PC-Netzteil ohne Mainboard einschalten!

OP #1201083
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Hallo an alle,
ich hab einen alten PC rumliegend. Da ich vor einem Monat angefangen 
hab, mich mit der Elektronik zu beschäftigen (hab vorher ausschließlich 
uC programmiert), hab ich das PC-Netzteil ausgebaut.
Modell: LPJ2
max 350W
3.3V/22A, +5V/32A, -5V/0.5A, 12V/16A, -12V/0.8A.
Es wäre also cool, ich hätte dann alle Spannungen (inkl. negative), die 
ich brauche.
Jetzt stehe ich vor dem Problem, dass sich das Netzteil ohne 
angeschlossenes Mainboard nicht einschalten lässt.(bei angeschlossenem 
Mainboard ist das Netzteil über den äußeren Taster einzuschalten).

Aus dem Netzteil gehen 2 weitere Signale "PS-ON" und "PW-OK".

Was haben diese zu bedeuten? "PW-OK" -> Power OK?
Ich nehm mal an, über "PS-ON" kann das Problem gelöst werden. Weiß das 
jemand?

Ich finde leider kein Datenblatt vom Modell, hoffe,jemand hilft mir.
Danke im Voraus.
Gast #1201088
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Ist eigentlich ganz einfach,

Du musst nur den PS-ON (Grünes Kabel) mit Masse verbinden (Schwarz) und 
das Netzteil geht an.
Über PWR-OK (Grau) meldet das Netzteil wenn die 3,3 und 5 Volt stabil 
sind (kannst du ignorieren).
OP #1201105
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klasse, danke für die raschen Antworten, alles klar!
Ich lass mir später eine kleine Platine mit einem ATX-Stecker 
herstellen. Darauf werde ich dann PS-ON und COM(Masse) verbinden, an 
PW-OK schließe ich eine LED zur Kontrolle und alle Spannungslevels 
werden an eine Leiterplattenklemme geführt.
#1201123
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Hi,

du solltest aber bedenken, dass ein PC-Netzteil eine gewisse Grundlast 
braucht um ordentlich zu arbeiten.
Soweit ich weiß sollten dabei der +5V-Zweig mit ein paar hundert mA 
belastet werden. Kannst du aber z.B. mit einem Widerstand machen, der 
mit auf deine Platine kommt.

Gruß
Stefan
Gast #1201168
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Karl wrote:
> Was IMO noch viel wichtiger ist: PC Netzteile haben richtig Dampf.
> Selbiger wird auch produziert, wenn mal ein Fehler in der Schaltung
> ist...

Und noch viel viel wichtiger, sie haben einen Überlastschutz...
Gast #1201208
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Karl wrote:
> Oh, super! Wenn die 35 A der 5 V Schiene also zumindest Teile der
> Schaltung verdampft haben, kann eigentlich nichts mehr passieren ;)

Genau.
Nee jetzt mal im Ernst, wenn man eine schrottige Schaltung bastelt darf 
man sich nicht wundern wenns raucht und stinkt. Wer sich darauf verlässt 
das das Netzteil nicht mehr Power liefert und schon alles gut gehen 
wird, setzt an der falsche Seite an. Ansonsten gibts noch Sicherungen 
und gut ist.
Gast #1297935
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Ich habe lleider alle kabel abgelötet ohne darauf zu achten welche 
leitung nun PS on ist.
Hab auf dem Netzteil folgende unbekannte bezeichnungen:
PG
RM
SB
+5S
Kennt jemand diese bezeichnungen? welche lege ich nun gegen GND zum 
einschalten??

vielen dank!
#1297966
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PG ist wohl die Abkürzung für power-good
RM könnte remote bedeuten (also den auf Masse zu legenden Punkt fürs 
Einschalten)
+5S 5-V standby-Spannung

der vorsichtige Mensch lötet einen 1kOhm Widerstand mit einem Ende an 
Masse, an das andere Ende des R lötet er einen Draht, eventuell mit 
Messpitze. Mit diesem Draht kann er die fraglichen Punkte auf der 
Platine auf Masse legen, ohne allzu viel Risiko einzugehen. Natürlich 
nur auf der Niederspannungsseite! Auf der Netzseite kanns jederzeit 
knallen, auch wenn 1 kOhm den Strom begrenzen.
Gast #1298007
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> das doofe ist halt das so manch ein Netzteil soviel Dampf hat
> das es gar nicht merkt das es gerade nur einen Kurzschluss treibt.

Genau so wie bei meinem Bastelnetzteil (alter AT-"Ziegelstein").
Diese Billigkrokoklemmenkabel (nen Eimer für nen Euro) sind für das Teil 
kein Kurzschluss, sondern nur ein Heizdraht...
#1298056
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Wenn's für ein Labornetzteil mit einstellbarer Strombegrenzung (ab 50€ 
als Fertiggerät) nicht reicht: Übrig gebliebene Wandwarze mit 
beispielsweise 5V/200mA verwenden. Jedenfalls anfangs, wenn die 
Schaltung noch neu ist und man Verdrahtungsfehler ungern ausbrennen 
will. Weniger ist hier mehr.

PC Netzteil nur verwenden, wenn man wirklich die Power braucht.
Gast #1298983
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Man beachte bitte, das PC-Netzteile (selbst die billigen) mittlerweile 
eine OLP und SCP haben. Die Schaltet das Netzteil entsprechend ab. Ist 
zwar kein Ersatz für einen Geräteschutz.

Um eine Sicherung um die zu betreibende Schaltung zu Schützen kommt man 
nie herum.

Ohne ist natürlich damit zu rechnen das das Hühnerfütter oder mehr sich 
in stinkenden Rauch auflösen. Aber direkt verbundene Drähte heizt ein 
PC-Netzteil seit mindestens 2000 nicht mehr einfach weg.
Gast #1752662
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Dass ist klar.

Die meißten ATX-Netzteils schalten erst ein wenn die Grundlast an 5V 
groß genug ist.

Dass bedeutet, sobald du die Einschaltleitung bügeklst, schaut das 
Netzteil ob die Last an +5V groß genug ist.

Ist sie groß genug wird eingeschalten.
Ist die Last zu klein, bleibt das Netzteil aus.

Aber auch wenn die Last zu groß ist (Kurzschluss), schaltet das Netzteil 
nicht ein.


Übrigens:
die Großschreibtaste an deiner Tastatur ist immer noch defekt.
Gast #4294945
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Hallo Alle, bin 75 aber auch heute ist immer noch I=U/R Leistung N= 
W=IXU
und da wir von Gleichspannung reden und die Volkschule besucht haben 
genügt das gesagte, also rechne dir mal aus was Du brauchst.
Mach den Grunen an Masse, un von den 5V Anschluss einen 100 Ohm an 
Schwarz, je meh Last du anlegst desto beser und genauer wird die 
Spannung.
Die Nezteile sin Kuzschluss sicher, sonst würde so manche Bude 
abbrennen.
Tschldigun lebe in Argentinien Deutsch ist nich meine Sterke.
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