Es ist vollkommen egal wen man wählt, wichtig ist nur, das man wählen
geht
und nicht CDU, CSU, FDP, SPD, Bündnis 90/Die Grünen wählt.
Wenn man nicht wählen geht, hilft man nur diesen genannten Parteien.
Ich werde die Partei wählen, die am meissten weh tut
und das ist die Linkspartei, darüber regen diese Parteien sich immer
am meissten auf.
Conlost wrote:
> Es ist vollkommen egal wen man wählt, wichtig ist nur, das man wählen> geht> und nicht CDU, CSU, FDP, SPD, Bündnis 90/Die Grünen wählt.
So ist es.
Eine Volkspartei ist eine Partei, die aufs Volk scheißt.
> Ich werde die Partei wählen, die am meissten weh tut> und das ist die Linkspartei, darüber regen diese Parteien sich immer> am meissten auf.
Das ist leider ein Irrtum - die Linkspartei ist eine typische
sozialdemokratische Partei und längst im Klüngel angekommen. Ein Blick
nach Berlin berlin reicht, alle Unklarheiten in dieser Beziehung zu
beseitigen...
Uhu Uhuhu (uhu) wrote:
> Eine Volkspartei ist eine Partei, die aufs Volk scheißt.
Das ist also deine sachlich fundamentierte Analyse der Volksparteien?
Und seit wann zählt die FDP eigentlich als Volkspartei?
Uhu Uhuhu (uhu) wrote:
> Eine Volkspartei ist eine Partei, die aufs Volk scheißt.
Achso und noch eine Frage hätte ich, wenn man CDU, CSU, FDP, SPD,
Bündnis 90/Die Grünen und die Linkspartei alle im "Klüngel" angekommen
sind, wen soll dann der arme mündige Wähler noch wählen? Wo bleibt dann
die Wahlalternative?
Wahlanalyst wrote:
> Uhu Uhuhu (uhu) wrote:>>> Eine Volkspartei ist eine Partei, die aufs Volk scheißt.>> Achso und noch eine Frage hätte ich, wenn man CDU, CSU, FDP, SPD,> Bündnis 90/Die Grünen und die Linkspartei alle im "Klüngel" angekommen> sind, wen soll dann der arme mündige Wähler noch wählen? Wo bleibt dann> die Wahlalternative?
Ja denk mal nach... Das, wovon sie am lautesten aufjaulen...
Uhu Uhuhu wrote:
> Denken mußt du schon selber...
Hör mal, Uhu: Wir zwei haben es tatsächlich schon geschafft,
einigermassen sachlich und tiefgreifend zu diskutieren (damals wegen der
Waldnutzung).
Solche Sprüche wie "denk mal nach" oder "denken musst du schon selber"
wirken aber einfach nur arrogant.
Wenn du etwas zu sagen hast, dann sag es auch. Sonst lass es doch bitte
einfach bleiben. Geheimniskrämerei betreiben oder oberlehrerhaft die
anderen Forenteilnehmer "zum selber denken" anregen, kommt hier einfach
nicht gut an.
Aber vielleicht ist es ja gerade das, was du willst: gar keine richtige
Diskussion in Gang kommen lassen, den besser-wissenden Oberlehrer
markieren. Andere würden dieses Verhalten als "trollen" bezeichnen, ich
bin noch nicht ganz so weit, aber nahe dran.
Und jetzt bin ich dran: Denk mal drüber nach!
Na die größte Partiei ist immer noch die Partei der Nichtwähler...
Mein Vorschlag: Die Mandatezahl im Parlament an die Wahlbeteiligung
koppeln.
Umso geringer die Wahlbeteiligung, umso weniger Sitze, auf denen sich
"unsere" (wem seine eigentlich?) Parlamentarier ihren A**** plattdrücken
können. Dann ginge die Angst um, wenn ihre Pfründe langsam aber sicher
schrumpfen.
So könnte man auch durch Nichtwählen was bewegen. Sonst merken die nie,
was draußen vorgeht.
Wahlanalyst wrote:
> Uhu Uhuhu (uhu) wrote:>>> Ja denk mal nach... Das, wovon sie am lautesten aufjaulen...>> Bitte etwas konkreter!
Ich denke er dürfte auf Parteien aus dem rechten Spektrum anspielen.
Klar wär dann das Gejaule groß, aber die Inhalte von denen sind einfach
dermaßen abstoßend. -> keine Alternative.
Ich hör immer "Wählt Piratenpartei". :)
> So könnte man auch durch Nichtwählen was bewegen. Sonst merken die nie,> was draußen vorgeht.
Eigentlich eine gute Idee. Nur hat sich in der Vergangenheit wiederholt
gezeigt, dass die Parlamentarier eine Sache tip-top beherrschen, nämlich
ihre Pfründe zu erhalten. Was wäre (leider) die Folge Deines Vorschlags:
Wahlpflicht!
Martin Kohler wrote:
> Solche Sprüche wie "denk mal nach" oder "denken musst du schon selber"> wirken aber einfach nur arrogant.
Oh Martin, meinst du wirklich, ich müßte in jede Falle tappen, die die
Jungs hier stellen? vistageek das ganz richtig durchschaut...
Reinhard S. wrote:
> Klar wär dann das Gejaule groß, aber die Inhalte von denen sind einfach> dermaßen abstoßend. -> keine Alternative.
Nur, was willst du wählen, wenn es überhaupt keine Alternative gibt?
Eigentlich müßte die Wahl dann doch nach dem von conlost hier:
Beitrag "Re: Keine Volkspartei mehr" genannten Kriterium
ganz leicht fallen...
> Ich hör immer "Wählt Piratenpartei". :)
Und du meinst, das würde die auf Volk-Kacker auch nur jucken?
Juppi wrote:
> Was waere so schlimm an einer Wahlpflicht?
Die bringt vermutlich im Sinne der Pfründeninhaber wenig, weil die Leute
dann womöglich ihren Unmut dadurch zum Ausdruck bringen, daß sie
ungültig wählen.
Wenn der Anteil der ungültigen Stimmen klein ist, kamm man das mit der
Unfähigkeit weniger abtun. Wenn es aber mal 10-20% sind, dann ist das
eine weit größere Blamage, als wenn die Wahlbeteiligung einfach nur um
den Prozentsatz zurückgegangen wäre.
Im Luxemburg und Belgien z.B. gibt es Wahlpflicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlpflicht
Nun ja mit der Kompetenz derkleinparteien ist es auch nicht weit her, in
komunalen Berich ok, aber auf Bundesebene.
Wer schon mal, wie ich, in einer Partei mitgearbeitet hat weiss das es
ziemlich schwer ist alle Politikbereiche wirklich kompetent abzudecken,
Sprüche klopfen können viele (und leider läuft ja meist nicht viel
mehr)aber wenn es darum geht wirkliche Arbeit zu den Problembereichen zu
machen merkt man schnell das Kompetenzen fehlen. Bringt mann dann moch
Vorschläge die sich vom jeweiligen Mainstream abweichen hat man, egal in
welcher Partei, kaum Chancen, selbst wenn diese Ideeen in die richtige
Richtung weisen. Das Grundübel ist halt die hirarchische Strukturierung
des geammten Apparates der Parteien-Zuschauerdemokratie, die systemisch
bedingt, wirkliche Mitwirkung des 'Volkes' und sinnvolle
parteiübergreifende Lösungsfindung und Kompromissbildung nicht zulässt.
Den Parteiverdrossenen kann ich einen Blick auf:
http://www.mehr-demokratie.de/
empfehlen.
Volksgesetzgebung ist nicht die Lösung für alle Probleme aber ein
notwendiges und wesentliches Regulativ in einer demokratischen
Gesellschaft. Sonst bleibt es dabei das aller paar Jahre die Stimme
abgegeben wird und danach hat man eben nichts mehr zu sagen.
Also nichts gegen die Piraten Partei, aber ich denke mal,
die wird von den sogenannten Volksparteien nicht für voll
genommen und deshalb wird das mit einem müden Lächeln abgetan.
Das Programm dieser Partei ist ja auch nicht gerade sehr vielfältig. :-)
Wenn ich sage, ich wähle die Linkspartei, dann sage ich das nicht,
weil ich nun besonders viel von dieser Partei halte oder gar ein
Anhänger dieser Partei bin, sondern weil ich hoffe das die anderen
Parteien endlich mal darüber nachdenken was sie wohl falsch machen.
Ich war übrigends mal ein Sympathisant der WASG, aber seit die mit
der Linken verschmolzen sind, hält sich meine Sympathie in Grenzen.
DerWarze wrote:
> Sonst bleibt es dabei das aller paar Jahre die Stimme> abgegeben wird und danach hat man eben nichts mehr zu sagen.
Ja, und wenn man sie abgegeben hat, dann hat man sie nicht mehr, nicht
wahr?
Eine schöne Demokratie ist das, wenn die Leute erst mit Wahlversprechen
geködert werden, von denen eigentlich jeder weiß, daß sie schneller in
Vergessenheit geraten, als der Furz von vor zwei Minuten...
Uhu Uhuhu wrote:
> Oh Martin, meinst du wirklich, ich müßte in jede Falle tappen, die die> Jungs hier stellen? vistageek das ganz richtig durchschaut...
Nein, meine ich nicht. Du solltest dich aber konstruktiv an der
Diskussion beteiligen und dir nicht anmassen, die anderen zum Denken
bewegen zu müssen. Sonst entsteht der Eindruck, dass du der einzige
wärst der das tut.
Übrigens - du hast dich schon gebessert in diesem Thread ;-)
Martin Kohler wrote:
> Übrigens - du hast dich schon gebessert in diesem Thread ;-)
Nein, habe ich nicht.
In politischen Dingen haben die Deutschen im Schnitt leider ein deutlich
dickeres Brett vorm Kopf, als unsere schweizer Nachbarn...
Und rechtlich verbrämte Hinterhältigkeit gedeiht in einem Land, das
bestimmte Meinungen unter Strafe stellt auch prächtig...
>Das ist leider ein Irrtum - die Linkspartei ist eine typische>sozialdemokratische Partei und längst im Klüngel angekommen.
Ja wenn sie so sozialdemokratisch ist, wie die SPD einmal war, ist doch
alles in Ordnung. Die SPD hat sich ja von dieser Politik längst
verabschiedet und bildet mit CDU, FDP und den Grünen die neue
"Einheitspartei" Deutschlands.
Interessant war übrigens der Presseclub am Sonntag. Da gaben selber
neoliberal eingestellte Journalisten zu, daß die Ideen der Linken
oftmals die etablierten Volksparteien zum Handeln zwingen, manche Ideen
sogar übernommen wurden, obwohl kurz vorher noch aufs Schärfste
verurteilt.
Die Linken haben im neoloberalen Deutschland die ganz entscheidende
Aufgabe der Korrektive. Sie halten den Altparteien den Spiegel vor. Und
in Ländern wie Frankreich gibt es sogar mehrere "Linksparteien" schon
lange, ohne daß man sich aufregt und vorm "Neukommunismus" Angst hat.
Gast wrote:
> Effektiv hilft gegen die Verbrecher in Berlin nur noch ein> Volksaufstand.
Das will ich sehen, wie du 80 Millionen unter einen Hut bringst. <:-)
>Das will ich sehen, wie du 80 Millionen unter einen Hut bringst.
