriminellen Tat nachkommt? Naja...bei uns reicht historische Forschung an nationalsozialistischen Themen, um strafrechtlich belangt zu werden.
Gast
#1144141
Manchmal wünschte ich Leute wie Du, die solchen Mist schreiben, würden wegen absoluter Dummheit belangt!
> Naja...bei uns reicht historische Forschung an nationalsozialistischen > Themen, um strafrechtlich belangt zu werden. Das ist Dummfick. Und Du weißt das auch.
Gast
#1144185
Jupp hat Recht, es gab einen Historiker, der sich dem Vorwurf der Volksverhetzung unterziehen musste. Erst nach mehreren Instanzen bekam der Mann sein Recht.
Gast
#1144193
Rufus wrote:
> Das ist Dummfick. ..
Ne das ist halt Jupp der immer gerne Herkunftsnachweise für Kleinkrams
fordert. Irgendwas ist da falsch gepolt (im Jupp). :)
Rufus t. Firefly wrote: >> Naja...bei uns reicht historische Forschung an nationalsozialistischen >> Themen, um strafrechtlich belangt zu werden. > > Das ist Dummfick. Und Du weißt das auch. Trotzdem macht es einen ziemlich merkwürdigen Eindruck, wenn ein Staat meint, gewisse Ideologien unter Strafe stellen zu müssen, andere nicht...
> Trotzdem macht es einen ziemlich merkwürdigen Eindruck, wenn ein Staat > meint, gewisse Ideologien unter Strafe stellen zu müssen, andere > nicht... Nein, macht es nicht, wenn man in der Lage ist, geschichtliche Zusammenhänge zu verstehen. Die "gewisse Ideologie" war Massenmord. An dem äußerst viele beteiligt waren, und von denen sich sehr viele damit herausgeredet haben, daß sie a) nichts davon gewusst hätten oder b) nur ihre Befehle ausgeführt hätten.
Trotzdem hat das Gesetzbuch in Bezug auf die Geschichtsschreibung nichts verloren. Auch die Inquisition hat sich ja heheren Zielen verschrieben und der Wissenschaft nur Vorschriften gemacht um "gottesfeindliche Auswüchse" zu verhindern - UND SIE HABEN DOCH NICHT ETWA WAS DAGEGEN ODER WOLLEN DOCH NICHT ETWA KETZERISCHE POSITIONEN VERTRETEN, ODER? Die Grundsituation ist die gleiche wie zur schlimmsten Zeit der Inquisition: es ist die Erstarrung die dadurch entsteht das man eben nicht frei reden und forschen kann. Wissenschaft besteht aber im Diskurs und damit auch im Irrtum. Solange es freien Diskurs gibt ist daran auch nichts auszusetzen. Und spätestens nach Einstein sollte man wissen das es eben keine wirklich unumstößlichen Grundwahrheiten gibt. Was wäre gewesen wenn man die Zweifel am damals absolut plausiblen Newton'schen Weltbild unter Strafe gestellt hätte? Wie es der abendländischen Wissenschaft schon im Mittelalter einmal passiert ist hätte auch hier wieder ein Erstarren eingesetzt. Dieses Erstarren besteht in dem Schweigen, welches einsetzt wenn die Leute gerade ob der Unklarheiten auf dem Gebiet nicht mehr wissen was man sagen kann oder nicht. Diesen Zustand nennt man geistige Unfreiheit. Selbst zur erlebten Geschichte wie dem Mauerfall findet man viel widersprüchliche Informationen - das betrifft eigentlich jedes Gebiet der Geschichte. Französischen Historikern gingen die heutigen Zustände so auf den Wecker das sie deshalb extra eine großangelegte Petition starteten. Nochmals: auch die Inquisition hatte aus ihrer Sicht nur hehere Ziele, um ihre Dogmen durchzudrücken. In dieser Frage ist mir Amerika bis jetzt immer recht symphatisch gewesen. Den Amerikanern ist es lieber das ein paar Verrückte in Latexkostümen öffentlich behaupten können das Elvis nächstes Jahr in einem UFO zurückkommen will als das selbst solche Meinungen einer Gesinnungsdiktatur weichen müssen. Man sollte in solchen Fragen etwas mehr Gelassenheit zeigen und der wissenschaftlichen Arbeit vertrauen - darauf baut unsere Gesellschaft ja auch sonst auf! Hier kann man auch gut Friedrich den Großen zitieren: „Die Wahrheit hat weder Waffen nötig, um sich zu verteidigen, noch Gewalttätigkeit, um die Menschen zu zwingen, an sie zu glauben. Sie hat nur zu erscheinen, und sobald ihr Licht die Wolken, die sie verbergen, verscheucht hat, ist ihr Sieg gesichert.“
