Weniger ist mehr: Jungingenieure ab in die Schweiz!

Gast #1178220
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Leutz ich sag* euch: Geht in die Schweiz! Ein Absolvent Elektrotehnik 
(FH) bekommt dort 70.000 SFr. und mit einem Jahr Erfahrung gibt es sogar 
schon über 80.000. Von Kollegen höre ich, dass sie mit 2 Jahren schon 
über 100.000 Franken verdienen und das bei weniger Steuern!

Schon, als der Franke noch schlecht gegen den Euro stand, bekam man in 
der Schweiz zwar etwas weniger brutto, hatte aber wegen der weniger 
Steuern und Sozialabgaben mehr übrig. Auch nach Abzug der teueren Wohung 
und der Lebenshaltungskosten blieb schon mehr (grün).

Jetzt, wo in Deutschland die Konjunktur sinkt, kann man dort eher mehr 
bekommen, als hier und mehr über bleibt in jedem FAll: Weil der Euro 
schwächelt und der Franke stärker wird, ist das Geld, was man nach Abzug 
aller Kosten über behält, doppelt viel wert: Man wohnt in Deutschland 
und arbeitet in der Schweiz als Grenzgänger oder man zieht kopmlett 
dorthin und kauft in DE oder AT ein: Weil man das Geld einfach in Euro 
wechselt, macht man den Kursgewinn!

Ein Bekannter hat seit 2007 einen Job in St.Gallen und statt 67.500 
(Gebot deutsche Firma) dort 110.000 Franken bekommen, was damals weniger 
(ca. 65.000) war. Trotzdem hatte er netto schon etwas mehr übrig für 
Konsum, auch wenn die sonstigen Konsten höher waren. Jetzt steht der 
Franke so gut, daß er rechnerisch 75.000 hat. Weil er aber in der 
Schweiz immer noch dieselben Kosten hat, hat er relativ mehr Steigerung 
und da die Wohnung in Deutschland auch gleich geblieben ist, hat er nun 
fast das Dreifache im Monat nebenhinlegen!
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Gast #1178694
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es ist wie bei den grossbanken, "richtig" gerechnet schauts super aus... 
lach

die 100k erhälst du in gewissen regionen nach 2-3 jahren (die guten 
zumindest, der schnitt ist darunter...)
doch diese regionen sind nicht unbedingt dafür bekannt besonders tiefe 
lebenshaltungskosten zu haben...
beispiel: eine halbwegs anständige 3,5 zimmer wohnung in der stadt 
zürich, welche nicht vom kanton subventioniert wird (es werden viele 
subventioniert, aber da kommt man nur mit vitamin B ran, als 
alleinstehender keine chance) 3000-4000SFr, wobei es in guter lage 4000k 
sind...
natürlich bekommt man ausserhalb von zürich für 2k eine wohnung, aber 
eben, Arbeitsweg kostet zeit und geld...)

Krankenkasse, etc sind in der Schweiz übrigens noch nicht von Netto 
abgezogen...

und die Deutschen haben lagsam den gleichen ruf in der Schweiz, wie die 
Polen in deutschland... (ok ist überspitzt, aber der wind weht in diese 
richtung...)
Gast #1179062
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Der TO(Schweizerfan) sprach aber davon, dass sich die Schweiz als 
Arbeitsort insbesondere für Grenzgänger lohnen soll. Also wohnen in D 
und arbeiten in CH.

Einerseits die niedrigeren Lebenshaltungskosten in D ausnutzen, und, 
andererseits, die höheren Löhne mit niedrigeren Steuern/Abgaben in CH 
ausnutzen.

Es soll nicht wenige Schweizer geben, die ins Grenznahe Deutschland 
ziehen und diese Effekte ebenfalls ausnutzen.

Hat da jemand genauere Erfahrungen?
Gast #1179171
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> und die Deutschen haben lagsam den gleichen ruf in der Schweiz, wie die
> Polen in deutschland... (ok ist überspitzt, aber der wind weht in diese
> richtung...)

Wenn die Polen aus Deutschland wegblieben, würde vielleicht der Spargel 
verfaulen.

Wenn die Deutschen aus der Schweiz wegblieben, würde zumindest die 
Gastronomie und das Gesundheitswesen zusammenbrechen.

Ausserdem klauen die Deutschen in der Schweiz keine Autos. ;-)
Gast #1179204
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> Also wohnen in D
> und arbeiten in CH.

> Einerseits die niedrigeren Lebenshaltungskosten in D ausnutzen, und,
> andererseits, die höheren Löhne mit niedrigeren Steuern/Abgaben in CH
> ausnutzen.

Nein !!!

