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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Audio Verstärker verzerrt komisch


Autor: Tinkerer (Gast)
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Wie im Betreff zu lesen habe ich ein Problem mit einem verzerrenden 
Verstärker.

Aufgrund eines Defektes habe ich mehrere Transistoren und Widerstände im 
rechten Kanal getauscht.
T7 BD246C statt 2SA627
T9 BD245C statt 2SD188
T6 2SA777
T4 2SA733
R13, R20

So, nun funktionierte die Schaltung einige Wochen einwandfrei, dann war 
sie wieder kaputt.

Es stellte sich heraus, das die Endstufen Transistoren T7, T9 
durchgebrannt sind. Ich denke das sie dem Hitzetod gestorben sind. Sie 
waren sehr locker, da die verwendeten Isolierscheiben, für die Montage, 
geschmolzen sind und somit der Anpressdruck mit der Zeit immer geringer 
wurde(Wärme kann nicht mehr an den Kühlkörper abgeleitet werden). 
Wahrscheinlich gaben die Isolierscheiben schon bei geringer Wärme nach 
und lockerten somit die Transistoren.

Nun wurden wieder selbige defekte Bauteile wie beim ersten mal 
getauscht, plus zusätlicher defekten Teile.
T8 2SC1509
T5 2SC945
R22, R19
D4

Die vorliegende Schaltung verzerrt nun aber im positiven Teil, scheinbar 
aber erst ab der Amplitude. Das Sinus-Testsignal fällt dann stark ab. 
Bei Rechteck oder Sägezahn trifft dies nicht zu. (Oszi-Bilder im Anhang)

Ich finde den Fehler aber nicht.

Spannungen liegen alle an, restlichen Widerstände sind alle in 
Ordnung(alle ausgelötet und überprüft), Kondensatoren sind in Ordnung 
(zumindest bei der  Messung) sowie die Transistoren des 
Differenzverstärkers, das Signal am Eingang kommt ebenfalls Sauber an.
Dann habe ich die Überstromschutzschaltung komplett ausgelötet um 
auszuschließen das diese zu früh abregelt, aber erfolglos.

Ohne Laustprecher verzerrt er nur manchmal "unnormal" beim Clipping.

Bilder kommen alle.

Autor: Tinkerer (Gast)
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Oszi Bilder beim nicht und beim verzerren

Autor: Tinkerer (Gast)
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Sägezahn, Rechteck

Autor: Ich (Gast)
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Sieht aus als wenn nicht genug Strom geliefert wird. Also hfe ev. zu 
klein, Treiberstufe überprüfen und größere Kühlkörper verwenden (80% der 
Ausgangsleistung werden an den Endstufentransistoren in Wärme 
umgesetzt).

Autor: Ich (Gast)
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R23/24 noch auf Nennwert?

Autor: Tinkerer (Gast)
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Danke für die schnelle Antwort, echt klasse!

Das waren die einzigen 2 Widerstände die ich nicht überprüft hatte, da 
ich dachte das diese großen nich so schnell kaputt gehen.

Hab ich jetzt sofort ausgelötet und mit einem Multimeter gemessen.

Siehe da, der eine hat ca. 13 KOhm und der andere ca. 0,7 Ohm.

Der mit ca. 13 KOhm wird dann R23 sein, nehme ich an.

Habe nämlich jetzt auf die schnelle nicht darauf geachtete beim auslöten 
welcher R23 ist.

Am besten wäre hier beide zu tauschen, oder?

Interessieren würde mich noch:

Wie kommt es, das die Sinus-Kurve erst ab der Amplitude stark abfällt?

Autor: Tinkerer (Gast)
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Ich sehe gerade, die Sinuskurve fällt nicht ab der Amplitude ab, sondern 
schon früher.

Dann kann man doch sagen um so mehr Lautstärke um so früher fällt sie ab 
oder?

