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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Widerstände - OP als Komparator


Autor: patr1328 (Gast)
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Hallo,

ich habe leider von Elektronik nur bedingt Ahnung (schon mal beste 
Voraussetzungen...) und hoffe hier auf Hilfe seitens der Fachmänner.

Ich stehe vor Folgendem Problem:

Ich habe derzeit an meinem Auto ein kombiniertes Fahr- Bremslicht (21 
Watt Einfaden-Birne) an den Rückleuchten. Es liegen 2,6V (2,2V - 2,8V) 
an, wenn das Licht angeschaltet ist und 12V (~11V - 13V) wenn man auf 
die Bremse tritt. Zusätzlich schickt das Kombiinstrument eine 
"Prüfspannung" von 8,6V an die Rückleuchte um kurz zu testen, ob die 
Birne i.O. ist.

Ich würde das gerne so umbauen, dass es als reines Bremslicht 
funktioniert, ohne dass das Kombiinstrument einen Fehler ausgibt. Die 
Idee ist einen OP als Komparator zu schalten. Sofern eine Spannung 
größer 9V an der Lichtleitung anliegt sollen 12V an die Birne gelangen, 
ansonsten 0V.
Dazu soll hinter den OP ein Relais gesetzt werden, dass angezogen auf 
die Glühbirne durchleitet und abgefallen auf einen 68 Ohm Widerstand 
zweigt, der die Birne "simuliert".

Im Anhang findet Ihr eine Skizze. Ich habe mich zwar schon etwas 
eingelesen habe aber noch folgende Fragen:

1. Die Relation der Widerstände R1 und R2 müsste nach meinem Halbwissen 
1/4 zu 3/4 liegen, damit an R1 3V abfallen...wie groß müssen aber diese 
Widersände sein? R1 = 100 Ohm zu R2 = 300 Ohm oder R1 10k Ohm zu R2 = 
30k Ohm oder irgendwas dazwischen oder ganz andere Werte???

2. Welchen OP (gibt ja verschiedenste...) muss ich denn nehmen. 
(Schaltzeit sollte natürlich möglichst kurz ausfallen)?

3. Kann ich denn überhaupt direkt hinter den OP ein 12V 2A Relais setzen 
oder muss ich das anders lösen?

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!

VG
Patrick

Autor: Master Snowman (snowman)
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grundidee stimmt :-) nimm einen 4.8kOhm und einen 1.6kOhm widerstand, 
und dann kommt's gut (können auch grössere werte sein, kein problem). 
zusätzlich könntest du zu den widerständen ein potentiometer dazwischen 
schalten und der abgreifer zum OP/komparator, so hast du noch etwas 
spielraum um die schwellspannung ggf. etwas anzupassen.

für deine anwendung kannst du einen beliebigen OP/komparator nehmen, 
z.b. einen billigen LM358 (hauptsache er verträgt 12V). allerdings 
sollte die spannungsversorgung noch überdacht werden: im auto-boardnetzt 
können schnon mal sehr viel höhere spannungen auftreten als die 12V -> 
schutzschaltung.

wenn du bei der lösung von einem relais bleiben möchtest, so müsstest du 
wissen, wieviel strom/spannung das relais braucht und ob der 
OP/komparator dies liefern kann. wenn nicht, so müsste man das relais 
über einen zusätzlichen transistor schalten (keine grosse sache).

allerdings bin ich kein fan von mechanischen teilen (relais) in 
fahrzeugen. ich schlage dir einen andere lösung vor (siehe attachment - 
sorry, habe gerade kein richtiges programm, darum halt paint)

ps: wie kommst du auf die 68 Ohm? dürfen's auch 1k Ohm sein?

edit: die +12V im bild wären die 0-12V in deiner schaltung ;-)

Autor: patr1328 (Gast)
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Vielen Dank schon mal für die Info!

Sehe ich das richtig, dass ein MOSFET sozusagen das Relais ersetzt?
und das Ding kann dann auch tatsächlich die 12V 2A durchschalten?

Welches MOSFET brauche ich denn?

