mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Autobatterie = Bleigelakku beim laden?


Autor: Andreas Riegebauer (blackpuma)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guten Abend!

Ich habe ein Ladegerät für Bleigelakkus. Kann ich damit auch eine 
Motorradbatterie laden? Ich weiß nicht ob die Batterie noch etwas ist.

Danke
Andreas

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Kann ich damit auch eine
>Motorradbatterie laden?

kannst Du, aber sie wird nicht auf die volle Kapazität geladen.

Bleigel      Ladeschluss 13,8V
Blei-Akku    Ladeschluss 14,4V

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
.. aber bitte darauf achten das der Ladestrom nicht zu groß ist!
   Nicht über C/10 laden!

Autor: Andreas Riegebauer (blackpuma)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
C/10 heißt dann 300mA bei 3AH?

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>C/10 heißt dann 300mA bei 3AH?
ja, genau

>Bleigel      Ladeschluss 13,8V
>Blei-Akku    Ladeschluss 14,4V
Stimmt nicht!

Zimmertemperatur:                    13,8V
Zimmertemperatur (max. 30 min./Tag): 14,4V
Winter:                              14,4V
Spzial-Longlife-Rundzellen:          15,6V (einige neuere Autobatterien)

Autor: Chauvi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wichtig ist die Ladeschlusspannung von max. 14,4V. Ladestrom stellt sich 
selber ein. Auch 1C ist unkritisch. Mehr wird dein ladegerä eh nicht 
hergeben.

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>C/10 heißt dann 300mA bei 3AH?

yes

und streiche das von Chauvi!

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

einen Bleiakku kann man ohne Probleme mit Konstantspannung laden.
Unbedingt unter der Gasungsspannung bleiben, Strombegrenzung ist nur 
nötig, wenn das Ladegerät das nicht selbst erledigt oder der Akku evtl 
defekt ist (Zellenschluß). Ansonsten begrenzt der Anstieg der 
Zellenspannung den Ladestrom innerhalb kürzester Zeit auf sinnvolle 
Werte.

Chauvi hat da prinzipiell völlig recht.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>einen Bleiakku kann man ohne Probleme mit Konstantspannung laden.

ich glaub im falschen Film ich bin.

Die Meinung [Bild]et sich bitte jeder selber.

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

Klaus wrote:
>>einen Bleiakku kann man ohne Probleme mit Konstantspannung laden.
>
> ich glaub im falschen Film ich bin.
>
> Die Meinung [Bild]et sich bitte jeder selber.

naja. dann hoffe ich nur, Du hast z.B. im Auto keinen Bleiakku.

Das weiß nämlich nichts davon und lädt mit Konstantspannung...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Christoph Erstmalegal (gluema)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Im Auto ist aber auch ein Spannungsregler verbaut

Autor: Hans (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
und der ist auf 14,4V eingestellt!

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Klaus wrote:
>>einen Bleiakku kann man ohne Probleme mit Konstantspannung laden.
>
> ich glaub im falschen Film ich bin.
>
> Die Meinung [Bild]et sich bitte jeder selber.

Dummlall.


PB-Akku lädt man mit Konstantspannung.
NiCd mag keine Konstantspannungsladung.

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Andrew Taylor

wrote:

> Dummlall.

Ich werde das ignorieren!

Dann schau Dir mal die Bordspannung, bei einem  rel. entladenem Akku,
mit einem Multimeter an! Dort wird der Ladestrom durch den Innen-
widerstand der Lichtmaschiene bergrenzt. Hätte diese einen Innen-
widerstand von 0 würde sich die Batterie in Rauch auflösen. Der
Ladestrom ist am Anfang ziemlich hoch fällt aber dann auch rel.
schnell und geht auf fast 0 zurück, wenn die Ladeschluss
erreicht ist.

Einigen wir uns auf:

"Konstantspannungsladung mit Ladestrombegenzung"

Ist es ja eigendlich nicht! Besser:

"Variablestromladung" mit Spannungsberenzung"

Das ist aber nicht die gesündeste Art einen Blei Akku zuladen.

Gruß Klaus

Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Um Andreas Frage zu beantworten:
Laden ja, wenn der Ladestrom nicht größer als 1/10 der Kapzität ist.

@ KLaus
Voll ist ein Akku bei einer KonstantSTROMladung  mit 1/10 C nach 14h.

Da wir hier nicht mal wissen ob Andreas's Ladegerät eine blaue oder 
schwarze Schnur hat oder wie hoch der Ladestrom ist, werden wir so nie 
erraten WANN sein Akku voll ist. Die Ladeschlussspannung ist natürlich 
ein guter Orientierungswert wenn sein Meßgerät stimmt.

Autor: Chauvi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vergesst bitte eure Modellbauer-Weisheiten von wegen 1/10 C und so 
weiter!