Autor: Ich (Gast)
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Der Kurzschlußschutz fängt dadurch bei einer kleinen Ausgangsamplitude 
an zu arbeiten schließt das Signal vor dem Endtransistor kurz. Außerdem 
kann bei 13 kOhm nicht wirklich viel Strom durch den Lautsprecher 
fließen.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Du hast das Wort Amplitude falsch verstanden. Geht der Verstärker jetzt 
wieder?

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Wo ist "wodim", wenn man ihn braucht??
"Exe" kennt sich noch besser mit Verstärkern aus, glaube ich ;-))

Im Ernst, die Schaltung als solches stimmt? Sicher??



T7 und T9 vertauscht, T7 verkehrt rum drinn??
Kann mich irren, sieht jetzt nach zwei Bier schon danach aus, als wenn 
hier was mit der Bestückung nicht stimmt.
Der Stil ist auch ungewöhnlich. hast Du die Schaltung von der Platine 
abgenommen?

Gruß
Axelr.

Autor: Gerhard (Gast)
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Wenn Wodim einen Post macht, der

1. zum Thema ist;
2. hilfreich ist;
3. ohne Verlinkung auf seine unsägliche Seite auskommt;
4. kein Rumgejammere enthält, daß sich die ganze Welt gegen ihn 
verschworen hat;

dann gebe ich einen aus.

Autor: Tinkerer (Gast)
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Naja die Amplitude ist doch die maximale Auslenkung einer Schwingung 
also praktisch das Maximum oder Minimum, der Scheitelwert also, oder 
nicht?

T7 und T 9 dürften richtig drin sein ja, bin mir sicher.
Aber ich stelle fest T8 ist falsch rum drin.

Ja, ist von der Platine, stimmt aber zu fast 100% würd ich sagen, hab 
ich sehr sorgfältig abgenommen.

Ja das stimmt, der Stil ist in der Tat ungewöhnlich, habe ich auch schon 
festgestellt.

Im Prinzip funktioniert der Verstärker wieder, muss nur noch neue 
Widerstände für R23/R24 einbauen. Ich glaube aber solche habe ich in der 
Bastelkiste nicht, also muss ich erst 2 bestellen.

Autor: HildeK (Gast)
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>T7 und T 9 dürften richtig drin sein ja, bin mir sicher.
Ich bin mir da überhaupt nicht sicher! Ein NPN sollte am Emitter 
negativer sein als am Collector. Beim PNP ist's umgekehrt. Was ist sonst 
noch alles falsch?

Autor: Tinkerer (Gast)
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Hier noch der korrigierte Schaltplan.

Autor: Tinkerer (Gast)
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Leute ihr habt recht.

Da ist noch ein Fehler.

Und zwar hatte ich lediglich die Versorgungsspannung falsch herum 
eingezeichnet.
Jetzt stimmts auch mit den Transistoren.

Ich hoffe jetzt passt alles.

Autor: HildeK (Gast)
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>Ich hoffe jetzt passt alles.
T3 ist als NPN so nicht ok. Der 2SC1509 ist ein NPN, aber sein Collector 
liegt an -30V (über R10) während der E um 0V liegt.
Wieder Inversbetrieb ...?

Autor: Düsentrieb (Gast)
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t3 umdrehen, c-e vertauscht

Autor: Tinkerer (Gast)
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Stimmt. Da is aber auch der Wurm drin.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Axel Rühl wrote:

> Wo ist "wodim", wenn man ihn braucht??

Woher soll er wissen, dass er gebraucht wird? Bin jetzt nur zufällig 
hier drauf gekommen, weil ich irgend einen Post von mir gesucht habe, 
also mal ganz einfach "wodim" als Suchbegriff eingetippt. <:-)

Tinkerer wrote:

> Es stellte sich heraus, das die Endstufen Transistoren T7, T9
> durchgebrannt sind. Ich denke das sie dem Hitzetod gestorben sind. Sie
> waren sehr locker, da die verwendeten Isolierscheiben, für die Montage,
> geschmolzen sind und somit der Anpressdruck mit der Zeit immer geringer
> wurde(Wärme kann nicht mehr an den Kühlkörper abgeleitet werden).
> Wahrscheinlich gaben die Isolierscheiben schon bei geringer Wärme nach
> und lockerten somit die Transistoren.

