Benötige etwas Hilfe bei der Wahl von Komponenten.
Möchhte gerne eine Multikanal Thermometer Schaltung aufbauen.
Auf Basis voon PT100 Wiederständen.
Als Grundschaltung für einen Kanal wollte ich die schon bekannte
Ausführung mit LM317 als Konstantstrom-Quelle und ein LM324 zum
abkoppeln, offset elimienieren und verstärken nutzen.
Da ich vor habe 5 Pt100 Wiederstände zu nutzen bin ich mir bei dem
Controller noch nicht ganz sicher.
Kann ich mit einem ATMega8, 5 separate Spannungen digitalisieren und
jeweils an ein 5 Zeilen LCD-Display Anzeigen ?
Welches Display würdet ihr mir dafür empfehlen ?
Gruß
Biin doch noch ein Anfänger auf dem Gebiet :)
Der Offset beträgt beim LM324 3,5mV.
Hab jetzt mal bei einem elektronik anbieter die OP's verglichen und bin
auf den LMC6484 gestossen. Der ist relativ günstig knapp 2,5€ und hat
einen Offset von 0,75mV
Denke der sollte für meinen Einsatz ok sein :)
@thermo
Wenn du dir die PT100 Box ansiehst ist dort eine moeglichkeit der
automatischen Kalibrierung anhand von 2 Festwiderstaenden beschrieben.
Wenn du das in regelmaessigen Abstaenden machst fallen Offset und
Gainfehler der Schaltung raus und Stabilitaet und Genauigkeit wird nur
noch durch die beiden Festwiderstaende bestimmt. Und die sind wesentlich
besser als die OPs . Damit kannst du auch TL062 und Konsorten einsetzen.
Gruss Helmi
Nur mal als Hinweis. Es kommt nicht darauf an sehr genau zu messen.
Auch ein Fehler von 0.5° C ist für meine Anwendung OK!
Das Thermometer soll für kryotech Anwendungen benutzt werden.
Messbereich -200°C bis 50°C. Wichtig ist die schnelle Reaktionszeit
(Ansprechzeit)
Ein weiterer Chip im Bereich von 2,5€ ist der
IC AD8604ARU ( Drift 2µV / °C) , Offset 0.6mV
Weil ein OP07 ein einfacher OP ist ich brauche aber 4 Stück in einem
Gehäuse :)
@Helmi
Danke für den Tip bezüglich PT100box !
Muss es nur noch schaffen die Schaltung zu verstehen.
Deine Multiplexer Variante ist sicherlich eleganter und Kostengünstiger.
Aber ich wollte es erstmal mit 4 quad Op's machen.
Der ATMega8 hat 6 ADC Kanäle wenn ich an 4 davon 4 Verstärkte PT100
Spannungen lege müsste ich doch in der Lage sein auch ohne multiplexer
auszukommen.
Ich bin Softwareentwickler also sollte der Assembler / C Teil für mich
kein Problem darstellen.
Stellt sich die Frage welches 4 Zeiliges Display für die anzeige
verwenden.
Und kann ich über den ATMega8 dieses ansteuern ?
>Deine Multiplexer Variante ist sicherlich eleganter und Kostengünstiger.>Aber ich wollte es erstmal mit 4 quad Op's machen.
Aber dann hast du den Verstaerker mit den ganzen Widerstaenden 4 mal
und dann 4 mal abgleich der Schaltung. Bei meiner Schaltung kannst du
auch einen 8-fach Multiplexer nehmen und hast 8 Kanaele. Wenn du jetzt
meine Variante mit den Festwiderstaenden nimmst brauchst du 2 Kanaele
fue rfuer die Festwiderstaende und hast 6 Kanaele fuer die Messung.
Vorteil du brauchst nur 2 genaue Festwiderstaende an hand deren die
anderen Kanaele softwaremaessig kalibriert werden. Also keine Potis in
der Schaltung.
>Der ATMega8 hat 6 ADC Kanäle wenn ich an 4 davon 4 Verstärkte PT100>Spannungen lege müsste ich doch in der Lage sein auch ohne multiplexer>auszukommen.
Schon aber der Aufwand ist hoeher. Siehe oben.
>Ich bin Softwareentwickler also sollte der Assembler / C Teil für mich>kein Problem darstellen.
Das ist auch immer der Teil der die geringsten Probleme macht.
