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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zu RS422


Autor: Chris H. (xkris)
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Hallo,

ich lese immer mal wieder, dass RS422 mit verdrillten Adernpaaren 
verwendet wird. Die Verdrillung minimiert Gleichtaktstörungen, soviel 
ist klar,  aber bei differentieller Übertrgaung habe ich doch ohnehin 
ein sehr hohes CMRR, also warum noch zusätzlich die Leitungen 
Verdrillen?

Oder anders gefragt: Ich muss die Leitungen nicht zwingend verdrillen um 
von den positiven Effekten einer differentiellen Übertragung zu 
profitieren, oder?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Kristian H. (xkris)

>verwendet wird. Die Verdrillung minimiert Gleichtaktstörungen, soviel
>ist klar,

Nöö, sie vermindert Gegentaktstörungen und bewirkt einen halbwegs 
konstanten Wellenwiderstand.

>  aber bei differentieller Übertrgaung habe ich doch ohnehin
>ein sehr hohes CMRR, also warum noch zusätzlich die Leitungen
>Verdrillen?

Doppelt hölt besser.

>Oder anders gefragt: Ich muss die Leitungen nicht zwingend verdrillen um
>von den positiven Effekten einer differentiellen Übertragung zu
>profitieren, oder?

Nein, muss man nicht, macht man aber, weil es praktisch nix kostet und 
nur Vorteile bringt.

MFG
Falk

Autor: Uwe K. (pidhunter)
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Durch die differenzielle Auswertung wird ein Großteil der Störungen 
bereits vermindert.

Je nach räumlicher Richtung und Frequenz der Störung passiert das aber 
bei parallelen, in Ecken gekickten Leitungen nicht so 100% gleichmäßig.

Da der jeweils andere Draht in zwei Richtungen etweder schirmt oder 
reflektiert, aber genau das ist im dem Fall schlecht, weil es dann nicht 
zu einer 100%-Auslöschung kommt - deshalb die Verdrillung.

Siehe räumliche Kohärenz (Wikipedia)

Autor: Chris H. (xkris)
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>Nöö, sie vermindert Gegentaktstörungen...

Stimmt, hatte ich verwechselt. Dann hatt sich meine Frage ja erübrigt.

>...weil es praktisch nix kostet und nur Vorteile bringt.

Ja, stimmt schon. Ist aber bei Flachbandkabeln schwierig  ;)

Danke für eure Antworten

Gruß
Kristian

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Kristian H. (xkris)

>Ja, stimmt schon. Ist aber bei Flachbandkabeln schwierig  ;)

Wieviel Kilometer willst du denn übertragen? Bei ein paar Metern ist das 
eher unkrisch, zumal Flachbankabel einen sehr geringen Leiterabstand 
haben. Da koppelt nicht sooo viel ein (Fläche der Leiterschleife ist 
klein).

MFG
Falk

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> also warum noch zusätzlich die Leitungen Verdrillen?
Weil sich dann induzierte Spannungen schon auf der Leitung pro Schlag 
aufheben und gar nicht erst am Empfänger ankommen. Und dort dann auch 
nicht  den CMRR des Empfängers in Anspruch nehmen müssen.

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