Was für Sch...dinger hast du denn da zur Isolierung eingesetzt? Das hab' 
ich noch nicht erlebt: Dass Isoliermaterial eher den Geist aufgibt als 
Bauelemente (die im Inneren ja schon einige Gradchen heißer sind).

Ich wrote:
> (80% der
> Ausgangsleistung werden an den Endstufentransistoren in Wärme
> umgesetzt).

Quatsch. Maximal 50% (bei 2/3 der maximalen Ausgangsleistung, drüber 
wird's wieder weniger).

Alles in allem: Mir echt zu stressig, was "Tinkerer" sich da vorgenommen 
hat: Praktisch einen Operationsverstärker mit Leistungsendstufe diskret 
aufzubauen. Die gibt's seit Jahrzehnten als ICs. Mit Power ohne Ende in 
HiFi - Qualität für ein paar Euren. Ein leistungsfähiges Netzteil und 
durchdachtes Layout vorausgesetzt.

Gerhard wrote:
> Wenn Wodim einen Post macht, der
>
> 1. zum Thema ist;
> 2. hilfreich ist;
> 3. ohne Verlinkung auf seine unsägliche Seite auskommt;
> 4. kein Rumgejammere enthält, daß sich die ganze Welt gegen ihn
> verschworen hat;
>
> dann gebe ich einen aus.

Das habe ich jetzt schriftlich von dir. Aber in meiner gewohnten 
Deutlichkeit: Was du "ausgeben" willst, kannst du dir irgendwohin 
schütten. Ich brauche einen Vorschuss, den's in Kürze schön verzinst 
zurückgibt. Mit 200% Sicherheit.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Ach ja - nichtsdestotrotz: Meine neue Bassendstufe - vom Nachbau 
dringend abzuraten, ist noch ein Fehler drin (mit dem ich den 741 
hingeärmelt habe, den ich auch in der Praxis schon 'raus habe, nur in 
der Schaltung noch nicht. <:-)

http://www.loetstelle.net/forum/viewtopic.php?t=29...

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Diese Endstufe ist aber ziemlich "retro".

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Ich weiß. Aber was ist dann "Tinkerer"s Projekt? <:-) Hatte halt genau 
die Komplementärtransistoren 'rumliegen und konnte beim "Maßschneidern" 
bezügl. Betriebsspannungen, Lautsprecherimpedanzen, 
Ausgangsleistung(en), ... insgesamt wieder dazulernen bzw. bin noch 
dabei. <:-)

Ist auch nur eine von 5 Endstufen in meiner Kiste. Die anderen sind 2 
Stereo - ICs...

"Version 1.0" enstand noch zu Honeckers Zeiten, mit "nur" 2*A2030D (DDR 
- Clone des TDA2030)...

Lasst mich mal weiterfriemeln, ich stelle die Gesamtschaltung dann mal 
hier 'rein...

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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@wodim

Ich dachte, Du wölltest Tinkerer (Gast) auf Grund deiner gesammelten 
Erfahrungen helfen, seinen Verstärker wieder zum laufen zu bekommen.
Aber wenn es

> Mir echt zu stressig, was "Tinkerer" sich da vorgenommen hat:

ist, musst Du nichts weiter posten - außer eben, das es Dir zu stressig 
ist.

@Tinkerer

Du musst dafür sorgen, das D5 und der NTC guten thermischen Kontakt zum 
Kühlkörper haben.

Suche Dir im Netz einen Transistorverstärker und vergleich mal mit 
deiner Schaltung.
T3 wird dort idR. in Emitterschaltung betrieben und bringt einen Teil 
der Spannungsverstärkung.
R9 wird zumeist als Konstantsromquelle(KSQ) ausgeführt.

In die Betriebsspannung(en) baust Du zum Testen eine Glühlampe oder ein 
anderes Strombegrenzendes Bauteil. Dann fliegt Dir das auch nicht gleich 
umme Ohren.