Da geht es vielen noch viel zu gut. Da neidet der noch Arbeitende dem
Arbeitslosen sein ALG2. Der Wessi haßt den Ossi und umgekehrt usw.
Währenddessen treiben die Politheinis ihr einvernehmliches Spiel,
gestört nur noch durch die Linkspartei. Aber die ist ja auch bald
weggemobbt, wie ein Achenbrödel im Sandkasten. Der betrogene Bürger
applaudiert dann noch brav.
Paul wrote:
>>Das will ich sehen, wie du 80 Millionen unter einen Hut bringst.>> Da geht es vielen noch viel zu gut. Da neidet der noch Arbeitende dem> Arbeitslosen sein ALG2. Der Wessi haßt den Ossi und umgekehrt usw.> Währenddessen treiben die Politheinis ihr einvernehmliches Spiel,
Genau - "Teile und herrsche".
> Der betrogene Bürger> applaudiert dann noch brav.
So dumm kann doch bald kein Mensch mehr sein?
Uhu Uhuhu wrote:
> Eine schöne Demokratie ist das, wenn die Leute erst mit Wahlversprechen> geködert werden, von denen eigentlich jeder weiß, daß sie schneller in> Vergessenheit geraten, als der Furz von vor zwei Minuten...
Wobei man ja auch zugeben muss das niemanden geholfen ist wenn jede
Partei auf ihren Wahlversprechen beharrt. Die Zeiten das eine Partei
alleine regieren konnte sind vorbei -> Kompromisse werden notwendig
bleiben.
Das dann der eine hier und der andere dort nachgibt und es letztenendes
auch nicht vorwärts geht ist eine andere Sache.
>So dumm kann doch bald kein Mensch mehr sein?
Sieht man doch immer wieder. Wer dreimal im Fernsehen gesülzt hat, egal
was, ist bei der nächsten "Sonntagsumfrage" ganz vorn. Da wird aus dem
Mauerblümchen ohne Taten der neue Kanzlerkandidat der SPD (Steinmeier).
Muß sich nur mal im Fernsehen zeigen und vom Plakat lächeln - Inhalt
egal, wird gewählt.
Gysi, Lafontaine usw. können exakt das fordern, was die CDU lange Jahre
praktiziert hat. Werden durch die gleiche CDU als Linkspopulisten, mit
dem man wie ein trotziges Kind nicht redet, abgestempelt. Inhalt wieder
egal - kommt von links = Sch..ße.
Das Volk applaudiert weiter...
Reinhard S. wrote:
> Wobei man ja auch zugeben muss das niemanden geholfen ist wenn jede> Partei auf ihren Wahlversprechen beharrt.
Ach, was heißt beharren - wenn sie's nur einlösen würde, könnte man
schon zufrieden sein. <:-)
> Das dann der eine hier und der andere dort nachgibt und es letztenendes> auch nicht vorwärts geht ist eine andere Sache.
Es muss aber vorwärts gehen!
Das Problem der "Einheitsparteien":
Die Leute für die sie Lobbyarbeit machen, reichen zahlenmäßig nicht für
einen Wahlerfolg. Das normale Volk wird benötigt. Das normale Volk ist
lt. letzter Umfrage an gerechter Entlohnung, einem fürsorglichen Staat
usw. interessiert. Also schreibt sich die CDU! kurzerhand mal auf die
Fahne, das H4-Schonvermögen auf 750€ pro Lebensjahr anzuheben. Das Volk
wählt CDU. Die "Einheitsparteien" incl. CDU haben weitere 4 Jahre Zeit
ihre Lobbyisten zu bedienen, von Anhebung des Schonvermögens ist keine
Rede mehr, im Gegenteil muß man aufpassen, daß es nicht abgesenkt wird.
Auf zur nächsten Wahl mit neuen "Zuckerstückchen".
Das gemeine Wahlvolk hat damit den Beweis erbracht, daß es nicht weiter
denken kann, als das Pferd, was hinter dem Zucker herrennt.
Paul wrote:
> Das gemeine Wahlvolk hat damit den Beweis erbracht, daß es nicht weiter> denken kann, als das Pferd, was hinter dem Zucker herrennt.
Und wie denkst du weiter?
Paul wrote:
>>Das ist leider ein Irrtum - die Linkspartei ist eine typische>>sozialdemokratische Partei und längst im Klüngel angekommen.>> Ja wenn sie so sozialdemokratisch ist, wie die SPD einmal war, ist doch> alles in Ordnung.
Das wird man anders sehen, wenn man die Rolle der Spezialdemokraten in
unserem Machtsystem begriffen hat: Sie sind dazu da, dem Volk diejenigen
Hämmer aufzudrücken, die der Rest nicht durchsetzen kann, weil sie sonst
um die Loyalität des Volkes bangen müßten.
Ein Blick nach Berlin genügt, um zu sehen, was das bedeutet.
> Die SPD hat sich ja von dieser Politik längst> verabschiedet und bildet mit CDU, FDP und den Grünen die neue> "Einheitspartei" Deutschlands.
Sehe ich nicht so. Die SPD ist sich und dem System treu geblieben und
spielt brav ihre Rolle, die sie seit 1914 spielt.
Mit der Linken ist sie sogar noch leichter handhabbar, weil besser
erpreßbar geworden. Einzig und allein das und die glaubhafte
Versicherung Gysis, die PDS sei eine sozialdemokratische Partei und
werde es bleiben, hat die Herrschaften in den roten Roben dazu bewogen,
den Verein nicht als Nachfolgeorganisation der SED zu verbieten.
> Interessant war übrigens der Presseclub am Sonntag. Da gaben selber> neoliberal eingestellte Journalisten zu, daß die Ideen der Linken> oftmals die etablierten Volksparteien zum Handeln zwingen, manche Ideen> sogar übernommen wurden, obwohl kurz vorher noch aufs Schärfste> verurteilt.
Ja klar, das ist genau das Spielchen, die Sozis gegeneinander
auszuspielen.
In der Türkei geht das wohl noch eine Runde besser: dort gibt es gleich
drei dieser verkommenen Vereine...
> Die Linken haben im neoloberalen Deutschland die ganz entscheidende> Aufgabe der Korrektive.
Nein, ihre Rolle besteht darin - siehe Berlin - den anderen die
Kastanien aus dem Feuer zu holen, wenn sie mal wieder zu heftig gekokelt
haben.
Im Klartext: sie sind dazu da, die Illusionen schamlos im Sinne ihrer
Herren auszunutzen, die die kleinen Leute sich von ihnen machen.
> Sie halten den Altparteien den Spiegel vor. Und> in Ländern wie Frankreich gibt es sogar mehrere "Linksparteien" schon> lange, ohne daß man sich aufregt und vorm "Neukommunismus" Angst hat.
Der Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich ist, daß es dort
eine kommunistische Partei gibt. Die "Sozialisten" entsprechen unseren
Spezialdemokraten - die sind alles, bloß nicht links und von der KPF
kann man halten, was man will...
>Und wie denkst du weiter?
Ich wähle die "böse" Linkspartei und zwar nicht als Protest, sondern
weil es die einzige Partei ist, die noch Interesse am Volk zeigt. Weil
die so populistisch nicht ist und auch so veraltet nicht. Jedenfals
nicht älter als die "jungen" Knacker der CSU, der SPD (Steinmeier) usw.
Mit der CDU würde ich übrigens genauso viele Altkader aus der DDR-Ära
wählen wie mit der Linken. Nur sind die bei der CDU namentlich besser
verborgen durch "Angriff ist die beste Verteidigung". Ich kann am Reden
eines Gysi auch mehr Fachverständis erkennen, als an Fr. Merkel, von der
Leyen usw., die immer noch glauben, der H4ler bekäme obendrauf
Kindergeld. Sie kennen ihre eigenen Gesetze nicht. Lafontaine hat schon
vor Jahren eine Regulierung des Finanzmarktes gefordert, heute nach der
Misere kommen auch die "seriösen" Parteien drauf. Lafontaine war es
auch, der vor einem Austrocknen des Binnenmarktes gewarnt hat, wenn der
Bürger nicht mehr genug Lohn bekommt und damit als Konsument wegfällt.
Jahre später plappert das sogar das IFO-Institut.
Reinhard S. wrote:
> Uhu Uhuhu wrote:>>> Eine schöne Demokratie ist das, wenn die Leute erst mit Wahlversprechen>> geködert werden, von denen eigentlich jeder weiß, daß sie schneller in>> Vergessenheit geraten, als der Furz von vor zwei Minuten...>> Wobei man ja auch zugeben muss das niemanden geholfen ist wenn jede> Partei auf ihren Wahlversprechen beharrt. Die Zeiten das eine Partei> alleine regieren konnte sind vorbei -> Kompromisse werden notwendig> bleiben.
Das ist theoretisch richtig. Nur leider konstruieren die Parteien ihre
Wahlverbrechen von vorn herein so, daß sie möglichst viele Leute damit
ködern und haben niemals die Absicht, die jemals zu halten.
Landläufig nennt man sowas Betrug.
§ 263 StGB Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen
Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch
beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung
oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe
bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von
sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in
der Regel vor, wenn der Täter
1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur
fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden
hat,
2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der
Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine
große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von
Vermögenswerten zu bringen,
3. eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht
oder
5. einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer
zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt
oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein
Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.
Schön wäre eine persönliche Haftung der Politiker/Parteien für Taten wie
- Wahlbetrug
- Verschwendung von Steuergeldern durch In-Kraft-Setzen und dann wieder
Abschaffen von Gesetzen, die verfassungswidrig sind
- sonstige Verschwendung von Steuergeldern
- unnötige Bürokratie
- Lauschangriffe
usw usw.
Klar, ist nur ein Traum, aber ein schöner.
Im übrigen sollte das undemokratische Element "Fraktionszwang" sofort
abgeschafft werden.
Vielleicht nützt ja auch sowas, wie eine "Volks"anwaltschaft gegen
Polit"verbrechen"? Der Bund der Steuerzahler müßte diese Rechte
bekommen, aber so haben die Politheinis freies Geleit, ja sind sogar
immun gegen rechtliche Verfolgung.
>> Na die größte Partiei ist immer noch die Partei der Nichtwähler...> Was wäre (leider) die Folge Deines Vorschlags: Wahlpflicht!
Nein eben gar nicht! Mit Wahlpflicht funktioniert das System nicht. Wenn
viele wählen gehen (hohe Wahlbeteiligung) ändert sich fast nix. Nur wenn
die Wahlbeteiligung immer mehr schrumpft, dann schrumpft auch die
Parlamentsgröße.
> Lafontaine hat schon vor Jahren...> Lafontaine war es...
Ueber den groessten Populisten von Allen gab es mal einen tollen
Artikel, der hat sich mit einigen dieser Mythen beschaeftigt. Der
lafontaine erklaerte gerne den ganzen Tag lang, was er schon immer hier
und da gesagt habe, nur stimmt es nicht. Nur faellt das selten auf, weil
man das erst Recherchieren muss und bis das erledigt ist, erzaehlt er
schon wieder das naechste Maerchen.
Schade, ohne den Lafontaine war der Gysi wirklich noch brauchbar.
