Gast
#1225772
Hi Leute, ich hab mal wieder eine Frage bezüglich dem PCB-Layout von schnellen digitalen Schaltungen :-) Reflexionen und so. Aaaalso, dafür gibts ja die sogenannten Microstrip-Leiterbahnen. Da hab ich auch so ein schönes Tool gefunden, womit ich die berechnen kann (AppCAD von Agilent). Jedoch: Was bringt mir das? Angenommen, ich will einen Mikrocontroller mit FLASH und RAM verbinden (Adress- und Datenbus). Das ganze soll mit 80 MHz laufen. Wie weiss ich jetzt, welche Impedanz ich den Leiterbahnen verpassen muss? Okay, ich hab mir in der Berufsschule (bin noch in der Lehre) von einem Lehrer sagen lassen, dass der Trick bei den Microstrip-Leiterbahnen der ist, dass man die Leiterbahnbreite so gross wählt, dass sich der Kapazitätsbelag der Leitung und der Induktivitätsbelag genau aufheben (gilt natürlich nur bei einer bestimmten Frequenz). Denn die Leitung bildet ja mit der Massefläche, die auf dem unteren Layer der LP ist, eine Kapazität, und durch ihre Länge hat sie eine Induktivität. Oder? Und nun berechnet man das ganze so, dass bei der gewünschten Frequenz XL = XC ist. Richtig? Und wie kann ich das berechnen? AppCAD gibt mir L und C nicht raus, sondern es gibt direkt eine Impedanz an (?). Frage: Bis zu welchen Frequenzen muss ich mir um das Layout noch keine Gedanken machen? Und gibts zu diesem Highspeed-Zeug irgend ein Tutorial oder meinetwegen ein Buch? Oder, anders gefragt - später mal möchte ich mich an einem selber gebauten ARM9 Board versuchen, das dann mit 180 (!) MHz laufen soll. Der Adress- und Datenbus muss da wohl schon ziemlich durchdacht sein, oder?