>Stellt sich die Frage welches 4 Zeiliges Display für die anzeige>verwenden.
Da kannst du wohl jedes gaengige Display verwenden. Die sind fast alle
gleich.
>Und kann ich über den ATMega8 dieses ansteuern
Das sollte wohl moeglich sein. Haben viele andere auch hinbekommen.
Koennte die da auch Code fuer geben.
Schaltung anbei.
Gruss Helmi
Ok, Helmi hasst mich überzeugt !
Werde dein Board so wie es ist nachbauen !
Was muss ich an deiner Schaltung anpassen damit der Messbereich für die
4 PT100 Wiederstände für -200°C bis +50°C ausgelegt wird ?
Gruß
OK, hab deine Beschreibung nochmal genauer durchgelesen.
Die zwei anderen Kanäle kalibrieren sich anhand von zwei
Festwiederständen.
-200C entspricht 18,49 Ohm
+50°C entspricht 119,40 Ohm
Demzufolge müsste ich sowieso um die Werte einzustellen Potis verwenden
da es keine Festwiederstände mit diesen werten gibt :)
@thermo
Potis haben eine "Schleifbahn". Die ist niemals ganz exakt.
Möglicherweise bei Verwendung von 10-Gang-(Spindel-) Poti lässt sich das
hinreichend genau einstellen.
Aber Du brauchst ein exaktes Multimeter mit mind. 4 1/2 Stellen
Genauigkeit im 200 Ohm Messbereich.
Beachte: Nicht nur der Anzeigeumfang des Ohmmeters, sondern die
WIRKLICHE spezifizierte Genauigkeit muss stimmen. Und das Gerät muss neu
sein, oder gültig kalibriert.
Wer hat sowas schon?
Alternative:
===========
Festwiderstände ( ja, nur mit einfachem "i" ):
Hast Du schonmal was von Reihen- oder Parallelschaltung gehört ?
119,40 Ohm
Aus einem Vorrat von 120 Ohm Werten, mit 1% Toleranz, da findet sich
bestimmt ein "passender". Allerdings wieder das Problem des
Herausmessens mit exaktem Ohmmeter...
Wert kann theoretisch exakt erreicht werden durch Parallelschalten eines
24 kOhm zum 120 Ohm.
Wenn der 120 Ohm ein hochgenauer Messwiderstand ist (z.B. 0,01%), so
wird durch einen 1% Wert des 24k das Ergebnis trotzdem im 0,01%
Genauigkeitsbereich liegen.
Nachteil ist: Messwiderstände mit 0,01% sind leider recht teuer.
18,49 Ohm
Kann sinngemäß ebenso zusammengesetzt werden.
Wichtig wäre wiederum ein hochgenauer Grundwert, möglichst exakt am
Wunschwert.
Z.B. zwei 10 Ohm Messwiderstände (0,01%), in Reihe, gibt 20 Ohm.
Dazu fehlt jetzt die Parallelschaltung eines 245 Ohm (rechnerisch
ermittelt).
Wenn sowieso die obigen 120 Ohm als hochgenaue Werte vorrätig sind,
bietet sich an, zwei davon in Reihe, also 240 Ohm, ergänzt um einen 4,99
oder 5,11 aus der E96 Reihe.
Ob allerdings deine restliche Schaltung die hiermit erzielte Genauigkeit
hergibt, kann ich nicht beurteilen.
Ich bin zwar kein Elektroniker aber Reihen oder Parallelschaltung ist
mir bekannt :)
Die 119,4 Ohm sollten denke ich mit etwas Auswahl der 1%
Metallschichtwiderstände leicht ausgepickt werden können mit
entsprechendem DMM.
R2 = 18,49 Ohm / (1 - 18,49/R1)
Hab auf die schnelle etwas C-Code geschrieben um zu ermitteln welche
Widerstandskombination bis 100 Ohm rein rechnerisch am besten passen
müsste.
Hier der Source :
Hab mir die verfügbaren Metallschicht-Widerstände (1%) bis 100 Ohm bei
rs-online ausgepickt und darauf ist der surcecode entstanden.
Als Ergebnis bekommt man eine Tabelle mit den einzelnen verfübaren
Widerständen für R1 dann den entsprechend idealen Wert für R2 bzw. den
nächsten optimalen und die diferenz von tatsächlich errechneten und
verfügbaren R2.