> Den Amerikanern ist es lieber das ein paar Verrückte in > Latexkostümen öffentlich behaupten können das Elvis nächstes Jahr in > einem UFO zurückkommen will als das selbst solche Meinungen einer > Gesinnungsdiktatur weichen müssen. Den Unterschied erkennst Du nicht? Verrückte in Latexkostümen sind keine Massenmörder, und die Massenmörder waren die Groß- bzw. Urgroßeltern von verdammt vielen in diesem unserem Lande noch lebenden. Hinter der Freiheit der Wissenschaft - die wichtig ist, keine Frage - verstecken sich Leute, die alles andere als wissenschaftlich arbeiten, die auch überhaupt kein Interesse daran haben, die Wahrheit herauszufinden, sondern die den Ermordeten nicht nur das Leben, sondern auch noch die Würde nehmen wollen, in dem sie behaupten, sie wären gar nicht ermordet worden bzw. die wenigen Überlebenden würden Lügengeschichten verbreiten. Diese Leute pervertieren die Freiheit der Wissenschaft. Und daher ist es sehr wohl sehr erforderlich, mit rechtlichen Mitteln gegen diese Leute vorzugehen. Deine Vergleiche mit der Inquisition sind ziemlich widerwärtig.
Rufus t. Firefly wrote: >> Trotzdem macht es einen ziemlich merkwürdigen Eindruck, wenn ein Staat >> meint, gewisse Ideologien unter Strafe stellen zu müssen, andere >> nicht... > > Nein, macht es nicht, wenn man in der Lage ist, geschichtliche > Zusammenhänge zu verstehen. Es kann doch wohl nicht sein, daß man denen, die gewisse Zusammenhänge nicht verstanden haben, einfach die Äußerung gewisser Gedanken bei Strafe verbietet, statt die Debatte zu führen, in deren Verlauf die Frage geklärt wird. (Wenn hinterher einer immer noch meint, die Erde sei eine von der Sonne umkreiste Scheibe, dann macht er sich höchstens lächerlich, was aber auf die Gestalt der Erde und das Verhalten der Sonne keinerlei Einfluß hat. Wohl aber auf die, die den Wirrkopf für seinen Unsinn auslachen.) > Die "gewisse Ideologie" war Massenmord. Eine Ideologie ist ein Gedankengebäude. Seit wann können Gedanken töten? > An dem äußerst viele beteiligt > waren, und von denen sich sehr viele damit herausgeredet haben, daß sie > a) nichts davon gewusst hätten oder b) nur ihre Befehle ausgeführt > hätten. Tja, und gerade das sind doch beste Voraussetzungen dafür, daß man die Wahrheit herausfinden kann. Also wozu das Verbot? Die Antwort ist beschämend banal: Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit. Und wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. George Orwell
Rufus t. Firefly wrote:
> Deine Vergleiche mit der Inquisition sind ziemlich widerwärtig.
Aber treffend. Leider.
Rufus t. Firefly wrote: >> Den Amerikanern ist es lieber das ein paar Verrückte in >> Latexkostümen öffentlich behaupten können das Elvis nächstes Jahr in >> einem UFO zurückkommen will als das selbst solche Meinungen einer >> Gesinnungsdiktatur weichen müssen. > > Den Unterschied erkennst Du nicht? Verrückte in Latexkostümen sind keine > Massenmörder, und die Massenmörder waren die Groß- bzw. Urgroßeltern von > verdammt vielen in diesem unserem Lande noch lebenden. OK. Der Vergleich war nicht gerade der Beste. Es gibt aber in den USA durchaus Orte, in denen Nazis, in Uniform versteht sich, Umzüge abhalten und von der Polzei dabei geschützt werden. Viele der Nazi-Pamphlete werden in den USA gedruckt. Die Amis stehen zu ihrer Rede- und Meinungsfreiheit. Entweder sie gilt oder sie gilt nicht. Wenn sie aber gilt, dann gilt sie in allen Bereichen. Das mag dir und mir in diesem konkreten Beispiel nicht gefallen, ist aber so. Und ich finde das auch in gewisser Weise konsequent.
