Hallo,
ich habe den Thread zwar eben erst gelesen, aber genau so etwas habe ich
vor ca. 13 Jahren realisiert: Einer uralten schweren Bahnhofsuhr habe
ich ein Funkuhrwerk verpasst und sie mit einem GoldCap und Solarzelle
versorgt. Da sie seitdem 100% zuverlässig läuft, gehe ich inzwischen
davon aus, dass die Mechanik der Uhr früher sterben wird als die
Minimalelektronik.
Hier ist sie ganz oben zu sehen (sie wirkt winzig, trotz 80 cm
Durchmessser, da das inzwischen entkernte Gebäude riesengroß ist!):
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bad_D%C3%BCrkheim_Talstation.jpg&filetimestamp=20080927220554
Die Solarzelle: Ca. 12x12 cm, 12V, amorph, hinter Glas wettergeschützt
(auf dem Foto als winziges Quadrat über der Uhr zu erahnen).
Das Funkuhrwerk läuft mit einer Sollspannung von 1,5 V.
Der GoldCap: 22F/2,5V
Nun der Trick: Ich habe ein paar Dioden in Reihe in Durchlassrichtung(!)
parallel zur Solarzelle geschaltet, welche die Spannung auf ca. 2 V
maximieren, dazu parallel den GoldCap, dazu parallel das Funkuhrwerk.
Bei vollster Sonneneinstrahlung habe ich darauf geachtet, dass ca. 2 V
nicht überschritten werden - das verkraftet das Funkuhrwerk noch. Ich
weiß nicht mehr, ob ich 4 oder 5 Billigdioden in Reihe geschaltet habe -
einfach ausprobieren ... die Höchstspannung von ca. 2 V sollte am
GoldCap/Uhrwerk bei vollster Sonneneinstrahlung nicht überschritten
werden. Sinkt die Spannung(Strom) der Solarzelle ab, machen die Dioden
ganz schnell dicht und belasten nicht weiter. Jedenfalls reicht das
mieseste Winter-/Nebelwetter aus, um den GoldCap tagsüber so weit
aufzuladen, dass der Strom in der Nacht ausreicht.
1 Diode
+.........o....>|.....o......+
| | | |
| | | |
Solarzelle mehrere | Funkuhrwerk
(amorph) | Dioden | |
| in GoldCap |
| Durchlass- | |
| richtung(!) | |
| \/ | |
| | | |
-.........o...........o......-
Wie man sieht: Keine aufwändige Elektronik, alles ist parallel
geschaltet.
Ich kann es nur wiederholen: Ca. 13 Jahre(?) läuft die Uhr schon ohne
Ausfälle in Bad Dürkheim am alten Gondelbahngebäude auf dem
Wurstmarktgelände in der Nähe vom Riesenfass.
Grüße,
Günter
Christian schrieb:
> Hallo zusammen
> Kann mir jemand helfen
> Ich möchte eine Fasadenuhr mit einer Solarzelle betreiben und mit einem
> Gold Cap oder Power Cap buffern.
> Die Techn. Daten Uhr Funkuhr 3,6V ca. 100mA pro Impuls ( 1 Impuls pro
> Min.) Solarzelle 12V/5W.
> Was brauche ich dazu um eine funktionierende Solaruhr zu betreiben ist
> es überhaupt möglich?