Rein rechnerisch bekommt man mit der Kombination aus R1=91 Ohm und
R2=23.2 Ohm das nächst beste Ergebnis um auf den Wert von 18.49 Ohm zu
kommen.
@thermo
Du brauchst die Widerstaende gar nicht exakt bei -200Grad (18.49) und
50 Grad einzustellen. Es gehen auch die naechsten glatten Normwerte.
Z.B. 20 Ohm und 120 Ohm. Die Temperaturen die denen entsprechen kennst
du und damit kannst du den Rest kalibrieren. Die must doch nur 2
Punkte kennen und damit kannst du deine lineare Funktion doch bestimmem.
Die Werte sollten nur moeglichst am Anfang und am Ende deines
Messbereiches liegen.
Von daher brauchst du dir keine krummen Werte zusammenzuschalten. Dem
Prozessor ist es ziemlich egal mit welchen Werten er rechnen muss.
Gruss Helmi
@thermo
Du machst die das Leben unnoetig kompliziert.
Mach 20 u. 120 Ohm rein. Die dementsprechenden Temperaturen must du
sowieso in der Software eintragen. Ob du das jetzt -200 und 50
eintraegst oder -19xx und 5x eintraegst ist der CPU egal. Fue rdie CPU
gibt es keine schoenen Zahlen.
Gruss Helmi
So,
hab nun nach Helmis Vorschlag eine Schaltung mit einem OPA4340
aufgebaut.
Kontsantstromquelle über den ersten OP und dann einen
Differenzverstärker dahinter.
Als Spannungs-Referenz füt die Konstantstromquelle habe ich einen
REF5050 von TI eingesetzt. Liefert konstant 5.02V laut meinem
Multimeter.
Funktioniert auch alles Prima ! Die gemässene Spannung am Ausgang
entspricht
relativ genau der erforderlichen Spannung in Bezug auf die Temperatur.
Mein nächstes Problem liegt darin das ich zwei externe SPI Devices an
den ATMega16 anschliessen muss.
Einen externen 12Bit ADC + das Siemens S65 Display.
Wie geht man da am besten vor ?
Das Display soll unter anderem die Temperatur von vier PT100 Sensoren
anzeigen die über multiplexer geschaltet werden.
Der Ablauf sollte wie folgt sein :
- Multiplexer auf PT100-1 schalten.
- ADC initialisieren.
- Wert digitalisieren
- ADC deaktivieren
- Digitalisierten Wert auf Temperatur umrechnen
- Wert auf dem Display anzeigen.
Die oben aufgeführten Schritte für die anderen drei PT100 Widerstände
wiederholen.
Wie am besten beide SPI Interfaces ansteuern ?
Gruß
>Wie geht man da am besten vor ?>Das Display soll unter anderem die Temperatur von vier PT100 Sensoren>anzeigen die über multiplexer geschaltet werden.>Der Ablauf sollte wie folgt sein :>- Multiplexer auf PT100-1 schalten.>- ADC initialisieren.>- Wert digitalisieren>- ADC deaktivieren>- Digitalisierten Wert auf Temperatur umrechnen>- Wert auf dem Display anzeigen.
Sollte schon so funktionieren.
Wobei man das vielleicht noch etwas anders machen kann.
Am besten schaltest du den MUX direkt nach der AD-Wandlung schon um.
Dann hat die Schaltung Zeit sich einzuschwingen waehrend du den Wert
umrechnen kannst und zur Anzeige bringst. So hast du etwas schnellere
Messzyklen. Aber wenn du Zeit hast geht das auch so. Aber wie gesagt
nach dem Umschalten des MUX etwas warten damit die Schaltung sich
einschwingen kann.
Gruss Helmi
Danke Helmi für den Vorschlag , hört sich logisch an.
Als Multiplexer habe ich die ADG709BRUZ im Auge.
Haben 14nS Umschaltzeit und einen relativ geringen Wiederstand von 3
Ohm.
Mall sehen wie Weit ich komme.
>Haben 14nS Umschaltzeit und einen relativ geringen Wiederstand von 3>Ohm.
Es ist nicht nur die Umschaltzeit des MUX sondern auch die
einschwingzeit der OPs mit ihren Kapazitaeten usw.
Rechne mal mit mS Umschaltzeit.