Hätte es in der US-Amerikanischen Geschichte ein auch nur ansatzweise mit dem hier stattgefundenen Massenmord vergleichbares Ereignis gegeben, wäre das Verhältnis der USA zur Meinungsfreiheit auch ein ganz anderes. Im übrigen möchte ich nur an die Kommunistenhatz unter McCarthy erinnern, die deutlich zeigt, wie es vor noch gar nicht so langer Zeit mit der Meinungsfreiheit in den USA bestellt war. > Tja, und gerade das sind doch beste Voraussetzungen dafür, daß man die > Wahrheit herausfinden kann. Das klingt so, als ob es eine noch herauszufindende Wahrheit gäbe, daß also bislang gelogen, umgedeutet und vertuscht würde. Du merkst nicht viel.
Gast
#1144803
dann wahr die sklaverei und die ausrottung der indianer keine ähnlichen ereignisse?
Die alten Geschichtsschreiber wußten zu berichten, daß Rom unter Sulla besser roch als unter der Republik. Was lehrt uns das? Lieber das Leichentuch der Diktatur über die Menschen als die Gerüche des Lebens ertragen müssen? Ein Gesinnungsstrafrecht und strafrechtlich verordnete Meinungen sind in Bausch und Bogen abzulehnen. Warum? Hatten wir in der DDR Meinungsfreiheit? Antwort Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Jeder durfte seine Meinung sagen, Meinungsfreiheit war in der Verfassung der DDR verankert. Wie kam es dann dazu daß Bautzen mit Leuten gefüllt war die nur ihre Meinung gesagt haben? Eben weil es so Gummiparagraphen wie "staatsfeindliche Propaganda" gab. Das konnte schon angewendet werden wenn man am Telefon sagte daß es schon wieder keine Kartoffeln gäbe. Die Begründung war übrigens schon damals "antifaschistisch" a la "seid ihr für den Krieg oder für die SED?". Eben so "antifaschistisch" wie der "antifaschistische Schutzwall". Ich habe vor 18 Jahren geglaubt die Gesinnungsdiktatur und den Schnüffelstaat hinter mir gelassen zu haben. Das erweist sich immer mehr als Irrtum. Zudem finde ich den Vergleich mit der Inquisition recht passend. Auch der Inquisitor war der Überzeugung, ja nur das Gute und einzig wahre zu verteidigen. Wie viel Leid haben diese "Streiter der Guten" verursacht! Und wenn die McCarty-Ära angeführt wird so kann man dies nur als weiteren Beweis für das Unheil ansehen, welches fanatische "Streiter für das Gute" stets bewirken. Jeder menschenfressende religiöse oder politische Wahn begann mit der Errichtung eines Dogmas mit Allgeltungsanspruch und Verfolgung der Andersgläubigen. @Rufus: auch der 30igjährige Krieg war furchtbar. Sollen wir deswegen jede Forschung und Meinungsäußerung darüber verbieten?
Rufus t. Firefly wrote: > Das klingt so, als ob es eine noch herauszufindende Wahrheit gäbe, daß > also bislang gelogen, umgedeutet und vertuscht würde. Das muß ich in dem speziellen Fall nicht - ich habe selbst genug Zeit damit verbracht, mich davon zu überzeugen, was in deutschen KZs passiert ist. Nur billige ich jedem zu, das ebenfalls unvoreingenommen und vor allem ohne Bedrohung durch Strafrecht und den politisch korrekten Mob selbst zu eruieren. Was man allerdings mit Recht anzweifeln kann, ist das Dogma von den 6 Millionen - es können genausogut 4, oder 9 gewesen sein, das läßt sich trotz deutscher Buchaltungspedanterie nämlich nicht genau beziffern. Nur ändert das an der Qualität der Verbrechen nichts. > Du merkst nicht viel. Und du meinst tatsächlich, mann könnte die "Wahrheit" per Strafgesetz festlegen? Und wenn ja: wer soll denn das Privileg haben, festzulegen, was die "Wahrheit" ist? Merkst du was?
Gast
#1145148
@Uhu, " ich habe selbst genug Zeit damit verbracht, mich davon zu überzeugen, was in deutschen KZs passiert ist. " Und bist Du deswegen strafrechtlich bedroht oder verfolgt worden?
Gast wrote: > @Uhu, > > " ich habe selbst genug Zeit damit verbracht, mich davon zu überzeugen, > was in deutschen KZs passiert ist. " > > Und bist Du deswegen strafrechtlich bedroht oder verfolgt worden? Darum gehts hier nicht.