Nur ist es dann leider so, daß im Extremfall der einzig Wählende über
die Politik der nächsten 4 Jahre mit einem Kreuz entscheiden kann. Die
anderen haben den Mist dann zu ertragen. Also geht wählen. So lange es
nicht die Rechten sind, die Deutschland ins Inferno schickten und ohne
die es auch nie eine "böse" DDR gegeben hätte, kann es nur gut sein.
Eine Demokratie darf keine Mehrheitsdiktatur sein. Grundanforderung an
jeden Waehler muss sein, dass er in der Lage ist im Wohle Aller zu
stimmen und nicht nur in seinem eigenen. Ein allgemeines Wahlrecht wird
dieser Anforderung nicht gerecht.
Yada wrote:
> Grundanforderung an> jeden Waehler muss sein, dass er in der Lage ist im Wohle Aller zu> stimmen und nicht nur in seinem eigenen.
Illusorisch...
> Ein allgemeines Wahlrecht wird dieser Anforderung nicht gerecht.
Willst du lieber ein Zensuswahlrecht?
>Ueber den groessten Populisten von Allen gab es mal einen tollen>Artikel,
Von wem war denn dieser Artikel? grins. War er glaubhafter als
Lafontain?
Lafontain hat als einziger Rückrat bewiesen und hat sich in der Zeit
seines höchsten Amtes einer kleinen Randpartei (zumindest im Westen)
zugewandt, weil er die Wahlbetrugspolitik Schröders nicht mehr ertragen
hat. Andere "Helden" blieben in der SPD und haben zu Schröder "Ja und
Ahmen" gesagt. Das sind die Waschlappen, die wegen ihres Machterhaltes
ihre eigene Ansicht verbogen haben. Lafontain wird wohl mit der Linken
niemals mehr Kanzlerkandidat noch Minister sein. Das Opfer war ihm wohl
lieber, als den SPD-Kurs Schröders weiter zu decken, den bestimmt auch
Brandt nicht gut gefunden hätte.
Aufforderung: Bringe Beispiele für den "Populismus" Lafontains bitte.
Populismus ist ein Wort, was immer gebraucht wird, wenn unliebsame
Diskussionen ohne Argumentation abgewürgt werden sollen. Da muß ich
sogar sagen, läßt sich Lafontaine noch viel zu viel überfahren, da hat
Gysi die besseren Instrumente.
Im Übrigen finde ich es dreist, wenn angebliche "Demokraten" von
vornherein den Volkswillen einer demokratischen Wahl ignorieren und
Koalistiongespräche mit Parteien ausschließen, die zwar vom Volk mit
Wahlmandaten ausgerüstet wurden, aber den großen Parteien nicht passen.
Das ist höchst undemokratisch.
Leider kann man die Volksparteien hinsichtlich der Kernfragen unserer
Zeit nur noch als Blockflöten gewisser Hintergrundmächte bezeichnen.
Ein Vertreter des Großkapitals sprach es auch ungeniert aus: das
Erfolgsgeheimnis der EU liege z.B. darin, daß Politiker und Technokraten
Fakten geschaffen haben und den Wählerwillen gezielt außen vorgelassen
haben. Höchst hinderlich, sowas.
Man sieht das als gelungene Premiere für die neue Weltregierung, von der
die "Financial Times" ja schon zu Weihnachten 2008 schrieb.
Paradiesische Zustände für das Großkapital wären das. Beliebige
Verschiebbarkeit von Menschen und Material, ohne auf irgendwelche
lokalen Befindlichkeiten mehr Rücksicht nehmen zu müssen.
Nichtwählen ist keine Alternative, da sonst die Stimmen verlorengehen
und dann die verbliebenen Jubelperser die Beteiligungen vergeben.
Besser kleine Parteien ins Boot holen, dann müssen die Lobbies noch mal
richtig Knete ausgeben um die auch noch zu schmieren.
> Lafontain hat als einziger Rückrat bewiesen und hat sich in der Zeit> seines höchsten Amtes einer kleinen Randpartei (zumindest im Westen)> zugewandt, weil er die Wahlbetrugspolitik Schröders nicht mehr ertragen> hat.
Unwahr. Lafontaine ist ausgetreten, als er nichts mehr zu sagen hatte.
Dann kommt eine grosse Luecke in der er geschmollt hat und dann erst hat
er sich der Linken zugewandt.
> Lafontain wird wohl mit der Linken niemals mehr Kanzlerkandidat noch> Minister sein. Das Opfer war ihm wohl lieber, als den SPD-Kurs Schröders> weiter zu decken,
Das war kein Opfer, da er nichts mehr zu Opfern hatte. In der SPD haette
er gar nichts mehr bekommen, weil er seine Partei im Stich gelassen hat.
Die Linke war seine einzige Karrierechance und die hat er genutzt.
Wahrlich kein Opfer.
> den bestimmt auch Brandt nicht gut gefunden hätte.
Dein Versuch einen toten Politiker fuer deine Meinung zu vereinnahmen,
ist hoechst unredlich.
> Im Übrigen finde ich es dreist, wenn angebliche "Demokraten" von> vornherein den Volkswillen einer demokratischen Wahl ignorieren und> Koalistiongespräche mit Parteien ausschließen, die zwar vom Volk mit> Wahlmandaten ausgerüstet wurden, aber den großen Parteien nicht passen.> Das ist höchst undemokratisch.
Unsinn. Undemokratisch war die SPD, die erst eine Koalition
ausgeschlossen hat und sie dann doch durchziehen wollte. Kein Mensch
regt sich darueber auf, wenn eine Koalition mit der NPD im Vorraus
ausgeschlossen wird. Es ist gut, richtig und demokratisch dem Waehler
vorher klar anzusagen, mit wem man spielen wird und sich daran zu
halten.
Yada wrote:
>> Grundanforderung an>> jeden Waehler muss sein, dass er in der Lage ist im Wohle Aller zu>> stimmen und nicht nur in seinem eigenen.> Illusorisch...
Zumindest sind wir uns ja in der Grundsatzfrage einig.
>> Ein allgemeines Wahlrecht wird dieser Anforderung nicht gerecht.> Willst du lieber ein Zensuswahlrecht?
Wie billig, ist das alles, was dir dazu einfaellt? Gleich in's andere
Extrem fallen?
Ach Yada, Deine erzliberale Politik in Ehren. Entweder bist Du
überzeugter Lobbyist, dann gut, muß man akzeptieren oder aber Du
durchschaust das Tun der "Einheitsparteien" noch nicht und plapperst
Propaganda nach -> nicht gut.
Muß auch hier wieder Katapulski aus dem anderen Thread Recht geben:
>Gib Dir keine Mühe mehr, -es ist verlorene Zeit. Blinde reden hier>von Farben und Ignoranten sind auch mit Beispielen und Argumenten nicht>zu überzeugen.
Interessant wäre Deine Meinung in ein paar Jahren, wenn auch Du eine
Arbeitslosenkarriere durch hast und merkst, wie Du beschissen wirst.
Lafontaine hätte sich einfach weiter als Finanzminister auf dem Posten 4
Jahre ausruhen können, Schröder den Speichel lecken können und wäre ohne
anzuecken ganz groß rausgekommen - wie viele "Helden" der SPD auch. Bei
der nächsten Wahl dann Kanzlerkandidat und vllt. auch Kanzler - so hätte
es laufen können, wenn er Schröder im A. rumgekrochen wäre. Jetzt muß er
sich von Ignoranten als Populist beschimpfen lassen, die nicht mal
bereit sind, über seine Vorschläge zu diskutieren, aber nach Jahren
seine Vorschläge in die Tat umsetzen.
> Ach Yada, Deine erzliberale Politik in Ehren. Entweder bist Du> überzeugter Lobbyist, dann gut, muß man akzeptieren oder aber Du> durchschaust das Tun der "Einheitsparteien" noch nicht und plapperst> Propaganda nach -> nicht gut.
Verschwoerungstheorien sind etwas fuer arme Geister, die sich vor der
Realitaet verstecken wollen und eine "hoehere Macht" als Begruendung
fuer ihr Elend suchen, das sie nicht als selbst verschuldet akzeptieren
wollen.
So kanzelst du meine Meinung als von fremden beeinflusst oder durch
Dummheit begruendet ab, um nicht darueber nachdenken zu muessen aus
Angst, du koenntest etwas entdecken, dass an deinem Weltbild ruettelt.
> Interessant wäre Deine Meinung in ein paar Jahren, wenn auch Du eine> Arbeitslosenkarriere durch hast und merkst, wie Du beschissen wirst.
Deine Meinung in ein paar Jahren wird sich nicht geaendert haben, da du
dich immer tiefer in der Realitaetsfluch verstrickst.
> Lafontaine hätte sich...
Wie ich sehe, widerspricht du keiner meiner Korrekturen an deinen
Aussagen. Das ist schoen, aber besser gewesen waere, wenn du ehrlich
zugegeben haettest, Quatsch erzaehlt zu haben.
>Wie ich sehe, widerspricht du keiner meiner Korrekturen an deinen>Aussagen.
Ich wollte eigentlich Dir nicht mehr antworten, weil einem sowieso das
Wort im Mund umgedreht wird oder aber eine Beschimpfung kommt. Aber
zwischen:
>Unwahr. Lafontaine ist ausgetreten, als er nichts mehr zu sagen hatte.
und
meiner Aussage:
>Lafontaine hätte sich einfach weiter als Finanzminister auf dem Posten 4>Jahre ausruhen können, Schröder den Speichel lecken können und wäre ohne>anzuecken ganz groß rausgekommen - wie viele "Helden" der SPD auch. Bei>der nächsten Wahl dann Kanzlerkandidat und vllt. auch Kanzler - so hätte>es laufen können, wenn er Schröder im A. rumgekrochen wäre. Jetzt muß er>sich von Ignoranten als Populist beschimpfen lassen, die nicht mal>bereit sind, über seine Vorschläge zu diskutieren, aber nach Jahren>seine Vorschläge in die Tat umsetzen.
sehe ich einen großen Widerspruch. Lafontain hat die große Karriere als
Duckmäuser unter Schröder aufgegeben und ist dann über die WASG in eine
kleine Partei eingetreten, wie viele andere SPD-Mitglieder auch (WASG).
Warum? Weil die SPD nicht mehr SPD war, ihre Ziele keineswegs mit den
Zielen Brandts mehr übereinstimmte.
3. Die Gesetze der Abgeordneten gelten auch für sie (z. B.
Sterbegeldabschaffung)
4. Abgeordnete zahlen in die Rentenkasse ein
5. Nebentätigkeiten und Lobbyismus sind verboten
Yada wrote:
>>> Ein allgemeines Wahlrecht wird dieser Anforderung nicht gerecht.>> Willst du lieber ein Zensuswahlrecht?>> Wie billig, ist das alles, was dir dazu einfaellt? Gleich in's andere> Extrem fallen?
Na ja, ich sehe nur ein sinnvolles Prinzip: One man one vote.
Alles andere ist Unsinn, der zu Manipulationen geradezu einlädt.
'Im übrigen sollte das undemokratische Element "Fraktionszwang" sofort
abgeschafft werden.'
Der KANN gar nicht abgeschafft werden, ist grundgesetzwidrig
( Art. 38 ).
Vor ca. 2 J. mailte ich an "unsere" Bundesregierungschefin, sie möge
dies öffentlich klarstellen und die Fraktionszwangs-Ausüber im Parlament
mal aufklären ...