Die Schaltung ist/war so durchaus gängig und üblich, da man 
OPerationsverstärker, welche mit +-30Volt arbeiten, nur schwer bekommt - 
auch heute ;-))


gruß
Axelr.

Autor: Jens G. (jensig)
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Was soll denn die Beschaltung um den R4? Kombinierte Verstärkungs-, 
Symmmetry-, und Stromeinstellung für die Eingangsstufe? Verstehe ich 
noch nicht ganz. Kannst ja trotzdem dort mal was drehen, ob es Einfluß 
hat. Mir macht die D6 an der Stelle irgendwie Sorgen, denn die liegt ja 
voll am Rückkopplungskreis mit drin - mehr oder weniger je nach 
R4-Stellung.
Ansonsten - ist der Ruhestrom eingestellt (wobei das nicht solche 
Oszi-Bilder verursachen sollte).

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Axel Rühl wrote:
> @wodim
>
> Ich dachte, Du wölltest Tinkerer (Gast) auf Grund deiner gesammelten
> Erfahrungen helfen, seinen Verstärker wieder zum laufen zu bekommen.
> Aber wenn es
>
>> Mir echt zu stressig, was "Tinkerer" sich da vorgenommen hat:
>
> ist, musst Du nichts weiter posten - außer eben, das es Dir zu stressig
> ist.

Na gut, ich lass' mich mal weiter stressen. <:-) Obwohl mir der Sinn der 
Sache noch nicht ganz klar ist, außer "Tinkerer" will was lernen. Da hat 
er aber noch einiges vor sich, würde ich sagen. <:-)

Also: In so einer Schaltung, die praktisch von Anfang bis Ende 
durchgehend gleichstromgekoppelt ist, reicht der winzigste Fehler, dass 
nichts funktioniert. Meistens auch ein Bauelement abraucht und weitere 
mit in den Tod reißt.

Also, Tinkerer:

- Die Schaltung nicht nur zeichnen - lass' das Programm doch auch erst 
mal simulieren.

- Beim Einschalten: Mit ganz kleinen Betriebsspannungen und erst mal 
ohne Laustprecher dran anfangen. Einen Strommesser in eine Zuleitung. 
Dann siehst du sofort, wenn was faul ist, ohne dass dir gleich was 
abraucht. Wenn's erst mal geht: Immer den Ausgang überwachen, der muss 
ohne Signal schön auf Massepotenzial liegen. Wenn alles ok - die 
Spannungen langsam erhöhen. Dabei immer den Strommesser und den Ausgang 
im Auge haben.

Wenn was verzerrt - das kann natürlich tausend Ursachen haben. Selbst 
wenn schaltungsmäßig alles ok ist, kann (hauptsächlich durch ungünstige 
Masseführung) irgendwas schwingen, hochfrequent oder- das ist das 
ekligste: Ganz niederfequent, so mit ein paar Hertz.

Alles in allem: Eine Sache von viel Erfahrung (oder Glück), eine solche 
ziemlich komplexe Schaltung zum Laufen zu bringen. Hast du z.B. auch ein 
Layout, von dem du weißt, dass es getestet ist?

> Die Schaltung ist/war so durchaus gängig und üblich, da man
> OPerationsverstärker, welche mit +-30Volt arbeiten, nur schwer bekommt -
> auch heute ;-))

Da ist allerdings was dran. Wenn ich das so überschlage, will "Tinkerer" 
also mit Ausgangsleistungen im zweistelligen Wattbereich arbeiten? <:-)

Dann ist es also auch riskant, andere Bauelemente als die "originalen" 
zu verwenden. Habe die die gleichen Daten? Darauf ist ja alles 
dimensioniert - und da kann also auch der kleinste Fehler größere 
Folgeschäden nach sich ziehen...

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Also: In so einer Schaltung, die praktisch von Anfang bis Ende
> durchgehend gleichstromgekoppelt ist, reicht der winzigste Fehler, dass
> nichts funktioniert. Meistens auch ein Bauelement abraucht und weitere
> mit in den Tod reißt.