Leider habe ich bei Conrad weder 4,8k noch 1,6k Widerstände gefunden. 
Ich hoffe die 1W Varianten reichen hier aus...Ich würde daher also 
besorgen:

1x WIDERSTAND METALL 1 W 1% 4K7 BF 0414 (4.7kOhm) Conrad: 419648 - 62
1x WIDERSTAND METALL 1 W 1% 1K5 BF 0414 (1.5kOhm) Conrad: 419583 - 62
1x OP-VERST. LM258N [STM]  Conrad: 155570 - 62
1x HOCHLASTDRAHTWIDERSTAND 5 W 68 OHM Conrad: 427958 - 62
1x MOSFET - welches???
1x Poti - welches???

Lochrasterplatine und Kleinzeug habe ich bereits hier...

Danke!

Autor: Master Snowman (snowman)
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du kannst beliebige 1/4W widerstände nehmen für den 4k7 und den 1k5 (die 
müssen später dann nur 1/40W aushalten).
falls mit poti: wenn du z.b. einen 4k7 und einen 1k5 widerstand nimmst 
und dazu ein 1.5k-poti, so wäre die einstellbare schwellspanung 7.3V - 
9.7V (das lässt dir spielraum, wenn die spannungsversorgung beim 
bremslicht-an-zustand etwas zusammenbricht, dass du das einfacher 
nachjustieren kannst). du kannst ein beliebiges poti nehmen, ich würde 
eines in einem plastikgehäuse nehmen und ohne rausgeführte achse (musst 
halt dann mit einem kleinen schraubenzieher drehen/einstellen).

MOSFET: 12V/2A ist wirklich keine sache ;-) möge sich doch einer melden, 
der sich bei MOSFETs besser auskennt (über den daumen würde ich einen 
nehmen, der mind. 4A aushält (wegen einschaltstrom) und kleinem Rdson).

zusätzliche absolutminimal(!)beschaltung für LM358: board-spannung -> 
diode -> +12V (besser noch mit einer spule in reihe) und dann vo da an 
den kondesator/seriewiderstände/ML358
diode: 1N4007
C: 10uF, 50V
spule = ? (habe absolut keine ahnung)

und nochmals: funktionert das mit einem 68-Ohm-widerstand? wie kommst du 
auf diesen wert?

..soll sich doch auch noch jemand anderes melden und meine aussagen 
ansehen (besser 2 leute gucken sich das an).

Autor: JensM (Gast)
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@patr1328
Wie hast du die Spannungen gemessen?
Ich vermute mit einem Multimeter.
Ich denke, dass die Ausfangsspannung für das Fahrlicht eine PWM- 
Spannung ist.
Bei einer Gleichpannung von 2,6V wäre die Leistung an der Lampe nur ca. 
1 Watt. Nicht 5 Watt.
In diesem Fall  ist der Ansatz mit dem Komperator komplett falsch.

Gruss Jens

Autor: Master Snowman (snowman)
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stimmt: vermutlich eine wird's eine PWM sein. aber mit tiepass -> 
komparator würde es auch wieder gehen?

Autor: patr1328 (Gast)
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@Master Snowman:

Den Widerstand für die 21 Watt Birne habe ich wie folgt "berechnet":

I = P / U = 21W / 12V = 1,75A
R = U / I = 12 V / 1,75 A = 6,86 Ohm

Allgemein heißt es die Wolframwendel hat bei heißer Glühwendel etwa 
einen 10 fach höheren Widerstand wie im kalten Zustand => ~ 68 Ohm 
(wurde auch in einigen Foren so berechnet, wenn sich manche Leute LEDs 
statt den normalen Leuchten verbauen wollten).

@JensM: Richtig, gemessen habe ich das via Multimeter.

Wegen der Leistungsaufnahme der Birne:

Bitte nicht hauen duck aber kann man das nicht so berechnen:
Birne 12V / 21 W => I = 1,75A
=> 2,6V *1,75A = ~ 4,55 W

Der Autohersteller benutzt nämlich auch gelegentlich (nicht in meinem 
Fall!) eine 21W/4W zweifaden-Birne und nutzt die 4W Wendel als 
Rücklicht...

Danke!

Autor: patr1328 (Gast)
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Hab gerade nochmals das Internet durchstöbert...
Es scheint so, als müsse man statt dem 68 Ohm Widerstand doch einen 6,8 
Ohm 25W Lastwiderstand verwenden...

Autor: JensM (Gast)
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@patr1328
Die Rechnung stimmt so nicht.