Eine Starterbatterie ist in erster Linie auf hohe Ströme ausgelegt. Beim 
Starten fliessen Ströme bis 100A beim Motorrad und bis zu 500A beim 
Auto.
Darum gibt es Starterbatterien auch nicht als Gel-Akku, sondern nur als 
"nasse" Ausführung bzw. mit Vließeinlagen bei wartungsfreien Batterien.
Also: Mit max. 14,1V....14,4V Konstantspannung laden - weiter gibts 
nichts beachten.
Und ja, das gilt natürlich nur wenn die Batterie keinen Zellenschluss 
hat.

Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Chauvi
Es ist ein grundsätzlicher Unterschied ob eine Batterie mit flüssigem 
Elektrolyt auf dem Tisch steht oder bei Erschütterung geladen wird. Im 
zweiten Fall darf ein wesentlich höherer Strom fließen, weil die Platten 
besser umspült werden. Genauer steht es bestimmt im Datenblatt.

"Deine 500A" fließen ja nie stundenlang, sondern kurz: z.B. beim Start.

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Darum gibt es Starterbatterien auch nicht als Gel-Akku

eigendlich sollte man darauf nicht reagieren!

Klaus

PS: alle PKW mit Akku im Innenraum, haben einen Pb-Gel On-Board.

Autor: Chauvi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es gibt Zwei-Batterien- Bordnetze mit einer zweiten Gel-Batterie für 
Backup-Zwecke o.ä.
Das ist aber nicht die Starterbatterie!

Autor: Tim T. (tim_taylor)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wiedermal krass was hier von manchen für ein Schwachfug zum besten 
gegeben wird...

1. Ein Blei-Säure-Akku wird praktisch mit konstant SPANNUNG geladen.
2. Der Strom ist dabei zum einen über den Innenwiderstand der 
Lichtmaschine begrenzt, zum anderen durch den Akku selber. Ansonsten 
sollten es 10-30% der Nennkapazität des Akkus sein.
3. Für Langlebigkeit sollte man mit maximal 14,1 V laden, für maximale 
Kapazität mit 14,4 V.
4. Oberhalb von 14,4 V beginnt verstärkt die Gasbildung, sollte also 
vermieden werden.
5. Zum Ladungserhalt wird mit 13,6V geladen.
6. Der Akku ist voll wenn er 1-2 Stunden nach dem Laden eine Spannung 
von 12,6 V hat. Beim Laden merkt man es daran das der Ladestrom 
irgendwann nicht mehr weiter zurückgeht.
7. Wellenförmige oder Impulsladung ist mehr oder minder esoterischer 
Blödsinn, eher noch schädlich.
8. Alle Angaben beziehen sich auf einen intakten 'normalen' 
Blei-Säure-Akku, kein Gel oder AGM mit 6 Zellen.

Mfg
Tim T.

PS: Zur Frage des OP, ja kannst du. Bleigel Akkus werden eh nicht mit so 
hoher Spannung geladen und sind vom Strom ists wie oben genannt egal.

Autor: Chauvi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So ist es!
AGM (Vliess) und Gel-Batterien sind übrigens auch "normale" 
Blei-Säure-Batterien. Sie unterscheiden sich nur im Einsatzzweck.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tim T. wrote:
> Wiedermal krass was hier von manchen für ein Schwachfug zum besten
> gegeben wird...

Fein. Deine 8 Punkte Liste ist schon stimmig, gehört aber bitte noch um 
einen Punkt ergänzt.

>
> 1. Ein Blei-Säure-Akku wird praktisch mit konstant SPANNUNG geladen.
> 2. Der Strom ist dabei zum einen über den Innenwiderstand der
> Lichtmaschine begrenzt, zum anderen durch den Akku selber. Ansonsten
> sollten es 10-30% der Nennkapazität des Akkus sein.
> 3. Für Langlebigkeit sollte man mit maximal 14,1 V laden, für maximale
> Kapazität mit 14,4 V.
> 4. Oberhalb von 14,4 V beginnt verstärkt die Gasbildung, sollte also
> vermieden werden.
> 5. Zum Ladungserhalt wird mit 13,6V geladen.
> 6. Der Akku ist voll wenn er 1-2 Stunden nach dem Laden eine Spannung
> von 12,6 V hat. Beim Laden merkt man es daran das der Ladestrom
> irgendwann nicht mehr weiter zurückgeht.
> 7. Wellenförmige oder Impulsladung ist mehr oder minder esoterischer
> Blödsinn, eher noch schädlich.
> 8. Alle Angaben beziehen sich auf einen intakten 'normalen'
> Blei-Säure-Akku, kein Gel oder AGM mit 6 Zellen.