Gab bis heute keine Antwort; da sie offenbar von Physik und
Agitation/Propaganda mehr Ahnung hat, als von Paragraphen, ist ihr
dieser Sachverhalt vielleicht einfach nur noch nicht klar geworden !?
> Aber zwischen:>>Unwahr. Lafontaine ist ausgetreten, als er nichts mehr zu sagen hatte.>und>meiner Aussage:>>Lafontaine hätte sich einfach weiter als Finanzminister auf dem Posten 4>>Jahre ausruhen können, Schröder den Speichel lecken können und wäre ohne>>...>sehe ich einen großen Widerspruch.
Kein Wunder, die Aussage, der ich widersprochen habe war ja auch:
> Lafontain hat als einziger Rückrat bewiesen und hat sich in der Zeit> seines höchsten Amtes einer kleinen Randpartei (zumindest im Westen)> zugewandt,
Du bist deines Meisters wahrlich wuerdig.
Martin wrote:
> Zwei Dinge müssen geändert werden:>> 1. Abgeordnete sind abwählbar.> 2. Abgeordnete sind an Weisungen gebunden.
M.a.W.: Das imperative Mandat.
> 4. Abgeordnete zahlen in die Rentenkasse ein
Ist doch ein Nullsummenspiel, dann muesste der Dienstherr die Bezuege
entsprechend anpassen und auch den Arbeitgeberanteil bezahlen.
Aber wahrscheinlich meinst du eine Gehaltskuerzung - dann sag das aber
auch klar.
>>>> Ein allgemeines Wahlrecht wird dieser Anforderung nicht gerecht.>>> Willst du lieber ein Zensuswahlrecht?>> Wie billig, ist das alles, was dir dazu einfaellt? Gleich in's andere>> Extrem fallen?> Na ja, ich sehe nur ein sinnvolles Prinzip: One man one vote.
Das heisst, trotz der Erkenntnis, dass ein Grossteil der Waehler zu
objektiven Entscheidungen gar nicht faehig ist, beharrt man einfach
darauf?
Warum duerfen eigentlich Kinder nicht waehlen? Und all' die anderen
Unmuendigen? Verstoesst das nicht ebenfalls gegen das Prinzip?
Yada wrote:
>>>>> Ein allgemeines Wahlrecht wird dieser Anforderung nicht gerecht.>>>> Willst du lieber ein Zensuswahlrecht?>>> Wie billig, ist das alles, was dir dazu einfaellt? Gleich in's andere>>> Extrem fallen?>> Na ja, ich sehe nur ein sinnvolles Prinzip: One man one vote.>> Das heisst, trotz der Erkenntnis, dass ein Grossteil der Waehler zu> objektiven Entscheidungen gar nicht faehig ist, beharrt man einfach> darauf?
Und wer bitte soll entscheiden, wer wählen darf und wer nicht? Du ganz
bestimmt nicht und ich auch nicht...
> Warum duerfen eigentlich Kinder nicht waehlen? Und all' die anderen> Unmuendigen? Verstoesst das nicht ebenfalls gegen das Prinzip?
Weil Kinder nun mal andere Sorgen haben und ihnen in aller Regel das
entsprechende Wissen und die Lebenserfahrung fehlt.
Es muß ein einfaches und objektiv entscheidbares Kriterium geben, wer
wählen darf. Alles, wo irgendwelche Entscheidungsspielräume bestehen,
ist absolut untauglich. Das Lebensalter erfüllt diese Bedingung sehr
gut.
Ich glaube nicht, daß es den geringsten Sinn hat, am Wahlrecht
rumzuschrauben, solange die Medien alles tun, die breite Masse von dem
zu kausalen Enscheidungen notwendigen Wissen fernzuhalten.
> Warum duerfen eigentlich Kinder nicht waehlen? Und all' die anderen> Unmuendigen? Verstoesst das nicht ebenfalls gegen das Prinzip?
-
"Weil Kinder nun mal andere Sorgen haben und ihnen in aller Regel das
entsprechende Wissen und die Lebenserfahrung fehlt."
Dann könnten doch ihre Eltern bzw. sonstigen verantwortlich für sie
handelnden in ihrem Namen abstimmen.
( Missbrauch ist natürlich möglich; der geht woanders aber auch. )
>Ist doch ein Nullsummenspiel, dann muesste der Dienstherr die Bezuege>entsprechend anpassen und auch den Arbeitgeberanteil bezahlen.
Der Abgeordnete bekommt keine Rente, sondern Pensionen aus der
Staatskasse. Als dieses Gesetz geschaffen wurde, waren die Diäten um den
Rentenbetrag abgesenkt. Inzwischen hat man die Diäten, wie jeder weiß,
mächtig erhöht, der Abgeordnete bekommt jedoch aus dem Säckel weiterhin
Pension und umgeht damit der Einzahlung von Rentenbeiträgen.
Tatsächlich gab es Debatten um Rentenbeteiligung. DIe Antwort war
tatsächlich heuchlerich, die Diäten dann um die Rentenbeiträge
anzuheben. In Wirklichkeit müßten aber bis jetzt die Diäten um den
Rentenbeitrag gesenkt werden, weil Pensionen gezahlt werden. Tricky.
Martin wrote:
> Zwei Dinge müssen geändert werden:>> 1. Abgeordnete sind abwählbar.> 2. Abgeordnete sind an Weisungen gebunden.
Nein - 0.:
Gewählte Volksvertreter sind ihren Wählern ständig
rechenschaftspflichtig.
("Einzelleitung bei kollektiver Beratung" - übrigens ein Prinzip des
Sozialismus)
>Warum duerfen eigentlich Kinder nicht waehlen?
Diese Überlegungen gab's tatsächlich. Man bekommt dann praktisch die
selbe Wahlstimme noch mal wie die Erziehungsberechtigten abgegeben
haben.
Vile Kinder wissen zwar nicht den Namen des Bundespräsidenten, noch des
Kanzlers/Kanzelerin, sind nicht geschäftsfähig, gehen aber zur Wahl -
toll.
Falschwähler wrote:
>> Warum duerfen eigentlich Kinder nicht waehlen? Und all' die anderen>> Unmuendigen? Verstoesst das nicht ebenfalls gegen das Prinzip?> -> "Weil Kinder nun mal andere Sorgen haben und ihnen in aller Regel das> entsprechende Wissen und die Lebenserfahrung fehlt.">> Dann könnten doch ihre Eltern bzw. sonstigen verantwortlich für sie> handelnden in ihrem Namen abstimmen.
Ja super, es gibt tatsächlich Leute, die sowas fordern. V.d. Leyen ist
nicht weit von denen...
Ist das mal eingeführt, dann könnte man ja auch noch für geplante Kinder
das Stimmrecht fordern und irgendwann auch für Jagdhunde, wie George
Bernard Shaw seinerzeit spottete.
"Viele Kinder wissen zwar nicht den Namen des Bundespräsidenten, noch
des Kanzlers/Kanzelerin, sind nicht geschäftsfähig, gehen aber zur
Wahl - toll."
Es soll auch Erwachsene geben, die nicht übermässig helle sind ...
Nochmal: Möglichkeit wäre, dass Eltern etc. als "Treuhänder" im Namen
der Kinder abstimmen.
Unbestritten ist doch:
Singles stimmen statistisch anders ab, als Familienväter(innen).
Bei der derzeitigen Wählerzusammensetzung bekommen 2 nur je für sich
selbst votierende das gleiche Gewicht, wie die 2 Eltern einer
5-Kind-Familie.
( Das wäre definitiv mal ein Argument für Fr. Dr. U. v. d. Leyen ??? )
Falschwähler wrote:
> Nochmal: Möglichkeit wäre, dass Eltern etc. als "Treuhänder" im Namen> der Kinder abstimmen.
Warum übergeben nicht gleich alle Bewohner des Landes ihr Stimmrecht
treuhänderisch dem Führer?
Conlost wrote:
> Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn man die Wahlberechtigten> dazu bewegen könnte, ihr Recht zu nutzen und zur Wahl zu gehen.
Und warum ist die Wahlbeteiligung so gering?
Yada wrote:
>> Das heisst, trotz der Erkenntnis, dass ein Grossteil der Waehler zu>> objektiven Entscheidungen gar nicht faehig ist, beharrt man einfach>> darauf?> Und wer bitte soll entscheiden, wer wählen darf und wer nicht? Du ganz> bestimmt nicht und ich auch nicht...
Ueber passendere Kriterien koennte man sicher diskutieren. Warum kein
IQ-Test? De-Fakto ist das jetzt schon so - geistig Behinderte, die nicht
muendig sind, duerfen nicht waehlen.
>> Warum duerfen eigentlich Kinder nicht waehlen? Und all' die anderen>> Unmuendigen? Verstoesst das nicht ebenfalls gegen das Prinzip?> Weil Kinder nun mal andere Sorgen haben und ihnen in aller Regel das> entsprechende Wissen und die Lebenserfahrung fehlt.
Und das hat die ganze restliche Bevoelkerung? Ich dachte, das Gegenteil
haetten wir bereits festgestellt.
> Es muß ein einfaches und objektiv entscheidbares Kriterium geben, wer> wählen darf. Alles, wo irgendwelche Entscheidungsspielräume bestehen,> ist absolut untauglich. Das Lebensalter erfüllt diese Bedingung sehr> gut.
Und mit welcher Objektivitaet wurde diese Grenze gesetzt? Warum gibt es
keine Grenze nach oben?
> Ich glaube nicht, daß es den geringsten Sinn hat, am Wahlrecht> rumzuschrauben, solange die Medien alles tun, die breite Masse von dem> zu kausalen Enscheidungen notwendigen Wissen fernzuhalten.
Schon wieder eine Verschowerungstheorie. Wenn man natuerlich erwartet,
dass einem Wissen vom Fernsehen vermittelt wird, stimmt das.
> Ist das mal eingeführt, dann könnte man ja auch noch für geplante Kinder> das Stimmrecht fordern und irgendwann auch für Jagdhunde, wie George> Bernard Shaw seinerzeit spottete.
Du musst nicht immer alles in's Laecherliche ziehen, wenn dir nichts
mehr einfaellt. Es ist ein einfach nachvollziehbarer Fakt, dass Kinder
und Jugendliche unterrepraesentiert sind. Die Eltern haben die Recht und
das Pflicht, alles andere fuer die Kinder in ihrem Interesse zu
entscheiden - warum nicht auch das?
Wer sagt "one man, one vote", sollte es auch ernst meinen!
> Der Abgeordnete bekommt keine Rente, sondern Pensionen aus der> Staatskasse. Als dieses Gesetz geschaffen wurde, waren die Diäten um den> Rentenbetrag abgesenkt. Inzwischen hat man die Diäten, wie jeder weiß,> mächtig erhöht, der Abgeordnete bekommt jedoch aus dem Säckel weiterhin> Pension und umgeht damit der Einzahlung von Rentenbeiträgen.> Tatsächlich gab es Debatten um Rentenbeteiligung. DIe Antwort war> tatsächlich heuchlerich, die Diäten dann um die Rentenbeiträge> anzuheben. In Wirklichkeit müßten aber bis jetzt die Diäten um den> Rentenbeitrag gesenkt werden, weil Pensionen gezahlt werden. Tricky.