Nehmen wir mal an der Widerstand ändert sich nicht (der Glühwendel ist 
Temperaturabhängig, glüht jedoch bei Fahrlicht auch schon).
Die 6,8 Ohm (21W) sind im Betriebszustand (heisser Glühwendel).
Wenn der Glühwendel kalt ist hat er einen geringeren Widerstand,
d.h. der Strom ist im Einschaltmoment grösser.

R = 12 V / 1,75A -> 6,8 Ohm

Bei 2,6V:
I = 2,6V / 6,8 Ohm -> 0,38A
P = 2,6V * 0,38A -> 0,99W


@Master Snowman
Das wäre eine Lösung, dazu muss man aber die Frequenz wissen, um das
vernünftig dimensionieren zu können.
Ich würde das dann aber lieber "digital" lösen (ist Impuls oder 
Dauerstrom vorhanden).

Autor: Master Snowman (snowman)
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> Birne 12V / 21 W => I = 1,75A
> => 2,6V *1,75A = ~ 4,55 W
nee, der strom passt sich dem widerstand an. 2.6V/6.8Ohm = 0.38A, 
0.38A*2.6V = 1W (aber achtung: sobald nicht mehr die 2.6V anliegen 
sondern 12V -> 21W)

ev. geht auch ein ganz anderer wert: schraub mal die birne raus und 
misst du gegenüber masse die beiden lampenkontakte wenn die prüfspannung 
angelegt wird. ich vermute, dass wenn die prüfspannung anliegt, die 
lampe als pull-up oder -down begraucht wird, und da däte es auch ein 
kleiner/billiger 5k widerstand. vielleicht findest du auch im i-net was 
dadrüber.

Autor: patr1328 (Gast)
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@ Snowman:

Meinst du an der Birnefassung von beiden Kontakten (Masse und +) gegen 
die Karosserie messen??
Ist die Masse der Birne nicht direkt durchverbunden mit der zentralen 
Masse?

Autor: Master Snowman (snowman)
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ja, ich meine die kontakte in der lampenfassung im auto. meistens ist's 
wirklich so, dass der "äussere" kontakt (drehgewinde der lampe) der 
masse entspricht - aber vielleicht ist's ja nicht so. aber wenn du schon 
misst, ist's kein grosser aufwand das zu verifizieren.

hast du zufällig ein 5k oder grösserer widerstand zur hand den du in der 
auto-lampenfassung zwischen + und masse hängen könntest (ohne die lampe 
drin zu haben, sondern nur den widerstand)? falls das geht, schau mal ob 
dein kombigerät eine fehlermeldung ausgibt. ich vermute nämlich nicht 
;-) falls dem so wäre, könntest du den 6.8 Ohm widerstand durch einen 
sehr viel hochohmigeren ersetzten (billiger, weniger verlustleistung, 
kleiner).
ggf. könntest du anstelle des 5k auch eine 230V/60W birne nehmen, daran 
zwei drähte dran und damit in die autolampenfassung (wird zwar nicht 
brennen, aber zum testen tut's)

Autor: patr1328 (Gast)
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Sorry für die verspätete Antwort, aber ich kann mit Ergebnissen 
aufwarten!

Ich habe also nochmal gemessen:
Birne ausgebaut (Licht aus => nur Prüfspannung):
vom Pluspol auf Karosse -> 8,2V (Motor aus, sonst 8,6V)
vom Minuspol auf Karosse -> 0V (und 0 Ohm)

Birne drin:
vom Pluspol auf Karosse -> 0V
vom Minuspol auf Karosse -> 0V (und 0 Ohm)


einen 5k Widerstand hatte ich nicht zur Hand, also habe ich mal den hier 
rumfliegenden 1k dazwischengehängt -> Kombiinstrument meldet sofort 
Birne hinten als defekt...

also fällt die Hochohmige Variante wahrscheinlich flach...