Die Schaltung ist eine ziemliche Standard-Topologie, in hunderten 
Varianten und Millionen Exemplaren im Einsatz. Nicht-DC-gekoppelte 
Transistorendstufen sind heute eine Ausnahme. Also keine Panik.

Der Hinweis auf die Kettenreaktion ist korrekt. Wenn die 
Endstufentransistoren durchbrennen, diese nicht einfach austauschen, 
sondern weiter zum Eingang hin alles durchtesten. Auch die Emitter- und 
Basiswiderstände nicht vergessen. Ich wechsele grundsätzlich die 
Transistoren der letzten noch funktionierenden Stufe mit aus, denn oft 
haben sie etwas abbekommen und halten nicht mehr lange durch.

Vorsicht mit Fakes, gerade im Ersatzteilmarkt sind die gängigen 
Hifi-Typen oft umgelabelte Billigtransistoren mit einem viel engeren 
SOA, diese halten ebenfalls nicht lange durch oder gegen beim ersten 
Einschalten Rauchzeichen.

Vorsicht mit "Vergleichstypen", Firmen wie NTE o.ä. drehen dir für ALLES 
"Vergleichstypen" zu überteuerten Preisen an, die in Wirklichkeit keine 
sind.

Vorsicht beim Ersetzen von Japan-Transistoren durch europäische 
"Vergleichstypen" - andere Anschlußbelegung!

> - Die Schaltung nicht nur zeichnen - lass' das Programm doch auch erst
> mal simulieren.

Eagle kann nicht simulieren.

> - Beim Einschalten: Mit ganz kleinen Betriebsspannungen und erst mal
> ohne Laustprecher dran anfangen. Einen Strommesser in eine Zuleitung.
> Dann siehst du sofort, wenn was faul ist, ohne dass dir gleich was
> abraucht. Wenn's erst mal geht: Immer den Ausgang überwachen, der muss
> ohne Signal schön auf Massepotenzial liegen. Wenn alles ok - die
> Spannungen langsam erhöhen. Dabei immer den Strommesser und den Ausgang
> im Auge haben.

Schlechter Rat! Grundsätzlich ein strombegrenzendes Element in die 
Betriebsspannung. Das kann ein Labornetzgerät sein, das auf ca. den 
Ruhestrom eingestellt ist oder zwei simple 60W-Glühlampen zwischen 
Netzteil und Endstufe. So kann nichts kaputt gehen.

Die Aussgangsspannung muß nicht 0V betragen, wenn die Betriebsspannung 
so niedrig ist, daß die Arbeitspunkte nicht stabilisiert sind oder 
Stromquellen noch nicht funktionieren. Eine Endstufe für 40V läuft 
sicherlich auch mit 25V, aber nicht mehr mit 10V, deshalb kann man da 
auch nichts erkennen.

> Wenn was verzerrt - das kann natürlich tausend Ursachen haben. Selbst
> wenn schaltungsmäßig alles ok ist, kann (hauptsächlich durch ungünstige
> Masseführung) irgendwas schwingen, hochfrequent oder- das ist das
> ekligste: Ganz niederfequent, so mit ein paar Hertz.

Ich habe mit Endstufen schon viel erlebt. Infraschallschwingungen waren 
nicht dabei.

> Alles in allem: Eine Sache von viel Erfahrung (oder Glück), eine solche
> ziemlich komplexe Schaltung zum Laufen zu bringen. Hast du z.B. auch ein
> Layout, von dem du weißt, dass es getestet ist?

Ich denke, es handelt sich um einen bereits laufenden, getesteten 
(kommerziellen) Verstärker, der kürzlich kaputt ging? Sollte also weder 
an der Schaltung noch am Layout liegen.

Autor: Jens G. (jensig)
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@Hartmut Kraus
>Dann ist es also auch riskant, andere Bauelemente als die "originalen"
>zu verwenden. Habe die die gleichen Daten? Darauf ist ja alles
>dimensioniert - und da kann also auch der kleinste Fehler größere
>Folgeschäden nach sich ziehen...