Gast
#1145182
@Uhu, offenbar hast Du Deine Forschungsarbeiten ungestört durchführen können. Also wo ist dann das Problem? Daß die Leugnung oder Verharmlosung des Holcaust unter Strafe steht?
Gast wrote: > @Uhu, > > offenbar hast Du Deine Forschungsarbeiten ungestört durchführen können. > > Also wo ist dann das Problem? Daß die Leugnung oder Verharmlosung des > Holcaust unter Strafe steht? Beitrag "Re: Meinungsfreiheit a la GB"
Gast
#1145220
@Uhu, "Nur billige ich jedem zu, das ebenfalls unvoreingenommen und vor allem ohne Bedrohung durch Strafrecht und den politisch korrekten Mob selbst zu eruieren." Zumindest für Deine sensiblen Forschungsarbeiten ist das immerhin der Fall gewesen.
Gast
#1145222
Hört doch mal auf euch zu streiten und stellt euch einfach folgendes Szenario vor: In Deutschland ist alles erlaubt was Redefreieheit betrifft. Jeden Monat marschieren deshalb Nazis mit Hakenkreuzflaggen und in SS-Uniform durch die Stadt. Der Zug geht direkt am jüdischen Friedhof vorbei (seine Meinung wird man ja wohl überall sagen dürfen!). Irre stellen sich in die Fußgängerzone und behaupten, den Holocaust hätte es nie gegeben, die Juden hätten das nur erfunden um die Deutschen auszupressen und überhaupt seien sie an folgendem Schuld: -Wirtschaftskrise durch Jöööödische Unterwanderung des Finanzsystems -Arbeitslosigkeit unter den Deutschen -Blutschande -Der "Holocaust" am palestinensischen "Volk" -Hoher Benzinpreis durch jüdische Spekulanten Kann mir jetzt einer von euch sagen, wozu das gut sein sollte? Haltet ihr das in einem Land für moralisch tragbar, was Tod und Verdammnis über Abermillionen Menschen gebracht hat? Könnt ihr das heute lebenden jüdischen Mitbürgern als "Meinungsfreiheit" verkaufen? Es tut mir leid, ich kann demgegenüber nur Abscheu empfinden. Es muss immer der Grundsatz gelten: keine Toleranz gegenüber Intoleranz! Genau das machen sich doch immer wieder totalitäre Strömungen zu Nutze, dass sie "Toleranz" und "Freiheit" für sich fordern, nur das anderen nicht gewähren sobald sie Macht haben. Und Rüdiger, Dein Vergleich mit der Hexenjagd im Mittelalter zeigt mir deutlich aus welcher Ecke Du kommst. Ist das Sleipnir doch nicht so weit hergeholt, nicht? Die Inquisition hat im Prinzip harmlose und meist tolerantere Individuen verfolgt, aus dem Totalitarismus der christlichen Ideologie heraus. Man hat diese Menschen schrecklich gefoltert und getötet. Heute wird genau solches Verhalten und das Propagieren solcher Ideologie verfolgt. Aber mit Gefängnis und Geldstrafen, nicht mit dem Scheiterhaufen. Aber dass Du nicht in der Lage bist, diese logische Schlussfolgerung zu ziehen, überrascht mich nicht.
Gast wrote: > Hört doch mal auf euch zu streiten und stellt euch einfach folgendes > Szenario vor: > > In Deutschland ist alles erlaubt was Redefreieheit betrifft. Jeden Monat > marschieren deshalb Nazis mit Hakenkreuzflaggen und in SS-Uniform durch > die Stadt. Der Zug geht direkt am jüdischen Friedhof vorbei (seine > Meinung wird man ja wohl überall sagen dürfen!). Irre stellen sich in > die Fußgängerzone und behaupten, den Holocaust hätte es nie gegeben, die > Juden hätten das nur erfunden um die Deutschen auszupressen und > überhaupt seien sie an folgendem Schuld: Das ist doch dummes Zeug. Die wirklichen Faschisten sind doch längst an der Macht. Die schreien bei jeder Gelegenheit laut "Haltet den Dieb", wenn irgendwo ein paar Schwachköpfe ihre hohlen Birnen ausleeren. Der Effekt ist, daß eine andere Sorte von Schwachköpfen sich angesprochen fühlt und den Kampf gegen die Irren aufnimmt. Teile und herrsche... Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit. Und wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. George Orwell
Gast
#1145558
NA das ist aber sehr allgemeines inhaltsloses Geschwafel Uhu, geh ma lieber pennen, auch als Eule.
