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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Was bewirkt diese Schaltung?


Autor: Fragender (Gast)
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Hallo liebe Gemeinde!

Ich bin im Netz auf eine Schaltung gestoßen deren Sinn ich nicht ganz 
verstehe. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich verstehe ja noch, dass 
ich am Eingang einen Tiefpassfilter habe. jedoch versteh ich den Sinn 
des weiteren Tiefpasses in der Rückkopplung nicht. Soll das einfach ein 
TP 2.Ordnung sein oder übersehe ich da was?

Die Ü-Fkt. wäre ja 1/(2*pi*R4*C3) * (1 + 1/(2*pi*R3*C3)) oder?
Und was bringt mir der Widerstand R2 am Ausgang des OPV?

Würde mich über eure Hilfe freuen.
Vielen Dank schon mal im Voraus!

lg

Autor: Martin (Gast)
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Jo, das ist ein Tiefpass zweiter Ordnung. R2 ist nur so da, dass der OPV 
immer ne geringe Last sieht und damit besser regeln kann. Brauchste aber 
nur zur Simulation, in echt hängt ja hinten noch was dran.

Autor: Skua (Gast)
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In der GEGENKOPPLUNG ist ein Hochpass.

mfg

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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Das ist ein Tiefpass und dahinter ein Integrator. Die Wechselspannung 
1kHz wird von 1 Volt in den µV Bereich gedämpft. Der Integrator driftet 
mit der Zeit durch Offsetspannung und Offsetstrom des OPs weg, bis er am 
positiven oder negativen Anschlag hängt.

Gruss

Autor: Heute ist Freitag (Gast)
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> das ist ein Tiefpass zweiter Ordnung

> In der GEGENKOPPLUNG ist ein Hochpass.


O Mann, soviel Schmerzen am frühen Morgen, wer hält das aus?


Das ist ein Differenzintegrator, dessen neg. Eingang über R3 auf 0 Volt 
liegt.

Autor: Fragender (Gast)
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Hä? Was ist denn ein Differenzintegrator? hmm...wenn ich mich nicht ganz 
täusche wird sich letztlich an R3 das selbe Potential einstellen, 
welches auch am neg. Eingang des OPV anliegt. Somit hat der Widerstand 
schon seie Berechtigung.

@Bernd W

Also ergibt TP + Integrator = TP 2.Ordnung richtig? :)
Aber ist die Schaltungsvariante üblich? Würd ma da net lieber einen 
Sallen-Key verwenden?

lg

Autor: Peter (Gast)
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Weitere Meinungen...?  ;o)

Autor: Heute ist Freitag (Gast)
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> Hä? Was ist denn ein Differenzintegrator?

Die Antwort wirst du dir schon ergoogeln müssen.

Autor: Fragender (Gast)
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Jap :)

Habs nun auch kapiert :)

Somit arbeitet die Schaltung als TP 1.Ordnung. Was bringt dann diese 
Schaltung? Hätte man nicht einfach einen Integrierer oder einen passiven 
TP mit nachgeschalteten Impedanzwandler aufbauen können?

lg

Autor: schwups... (Gast)
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@Fragender

Ausgegoogelt hab ich ein Sallen-Key-Tiefpaßfilter, anscheinend für
medizinische Signalverarbeitung.

Noch was, gewöhn dir mal an, Schaltpläne bezügl. des Signalflußes
von rechts nach links zu zeichnen. Das ist Professioneller.

Autor: HildeK (Gast)
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>Noch was, gewöhn dir mal an, Schaltpläne bezügl. des Signalflußes
>von rechts nach links zu zeichnen. Das ist Professioneller.
Wirklich professionell wäre von links nach rechts ... :-)

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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HildeK wrote:
>>Noch was, gewöhn dir mal an, Schaltpläne bezügl. des Signalflußes
>>von rechts nach links zu zeichnen. Das ist Professioneller.
> Wirklich professionell wäre von links nach rechts ... :-)
Hmm, schwups stammt bestimmt aus dem arabischen Kulturkreis...

Autor: gast (Gast)
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_P_rofessioneller zu schreiben, wirkt auch nicht sehr professionell!

Autor: Fragender (Gast)
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Schön, dass ihr euch so über Artikulation unterhaltet aber hat nun 
irgendwer eine Idee warum die Schaltung in dieser Ausführung gewählt 
wurde und nicht als simpler aktiver TP?

lg

Autor: Heute ist Freitag (Gast)
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Einen Integrator wählt man wenn man integrieren will,
ein Filter wählt man wenn man filtern will.

Diese Schaltung zeigt einen Integrierer!

Ich glaube du hast den Unterschied doch noch nicht verstanden?

Autor: Fragender (Gast)
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Hmm... Diese Schaltung war aber im Rückkoppelzweig einer Audioedstufe 
verbaut und diente der DC-Rückführung zum invertierenden Eingang.

Autor: Helmut (Gast)
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Die Schaltung eliminiert die Offsetspannung des Endverstärkers.
Die Zusatzschaltung ist ein PI-Regler mit zusätzlichem Tiefpass am 
Eingang.
Der Tiefpass ist da unbedingt notwendig, da das P-Verhalten in dieser
Anwendung nicht erwünscht ist, aber halt im nichtinvertierenden 
Integrator
zwangsläufig drinsteckt. Das P-Verhalten würde dazu führen, dass diese
Regelschleife in die Verstärkung des Endverstärkers eingreift. Das soll
sie aber im Frequenzbereich herunter bis 20Hz nicht tun.
Deshalb der RC-Kreis am Eingang.

Autor: HildeK (Gast)
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>Hmm... Diese Schaltung war aber im Rückkoppelzweig einer Audioedstufe
Erst in dem Zusammenhang macht die Schaltung überhaupt Sinn.
Es wurde mal mit direkt gekoppelten Endstufen (Direct-Drive ?) 
verschiedener HiFi-Hersteller geworben - also ohne Koppel-Cs im 
Signalpfad.
Solche Verstärker kann man machen, muss aber Maßnahmen ergreifen, dass 
der Lautsprecher am Ausgang DC-frei bleibt. Diese Schaltung sorgt dafür.

Autor: Fragender (Gast)
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Danke für die schnellen Antworten.

LG

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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HildeK wrote:
>>Hmm... Diese Schaltung war aber im Rückkoppelzweig einer Audioedstufe
> Erst in dem Zusammenhang macht die Schaltung überhaupt Sinn.
> Es wurde mal mit direkt gekoppelten Endstufen (Direct-Drive ?)
> verschiedener HiFi-Hersteller geworben - also ohne Koppel-Cs im
> Signalpfad.
> Solche Verstärker kann man machen, muss aber Maßnahmen ergreifen, dass
> der Lautsprecher am Ausgang DC-frei bleibt. Diese Schaltung sorgt dafür.

Na, das ist aber mit symmetrischer Betriebsspannung einfacher zu lösen. 
<:-)

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