Autor: Master Snowman (snowman)
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> Sorry für die verspätete Antwort
kein problem, ich habe zu hause sowieso kein i-net ;-) (also auch nicht 
über s'WE)

> also fällt die Hochohmige Variante wahrscheinlich flach...
ja, leider :-( trotzdem würde ich für den lastwiderstand einen möglichst 
hohen wert nehmen. wahrscheinlich geht das nur über testen verschiedener 
widerstände (z.b. verschiedene lampen dran hängen (können auch 
230V-lampen sein zum testen) und herausfinden bei welchem widerstand das 
kombiinstrument noch keinen fehler angibt. grund: nehmen wir an, dass du 
einen 6.8 Ohm verwendest; der müsste bei angelegten 12V dann 21W "gross" 
sein (teuer, grösse, wärme etc.). würde auch noch ein 100 Ohm 
funktionieren, dann müsste er nur noch 1.5W "gross" sein.

eine weitere optimierung wären zwei mosfets: der eine "unter" der lampe 
zu GND und der andere "unter" dem lastwiderstand zu GND. wenn der eine 
durchschaltet, sperrt der andere. (der LM358 hat ja zwei OPs drin, da 
kann einer als normaler komparator arbeiten, der andere inventierend - 
also kein weiterer schaltungsaufwand ausser dem 2. mosfet).

Autor: patr1328 (Gast)
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klingt alles logisch für mich soweit.

Aber nachdem ich gerade mal die Grundschaltung als Operator verstanden 
hatte, kannst du mir evtl. ganz grob einzeichnen wie ich die Beschaltung 
vornehmen muss?

Also wo das Poti rein (hab übrigens nur 1k und 2k5 gefunden bei Conrad), 
und die Beschaltung mit dem OP und den mosfets dahinter...
Und wegen der Absicherung: muss die auch noch mit rein und wenn ja wie 
und wo genau?

Eine grobe Skizze würde mir schon genügen.

Wg. dem "austesten" des Widerstands: Kann ich dafür auch ein 1k Poti 
nehmen und langsam runterregeln? oder ist das einfach zu klein 
dimensioniert?

Vielen Dank!

Autor: Master Snowman (snowman)
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skizze kommt noch (wird halt wieder ein pain-gebastel). ein poti 
verträgt max. 1/4W bei 12V. das heisst, dass du maximal bis auf 576 Ohm 
runterdrehen darfst. danach beginnt's langsam zu rauchen...

Autor: Master Snowman (snowman)
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so, ich hab nun eagle installiert... und wie gesagt:
- spule wäre gut, aber ich habe keine ahnung wie gross sie sein sollte
- mosfets müssen noch bestimmt werden
- diode kannste irgendeine nehmen 1N400x

an die layouter: ich weiss, der schaltplan ist nicht so
toll gezeichnet ^^

Autor: patr1328 (Gast)
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Klasse!!

Werde dann mal die Teile zusammensuchen und das Ganze testen.
Ich berichte dann über Erfolg oder Mißerfolg! ;-)

Vielen Dank noch Mal. Ging wirklich sehr schnell in diesem netten Forum!

Viele Grüße
Patrick

Autor: Master Snowman (snowman)
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kannst ja mal die zusätzlichen teile hier posten bevor du sie kaufst. 
kann ja nicht schaden, wenn ich's schnell angucke.

das problem mit dem lastwiderstand ist aber noch immer nicht gelösst, 
oder willst du einen 6.8Ohm/21W-widerstand kaufen?

Autor: patr1328 (Gast)
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Die Teileliste wäre jetzt folgende:

1 x WIDERSTAND DRAHT 25 W 5% 6R8 Conrad: Artikel-Nr.: 421332 - 62
1 x DIODE 1N4004 400V/1A Conrad: Artikel-Nr.: 162248 - 62
1 x SMD ELKO 10UF 50V 85° STANDARD Conrad: Artikel-Nr.: 421527 - 62
1 x WIDERSTAND KOHLE 0,5 W 5% 4K7 BF 0411 Conrad: Artikel-Nr.: 405337 - 
62
1 x WIDERSTAND KOHLE 0,5 W 5% 1K5 BF 0411 Conrad: Artikel-Nr.: 405272 - 
62
1 x MIN POTENTIOMETER PT 10 LH 1 K LIN Conrad: Artikel-Nr.: 430706 - 62
1 x IC LM358P=LM358N DIP Conrad: Artikel-Nr.: 174440 - 62
2 x IRF540N HEXFET TO-220 (IR) Conrad: Artikel-Nr.: 162412 - 62


Die Spule ist jetzt aber noch nicht dabei.

Noch eine Frage zum Lastwiderstand habe ich.
Die Schaltung gibt ja nur Saft auf den Widerstand, wenn diese 2,6V 
anliegen. Ansonsten schaltet sie durch auf die wirkliche Birne.
Durch diese "PWM" Spannung wird doch erreicht, dass die 21W Birne wie 
eine ~4-5 Watt Birne leuchtet. Deshalb muss doch der Widerstand im 
Grunde genommen auch nicht so groß (25W) dimensioniert sein,oder liege 
ich wie immer falsch...