Gast wrote: > NA das ist aber sehr allgemeines inhaltsloses Geschwafel Uhu, geh ma > lieber pennen, auch als Eule. Und wieder ein "Beitrag" ohne jedes Argument. So kennt man die "Gäste"...
Gast wrote: > Es muss immer der Grundsatz > gelten: keine Toleranz gegenüber Intoleranz! Und genau hier liegt das Henne-Ei Problem. 1) wer definiert was intolerant ist 2) mutierst du damit genauso auf die Intoleranzseite Das Leben ist nun mal nicht so, dass man sich überall das beste rauspicken kann, bzw. das was einem in den Kram passt. Mir sind die Nazis und Neonazis auch ein Dorn im Auge. Aber es hilft nichts, wenn ich den Begriff Toleranz ernst nehme, dann muss ich tolerieren, dass sie eine andere Meingung über bestimmte Dinge in der Geschichte habe. Ich kann nicht auf der einen Seite sagen "Huch, ich bin ja soooo tolerant" aber dann andere wegen einer abweichenden Meinung niedermachen. Solange sie sich keiner Straftat schuldig machen, gibt es keine Handhabe. Und eine abweichende Meinung zu haben, sollte in meinen Augen keine Straftat sein. Egal worum es sich in dieser Meinung dreht. Wer definiert denn, wo die Grenze liegt?
"Liebe Gläubige! Stellt euch einmal vor, die heilige Inquisition wäre abgeschafft und jeder könnte reden was er wolle! Da würden die Ketzer mit Transparenten wie "Es gibt keinen Gott" durch die Straßen ziehen! Man würde den Jesuiten und dem Opus Dei dunkle Machenschaften unterschieben! Man würde öffentlich behaupten, sie wären an Umwälzungen und finsteren Verschwörungen beteiligt! Man würde öffentlich behaupten, nicht mehr die Erde sei das Zentrum der göttlichen Schöpfung sondern die Sonne! Sollen wir all dies der Toleranz opfern?" Nun - hinsichtlich der Position der Erde sind wir schlauer. Aber was ist mit den anderen Punkten? Letztendlich ist es die Wissenschaft selbst, die im 20. Jahrhundert lernen mußte das es keine absoluten Wahrheiten gibt. Diese Frage nach der Existenz absoluter Wahrheiten war der zentrale Punkt der Philosophenstreits zwischen Descartes und Leibnitz. Was bleibt ist das Streben nach Erkenntnis. Dies hört aber mit dem Setzen von Dogmen jeglicher Art auf - siehe Mittelalter. Was mich wirklich ärgert sind z.B. die Vorwürfe an den Bischof Williams. Er wurde im Interview gezielt gefragt was er denn zu den Vergasungen sagen könne. Er antwortete: "Ich weiß, das es Gaskammern zur Entlausung gab - aber mehr weiß ich nicht." Ich sehe darin keine Leugnung sondern nur die Einhaltung des Gebots "Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen." Dies würde der Bischof getan haben wenn er etwas bezeugen sollte worüber er nichts weiß. Dies muß möglich sein! Wie sonst wäre ein Zeuge einzustufen der etwas bezeugt was er gar nicht weiß? Ich müßte momentan mit der Wahrscheinlichkeit von 50% lügen wenn ich auf die Frage, ob Dürer im 18. Jahrhundert gelebt hat, mit "ja" oder "nein" antworten müßte. Die einzige ehrliche Antwort ist: "ich weiß es nicht." Ich fand es auch von Dozenten an der Uni immer großartiger, wenn sie offen zugaben das sie etwas nicht wissen, statt kompliziert herumzulavieren.
Rüdiger Knörig wrote: > Was mich wirklich ärgert sind z.B. die Vorwürfe an den Bischof Williams. > Er wurde im Interview gezielt gefragt was er denn zu den Vergasungen > sagen könne. Er antwortete: "Ich weiß, das es Gaskammern zur Entlausung > gab - aber mehr weiß ich nicht." Und woher weiß er, daß die Gaskammern zur Entlausung benutzt wurden? In meinen Augen ist die Ausrede des Herrn alles, nur nicht glaubwürdig. Macht aber nichts: einer, der glaubt, im Himmel sei Jahrmarkt, der kann auch anderen Unsinn glauben, ohne seiner Reputation ernstlich zu schaden... > Ich sehe darin keine Leugnung sondern nur die Einhaltung des Gebots "Du > sollst nicht falsch Zeugnis ablegen." Na ja, er stellt sich unwissend. Ist das nicht auch falsches Zeugnis?