Du bezahlst Steuern an deinem Wohnort und nicht an dem Sitz deiner 
Firma. Wenn du Granzgänger (in DE wohnen, in CH arbeiten) bist, dann 
zahlst du in Deutschland Steuern nach den bekannten Sätzen (würde es 
kein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen DE und CH geben, wären diese 
sogar noch höher). Ob die übrigen "niedrigen" Abgaben 
(Arbeitslosenversicherung, Pensionskasse, etc.) von Vorteil waren, wird 
sich wohl erst zeigen, wenn es zur Auszahlung bzw. Ausschüttung kommt. 
Für den Granzgänger kommen ausserdem die nicht unerheblichen Kosten für 
das tägliche Pendeln.

Dass es deutlich weniger Technologie (und somit weniger Ing. 
Arbeitsplätze) in der Schweiz als in Deutschland gibt, hat der 
"Schweizerfan" vergessen zu erwähnen. Über den Rest seiner Ausführungen 
mag ich mich nicht auslassen, das gleiche gilt für den "Schweizer 
(Gast)".

> Es soll nicht wenige Schweizer geben, die ins Grenznahe Deutschland
> ziehen und diese Effekte ebenfalls ausnutzen.

Wohl kaum.

Urs
#1179264
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Kommt immer darauf an, welche Massstäbe man in Punkto Wohnung setzt. 
Zürich ist klar ein total überteuertes Pflaster. Aber selbst in Luzern 
kriegt man eine schöne Wohnung nicht unter 1500 Miete (2-3 Zimmer), 
Tendenz steigend. Wer billig wohnen will, muss Arbeitsweg in Kauf 
nehmen. Allerdings: Die schweizerischen ÖV sind sehr gut ausgebaut ;) 
Für mich ist seit Jahren ein Arbeitsweg von 0,5 bis 0,75 Stunden normal. 
Dafür zahl ich aber auch vergleichsweise wenig, zumindest spar ich enorm 
viel, wenn ich die Kosten mit einem Auto vergleiche.
Gast #1186382
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Hallo,

Wollte mich auch nur mal kurz dazu äussern und dem Urs recht geben.
Entweder arbeiten die meisten nicht in der Schweiz oder ich mache 
irgendetwas falsch.
Ich arbeiten nun schon seit geraumer Zeit in der Schweiz und wohne in 
Deutschland, bin also Grenzgänger.
Ich weiss ja nicht wie es bei euch läuft, aber in der Schweiz wird mir 
zwar nur 4,5% Quellensteuer abgezogen, muss aber trotzdem alle drei 
Monate die Abgaben an das deutsche Finanzamt abtreten.
Und dabei ist egal, ob ich 5000€ Brutto in Deutschland verdiene oder als 
Deutscher in der Schweiz.
Deshalb verstehe ich nicht, das bei manchen Posts erzählt wird, das man 
weniger Steuern zahlen muss, auch wenn man in Deutschland wohnt, weil 
das einfach nicht stimmt.
Vorteile bringt es ganz klar wenn ich auch in die Schweiz ziehe.
Und alles immer so rosig darstellen, finde ich auch übertrieben.
Ok ich habe ein höheres Jahresbruttogehalt und die Rentenkasse ist 
vielleicht sicherer, aber sonst.

Also Gruss
Gast
Gast #1186486
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"Dann wird sicher eine hohe Mauer um die Schweiz gebaut und keiner"
"darf weder rein noch raus..."
Erst mal muesst ihr dann die Grenze zu Liechtenstein sichern, 
spaetestens wenn sie in der EU sind!

"4. fazit: der lebensstandard ist höher, sonst ändert sich nichts"
Das ergibt sich aber nicht als Fazit! Für die meisten sind die Kosten in 
der Schweiz viel höher, als das Mehr an Einnahmen! Nur die 
Besserverdiener in der Schweiz stehen sich besser ...

Anbei eine Grafik fuer Gutverdiener:
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Gast #1189468
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>> Erst mal muesst ihr dann die Grenze zu Liechtenstein
>> sichern, spaetestens wenn sie in der EU sind!
>kein problem, die pfadfinder von Buchs sind militärisch denen überlegen
Egal, ich kenne da einen Schleichweg über Luzisteig, am Landgasthof 
links über die Wiese. Man kommt dann oben beim Millitärgelände Maienfeld 
raus. Kann natürlich sein, daß sie dann genau dort die Residenz für die 
Patrouillen aufbauen.

Und wenn garnix mehr geht, bleiben immer noch die "Balzers" Busreisen 
mit Besuch im Städtle :-)

Beitrag "Re: Wir haben den Job in der Schweiz, Liechtenstein, Österreich etc. den Sie suchen."
Gast #1195902
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> und die Deutschen haben lagsam den gleichen ruf in der Schweiz, wie die
> Polen in deutschland... (ok ist überspitzt, aber der wind weht in diese
> richtung...)

Geht mal an ne Schweizer Uni in ne Vorlesung, dann wisst ihr warum: 
Schweizer Studenten melden sich nie. Deutsche hingegen nehmen gerne 
aktiv am Unterricht teil. Deutsche sind allgemein extrovertierter, 
bringen sich ein, sagen ihre Meinung usw. Schweizer hingegen sind 
extremst diplomatisch. Logisch, dass die extrovertierten Deutschen in 
Gruppen "lauter" sind, Führung übernehmen und zu Alphatierchen werden. 
Das wiederum mögen die Schweizer mal sowieso aus Prinzip nicht - der 
Schweizer will sein eigenes kleines, autonomes Reich und bei 
gesellschaftlichen Belangen am liebsten eine möglichst 'stille' 
Demokratie.