Aha. Und wie oft willst du den Trick durchziehen? Wie gesagt, wenn du
ein Problem mit der Diaetenhoehe hast, dann sag das doch - aber der
Umweg ueber die Pension ist purer Populismus. Wenn du das mit den
Abgeordneten machst, musst du das uebrigens auch mit allen anderen
Beamten machen - erklaere denen mal, warum die ihnen de facto das Gehalt
kuerzen willst.
Yada wrote:
> Es ist ein einfach nachvollziehbarer Fakt, dass Kinder> und Jugendliche unterrepraesentiert sind. Die Eltern haben die Recht und> das Pflicht, alles andere fuer die Kinder in ihrem Interesse zu> entscheiden - warum nicht auch das?
Weil sie das mit Wahlen genausowenig können wie ihre Kinder.
Yada wrote:
> Btw, die Einkommenssteuer auf die Pension passt du dann auch der auf die> Rente an, ja?
Worum geht' hier eigentlich - weiß das noch einer?
Was haben Kinderwahlrecht und Einkommenssteuer mit dem Thema zu tun?
>Aha. Und wie oft willst du den Trick durchziehen?
Ich habe den Trick nicht durchgezogen, es waren die Abgeordneten, die
"vergessen" haben bei ihren Diäten, wie einstmals geplant, die
Rentenbeiträge abzuziehen, weil sie sie quasi nicht zahlen. Das ist ja
der Skandal.
Das wäre so, als würde ich dem Arbeitnehmer/Arbeitgeber die
Rentenbeiträge erlassen, also Netto mehr geben, versichert ist er
weiterhin.
Yada wrote:
> Ueber passendere Kriterien koennte man sicher diskutieren. Warum kein> IQ-Test? De-Fakto ist das jetzt schon so - geistig Behinderte, die nicht> muendig sind, duerfen nicht waehlen.
Und wo willst du die Grenze anlegen? bei 80, oder bei 120?
Und wie willst du den IQ messen? Mit Fragebögen wie beim Führerschein,
oder bei der Deutschprüfung für einbürgerungswillige Ausländer?
Mit Verlaub, aber das ist völliger Unsinn. Zudem böte es so viele
Manipulationsmöglichkeiten, daß von einem transparenten Wahlverfahren
keine Rede mehr sein sein kann.
>> Es muß ein einfaches und objektiv entscheidbares Kriterium geben, wer>> wählen darf. Alles, wo irgendwelche Entscheidungsspielräume bestehen,>> ist absolut untauglich. Das Lebensalter erfüllt diese Bedingung sehr>> gut.>> Und mit welcher Objektivitaet wurde diese Grenze gesetzt? Warum gibt es> keine Grenze nach oben?
Ganz simpel: So wie es heute auch schon gemacht wird. Hat den großen
Vorzug, daß die Geburt eines Menschen hierzulande schon sehr lange
zumindest auf den Tag genau dokumentiert ist.
>> Ich glaube nicht, daß es den geringsten Sinn hat, am Wahlrecht>> rumzuschrauben, solange die Medien alles tun, die breite Masse von dem>> zu kausalen Enscheidungen notwendigen Wissen fernzuhalten.>> Schon wieder eine Verschowerungstheorie. Wenn man natuerlich erwartet,> dass einem Wissen vom Fernsehen vermittelt wird, stimmt das.
Sorry, aber du hast einen Knall.
Yada (Gast) wrote:
> Grundanforderung an> jeden Waehler muss sein, dass er in der Lage ist im Wohle Aller zu> stimmen und nicht nur in seinem eigenen.
Dazu gehören auch die vielen Millionen Transferempfänger.
"Warum übergeben nicht gleich alle Bewohner des Landes ihr Stimmrecht
treuhänderisch dem Führer?"
Schon witzig.
Man kann annehmen, dass "Führer" aller Couleur vermutlich etwas weniger
seriös mit Mandaten ( auch ) dieser Art umgehen würden, als die meisten
Erziehungsberechtigte mit der Interessenvertretung für ihre Kinder ...
Yada wrote:
>> Ueber passendere Kriterien koennte man sicher diskutieren. Warum kein>> IQ-Test? De-Fakto ist das jetzt schon so - geistig Behinderte, die nicht>> muendig sind, duerfen nicht waehlen.> Und wo willst du die Grenze anlegen? bei 80, oder bei 120?
Sagen wir einfach mal 100, genauso wir irgendjemand mal gesagt hat "18
Jahre". Wenn man sich ansieht, fuer welche Faehigkeiten ein IQ von 100
ausreicht, ist 100 mutig genug.
> Und wie willst du den IQ messen? Mit Fragebögen wie beim Führerschein,> oder bei der Deutschprüfung für einbürgerungswillige Ausländer?
IQ-Tests sind schon lange international standardisiert.
> Mit Verlaub, aber das ist völliger Unsinn. Zudem böte es so viele> Manipulationsmöglichkeiten, daß von einem transparenten Wahlverfahren> keine Rede mehr sein sein kann.
Welche Manipulationsmoeglichkeiten sollen das sein?
>> Und mit welcher Objektivitaet wurde diese Grenze gesetzt? Warum gibt es>> keine Grenze nach oben?> Ganz simpel: So wie es heute auch schon gemacht wird. Hat den großen> Vorzug, daß die Geburt eines Menschen hierzulande schon sehr lange> zumindest auf den Tag genau dokumentiert ist.
Du beantwortest die Frage gar nicht.
>> Schon wieder eine Verschowerungstheorie. Wenn man natuerlich erwartet,>> dass einem Wissen vom Fernsehen vermittelt wird, stimmt das.> Sorry, aber du hast einen Knall.
Wer faselt den von der Verschwoerung, die die Menschen von Wissen
fernhalten will?
>> Grundanforderung an>> jeden Waehler muss sein, dass er in der Lage ist im Wohle Aller zu>> stimmen und nicht nur in seinem eigenen.> Dazu gehören auch die vielen Millionen Transferempfänger.
Oh ja, die haben ganz bestimmt die Faehigkeit, Entscheidungen aller Art
mit besonderem Weitblick zu treffen. Sind hoch gebildet, besitzen ein
breites Allgemeinwissen, etc, pp...
Yada wrote:
> Ueber passendere Kriterien koennte man sicher diskutieren. Warum kein> IQ-Test? De-Fakto ist das jetzt schon so - geistig Behinderte, die nicht> muendig sind, duerfen nicht waehlen.
Gab's das nicht schon mal, nannte sich glaub' ich Rassenhygiene und
gipfelte später in Euthanasie.
Yada was Du willst, ist die Ausgrenzung von Bevolkerungsgruppen von den
Grundrechten. Ihr "Verbrechen": Arbeitslos geworden und H4-Bezieher".
Ich zweifel wirklich an Deiner Orientierung. Da bin ich aber tausendmal
lieber "Linksfaschist", wie Du mich im Nachbarforum schon betitelt hast.
Die haben nicht 5 Mio. aus Rassenhaß auf dem Gewissen, wenn es die
"Linksfaschisten" jemals wirklich gegeben hätte.
Yada (Gast) wrote:
> Unwahr. Lafontaine ist ausgetreten, als er nichts mehr zu sagen hatte.
Das ist eine Lüge! Lafontaine hatte sehr viel als Finanzminister zu
sagen. Eine englische Zeitung hat ihn einst als "gefährlichsten Mann
Europas" tituliertet. Rate mal warum?
> Das war kein Opfer, da er nichts mehr zu Opfern hatte. In der SPD haette> er gar nichts mehr bekommen, weil er seine Partei im Stich gelassen hat.
Das ist die nächste Lüge! Es war genau anders rum. Die SPD hat
Lafontaine als Finanzminister nicht genügend unterstützt. Schröder hat
ab einem bestimmten Zeitpunkt Lafontaine's Vorstellungen über die
Ordnung der Finanzmärkte nicht mehr mitgetragen. Schröder hat sich im
Laufe der Zeit als Genosse der Bosse geoutet. Das konnte Lafontaine
nicht mehr mittragen und schmiss hin.
Du hast wirklich keinen blassen Schimmer von Politik.
> den bestimmt auch Brandt nicht gut gefunden hätte.> Unsinn. Undemokratisch war die SPD, die erst eine Koalition> ausgeschlossen hat und sie dann doch durchziehen wollte.
Undemokratisch ist was ganz anderes, nämlich IQ-Test für Wähler auch nur
zu erwägen. Du redest wie der blinde von der Farbe.
Yada wrote:
>> Und wie willst du den IQ messen? Mit Fragebögen wie beim Führerschein,>> oder bei der Deutschprüfung für einbürgerungswillige Ausländer?>> IQ-Tests sind schon lange international standardisiert.
Ja eben. Und deswegen gibt es nur eine endlich Anzahl solcher Tests und
wenn man sich die beschafft, kann man jeden Halbdeppen darauf
konditionieren.
Ist das so abwegig, daß du darauf nicht selbst kommen kannst?
>>> Mit Verlaub, aber das ist völliger Unsinn. Zudem böte es so viele>> Manipulationsmöglichkeiten, daß von einem transparenten Wahlverfahren>> keine Rede mehr sein sein kann.>> Welche Manipulationsmoeglichkeiten sollen das sein?
S. o.
>>> Und mit welcher Objektivitaet wurde diese Grenze gesetzt? Warum gibt es>>> keine Grenze nach oben?>> Ganz simpel: So wie es heute auch schon gemacht wird. Hat den großen>> Vorzug, daß die Geburt eines Menschen hierzulande schon sehr lange>> zumindest auf den Tag genau dokumentiert ist.>> Du beantwortest die Frage gar nicht.
Bist du begriffsstutzig? Es wird ein Alter festgelegt - z.B. 18 Jahre,
wie das heute der Fall ist und den Rest kann man den Computern der
Einwohnermeldeämter übertragen.
>>> Schon wieder eine Verschowerungstheorie. Wenn man natuerlich erwartet,>>> dass einem Wissen vom Fernsehen vermittelt wird, stimmt das.>> Sorry, aber du hast einen Knall.>> Wer faselt den von der Verschwoerung, die die Menschen von Wissen> fernhalten will?
Komm auf den Teppich, oder geh spielen...
Paul (Gast) wrote:
> Ach Yada, Deine erzliberale Politik in Ehren. Entweder bist Du> überzeugter Lobbyist, dann gut, muß man akzeptieren oder aber Du> durchschaust das Tun der "Einheitsparteien" noch nicht und plapperst> Propaganda nach -> nicht gut.
Yada ist nicht erzliberal, er ist ein Rechtspopulist wie er im Buche
steht und er ist antidemokratisch eingestellt. Er wird sein Wahlkreuz
entsprechend seiner Gesinnung bei einer rechten Partei machen.
GastXY wrote:
> Yada ist nicht erzliberal, er ist ein Rechtspopulist wie er im Buche> steht und er ist antidemokratisch eingestellt. Er wird sein Wahlkreuz> entsprechend seiner Gesinnung bei einer rechten Partei machen.
Du tust ihm Unrecht. Er hat zuweilen etwas realitätsfremde Ideen, aber
das hängt wohl mit seinem jugendlichen Alter zusammen...
Yada wrote:
> Deine Meinung in ein paar Jahren wird sich nicht geaendert haben, da du> dich immer tiefer in der Realitaetsfluch verstrickst.
Mit deinem Geschwätz hast DU noch nicht mal begriffen, was heute
abläuft. Die Finanzkrise blutet die Gesellschaft aus. Hier wird massiv
Kaufkraft entzogen und einer wie DU hetzt gegen Transferempfänger.