9. Die Spannungswerte der obigen Punkte stimmen für Temperatur ca. 
20Grad Celsius und einen 12V Pb-Akku.
Die Werte einer einzelnen Pb-Akkuzelle haben eine deutliche 
Temperaturabhängigkeit, ca. -2mV/K . Also bei einem 6 zelligen 12V 
Pb-Akku macht das rund 12mV, d.h. das sich die Werte ERHÖHEN bei 
NIEDRIGERER Temperatur. Und erniedrigen bei höherer Temperatur.
Nicht so gravierend wenn der Akku "im Haus " steht. Aber schon von 
Interesse wenn der Akku im Fahrzeug Sommer/Winterbetrieb hat. Macht bei 
50 K Temperaturdifferenz schnell 0,6 V. Gute Werkstattladegeräte haben 
u.a. deswegen einen Schalter für Sommer/Winter.


hth,
Andrew

>
> Mfg
> Tim T.
>
> PS: Zur Frage des OP, ja kannst du.

So sehe ich das auch. Yes, he can ,-)

Autor: Tim T. (tim_taylor)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nagut, ich bin stillschweigend davon ausgegangen das man das Ladegerät 
im Normalfall im Haus auch bei ungefähr Raumtemperatur benutzt...

Aber recht hast du.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tim T. wrote:
> Nagut, ich bin stillschweigend davon ausgegangen das man das Ladegerät
> im Normalfall im Haus auch bei ungefähr Raumtemperatur benutzt...
>

Ok. Aber die meisten von uns bauen die Akkus ungern aus dem Fahrzeug 
aus.
Selbst bei Motrorad ist das oft schon etwas Aktion (wenn ich an die 
Rückbank der BMW mit drunter montiertem Akku denke...)

> Aber recht hast du.

Du aber auch ;-)

Autor: Karlheinz Druschel (kdruschel)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich kann Tim T. in fast allen Punkten nur zustimmen und über viele 
Irrtümer die vorher geschrieben wurden nur lächeln :-)

Aber bei den Punkten 1&5 möchte ich doch noch eine Anmerkung machen:

1)Hochwertige Ladegeräte arbeiten nach der sogenannten IU0U-Kennlinie 
(früher DIN 41772, heute ENxyz), was bdeutet, dass sie zunächst einmal 
mit Konstantstrom laden, bis an der Batterie die Gasungsspannung 
einstellt.


5) Die meisten Automobilhersteller arbeiten mit einer 
Erhaltungsladespannung von 13.5 V (VW, Audi, Porsche, Fiat)



Greets
Karlheinz

Autor: Skeptiker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das sind doch nur noch Marginalien!
Fakt ist Starterbatterien werden mit Konstantspannung von 14,1V bis 
14,4V geladen werden.

Weiterhin beträgt die Sollspannung von Bordnetz-Ggeneratoren ungefähr 
14V mit einer kleinen negativen Temperaturkoeefizienten (~2mV/K) - 
unabhängig vom Ladezustand der Batterie!.

Autor: Tim T. (tim_taylor)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dann eben noch ein paar Anmerkungen dazu:

Karlheinz Druschel wrote:
> 1)Hochwertige Ladegeräte arbeiten nach der sogenannten IU0U-Kennlinie
> (früher DIN 41772, heute ENxyz), was bdeutet, dass sie zunächst einmal
> mit Konstantstrom laden, bis an der Batterie die Gasungsspannung
> einstellt.
Jop, die Dinger gibts natürlich auch, die Batterie wird üblicherweise 
über 5 Stunden mit konstantem Strom auf 75% ihrer Kapazität aufgeladen, 
die Spannung klettert dabei dann auf die 14,4 V. Nach einiger Zeit sinkt 
der Strom langsam bis nach etwa weiteren 5 Stunden die Batterie voll ist 
und das Ladegerät auf Erhaltungsladung übergeht. Wärend der 
Erhaltungsladung sinkt dabei die Spannung der Batterie leicht ab.

Das ist Praktisch das gleiche in wie von mir oben beschrieben (U-Ladung) 
nur das der Ladestrom explizit begrenzt wird und nicht als Nebeneffekt 
des Ladegerätes (darum IU-Ladung).
Und das oU ist dann nur noch das Umschalten auf Erhaltungsladung é voilà 
IUoU-Kennlinie gebastelt...

> 5) Die meisten Automobilhersteller arbeiten mit einer
> Erhaltungsladespannung von 13.5 V (VW, Audi, Porsche, Fiat)
Jop, das bezieht sich auf 2,25 V Zellenspannung und ist praktisch das 
gleiche in grün nur eben ein schöner Wert pro Zelle. Die Auswirkungen 
sind praktisch gesehen Wurst...
Andere Quellen nennen 13,8V (2,3V pro Zelle) oder auch 13,2V (0,1V über 
Ruhespannung von 2,1V pro Zelle=2,2V).

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.