Und dann ist natürlich noch das Geld - wenn plötzlich die Deutschen 
kommen und den Lohn drücken... (Das ist aber ein allgemeines Problem und 
hat nichts mit Deutschen oder Schweizern an sich zu tun.)

Ein weiterer Aspekt darf nicht ganz vergessen werden: Deutsche reden - 
rein der Sprache wegen - viel geschliffener. Das bringt die Schweizer in 
eine Unterlegenheitssituation, was natürlich unangenehm ist.
Gast #1195971
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mr.chip wrote:

> Deutsche sind allgemein extrovertierter,
> bringen sich ein, sagen ihre Meinung usw. Schweizer hingegen sind
> extremst diplomatisch. Logisch, dass die extrovertierten Deutschen in
> Gruppen "lauter" sind, Führung übernehmen und zu Alphatierchen werden.

Das hat allerdings wenig mit "typisch Deutsch" zu tun - da wird gerne 
vergessen, dass es hier ja eben nicht um typisch Deutsche geht, denn der 
typische Deutsche bleibt zuhause und wandert nicht aus. ;-)
Gast #1196012
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Grüezi mitnand!

Nein, gleich vorneweg: ich bin kein Schweizer. Nur etwas Schweiz-affin 
vielleicht ;-).

Also ich bin demnächst fertig mit dem Studium (Uni Karlsruhe, E- und 
I-Technik, noch glücklicher Diplomer, juhu...), Richtung Energietechnik 
(auch regenarativ).

Da ich schon immer ein gewisses Faible für unsere eidgenössischwen 
Nachbarn hege, hab ich mir überlegt als Grenzgänger in der Schweiz zu 
arbeiten. Also in D wohnen (Südbaden, Hochrhein) und nach CH zum 
Arbeiten (Raum Basel vielleicht, oder so) zu fahren.

Hat jemand von Euch Erfahrungen damit (Situation, Firmen, 
Doppelbesteuerung, Zoll...)?

Da ich gebürtig aus dem Mittelbadischen komme, hätte ich auch keine 
allzu größen Probleme mit dem Schweizer Idiom, denke ich mal ;-).

Viele Grüße!
Gast #1196024
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Ab in'd Schwiiz wrote:

> Da ich schon immer ein gewisses Faible für unsere eidgenössischwen
> Nachbarn hege, hab ich mir überlegt als Grenzgänger in der Schweiz zu
> arbeiten. Also in D wohnen (Südbaden, Hochrhein) und nach CH zum
> Arbeiten (Raum Basel vielleicht, oder so) zu fahren.

Wieso in D wohnen? Trau dich. Als Grenzgaenger bist du ewig auf keiner 
Seite so richtig zuhause.

> Hat jemand von Euch Erfahrungen damit (Situation, Firmen,
> Doppelbesteuerung, Zoll...)?

Ja, aber dafuer gibt es genuegend spezielle Webseiten mit Foren, leicht 
ueber google zu finden.

> Da ich gebürtig aus dem Mittelbadischen komme, hätte ich auch keine
> allzu größen Probleme mit dem Schweizer Idiom, denke ich mal ;-).

Na, da denke ich mal was Anderes :-)

Btw, am Wochenende hatte ich Kontakt zu Pfaelzern - das hat mit Deutsch 
ja nicht mehr viel zu tun.
Gast #1197169
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>Hassprediger Steinbrück
Sehr guter Spruch!

>da wird gerne vergessen, dass es hier ja eben nicht um typisch Deutsche
>geht, denn der typische Deutsche bleibt zuhause und wandert nicht aus.
Ein Satz den man sich einrahmen kann.

>Btw, am Wochenende hatte ich Kontakt zu Pfaelzern - das hat mit Deutsch
>ja nicht mehr viel zu tun.
Geh nach Dresden!
#1197240
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David wrote:
> Naja wenn du die Schweizer Politiker betrachtest, welche im grossen und
> ganzen schon in ehrfurcht zusammenzucken, wenn irgend ein
> bürokratenheini in brüssel hustet, geschwege denn was sagt, was man
> allenfalls negativ beurteilen kann, dann wirst diese ansicht wohl eher
> verstehen...
Spricht da ein Schweizer von der SVP-Front? gg
Denn auf diese Weise ist es bei weitem nicht. Die Schweizer suchen sich 
immer den Vorteil. Wenn der Druck und der entstehende 
volkswirtschaftliche Schaden daraus grösser wird als der eventuelle 
Ertrag aus den Schwarzgeldern, wird halt mal die Seite gewechselt. Man 
will sich ja schliesslich immer mit allen gut stellen g

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