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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RFM12B-868Mhz empfängt nur 0-en


Autor: Philipp (Gast)
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Moin,
ich habe hier zwei RFM12B-Transceiver die im 868Mhz Bereich funken. 
Beide sind an je einen Atmega8L angeschlossen die mit dem internen 4Mhz 
Takt betrieben werden. Die Module liegen ca. 20-30cm voneinander 
entfernt und haben keine Antennen. Als Software verwende ich eine 
Abgewandelte Version aus der PDF-Datei "RFM12B and AVR — quick start" 
(zenburn.net/~goroux/rfm12b/rfm12b_and_avr-%20quick_start.pdf). Geändert 
habe ich unteranderem die Stromversorgung der Module. Sie werden von 
einem Pin des µC versorgt, den ich einige ms nach Programmstart auf high 
schalte. Zudem habe ich den Code auf 1Mhz-Hardware-SPI umgestellt. Die 
Ansteuerung der beiden Module scheint auch zu funktionieren, da beide 
wie gewünscht am CLK-Pin einen Takt von 1,665 Mhz haben. Das eine Modul 
sendet im 1Sekunden Takt jeweils die Synchronisationszeichen + 1Byte 
Daten, was ebenfalls zu funktionieren scheint, da die angeschlossene LED 
dementsprechend blinkt. Allerdings kommt beim anscheinend nix richtiges 
an. Sobald ich am Empfänger aktiviere, das auf die 
Synchronisationszeichen getriggert wird passiert nix mehr. Wenn ich es 
aber deaktiviere, so das alles was empfangen wird, im FIFO landet. Kann 
ich sehen, dass jedes mal, wenn die LED am Sender blinkt (also was 
gesendet wurde) am Empfänger ein oder mehrere 0-en empfangen werden.
Könnte sich irgendjemand meinen Code mal anschauen, woran das liegen 
könnte? Ich habe meine Software bereits mit sämtlichen anderen 
Codeschnipseln vergleichen und kann nix falsches endecken.
Oder hat zufällig jemand eine Routine zum senden oder empfangen parat, 
die er mit mit einem rfm12b-868Mhz Modul an einem 4Mhz Atmega8 betreibt? 
Damit ich wenigstens schon mal eine Fehlerquelle ausschließen kann.

mfg
philipp

Autor: Philipp (Gast)
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Niemand der mir helfen kann?

Autor: R. W. (quakeman)
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Philipp wrote:
> Sie werden von
> einem Pin des µC versorgt, den ich einige ms nach Programmstart auf high
> schalte.

Ich vermute mal, du meinst damit, daß du per high am Pin eine 
Treiberstufe (z.B. Transistor) schaltest, welches das RFM12 betreibt.
Denn falls du das RFM12 Modul direkt vom Pin speisen solltest, kann ich 
dir nur davon abraten. Beim Senden wird laut Datenblatt ein Strom von 
bis zu 25mA gezogen, was bei den meisten Controllern nur im low Zustand, 
aber nicht im High Zustand geliefert werden kann. Dadurch kann beim 
Senden die Betriebsspannung des RFM12 einbrechen, was zu Problemen 
führen kann.

Du solltest auch deinen Schaltplan online stellen um mögliche 
Fehlerquellen in der Beschaltung zu finden.