Das Eis, auf dem hier einige herumtaumeln, ist mittlerweile sehr glatt.
Gast
#1146165
Meine Großeltern sind im KZ gestorben und ich finde das, was Herr Knörig hier von sich gibt, abstoßend und ekelerregend. Was für Menschen treiben sich hier herum? Seine Aussagen sind entlarvend wessen Geistes Kind er ist. Und wer die Leugnung Gottes mit dem Vergasen von Menschen gleichsetzt der ist vermutlich eh nicht mehr zu retten. Und ein Feigling ist er noch dazu. Soll er doch sagen, dass es den Holocaust nicht gegeben hat. Aber das traut er sich auch nicht. Für mehr als auf den Gräbern der Toten rumzutrampeln reicht es nicht.
> Er wurde im Interview gezielt gefragt was er denn zu den Vergasungen > sagen könne. Er antwortete: "Ich weiß, das es Gaskammern zur Entlausung > gab - aber mehr weiß ich nicht." > Ich sehe darin keine Leugnung sondern nur die Einhaltung des Gebots "Du > sollst nicht falsch Zeugnis ablegen." > Dies würde der Bischof getan haben wenn er etwas bezeugen sollte worüber > er nichts weiß. Komm. Jetzt bleib mal am Boden. Er stand nicht vor Gericht und niemand hat von ihm verlangt nur das von sich zu geben, was er mit 100% Sicherheit wisse, weil er es selber gesehen hat. Auf die Frage nach den Gaskammern mit Entlausung zu antworten, ist freundlich ausgedrückt naiv und tatsächlich eine Verhöhnung der Opfer. Das kannst du drehen und wenden wie du willst.
Lesenswert: http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Williamson Wieso macht man um so einen Dumpfkopp derartigen Wirbel? Daß die Ratz nicht gewußt hat, was sie da tut, ist ebenfalls höchst unglaubwürdig - immerhin ist der Herr unfehlbar. Viel mehr liegt der Verdacht nahe, daß die Herren des gleichen Geistes Kinder sind.
Karl heinz Buchegger wrote: > Auf die Frage nach den Gaskammern mit Entlausung zu antworten, ist > freundlich ausgedrückt naiv und tatsächlich eine Verhöhnung der Opfer. Richard Williamson ist alles, nur nicht naiv...
Ich möchte noch einmal darauf hinweisen das der Bischof eben NICHT die Existenz anderer Gaskammern bestritten hat - er hat nur gesagt das er darüber nichts weiß. Da er nicht gleichzeitig Allwissenheit behauptet hat kann man also feststellen das er zu diesem Punkt gar nichts gesagt hat. Das Recht, sich nicht zu äußern, muß man ihm schon lassen. Ich finde diese "Bist Du für die SED oder den Krieg?"-Attitüde jedenfalls recht unanständig. Jedenfalls erinnert mich dies sehr stark an die Gespräche mit meiner Staatsbürgerkundelehrerin ob meiner Christenlehrestunden. Auch dort wurde mit "Du bist doch für den Frieden, oder?" argumentiert. Wie gesagt - ich habe gedacht das solche Leute mit der Wende erst einmal Sendepause haben. @Uhu: Das kann man nur vermuten. Aber "in dubio pro..." - da man niemanden in den Kopf schauen kann - warum sollte man nicht von der natürlichen Schlußfolgerung ausgehen und annehmen das der Bischof das wirklich nicht wußte? Jemanden anzuklagen weil man ihm unterstellt hat das oder jenes gedacht zu haben - das hat nicht mal die DDR fertiggebracht.
Rüdiger Knörig wrote: > @Uhu: Das kann man nur vermuten. Aber "in dubio pro..." - da man > niemanden in den Kopf schauen kann - warum sollte man nicht von der > natürlichen Schlußfolgerung ausgehen und annehmen das der Bischof das > wirklich nicht wußte? In den Kopf schauen ist überflüssig: lies dir die Quellen zum Wikipedia-Artikel durch. Da bleiben keine Zweifel... > Jemanden anzuklagen weil man ihm unterstellt hat > das oder jenes gedacht zu haben - das hat nicht mal die DDR > fertiggebracht. Klage ich den Herrn an? Nein, der ist mir wurscht. Der kann glauben, was er will, weil völlig egal ist, was er glaubt, und was nicht.
