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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP Vorverstärker mit digitaler Raumkorrektur


Autor: Michael Pippert (smalldevice)
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Hallo Gemeinde,

Ich möchte gerne einen HiFi-Vorverstärker mit digitaler Raumkorrektur 
(über einen DSP) entwickeln.

Ziel ist es, über ein Mikrofon ein Testsignal von den Lautsprechern zu 
empfangen und ein digitalen Filter zu erstellen, der die negativen 
Einflüsse des Hörraumes kompensiert.

Ich bin mir darüber im Klaren, daß dies kein Wochenendprojekt ist. Ich 
habe dafür 1-2 Jahre eingeplant (wenn es noch länger dauert: macht auch 
nix).
Auch ist mir bekannt, daß es sowas zu kaufen gibt (von Tact z.B.) aber 
die Preise hierfür sind jenseits meiner Möglichkeiten. Außerdem: so ein 
Ding kaufen kann jeder.

Mich interessiert eher die Materie an sich, für mich ist hier der Weg 
das Ziel.
Hier nun meine Frage:

Kennt jemand von euch die passende Literatur, um sich in die Thematik 
DSP und seine Programmierung einzulesen. Ich brauche hier Literatur vom 
Anfänger- bis Profiniveau.
Ich würde mich freuen, wenn ihr vmir weiterhelfen könntet.

Gruß

smalldevice

Autor: Mr. Tannnoy (Gast)
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Schau dir mal das Handbuch vom Behringer Ultracurve an.

Ist 'ne eierlegende Wollmilchsau.

Macht auch akustische Entzerrungen.

Findest Du hier:

http://www.high-tec-kelkheim.de/mainframe/download...

Autor: Josef (Gast)
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Also fuer solche Anwendungen sind eigentlich die Audioprozessoren von TI 
gut geeignet -> 
http://focus.ti.com/paramsearch/docs/parametricsea...

Gibt's Entwicklerboard und eine SW mit der man ohne 
Programmierkenntnisese per Windows GUI sehr einfach passende Filter 
auswaehlen und konfigurieren kann.

Autor: Peter Diener (pdiener) Benutzerseite
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An deiner Stelle würde ich erst mal eine Lösung auf einem PC erarbeiten. 
Einfach eine gute Soundkarte verwenden und den Rest in Software rechnen. 
Audiointerfaces mit genügend Ein- und Ausgängen kann ich von Motu 
empfehlen. Die Programmierung ist mit DirectX relativ einfach, hier kann 
ich dir das Buch "Audio- Video- und Grafikprogrammierung" von Kai Bruns 
empfehlen.

Wenn es ganz einfach sein soll, dann machs auf einem Mac, da ist bei 
XCode eine kostenlose Entwicklungumgebung für digitale Audiofilter 
dabei. Da gibt es bereits Beispielprogramme, die alles erledigen was 
gegenüber dem Betriebssystem notwendig ist. Implementieren musst du nur 
noch in C etwas, was das folgende ersetzt:

Outputsample = Inputsample;

Die Entwicklung passiert da in C++ bzw. C. Die erzeugten Filter kann man 
direkt in ein virtuelles Mischpult reinladen.

Die Implementierung auf einem DSP ist um Größenordnungen komplizierter, 
deswegen würde ich zunächst mit einen normalen Rechner ausprobieren, ob 
überhaupt akzeptable Ergebnisse erzielt werden können.

Grüße,

Peter

Autor: Michael Pippert (smalldevice)
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Hallo Mr. Tannoy,

danke für den Tip mit dem Behringer Ultracurve. Ich hab ihn gleich 
(incl. Einmessmikro bei Thomann für 299€ bestellt. Für den Preis ist das 
Teil der Oberhammer wenn man bedenkt was so ein Gerät im HiFi-Bereich 
kostet. Ich nenne da nur die Firmen Takt und audiodata.
Trotzdem wede ich versuchen so ein Teil selber zu bauen und zu 
programmieren.
Ist schließlich mein Hobby.

Nochmal

MUCHAS GRAZIAS!!!

smalldevice

Autor: Michael Pippert (smalldevice)
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Hallo Gemeinde,

Dank an alle für die nützlichen Tips und Ratschläge.