Befasse dich mal mit den Schergen die ihr Kapital in Steueroasen
beiseite schaffen. Das sind die wahren Sozialschmarotzer des 21.
Jahrhunderts. Sie machen Millionen in dem sie die Infrastruktur unserer
Gemeinschaft nutzen und sich deren billige Arbeitskräfte bedienen,
wollen aber die Gewinne nur für sich behalten. Und wenn man sie dabei
erwischt, dann schmollen sie und gehen ins Exil. Die gehören an den
Pranger.
>> 'Im übrigen sollte das undemokratische Element "Fraktionszwang" sofort>> abgeschafft werden.'>Der KANN gar nicht abgeschafft werden, ist grundgesetzwidrig> ( Art. 38 ).
Jau, dass er aber dennoch praktiziert wird, ist mal wieder ein schönes
Beispiel für die "normative Kraft des Faktischen"...
Enttäuschter wrote:
>>> 'Im übrigen sollte das undemokratische Element "Fraktionszwang" sofort>>> abgeschafft werden.'>>>Der KANN gar nicht abgeschafft werden, ist grundgesetzwidrig>> ( Art. 38 ).>> Jau, dass er aber dennoch praktiziert wird, ist mal wieder ein schönes> Beispiel für die "normative Kraft des Faktischen"...
Des Fraktischen, meinst du sicher? <:-)
...
Gewählte Volksvertreter sind ihren Wählern ständig
rechenschaftspflichtig.
...
Lucy sagt dazu: "Das ist wischi waschi Charlie Brown." Recht hat sie.
Schonmal die (Ex-)Berufe von Politiker dieser Parteien beachtet ?
Juristen, Lehrer, Beamte, ... (eben alles die Lieblinsberufe hier im
Forum - gelle ;) )
Piratenpartei: (Vorstand)
Mathematiker, Physiker, Grafiker, Softwareentwickler, Freiberufler,
Admins
So und nun die Frage der Fragen:
Welche Partei vertritt unsere Interessen wohl am besten/meisten ???
FMode (Gast) wrote:
> Schonmal die (Ex-)Berufe von Politiker dieser Parteien beachtet ?> Juristen, Lehrer, Beamte, ... (eben alles die Lieblinsberufe hier im> Forum - gelle ;) )
Sind hauptsächlich Juristen. Die Welt der Juristen ist meist formal
streng geordnet. Daran ist zwar erst mal nichts verkehrt, aber der
normale Bürger spricht und denkt in anderen Kategorien. Anders
ausgedrückt, dass der Amtsschimmel so oft wiehert verdanken wir der
Tatsache, dass zu wenig Bürger mit "normalen" Berufen in unseren
Parlamenten sind.
> Piratenpartei: (Vorstand)> Mathematiker, Physiker, Grafiker, Softwareentwickler, Freiberufler,> Admins> So und nun die Frage der Fragen:> Welche Partei vertritt unsere Interessen wohl am besten/meisten ???
Die Piratenpartei löst aber nicht unsere Probleme. Sie ist eine mono
thematisch ausgerichtete Partei und hat keine Chance auch nur die 5
Prozent Hürde zu nehmen. Da rächt sich der Tatbestand, dass die
nachwachsende Jugend zwar alles Interesse dieser Welt für Ego-Shooter,
Musikkonzerte und Komasaufen aufbringt, aber politisch nahezu
lethargisch Desinteressiert ist (es sei denn die Grünen machen ein
Happening - mit "geiler Mucke UND SO". Dann kommen (vielleicht) ein paar
angetrödelt (ach ja, Alk sollte es umsonst geben). Aber spätestens wenn
der Vortrag übers Erneuerbare Energiengesetz beginnt schlafen die Jungs
und Mädels dir unter den Fingern weg (weil sie noch müde sind, von der
letzten Party Nacht).
Also, nur Parteien die in der Nähe der 5 Prozent Hürde (oder darüber)
rangieren, können ein Gegengewicht zum Kontrollstaat der CDU bilden. Bei
dem was "von Guttenberg" und "von der Leyen" (der Adel hat sich wohl
gegen die Bürger verbündet) an Internet-Stoppschild-Wahnwitz in Gang
gesetzt haben waren die Grünen und die Linke offen dagegen (FDP weiß
nicht).
Und was die SPD betrifft, keine Angst, die macht überall mit, wenn man
ihr erst mal zeigt, wo es lang geht.
> Die Piratenpartei löst aber nicht unsere Probleme. Sie ist eine mono> thematisch ausgerichtete Partei und hat keine Chance auch nur die 5> Prozent Hürde zu nehmen. Da rächt sich der Tatbestand, dass die
"Techniker" schwätzen im Allgemeinen nicht dumm sondern halten das Maul
wenn sie mal keine Ahnung haben. Finde ich persönlich besser ;)
> nachwachsende Jugend zwar alles Interesse dieser Welt für Ego-Shooter,> Musikkonzerte und Komasaufen aufbringt, aber politisch nahezu> lethargisch Desinteressiert ist (es sei denn die Grünen machen ein> ...
ACK
> Also, nur Parteien die in der Nähe der 5 Prozent Hürde (oder darüber)> rangieren, können ein Gegengewicht zum Kontrollstaat der CDU bilden. Bei> ...
Bravo!
und deswegen gehst du natürlich nicht wählen ? ;)
Bringt ja eh nix ?
Partei X 1.Wahl : 0 %
Partei X 2.Wahl : 5 %
Partei X 3.Wahl : 30 %
Wie soll das gehen ???
Realistischer ist doch:
Partei X 1.Wahl : 0,2 %
Partei X 2.Wahl : 0,3 %
Partei X 3.Wahl : 0,6 %
.
.
.
Partei X x.Wahl : 2 %
Tip:
Vielleicht solltest du dich mal über die Geschichte des 3. Reiches
informieren insbesondere wie die NSDAP an die Macht kam.
Paul wrote:
> 3. Die Gesetze der Abgeordneten gelten auch für sie (z. B.> Sterbegeldabschaffung)> 4. Abgeordnete zahlen in die Rentenkasse ein> 5. Nebentätigkeiten und Lobbyismus sind verboten
Ich hätte nichts dagegen wenn ein Abgeordneter weiterhin z.B. als GF
seiner Firma tätig wird. Ansonsten wirds ja ein totaler
Realitätsverlust.
Das man jetzt nicht etliche Aufsichtsrat-Mandate ansammeln sollte ist
nicht nur ein Problem der Abgeordneten...
>Ich hätte nichts dagegen wenn ein Abgeordneter weiterhin z.B. als GF>seiner Firma tätig wird. Ansonsten wirds ja ein totaler>Realitätsverlust.
Die Sache hat dann 2 Haken:
1. Er wird immer im Interesse seines Unternehmens und nicht im Interesse
des Volkes, das ihn gewählt hat, Politik machen
2. Er kann nicht die volle Arbeitsleistung (entweder als Abgeordneter
oder als GF) bringen. Also kann er nur anteilig Diäten bzw. Gehalt
beziehen. Das wird aber wohl weißlich nicht gemacht -> 100% GF-Gehalt
und 100% Diäten.
"Ich hätte nichts dagegen wenn ein Abgeordneter weiterhin z.B. als GF
seiner Firma tätig wird."
Ist i.O., nur kann der potentielle Noch-Wähler erwarten, dass er von
seinem Kanditaten weiss, was ( und von wem ! ) dieser noch an diversen
anderen "Nebeneinkünften" kassiert.
Abgeordnete, wie z.B. Westerwelle, Riester & Co. werden für ihre
"Vorträge" teilweise mit dem 10-20-fachen ihrer "Diäten" entschädigt ...
Kann man sich schon die Frage stellen, wie bzw. in wessen Sinne dann
ggf. ihre Abstimmungen im Bundestag usw. ausfallen könnten.
Wes Brot ich ess, ...
@ Paul,
Du hast Recht;
aber eines ist klar: Leute wie Westerwelle leisten einfach mehr wie
"Otto-Normal"-Bürger.
- Nur auf dem Gebiet der "Wirtschaft" gibt es in der BRD noch
olympiareife Kandidaten. - /
Der Abgeordnetentag hat 8 Std., und für die restlichen sieben
Neben-Vollzeitjobs nutzen diese vorbildlichen "Leistungserbringer" halt
ihre Freizeit, die Nacht und den Urlaub !
Krank WERDEN solche Leute bestimmt auch nicht ...
Martin wrote:
> ...> Gewählte Volksvertreter sind ihren Wählern ständig> rechenschaftspflichtig.> ...>> Lucy sagt dazu: "Das ist wischi waschi Charlie Brown." Recht hat sie.
Nee, ne herrliche Meise. Das ist wissenschaftlicher Sozialismus pur.
@Beobachter:
Dann frage ich mich, warum im Bundestag bei Sitzungen so viel blau von
den unbesetzten Sühlen zu sehen ist. Der Bundestag ist ein Baufehler.
Man hätte die Stühle kunterbunt machen sollen, da wären unbesetzte nicht
aufgefallen.
Paul wrote:
>>Ich hätte nichts dagegen wenn ein Abgeordneter weiterhin z.B. als GF>>seiner Firma tätig wird. Ansonsten wirds ja ein totaler>>Realitätsverlust.>> Die Sache hat dann 2 Haken:>> 1. Er wird immer im Interesse seines Unternehmens und nicht im Interesse> des Volkes, das ihn gewählt hat, Politik machen
Ist ja gar nicht so verkehrt, ein Schuh wird aber erst draus wenn man so
ziemliche alle Schichten der Bevölkerung derart unterbringt.
> 2. Er kann nicht die volle Arbeitsleistung (entweder als Abgeordneter> oder als GF) bringen. Also kann er nur anteilig Diäten bzw. Gehalt> beziehen. Das wird aber wohl weißlich nicht gemacht -> 100% GF-Gehalt> und 100% Diäten.
So fair sollte man dann zu sich selber schon sein, aber leicht ist es
besimmt nicht.
Haben denn unsere Politiker mehr Ahnung von den Sachen, über die sie
abstimmen? Nachdem der bei uns schon abgezeichnete Ermächtigungsvertrag
in Irland gescheitert ist, erschreckten nach gründlicherer Analyse viele
Politiker: "das habe ich ja gar nicht gewußt!"
Anscheinend ging das chinesische Strategem "Unter den Augen des Himmels
das Meer überqueren" auf. Keiner machte sich die Mühe, den riesigen Berg
Papier wirklich einmal durchzulesen, d.h. die in der Masse versteckten
Unglaublichkeiten wurden einfach mit durchgewunken.
Deshalb meine erste Forderung: Gesetze werden wie beim Notar verlesen,
abstimmungsberechtigt sind nur Teilnehmer, welche den gesamten Inhalt
mit angehört haben.
Gesetzesvorlagen müssen ausreichend lange vorher bekanntgegeben werden,
daß Volk bekommt ein Vetorecht.
Zweitens: es wird das Prinzip der persönlichen Verantwortung wie in der
Wirtschaft eingeführt. Ein Politiker, der grob fahrlässig mit
Wahlkampfgeschenken einen Schaden für Land und Volk in Kauf nimmt,
haftet mit seinem persönlichem Vermögen und ggf. mit seiner Freiheit.