Ciao,
     Rainer

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

der AVR kann den Strom prinzipiell schon liefern, allerdings starten 
meine RFM02-Module nur 100% zuverlässig, wenn recht dicht am Modul ein 
Elko mit ca. 10µF sitzt.
Da hätte ich dann aber Bedenken wegen des Ladestroms.
Es gibt allerdings aus meiner Sicht kaum einen Gruns, die RFM-Nodule so 
zu schalten.
Wenn die komplett schlafen ziehen die um 0,5µA...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Philipp (Gast)
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Schaltung kann ich leider nicht liefern, da die Module einfach per Kabel 
in an  den jeweiligen Dev-Board angeschlossen sind. Die Kommunikation 
sollte aber in Ordnung sein, da wie bereits erwähnt der eingestellte 
Takt am Clk-Pin der Module raus kommt.
Doch, ich hatte beide Module direkt von dem µC-Pin mit Strom versorgen 
lassen, da sie, wenn direkt an die Stromversorgung mit angeschlossen, 
nur ab und zu liefen, bzw. Befehle annahmen.
Hab sie jetzt wieder direkt an der Stromversorgung und so dicht wie 
möglich nen Kondensator mit rein (hatte allerdings nur 470µF zur Hand). 
Verändert hat sich nur, dass mein empfänger wieder nicht richtig auf die 
Befehle reagiert (CLK-Takt bleibt bei 1Mhz).
Hätte sonst noch jemand ne Idee.

Autor: Philipp (Gast)
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Ich habe in der Zwischenzeit die Software aus diesem Thread: 
www.mikrocontroller.net/topic/120759 ausprobiert. Es tritt der selbe 
Effekt auf, das nur 0en empfangen werden. Es muss also irgendwo ein 
Hardwareproblem sein. Allerdings ergibt dies kein Sinn, da ich das 
Statusregister der Module ohne Probleme auslesen kann => die 
Kommunikation funktioniert also.
Schwankungen in der Stromversorgung konnte ich auch nicht feststellen, 
sowei mir das mit meinem Messgerät möglich war (Messgerät zeigte sowohl 
bei Wechselspannung wie auch bei Frequenzmessung 0 an).
Oder kann es sein, das bei einem der Module ein Teil defekt ist?

Autor: Gast (Gast)
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Auch wenn die Module nur per Kabel verbunden sind gibt es einen 
Schaltplan.
Also fix zeichnen.

Autor: Philipp (Gast)
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So, ich hab den Schaltplan jetzt mehr oder weniger schnell zusammen 
gepfuscht. Ich hoffe, ihr könnte damit was anfangen.
Bevor die Frage aufkommt, wo denn der ISP-Anschluss ist:  Beide 
Controller werden übers UART programmiert.
Der an dem die LED dran ist, dient mir als Sender. Kabellängen von den 
Controllern zu den Funkmodulen betragen ca. 7cm (+/- 1cm).

Hat jetzt noch jemand nen Tipp, was ich versuchen könnte?

Autor: Philipp (Gast)
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Hab nen Fehler im Schaltplan gemacht.
Die LED beim unteren Controller hängt an PB0.
PB2 (SS) ist mit nix verbunden.

Autor: Philipp (Gast)
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Ich glaub ich gebs auf. Ich hab jetzt direkt an die Module zwischen VCC 
und GND jeweils einen 10µF Elko gelötet und mir die Daten die zum Modul 
hin gehen mit meinem tollen 08/15-Soundkarten-Oszilloskop angesehen. Da 
laufen die Bits so durch wie sie sollen. Jetzt bleibt eigentlich 
wirklich nur noch ein Defekt in einem der Module übrig.... :(

Autor: R. W. (quakeman)
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Benutzt du nIRQ oder SDO zum Prüfen auf neue Daten bzw ob neue Daten 
gesendet werden können?

Ich habe vor ein paar Monaten ein Projekt gehabt, in welchem ich 
erstmalig mit den RFM12 Modulen zwei Schaltungen "vernetzen" musste. Bei 
meinen ersten Experimenten hat sich rausgestellt, daß nIRQ (bei mir) 
nicht wirklich funktioniert. Deshalb bin ich auf eine Prüfung von SDO=1 
umgestiegen, womit es dann auch sehr gut funktioniert. Da ich einen 
engen zeitlichen Rahmen hatte, konnte ich mir damals das Problem mit 
nIRQ leider auch nicht näher anschauen.