Gruß

smalldevice

Autor: Michael (Gast)
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Der Ultracurve ist klasse soweit du "nur" den Raum korrigieren möchtest.
Im Prinzip arbeiten diese Dinger alle mit sog. IIR Filtern die eine 
digitale Nachbildung von Tiefpass/Hochpassfiltern darstellen. Mit dieser 
Art Filtern kann man nur Amplitude oder Phasenlage exakt einstellen.

Ich möchte nicht behaupten dass der Abhörraum keinen großen Einfluss auf 
den Klang eines Lautsprechers hat (dem ist nicht so), das weitaus 
schlechteste Element in der Signalkette ist fast immer der Lautsprecher.
Bei der Entwicklung eines Lautsprechers geht man so viele Kompromisse 
ein, die auch noch voneinander abhängen.

Beispiele:

1. Die Frequenzweiche nach einer Standardformel bestimmen klappt nicht, 
da ein Lautsprecher sich nicht wie ein ohmscher Widerstand (4 / 8 Ohm) 
verhält. Daher muss man einen Kompromiss finden, wie die einzelnen 
Chassis mit der Weiche einen irgendwie gleichmäßigen Frequenzgang 
hinbekommen.

2. Da jedes Lautsprecherchassis eine komplexe elektrische Last ist (also 
kein ohmscher Widerstand) ändert sich nicht nur die Schallamplitude mit
der Frequenz sondern auch deren Phasenlage. Wenn man also zwei Chassis 
(z.B. Tief- und Mitteltöner) mit einer passiven Weiche trennt erhält man 
im Übergangsbereich in dem beide Treiber spielen einen je nach 
Phasenlage und Abstrahlrichtung (es sind ja zwei Quellen räumlich 
voneinander getrennt am spielen) eine Schalladdition oder Auslöschung.

Wenn Du es richtig gut machen möchtest ( ist zwar der Overkill aber 
besser geht es nicht) spendierst Du jedem Chassis eine eigene Endstufe 
und DA-Wandler. Mit einem DSP kannst Du dann nicht nur eine 
Frequenzweiche mit optimalen Filtern rechnen, sondern auch noch die 
Frequenzgänge der einzelnen Chassis korrigieren.
Und einen Peak-limiter rechnen der eine Zerstörung der einzelnen 
Lautsprecher verhindert (plus einem thermischen Limiter).

Ich habe soetwas vor ca. 7 Jahren gebaut und bin gerade dabei eine neue 
Version davon aufzulegen :)

Gruß
Michael

Autor: Michael Pippert (smalldevice)
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Hallo Michael,

klingt gut, Dein Plan. An Endstufen soll es nicht mangeln, die baue ich 
sowieso selber. Die restlichen Komponenten sind für mich noch 
Zukunftsmusik da ich mich auf diesem Gebiet erst einarbeite. Vielleicht 
lässt Du mich ja an Deinen Erfahrungen teilhaben. Ich lerne immer gerne 
dazu.

Gruß

smalldevice

Autor: langner reinhard (Gast)
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grüss dich du ich hab auch ein projekt vor ich brauche ne 7.2 kanälige 
frequenzweiche hoch und tiefpass und ne dolby digital und dts 
programierung auf nen microkontroller köntest du mich später  mit deinen 
erfahrungenunterstützen und mir   einige tips geben? bin absoluter 
neuling aber mein voller ernst ich rechne etwa 3 jahre ein
 gruss reinhard

Autor: Michael (Gast)
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Dolby auf einem uController :)
1. Der Codec von Dolby ist topsecret - kannst ja eine Lizenz kaufen von 
Dolby für > 25.000,- EUR
2. Rechenleistung reicht niemals aus

Vorschläge:
1. Kauf dir einen fertigen Dolby Dekoder mit Analog/Digitalausgängen und 
bau dir den Teil dahinter. Ist leider ein relativ großer Aufwand.
2. Benutze einen fertigen Dolby Chip - z.B. STA310. Den kannst Du mit 
deinem Microcontroller "konfigurieren".
siehe Beitrag "STA310 AC3 Decoder"
http://www.diyaudio.com/forums/showthread.php?s=&t...

Was sollen die Tief- und Hochpässe?

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