Reinhard S. wrote:
> Paul wrote:>>>Ich hätte nichts dagegen wenn ein Abgeordneter weiterhin z.B. als GF>>>seiner Firma tätig wird. Ansonsten wirds ja ein totaler>>>Realitätsverlust.>>>> Die Sache hat dann 2 Haken:>>>> 1. Er wird immer im Interesse seines Unternehmens und nicht im Interesse>> des Volkes, das ihn gewählt hat, Politik machen>> Ist ja gar nicht so verkehrt, ein Schuh wird aber erst draus wenn man so> ziemliche alle Schichten der Bevölkerung derart unterbringt.
Das mache mal. Jeder wird Unternehmer und Abgeordneter.
>Zweitens: es wird das Prinzip der persönlichen Verantwortung wie in der>Wirtschaft eingeführt. Ein Politiker, der grob fahrlässig mit>Wahlkampfgeschenken einen Schaden für Land und Volk in Kauf nimmt,>haftet mit seinem persönlichem Vermögen und ggf. mit seiner Freiheit.
Und bei Abstimmungen durch das Volk haftet das Volk mit seinem Vermögen?
Rüdiger Knörig wrote:
> Das Volk haftet in jedem Fall mit seinem Vermögen.
Jo - nach der "friedlichen Revolution" von 1989 wurde ein ganzes Volk
haftbar gemacht für den Mist, den seine Führung gebaut hatte.
Beispiel: Das Wohnungsbauprogramm (das ging wohl so in den 70ern richtig
los). Die Partei sagte: "Bis 1990 ist das Wohnungsproblem als soziales
Problem gelöst." War es sogar - indem z.B. Scheidungen nicht mehr als
soziales Problem behandelt wurden. Aber zu den Plattenbauten: Die
Baubetriebe haben ihr Geld gekriegt (ääh - ich z.B. als Kipperfahrer auf
der Baustelle, wo meine Wohnung entstand, auch. <:-) Die
Wohnungsverwaltungen (oder Genossenschaften) dafür Kredite aufgenommen.
Den Gläubiger (die Staatsbank der DDR) gibt's nicht mehr - aber die
Eigentümer der Plattenbauten waren ihre "Altschulden" damit nicht los -
die hatten sie plötzlich bei der Dresdner oder bei der Deutschen Bank
oder sonstwo. Hatten die einen Pfennig in die Bauten investiert? Aber
die "Altschulden" dann schön auf die Mieten umgelegt. Wie gesagt, meine
geräumige Puppenstube ("kleine Einraumwohnung") kostete mich unter Honni
51,20 M der DDR (incl. aller Betriebskosten außer Strom), als ich 1999
auszog, das Zehnfache in DM. Kalt. Das war mir die D- Mark nicht wert.
<:-)
Reinhard S. wrote:
> Wobei du doch nicht glaubst das die 51,20 DM die Kosten (Bau, Unterhalt)> wirklich gedeckt haben?
Mit Sicherheit nicht. Sorry, bin jetzt zu faul, den Beitrag zu suchen,
sonst bräuchte ich ihn nur hier 'rüberzukopieren:
Das haben andere bezahlt - indem sie z.B. für eine Tafel Schokolade 5,-
M, für einen Farbfernseher 5.000,- M, für einen "Trabant" zum Schluss
14.000,- M hingelegt haben...
Trotzdem war zum Schluss ein großes Loch in der Kasse...
Die "Mark der DDR" war übrigens was ganz anderes als die D - Mark, eine
reine Binnenwährung, auf dem "Weltmarkt" so gut wie nichts wert.
Oder meine 2 Brücken (eine über 3, eine über 4 Zähne), die mir ein
Student gemacht hat, als wir gerade noch DDR hießen - haben mich nichts
gekostet außer 60,- M SV - Beitrag im Monat. Jetzt musste eine doch
'raus - vor ein paar Tagen hat mir mein Zahnarzt den Kostenvoranschlag
gezeigt - na, schaunmerdochmal, ob wir das bei der AOK als "Härtefall"
durchkriegen? <:-)
>Wobei du doch nicht glaubst das die 51,20 DM die Kosten (Bau, Unterhalt)>wirklich gedeckt haben?
Man sollte nicht außer Acht lassen, welche Lebenshaltungskosten in einem
Staat herrschen. Wenn der Arbeiter 400-600 OM bekam, konnte man eine
Wohnung auch nur 51,20 OM teuer machen. Die Preise für die Materialien
und die Bauarbeiter waren dementsprechend auch niedriger. Hinzu kam, daß
Mieten und die gesamten Grundnahrungsmittel staatlich subventioniert
waren. Da kostete das Brötchen eben 5 bzw. 7 Pf., die Milch 66 Pf. der
Liter usw. Wir lebten in einer 69qm Plattenbauwohnung mit
Zentralheizung, Balkon, WC usw. für 81 OM warm. Jetzt kostet diese
Wohnung 591€. Die Verdienste im Osten liegen im Schnitt bei 900€ netto.
Früher 16% des Einkommens für Miete
heute: 65 % des Einkommens für Miete!
Und dabei gilt der Osten doch als angeblich so billig! Vergessen werden
dabei die Verdienste.
Da finde ich es schon amüsant, wenn ein West-Politheini mal meinte "Es
wird endlich Zeit, daß sich der Bundesbürger daran gewöhnt, daß man 25%
des Einkommens für Miete bezahlen muß". LOL
Wobei ich jetzt mal behaupte das jemand mit 900€ netto sich keine
Wohnung für 600€ nimmt. Entweder er hat eine(n) Partner(in) die
beisteuert oder er braucht auch keine so große Wohnung.
Alternativ ein Eigenheim, da kommen die Kosten seltener, dafür in großen
Brocken.
Paul wrote:
> Die Verdienste im Osten liegen im Schnitt bei 900€ netto.
Im Durchschnitt war der Teich 1m tief, trotzdem ist die Kuh ersoffen.
Reinhard S. wrote:
> Wobei ich jetzt mal behaupte das jemand mit 900€ netto sich keine> Wohnung für 600€ nimmt.
Nö - aber meine erste (und bisher vorletzte) Wohnung im "freien Westen"
kostete mich etwa 100,- DM weniger als meine AlHi - nu mache mal. <:-)
Hartmut Kraus wrote:
> Rüdiger Knörig wrote:>> Das Volk haftet in jedem Fall mit seinem Vermögen.>> Jo - nach der "friedlichen Revolution" von 1989 wurde ein ganzes Volk> haftbar gemacht für den Mist, den seine Führung gebaut hatte.
Wirklich? Ich würde meinen Kopf dafür verwetten, daß die DDR-Führung
hätte machen können, was sie will. Nach der feindlichen Übernahme durch
den Westen wäre das Volk in jedem Fall ausgeplündert worden.
>Wobei ich jetzt mal behaupte das jemand mit 900€ netto sich keine>Wohnung für 600€ nimmt. Entweder er hat eine(n) Partner(in) die>beisteuert oder er braucht auch keine so große Wohnung.
hier geht es um den relativen Vergleich: In der DDR hat ein AN 400-600
OM verdient, die o. g. Wohnung kostete 81 OM. Der hier angenommene
Alleinverdiener konnte also diese Wohnung bezahlen, weil sie nur 16% des
Netto verschlang. Würde man damals die Partnerin dazuzählen, würde der
Prozentsatz noch tiefer liegen.
Alles unter gleichen Voraussetzungen muß man heute 65% des Netto
aufbringen. Um relative Vergleiche ging es nicht um absolute, bei denen
plötzlich ein Partner dazugeholt werden muß
>Wie kommst du denn auf die Idee?
Alle meine Bekannten und Verwandten, die keine akademische Ausbildung
haben, verdienen im Schnitt 900€ netto. Das scheint hier die magische
Grenze zu sein. War als Dipl.-Ing. da lange vorne weg mit umgerechnet
1400€ netto. Meine Ex.-Komilitonen beneideten mich da eher wegen des
hohen Gehaltes. Typische Einstiegsgehälter für Dipl.-Ing. (FH) - die
Echten von der FH - waren damals 3700 DM Brutto, ich stieg mit 4500 DM
brutto ein und war der King im Osten. Heute bin ich nach 9,5 Jahren BE
bei 3200€ brutto bei 40 h/Woche. Meine o.g. Bekannten und Verwandten
haben sich kaum verbessert, einige sind heute arbeitslos. Hier scheint
es eine Art Preisabsprache zu geben.
Paul,
Bruttomonatsverdienste 4. Quartal 2008 in den neuen Ländern 2 366 Euro
(Quelle Statistisches Bundesamt)
Da sollte schon ein wenig mehr als €900,- davon übrig bleiben
Ist schon lustich, wenn es um durchschnittliche Löhne und irgend einem
anderen Durchschnitt geht. Hilft dem einzelnem nicht wirklich weiter.
>Deutsche besitzen im Schnitt 125.000 Eurohttp://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,504046,00.html
Und dann geh mal noch 70km von den Ballungräumen weg und du landest mit
nem Vollzeitberuf so du ihn hast als FA bei ~12K€ im Jahr brutto das
macht netto 6-7h€/luna. damit bist du der spitzenverdiener im Dorf und
ernährst die Hälfte des Dorfes mit. Sofern die nicht schon wieder vom
Gemüse aus dem eigenen Garten leben.
Urlaubs und Weihnachtsgeld Pustekuchen was glaubt ihr warum dort keiner
der bis 3 zählen kann und jünger als 45 ist bleiben will?
Blühende Landschaften sicher der ortsgebunden Ossi kann Stiefmütterchen
ziehen aber nur von den samen die er selbst aus omas zeiten nachzüchten
konnte . Und die Industriebrachen sind hinter den Unkrauthecken kaum
mehr zu sehen, die Natur erobert den Lebensraum zurück
Große Ausnahme die Ostseeküste wo ein paar Ossis das roll back
überlebten.
Aber denen fressen auch die credits die Haare vom Kopf, schneller als
das Fell wächst.
Uhu Uhuhu wrote:
>> Jo - nach der "friedlichen Revolution" von 1989 wurde ein ganzes Volk>> haftbar gemacht für den Mist, den seine Führung gebaut hatte.>> Wirklich? Ich würde meinen Kopf dafür verwetten, daß die DDR-Führung> hätte machen können, was sie will.
Die konnte überhaupt nichts mehr machen, selbst wenn sie gewollt hätte.
> Nach der feindlichen Übernahme durch> den Westen wäre das Volk in jedem Fall ausgeplündert worden.
Kann man so sehen - nur diese "feindliche Übernahme" hätte verhindert
werden können und müssen. Indem man eben eine ganze Revolution gemacht
hätte, nicht nur eine halbe. Auf die gesetzmäßig eine ganze
Konterrevolution folgte.
Paul,
deiue Aussage war "Die Verdienste im Osten liegen im Schnitt bei 900€
netto.
" und nicht "eine von mir vollkommen frei definierte Gruppe verdient
€900,- Netto"
0815,
nicht wirklich, in durchschnittlich 30cm tiefen Wasser kann man auch
ertrinken
> Kann man so sehen - nur diese "feindliche Übernahme" hätte verhindert> werden können und müssen. Indem man eben eine ganze Revolution gemacht> hätte, nicht nur eine halbe. Auf die gesetzmäßig eine ganze> Konterrevolution folgte.