Ich habe noch zwei kleine Programme, welche ich anfangs zum Testen der 
Hardware/Software benutzte. Eines hat dauernd 0x2DD4 
(Synchronisationsmuster) gesendet. Das zweite Programm hat nach dem 
Synchronisieren die nachfolgenden 0x2DD4 als ASCII auf der RS232 
Schnittstelle ausgegeben. Diese Programme haben sehr zuverlässig 
funktioniert.

Die Programme und Hardware sind zwar für einen P89LPC935 (8051er) 
Controller ausgelegt, aber eventuell hilft dir der C Code doch etwas 
weiter. Denn bis auf die Spezialregister für das SPI ist der Code auch 
auf andere Controller übertragbar.

Da man leider nur eine Datei an den Beitrag anhängen kann, habe ich 
meine beiden Programme auf meinen Server gelegt:
http://quakeman.homelinux.net/files/Test_RFM12_RX1.c.txt
http://quakeman.homelinux.net/files/Test_RFM12_TX1.c.txt

Ciao,
     Rainer

Autor: Philipp (Gast)
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Vielen Dank für den Quellcode. Werde mir den mal genauer ansehen.
In der Zwischenzeit habe ich rausgefunden, dass auf am dem 
Mikrocontroller, welcher als Empfänger dient, beim übertragen eines 
Bytes an das Funkmodul die Taktleitung nur ein mal von Low auf High und 
zurück geht und nicht wie's eigentlich sein sollte 8 mal. So langsam 
wird das ganze merkwürdig....

Autor: Philipp (Gast)
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So, ich hab den Code von Fox Mulder mit meinem verglichen und 
entsprechend angepasst. Zusätzlich habe ich nen anderen µC ausprobiert, 
um sicher zu sein, das es nicht an dem liegt.
Funktionieren tut es aber dennoch nicht. Nach der Initialisierung ist 
der SDO Pin low, der nIRQ Pin auch low und im Statusregister steht 
0x0000. Die Initalisierung scheint jedoch funktioniert zu haben, da am 
CLK Pin der Module 1,6Mhz ausgegeben werden.
Nun hab ich noch mal mitgelesen, was die Module während der 
Initialisierung ausgeben:
EINGABE         -- AUSGABE
0x80E7          -- 0x0000
1000000011100111--0000000000000000
0x82C8
1000001011001000--0000000000000000
0xA74E          -- 0x8008
1010011101001110--1000000000001000
0xC647
1100011001000111--0000000000000000
0x94A4
1001010010100100--0000000000000000
0xC2AC
1100001010101100--0000000000000000
0xCA81
1100101010000001--0000000000000000
0xC493
1100010010010011--0000000000000000
0x9827
1001100000100111--0000000000000000
0xE000
1110000000000000--0000000000000000
0xC800
1100100000000000--0000000000000000
0xC040
1100000001000000--0000000000000000
0x0000
0000000000000000--0000000000000000

Es kann doch nicht sein, das alle 4 Module, die ich hier habe defekt 
sind, oder? Könnte vielleicht einer von euch mal, wenn er grade nix zu 
tun hat, die Intialisierung eines seiner Module protokollieren?

Autor: M. H. (doktorgnadenlos)
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Hallo,

ich bin derzeit ebenfalls mit dem RFM12B beschäftigt, kämpfe aber mit 
anderen Themen.

Zu Deinem Problem : Es gibt im Datenblatt des RFM12B ein einfaches 
Beispiel für einen Sender und einen Empfänger, jeweils in C geschrieben.
Da heißt es :