> Komm. Jetzt bleib mal am Boden. > Er stand nicht vor Gericht und niemand hat von ihm verlangt nur das von > sich zu geben, was er mit 100% Sicherheit wisse, weil er es selber > gesehen hat. > Auf die Frage nach den Gaskammern mit Entlausung zu antworten, ist > freundlich ausgedrückt naiv und tatsächlich eine Verhöhnung der Opfer. > Das kannst du drehen und wenden wie du willst. Nun - kann man nicht auch im Alltag Prinzipien haben? Er ist zumindest Bischof einer sehr konservativen Vereinigung. Einige Nonnen und Mönche halten auch solche Prinzipien wie Schweigegelübde eisern durch. Edit: als Bischof muß er sowieso immer die Worte auf die Goldwaage legen. Wäre er Rabbiner oder Imam, dann hätten seine Aussagen sogar Gesetzeswerk. Und nochmal: er hat ja nicht die Existenz der anderen Gaskammern bestritten - er sagte nur, das er darüber nichts weiß. Ich finde es jedenfalls überhaupt nicht akzeptabel wenn dem Bischof Sachen vorgeworfen werden die er eventuell dabei gedacht hat. @Uhuu: Sicher ist Bischof Williams kein Naivling und er wird sich schon etwas dabei gedacht haben. Trotzdem vermisse ich die Art des souveränen Umgangs wie ihn der alte Fritz vorgemacht hat. Als nach der Kaffeesteuer Karikaturen von ihm aufgehängt worden sind sagte er nur ruhig: "Hängt sie doch höher - damit sich die Leute nicht so den Hals verrenken müssen!"
Uhu Uhuhu wrote: > Rüdiger Knörig wrote: >> @Uhu: Das kann man nur vermuten. Aber "in dubio pro..." - da man >> niemanden in den Kopf schauen kann - warum sollte man nicht von der >> natürlichen Schlußfolgerung ausgehen und annehmen das der Bischof das >> wirklich nicht wußte? > > In den Kopf schauen ist überflüssig: lies dir die Quellen zum > Wikipedia-Artikel durch. Da bleiben keine Zweifel... > >> Jemanden anzuklagen weil man ihm unterstellt hat >> das oder jenes gedacht zu haben - das hat nicht mal die DDR >> fertiggebracht. > > Klage ich den Herrn an? Nein, der ist mir wurscht. Der kann glauben, > was er will, weil völlig egal ist, was er glaubt, und was nicht. Sicher kenne ich die Piusbruderschaft und weiß auch über den Hintergrund des Bischofs. Aber in diesem Falle wird ihm nicht das vorgeworfen was er gesagt hat sondern was er sich gedacht hat! Und das sollte eigentlich spätestens mit dem Ende der DDR Vergangenheit sein.
Rüdiger Knörig wrote: > Sicher kenne ich die Piusbruderschaft und weiß auch über den Hintergrund > des Bischofs. > Aber in diesem Falle wird ihm nicht das vorgeworfen was er gesagt hat > sondern was er sich gedacht hat! Und das sollte eigentlich spätestens > mit dem Ende der DDR Vergangenheit sein. Das Problem ist nicht dieser Wirrkopf, sondern daß die Kirche sich dieser Wirrköpfe wieder erinnert. Damit erhält er eine politische Dimension - nicht als Subjekt, sondern als Objekt. Judenpogrome wurden von der Katholischen Kirche jahrhundertelang betrieben - das sollte man nicht vergessen.
> - er hat nur gesagt das er darüber nichts weiß.
Hat er eben nicht:
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Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/holocaust-leugner-williamson-verliert-rueckhalt-innerhalb-der-pius-bruderschaft_aid_369736.html > Da er nicht gleichzeitig Allwissenheit behauptet > hat kann man also feststellen das er zu diesem Punkt > gar nichts gesagt hat. Kann man eben nicht feststellen. > Das Recht, sich nicht zu äußern, muß man ihm schon lassen. Er hat sich aber geäußert. Hier ein Auszug aus dem Interview des schwedischen Fernsehsenders: http://www.stern.de/panorama/:Video-Interview-Richard-Williamson-Fernsehen/653993.html
Das kommt nicht von ungefähr. Benedikt wollte ja Teile des 2. Vatikanischen Konzils aufheben, so eben die Sache mit der tridentischen Messe. Ich wünschte mir nur manchmal wir hätten die Lässigkeit der Asiaten. Wie kann ein chinesischer oder vietnamesischer Konzernchef gleichzeitig überzeugtes Mitglied der kommunistischen Partei sein? Das verstehen wir so wenig wie die Asiaten verstehen das man sich hierzulande aus religiösen Gründen den Kopf einschlägt. Ich habe hier oftmals asiatische Freunde in christlichen Kirchen beten sehen, obwohl sie Buddhisten oder Daoisten sind. Ihre Einstellung: schaden kann's ja nicht! Gehe ich in die USA zu monotheistischen Freunden dann heist es schnell: in die Kirche gehen wir nicht, das sind ja Methodisten [ersetzbar durch: Sunniten/Reformjuden]. Hatten wir beim alten Fritzen nicht auch schon einmal das Motto: "Jedem das Seine?"