Und du haettest auf die Menschen, die aus deiner Revolutions-DDR
geflohen waeren, schiessen muessen. Aber solche Kleinigkeiten blendet
man ja gerne aus...
Paul wrote:
>>Wobei ich jetzt mal behaupte das jemand mit 900€ netto sich keine>>Wohnung für 600€ nimmt. Entweder er hat eine(n) Partner(in) die>>beisteuert oder er braucht auch keine so große Wohnung.>> hier geht es um den relativen Vergleich: In der DDR hat ein AN 400-600> OM verdient, die o. g. Wohnung kostete 81 OM.
Auch hier behaupte ich mal das diese 81 OM nicht kostendeckend waren.
Der Unterschied zwischen damals und heute ist eben das die Wohnungen
damals bezuschusst wurden, heute müssen die alleine überleben können...
>> Alle meine Bekannten und Verwandten, die keine akademische Ausbildung> haben, verdienen im Schnitt 900€ netto.
Das heißt also das einige mehr als das verdienen und andere weniger als
diese 900.
> War als Dipl.-Ing. da lange vorne weg mit umgerechnet> 1400€ netto. Meine Ex.-Komilitonen beneideten mich da eher wegen des> hohen Gehaltes. Typische Einstiegsgehälter für Dipl.-Ing. (FH) - die> Echten von der FH - waren damals 3700 DM Brutto, ich stieg mit 4500 DM> brutto ein und war der King im Osten. Heute bin ich nach 9,5 Jahren BE> bei 3200€ brutto bei 40 h/Woche.
3200 brutto, 1400 netto? Oder sind die jetzt aus unterschiedlichen
Zeiträumen? 4500 DM brutto klingt sehr ausreichend, genauso wie 1400€
netto :)
> Außerdem die akademischen Berufe rausrechnen. Meine Verwandten,> Bekannten sind keine Akademiker, wie oben schon gesagt.
Immer schoen alles rausrechnen, was einen stoert.
>Indem man eben eine ganze Revolution gemacht hätte, nicht nur eine halbe.
Man sollte mal in die Zeitdokumente schauen, das Neue Forum in Leipzig
hatte nie das Ziel, die DDR untergehen zu lassen, sie wollte die DDR
revolutionieren. Daß das Volk sich natürlich von der D-Mark und Kohl
blenden ließen, hat daraus eine Angliederung an die BRD gemacht.
>Immer schoen alles rausrechnen, was einen stoert.
Wenn ich oben schreibe, daß die nichtakademischen Berufe in der DDR
400-600 OM verdient haben und darauf die Wohnkosten berechne, kann ich
nicht für heute eine Statistik hernehmen, wo Importwessis mit
Westgehältern und Akademiker einbezogen wurden.
>3200 brutto, 1400 netto? Oder sind die jetzt aus unterschiedlichen>Zeiträumen? 4500 DM brutto klingt sehr ausreichend, genauso wie 1400€>netto :)
3100 € brutto -> 1800€ netto = heute nach 9,5 Jahren BE = super viel?
4500 DM brutto -> 2800 DM netto = 1400€ netto damals vor 9,5 Jahren
Meine Bekannten ohne akademische Abschlüsse verharren seit dem auf einem
Nettostand von ca. 900€, wenn überhaupt.
>Auch hier behaupte ich mal das diese 81 OM nicht kostendeckend waren.>Der Unterschied zwischen damals und heute ist eben das die Wohnungen>damals bezuschusst wurden, heute müssen die alleine überleben können...
Habe ich oben geschrieben, wurden subventioniert, aber auch nicht
allzuviel.
Wenn in der DDR ein AN nur wenig kostete, war eben auch die Herstellung
von Beton, Stahl, Dampf zum Heizen, Rohbraunkohle billiger. Deshalb
rechne ich relativ zum Gehalt (in %) und nicht absolut.
Mit geht es auch eher darum, daß so ein Pilitheini die Menschen zur
Disziplin aufruft, weil man sich daran gewöhnen müsse, 25% des
Einkommens für das Wohnen auszugeben. Dabei liegt die Quote schon lange
im Osten bei weit über 50%.
1. Weil meist nur die Miete ohne NK verglichen wird
2. Weil im Osten unverhältnismäßig zur Mietsteigerung verdient wird
Yada wrote:
>> Kann man so sehen - nur diese "feindliche Übernahme" hätte verhindert>> werden können und müssen. Indem man eben eine ganze Revolution gemacht>> hätte, nicht nur eine halbe. Auf die gesetzmäßig eine ganze>> Konterrevolution folgte.>> Und du haettest auf die Menschen, die aus deiner Revolutions-DDR> geflohen waeren, schiessen muessen.
Quatsch. Die Bezeichnung "Revolution" war insofern ein Witz, als dass es
keine Kunst mehr war, dieses ausgehöhlte Staatsgebilde zum Einsturz zu
bringen. Nur woran bis heute jede Revolution in der Geschichte
gescheitert ist: Danach was Besseres aufbauen! Wir haben uns nur
verblendet vom "goldenen Westen" den ganzen stinkfaulen Spätkapitalismus
widerstandslos überstülpen lassen. Ohne Waffengewalt. Und das zu
verhindern wäre genauso ohne Waffengewalt möglich gewesen.
> Quatsch. Die Bezeichnung "Revolution" war insofern ein Witz, als dass es> keine Kunst mehr war, dieses ausgehöhlte Staatsgebilde zum Einsturz zu> bringen. Nur woran bis heute jede Revolution in der Geschichte> gescheitert ist: Danach was Besseres aufbauen! Wir haben uns nur> verblendet vom "goldenen Westen" den ganzen stinkfaulen Spätkapitalismus> widerstandslos überstülpen lassen. Ohne Waffengewalt. Und das zu> verhindern wäre genauso ohne Waffengewalt möglich gewesen.
Beantworte bitte konkret die Frage, wie du verhindert haettest, dass die
Menschen die DDR in Massen verlassen.
Yada wrote:
> Beantworte bitte konkret die Frage, wie du verhindert haettest, dass die> Menschen die DDR in Massen verlassen.
Wozu? Die wurden doch teilweise noch wie Helden gefeiert.
So viele haben die DDR über Ungarn nicht verlassen. Im Gegenteil gab es
Plakate auf dem Leipziger Ring mit der Aufschrift "Wir bleiben hier".
Das waren die, die eine neue DDR wollten und nicht eine Angleichung an
die BRD. Nach dem ersten Maueröffnungstrubel wären auch nur wenige
permanent in den Westen gegangen. Viele, die vor der Maueröffnnug in den
Westen geflohen sind oder einen Ausreiseantrag gestellt haben, wohnen
heute wieder in Ostdeutschland, weil es ihre Heimat ist. Sie wollten
politisch was ändern und waren bei weitem nicht nur
Wirtschaftsflüchtlinge. Kritisch bleibt die Frage, wie man ein Pendeln
(Wohnen im Osten, Arbeiten im Westen) verhindert hätte. Jeweils die
Vorteile der BRD (Wirstchaft) und der DDR (Soziales) nutzen, wäre ja
schlecht gegangen.
Paul wrote:
> Kritisch bleibt die Frage, wie man ein Pendeln> (Wohnen im Osten, Arbeiten im Westen) verhindert hätte.
Das hätte sich von ganz alleine "eingependelt". Wenn ich von meinem
konkreten Fall ausgehe: Mein "West" - Chef sagte damals: "Nimm die
Wohnung oder lass es sein - aber dann kannst du gleich zu Hause bleiben.
Deine Unterkunft in Hotels und Pensionen unterstützen wir nicht mehr,
deine 'Pendelei' auch nicht." Unter dem Strich wäre ich da wohl etwa bei
Plusminus Null 'rausgekommen. <:-)
> Jeweils die> Vorteile der BRD (Wirstchaft) und der DDR (Soziales) nutzen, wäre ja> schlecht gegangen.
Nö, weil Sozialleistungen auch erst mal erwirtschaftet werden müssen -
die letzte Zahl, die ich gehört habe (so vor vielleicht 15 Jahren): 3
bundesdeutsche "Arbeitnehmer" ernähren einen Rentner. Heute ist es
vielleicht schon bald umgekehrt. <:-)
>Nö, weil Sozialleistungen auch erst mal erwirtschaftet werden müssen
Man könnte ja auch die verschiedenen Krankenkassen zu einer
Einheitskrankenkasse zusammenfassen, damit Geld sparen. Gleichzeitig
verhindern, daß sich die Reichen und Gesunden aus dem Solidarsystem in
Form einer Privatversicherung verabschieden.
Weiterhin ein einheitliches Bildungssystem in ganz Deutschland. Daß eben
das Abi in Bremen das selbe (hohe) Niveau wie in Bayern oder Sachsen
hat.
Daß Preise nicht explodieren, weil man riesige föderbare Mülldeponien
baut, die Post, Bahn und Energieversorger privatisieren mußte.
Umdenken, daß man Massengüter, die nicht verderblich sind auf die
Eisenbahn bringt. Innerdeutsche Postsendungen ebenso.
All das kostet kein Geld, was erwirtschaftet werden müßte und würde
sozial/ökologisch was bringen und war schon mal (nicht nur in der DDR)
besser gelöst.
Aber von der "bösen" DDR kann man ja nichts übernehmen.
Paul wrote:
> Aber von der "bösen" DDR kann man ja nichts übernehmen.
Nein - nur eins: Genau dieselben Zicken, mit denen es mit der DDR als
Staat zu Ende ging, werden von der heutigen "freiheitlich -
demokratischen Grundordnung" wieder veranstaltet. Nur noch mit sich
selber und mit dem Schutz vor den eigenen Bürgern beschäftigt sein und
sich immer größere Unfähigkeit immer teurer bezahlen lassen wollen. Aber
ich glaube, ich wiederhole mich. <:-)
Ganz wichtig und vergessen:
Alle - auch die Beamten und Abgeordneten - zahlen in das Rentensystem
ein. Dann sieht die Rente nur noch halb so duster aus.
Paul wrote:
> Alle - auch die Beamten und Abgeordneten - zahlen in das Rentensystem> ein. Dann sieht die Rente nur noch halb so duster aus.
Die Rente sieht schon nicht duster aus, wenn ich wieder mal von mir
ausgehe - die wäre sogar für mich (etliche Jahre arbeitslos) nicht ganz
schlecht. Aber bis dahin?
//Sarkasmus ein
Wer sagt Dir, daß Du das Rentenalter erreichst, um Deine nicht dustere
Rente genießen zu können. Plan B heißt nämlich Erhöhung des
Renteneintrittsalters auf mindestens 100 Jahre. Tip: Schließ dafür bitte
noch eine Riesterrente ab.
//Sarkasmus aus
Aber Leute, so läuft's doch bald wirklich.
Paul wrote:
> //Sarkasmus ein>> Wer sagt Dir, daß Du das Rentenalter erreichst, um Deine nicht dustere> Rente genießen zu können. Plan B heißt nämlich Erhöhung des> Renteneintrittsalters auf mindestens 100 Jahre.
Stimmt - und meine jetzigen Berechnungen beruhen ja auf 65. Wer weiß,
ob's 35 Jahre später überhaupt noch eine Rente gibt...
> //Sarkasmus aus> Aber Leute, so läuft's doch bald wirklich.
So läuft also gar nichts - wie kriege ich nun mal was zum Laufen? <:-)