VG
Patrick

Autor: patr1328 (Gast)
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Hab gerade noch ein Problem mit der vorgeschlagenen Schaltung entdeckt:

Die mosfets schalten hier offensichtlich jeweils Masse durch zum 
Widerstand bzw. der Lampe. Nachdem die Birne aber eine gemeinsame Masse 
mit anderen Birnen im Rücklicht hat, wäre das Schalten der + Leitung 
besser. Ich hoffe den mosfets ist egal was die da durchschalten.

Ich habe deshalb die Schaltung nochmal angepasst (siehe Anhang).
Passt das so denn auch?

Vielen Dank für die Hilfe!

VG
Patrick

Autor: patr1328 (Gast)
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Ich habe jetzt die Schaltung schon mal auf ein Lochraster übertragen 
(immer noch ohne Spule)...

Eine Frage hätte ich noch:
Wie hoch ist denn die Stromaufnahme im Ruhestand, wenn ich die 
Versorgung direkt an die Autobatterie klemme?

Dann würde IC1B (2ter OP) immer die Versorgungsspannung zum mosfet für 
den Widerstand durchlassen, der dann wiederum "angezogen" bleiben würde 
(hab einfach mal die Notation wie bei einem Relais benutzt)...
Nur so wäre aber auch Standlicht möglich (abgezogener Zündschlüssel).

Wenn die Stromaufnahme allerdings zu hoch ist, würde ich das Ganze über 
Zündungsplus laufen lassen und auf's Standlicht verzichten (hab ich 
ohnehin noch nie in meinem Leben benutzt) ...

Wäre über Hilfe sehr dankbar.

VG
Patrick

Autor: BMK (Gast)
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> ...wäre das Schalten der + Leitung besser.
> Ich hoffe den mosfets ist egal was die da durchschalten.

Das geht so leider nicht; man kann einen N-Kanal MOSFET
nicht einfach umdrehen und den Strom in Gegenrichtung schalten.
Weil da die interne Body-Diode von Source nach Drain liegt
und einen Dauerstrom durchleiten würde.

Da hilft ein P-Kanal MOSFET, z.B. IRF5305 oder IRF4905,
der wird mit Source an Plus gelegt und am Drain liegt die
Last nach GND.

Allerdings wird ein P-Kanal leitend, wenn das Gate in Bezug
zum Source negativ ist; also genau andersrum wie N-Kanal

Ist bei deiner Schaltung aber kein Problem; einfach die
+ -  Eingänge der jeweiligen OpAmps vertauschen.

Autor: patr1328 (Gast)
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Also brauche ich letztlich 2 x IRF5305 statt den IRF540N und muss dann 
einfach nur die + und - Eingänge an den OPs vertauschen?

Autor: patr1328 (Gast)
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Habe die Schaltung jetzt mit P-Kanal mosfets angepasst
Ich benötige jetzt aber nochmal eine genaue Hilfestellung...

BMK meinte "Allerdings wird ein P-Kanal leitend, wenn das Gate in Bezug
zum Source negativ ist; also genau andersrum wie N-Kanal"

Wenn ich mir meine Schaltung (Anhang jetzt ansehe, dann habe ich 
folgende drei Szenarien:

1. Licht komplett aus (soweit in Ordnung)
2fach OP LM358N (Versorgungsspannung 12V):
- IC1A hat ~9V an "+" und 0V an "-" => er leitet 12V an Gate Q2 
(IRF5305). Da an Source 0V anliegen sperrt IRF5305. Lampe bekommt keinen 
Saft.
- IC1B hat 0V an "+" und ~9V an "-" => er leitet 0V an Gate Q1 
(IRF5305). An Source liegt 0V, am Gate ebenfalls 0V. Ob der IRF5305 
jetzt leitet oder nicht, der Lastwiderstand bekommt keinen Saft (0V).