Initialisierung Sender
  RFXX_WRT_CMD(0x80E7);//EL,EF,868band,12.0pF
  RFXX_WRT_CMD(0x8239);//!er,!ebb,ET,ES,EX,!eb,!ew,DC
  RFXX_WRT_CMD(0xA640);//434MHz
  RFXX_WRT_CMD(0xC647);//4.8kbps
  RFXX_WRT_CMD(0x94A0);//VDI,FAST,134kHz,0dBm,-103dBm
  RFXX_WRT_CMD(0xC2AC);//AL,!ml,DIG,DQD4
  RFXX_WRT_CMD(0xCA81);//FIFO8,SYNC,!ff,DR
  RFXX_WRT_CMD(0xCED4);//SYNC=2DD4;
  RFXX_WRT_CMD(0xC483);//@PWR,NO RSTRIC,!st,!fi,OE,EN
  RFXX_WRT_CMD(0x9850);//!mp,90kHz,MAX OUT
  RFXX_WRT_CMD(0xCC77);//OB1,OB0, LPX,!ddy,DDIT,BW0
  RFXX_WRT_CMD(0xE000);//NOT USE
  RFXX_WRT_CMD(0xC800);//NOT USE
  RFXX_WRT_CMD(0xC040);//1.66MHz,2.2V

Initialisierung Empfänger
  RFXX_WRT_CMD(0x80E7);//EL,EF,868band,12.0pF
  RFXX_WRT_CMD(0x8299);//!et,!ebb,ET,ES,EX,!eb,!ew,DC
  RFXX_WRT_CMD(0xA640);//434MHz
  RFXX_WRT_CMD(0xC647);//4.8kbps
  RFXX_WRT_CMD(0x94A0);//VDI,FAST,134kHz,0dBm,-103dBm
  RFXX_WRT_CMD(0xC2AC);//AL,!ml,DIG,DQD4
  RFXX_WRT_CMD(0xCA81);//FIFO8,SYNC,!ff,DR
  RFXX_WRT_CMD(0xCED4);//SYNC=2DD4;
  RFXX_WRT_CMD(0xC483);//@PWR,NO RSTRIC,!st,!fi,OE,EN
  RFXX_WRT_CMD(0x9850);//!mp,90kHz,MAX OUT
  RFXX_WRT_CMD(0xCC77);//OB1,OB0, LPX,!ddy,DDIT,BW0
  RFXX_WRT_CMD(0xE000);//NOT USE
  RFXX_WRT_CMD(0xC800);//NOT USE
  RFXX_WRT_CMD(0xC040);//1.66MHz,2.2V

Unterschiedlich ist nur das Register 0x82XX.
Dein Code zeigt 0x82C8, was in der Tat richtig zu sein scheint.

Nach dem Initialisieren des Moduls als Receiver muss der IRQ-Pin auf 
HIGH gehen. Wenn er das nicht tut, ist vielleicht der Pin des µC als 
Ausgang und auf Masse geschaltet. Ein Pullup jedenfalls ist nicht 
erforderlich.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

das mit dem IRQ kann ich zumindest beim RFM12 nicht bestätigen, meine 
(reine) Empfangsroutine läuft auf 2 RFM12 komplett transparent nur im 
IRQ von nIRQ ohne Probleme.

Hatte ich hier schonmal reingestellt:
Beitrag "RFM12 Interrupt gesteuert"

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Philipp (Gast)
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Der IRQ-Pin geht auf High, wenn ich das Modul nur als Sender 
konfiguriere. Den hab ich momentan auch nirgendswo angeschlossen.
Dennoch steht im Statusregister, egal ob Sender oder Empfänger immer nur 
0x0000, was eigentlich nicht sein darf. Verbindung zum µC ist aber in 
Ordnung.

Autor: Philipp (Gast)
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Ich hab jetzt rausgefunden, woran es lag!! :)
Die Module mögen es anscheinend nicht, wenn ihr Chip-Select Pin 
dauerhaft mit GND verbunden ist. Lasse ich den Pin vom Microkontroller 
steuern, dann funktioniert es (fast) einwandfrei. Es werden nun zwar 
immer zwei Zeichen gesendet anstatt einem, aber das scheint an meiner 
Senderoutine zu liegen..

Danke für all die Ratschläge und Tipps!!

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