Gast
#1146325
Ne, das war woanders: http://pluspunkt.at/var/storage/images/medien/images/plus_punkt_web_edition/plus_punkt_05_2005/detail_vom_tor_des_kzs_buchenwald/3651-2-ger-DE/detail_vom_tor_des_kzs_buchenwald.jpg Du lässt echt keinen braunen Fettnapf aus, oder?
Rufus t. Firefly wrote: > Unterdessen wurde bekannt, dass Williamson den Holocaust > auch in einer Rede in Kanada im Jahre 1989 geleugnet hat. > Darin warf er den Juden nach Medienberichten vor, den > Holocaust erfunden zu haben, um sich Unterstützung für > ihren Staat Israel zu sichern. Du redest von der Rede 1989, ich habe mich auf das Interview von 2009, also 20 Jahre später bezogen. Die 1989er-Rede kenne ich nicht - in diesem Jahr war ich anderweitig beschäftigt. Der Gerechtigkeit halber kann man ihm nur die Rede von vor 20 Jahren vorwerfen.
Rüdiger Knörig wrote:
> Ich wünschte mir nur manchmal wir hätten die Lässigkeit der Asiaten.
Genau diese Gelassenheit läßt die Kirche seit eh und je vermissen. Die
Blutspur der Inquisition durch die Geschichte steht der Hitlers in
nichts nach und ist deutlich länger.
Übrigens war die Ratz, bevor er Papst wurde, Chef der
Glaubenskongregation - das ist nichts anderes, als die alte Heilige
Inquisition...
Gast wrote: > Ne, das war woanders: > http://pluspunkt.at/var/storage/images/medien/images/plus_punkt_web_edition/plus_punkt_05_2005/detail_vom_tor_des_kzs_buchenwald/3651-2-ger-DE/detail_vom_tor_des_kzs_buchenwald.jpg > > Du lässt echt keinen braunen Fettnapf aus, oder? Was für Deine Allgemeinbildung: "Suum cuique (lat. „Jedem das Seine“) ist einer der klassischen Grundsätze des Rechts. In der lateinischen Version ist die Redewendung die Ordensdevise des von Friedrich I. gestifteten Schwarzen Adlerordens und davon abgeleitet auch das Motto der Feldjägertruppe der deutschen Bundeswehr. Pervertiert gebraucht wurde die deutsche Übersetzung „Jedem das Seine“ als von innen zu lesendes Motto am Eingangstor des Konzentrationslagers Buchenwald." http://de.wikipedia.org/wiki/Suum_cuique Was kann eines der heherensten Ziele des alten Preußens für seine Pervertierung? Im alten Preußen stand dieses Suum cuique für Religions- und Gedankenfreiheit, die Friedrich der Große zu der Zeit als einziger Herrscher in Europa nicht nur gewähren lies sondern auch praktizierte. Ich gebe frei zu das die Losungen des friderizianischen Preußens auch heute noch für mich Leitbild sind. Wo siehst Du also einen "braunen Fettnapf?" Ich sehe eher ein Fettnapf mangelnder historischer Bildung bei Dir, lieber Gast.... :-)
Uhu Uhuhu wrote: > Rüdiger Knörig wrote: >> Ich wünschte mir nur manchmal wir hätten die Lässigkeit der Asiaten. > > Genau diese Gelassenheit läßt die Kirche seit eh und je vermissen. Die > Blutspur der Inquisition durch die Geschichte steht der Hitlers in > nichts nach und ist deutlich länger. > > Übrigens war die Ratz, bevor er Papst wurde, Chef der > Glaubenskongregation - das ist nichts anderes, als die alte Heilige > Inquisition... Na der Ausspruch "Speerspitze Gottes" kommt ja nicht von ungefähr.... Die Weihbischöfe werden wohl gewußt haben das sie einen Hardliner berufen.