2. Rücklicht an (soweit in Ordnung)
2fach OP LM358N (Versorgungsspannung 12V):
- IC1A hat ~9V an "+" und ~2,6V an "-" => er leitet 12V an Gate Q2 
(IRF5305). Da an Source ~2,6V anliegen sperrt IRF5305.
- IC1B hat ~2,6V an "+" und ~9V an "-" => er leitet 0V an Gate Q1 
(IRF5305). An Source liegt ~2,6V. Gate ist somit negativer als Source 
und der IRF5305 wird von Source zu Drain leitend. Der Lastwiderstand 
bekommt ~2,6V.

3. Bremslicht an (hier passt glaube ich was nicht)
2fach OP LM358N (Versorgungsspannung 12V):
- IC1A hat ~9V an "+" und ~12V an "-" => er leitet 0V an Gate Q2 
(IRF5305). Da an Source ~12V anliegen (Gate negativer zu Source) leitet 
IRF5305 Source zur Lampe durch (12V) => passt soweit.
- IC1B hat ~12V an "+" und ~9V an "-" => er leitet 12V an Gate Q1 
(IRF5305). An Source liegt ebenfalls ~12V. Gate und Source werden mit 
etwa 12V befeuert. Was macht der Mosfet denn jetzt??? sperrt er oder 
leitet er?

Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen???

Danke!
Patrick

Autor: patr1328 (Gast)
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Ergänzung:

Nachdem vor der Versorgungssannung der OPs eine Diode hängt ist im 
Szenario 3 an IC1B die Gate Spannung sogar tendenziell geringer als die 
Source Spannung. D.h. IRF5305 würde leitend und beim Bremsen hätte ich 
somit 12V an der Bremsleuchte & 12V am Lastwiderstand...

Das wäre aber doch eher suboptimal, oder?

Autor: BMK (Gast)
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Fall 3 passt schon.

Wenn an Source 12V anliegt und am Gate auch 12V,
messen wir Ugs = 0V und der MOSFET sperrt.

Wenn an Source 12V anliegt und am Gate 10V,
messen wir Ugs = -2V und der MOSFET sperrt immer
noch, weil Ugs(th) also die "Gate Threshold Voltage"
bei typisch -3V liegt; also die Spannung, bei der er
gerade anfängt zu leiten.

Danach kommt ein "Zwischenbereich" Ugs -3V ......-9V,
bei dem der FET mehr oder weniger halbleitend wird;
diesen sollte man im Schaltbetrieb vermeiden weil mit
Verlustleistung verbunden.

Schließlich kommt der "gut leitende" Bereich von etwa
Ugs -10V .....-15V. Die Grenze von -20V darf auf keinen
Fall überschritten werden!!!

Autor: patr1328 (Gast)
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Danke für die Erklärung!

Aber wenn das so ist, dann gilt für Fall 2, dass IC1B bei Ugs= -2,6V 
sperrt und somit in diesem Fall der Saft weder auf den Widerstand noch 
auf die Bremsleuchte übertragen wird => Fehler im Kombiinstrument.

Deshalb habe ich nochmal alles neu aufgebaut und würde jetzt mit einem 
P-Kanal und einem N-Kanal MOSFET arbeiten. Den Spannungsteiler vor dem 
OP habe ich geändert, um beide OPs auf dem positiven Input mit ~4,9V zu 
versorgen.

Unterhalb der Schaltung habe ich jetzt eine Tabelle mit den Spannungen, 
die an den OPs bzw. den MOSFETS anliegen und das jeweilige Resultat. 
Wenn einer mal drübergehen könnte wäre klasse. Nicht dass ich wieder 
einen Denkfehler drin habe.

Teileliste wäre wie folgt:
1x Diode 400V/1A 1N4004              Artikel: 162248 - 62
1x Kondensator 10uF 50V    Artikel: 445970 - 62
1x Widerstand Kohle 0,5W 2k7   Artikel: 405302 - 62
1x Widerstand Kohle 0,5W 3k9   Artikel: 405329 - 62
1x Poti 1K       Artikel: 430706 - 62
1x 2fach OP LM358N             Artikel: 174440 - 62
1x P-Kanal MOSFET IRF5305           Artikel: 162408 - 62
1x N-Kanal MOSFET IRF540N           Artikel: 162412 - 62
1x Lastwidertand 11W 6R8           Artikel: 411523 - 62

VG
Patrick

Autor: patr1328 (Gast)
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Edit:
habe in der Tabelle oben die Vorzeichen bei Ugs einfach vernachlässigt 
und bitte gleich mal im Voraus um Verzeihung...;-)

Autor: Master Snowman (snowman)
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ich bin wirklich nur ganz(!) kurz drüber gegangen und s'sieht von mir 
aus gut aus. ich würde es zumindest so bauen :-) ..einzig den 
11W-widerstand, würde ich in einer stärkeren ausführung kaufen: wenn du 
11W über einen 11W-widerstand verbrätst, so heitzt der sich zur 
maximalen temperatur auf (100-120°C?). du könntest alternativ anstatt 1 
x 6R8/11W 2 x 3R4/11W in serie schalten oder einen kühlkörper am 6R8 
anbringen oder einen 1 x 6R8/20W nehmen etc. dann entstehen auch nicht 
so hohe temperaturen - ist halt ne preisfrage. it's up to you.

Autor: patr1328 (Gast)
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Also...

Die Schaltung habe ich jetzt in 2-facher Ausfertigung gebaut! (1x linkes 
Rücklicht & 1x rechtes Rücklicht)

Ich habe das Ganze Testweise an ein 12V Netzteil gehängt 
(Versorgungsspannung) und zusätzlich ein Einstellbares Netzteil an 
gleiche Masse für die Simulation der Bremslichtleitung gelegt.

Ergebnis: Die Schaltung arbeitet genau wie sie soll! Ab 5V => Saft auf 
Glühbirne, darunter Saft auf Widerstand...

ABER...

Das Ganze im Auto verbaut bringt ein ganz anderes Ergebnis:
Hinten links lässt die Schaltung sowohl Rücklicht & Bremslicht auf die 
Glühbirne drauf...hinten rechts keine der beiden Spannungen! (inkl. 
Fehler im Kombiinstrument, dass die Birne hinten rechts defekt sei).

Das Merkwürdigste: Tausche ich die Schaltungen von links nach rechts und 
umgekehrt, bleibt das Bild allerdings genau dasselbe. Wieder links 
dauerleuchten, rechts komplett aus...

Daraus schließe ich (in meinem Halbwissen), dass man wegen der PWM 
Spannung anders schalten muss.

Ich muss auch nochmal genau nachmessen an den beiden Rücklichtern. Ich 
gewinne langsam den Eindruck, dass die nicht einzeln vom Schalter aus 
angesteuert werden, sondern dass die in irgendeiner Art 
zusammenhängen...

Irgendwelche Ideen Eurerseits?

VG
Patrick

Autor: Master Snowman (snowman)
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ich vermute auch, dass die linke und rechte "lampe" irgendwie zusammen 
hängen... das lässt sich aber ohne kabel verfolgen und/oder ausmessen 
(von hier) nicht bestimmen.

Autor: patr1328 (Gast)
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dann werde ich mal fleißig durchmessen wobald ich dazu komme.

Melde mich dann wieder.

Autor: Master Snowman (snowman)
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schick mir doch ne PM wenn du hier was schreibst, sonst werde ich es 
nicht sehen - natürlich nur, wenn du willst ;-)

Autor: Patrick Erler (patr1328)
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Inzwischen habe ich nochmal nachgemessen.

Keiner der Kontakte des linken Rücklichts hat in irgendeiner Form 
Kontakt zu den Gegenparteien des rechten Rücklichts.

Auch habe ich inzwischen mal die Vorwiderstände getauscht, sodass alles 
unter 7,8V an den Lastwiderstand geschickt werden würde und nur wenn die 
Spannung über 7,8V liegt die Lampe angesteuert wird. Kein Erfolg.

Offenbar wird auch die PWM Spannung als "12V" angesehen und zur Birne 
geschickt.

Dennoch habe ich denke ich jetzt eine viel einfachere Lösung?!?!

Ich habe eine dritte Bremsleuchte (LEDs). Ich brauche doch nur das 
Signal dieser Lampe als Schaltsignal verwenden. Wird wohl zwischen 0V 
(keine Bremse getreten) und 12V (Bremse getreten) wechseln (Ich messe 
nochmal nach, ob 12V verwendet werden...). Somit muss ich mich nicht 
mehr mit PWM als Referenz abtun...

Allerdings ergibt sich daraus die nächste Frage:

Im Anhang eine Schaltung über ein Relais. Nachdem ich das ganze eher 
ohne Relais lösen will bräuschte ich wieder mal Eure Hilfe...

Kann man das über Transistoren schalten und wenn ja, wie???

VG Patrick

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