Ach - alles halb so schlimm. Alles, was bei solch einer 
Standardschaltung passen muß, sind die Hauptdaten eines Transis. Z.B.
Umax/Imax/Ptot sollten zur Schaltung passen (müssen nicht unbedingt mit 
dem Original übereinstimmen)
hfe/β (ganz grob ungefähr - nicht sinnlos explizit hoch wählen)
T-Typ - npn/pnp/bipolar/unipolar/...
Darlington oder nicht (läßt sich notfalls auch auch mit zwei T's 
simulieren)
Gehäuse ist weitgehend wurscht, wenn man das mechanisch irgendwie 
einpassen kann (und Wärmeleitung bei Leistungsteilen immer noch hinhaut)

Wenn das so in etwas paßt, sollte das Ding erstmal weitgehend 
funktionieren (zumindest nicht solche Fehler, die die Oszi-Bilder 
zeigen). Das einzige, was nicht mehr so richtig stimmen könnte, sind 
irgendwelche dynamischen Eigenschaften, wie Klirrfaktor (z.B. wenn 
Komplementärtypen nicht gepaart wurden vorher), Rauschen, Frequenzgang 
... - aber die meßbaren Verschlechterungen bewegen sich meistens ohnehin 
im Bereich des Unhörbaren für Normalhörige .
Ruhestrom muß sowieso neu eingestellt werden.

Also - alles in allem ist die Transistorwahl in i.d.R. noch lange nicht 
so kritisch, wie von vielen behauptet wird. Ich habe auch schon genügend 
solcher Dinger repariert, und da gings auch immer auf Anhieb mit 
irgendwelchen Ersatztypen, die so in etwa in die Kategorie passten wie 
die Originale.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Ach - alles halb so schlimm.

Leider habe ich schon zu viele verpfuschte Endstufen repariert, um dir 
da zustimmen zu können. Verpfuscht von Hifi-Werkstätten oder Bastlern, 
die einmal eine Riesenpackung BD249/50 gekauft hatten und diese nun für 
alles einsetzen, was schwarz ist und drei Beinchen hat.

Ein sorgfältig ausgewählter Vergleichstyp kann akzeptabel sein, wenn man 
die Schaltung versteht und die relevanten Parameter einschätzen kann. 
Insbesondere bei älteren Japan-Typen kann es Sinn machen, einen 
Vergleichstyp einzusetzen, wenn das Original nur noch als "China-Kopie" 
erhältlich ist.

Wenn ein Hersteller im Differenzverstärker nach Beta und Ube 
selektierte, spezielle rauscharme Transistoren einsetzt... Und die 
Hifi-Werkstatt diese dann durch BC550B und BC560C ersetzt, weil die 
gerade rumlagen, dann kommt sicherlich noch Musik aus dem Verstärker. 
Eine ordentliche Reparatur ist das aber nicht. Wenn dir der Meister 
sagt, "Ich habe dein Auto repariert mit einem halbwegs passenden 
Steuergerät, sind jetzt zwar 20 PS weniger, aber fährt noch ganz gut", 
wärst du auch nicht zufrieden.

> T-Typ - npn/pnp/bipolar/unipolar/...

Was ist ein unipolarer Transistor?!

> Gehäuse ist weitgehend wurscht, wenn man das mechanisch irgendwie
> einpassen kann (und Wärmeleitung bei Leistungsteilen immer noch hinhaut)

Wenn du meinst.

> zeigen). Das einzige, was nicht mehr so richtig stimmen könnte, sind
> irgendwelche dynamischen Eigenschaften, wie Klirrfaktor (z.B. wenn
> Komplementärtypen nicht gepaart wurden vorher), Rauschen, Frequenzgang
> ...

Und das hälst du für völlig irrelevant?

Was du außerdem in deiner Aufzählung der Transistor-Parameter vergessen 
hast, sind mindestens:

Cob (sehr relevant für die Spannungsverstärkungsstufe)
ft (sehr relevant für die Kompensation im Gegenkopplungsnetzwerk)

Bei der Stromverstärkung wäre zu prüfen, bei welcher Uce und welchem Ic 
diese gemessen wurde.

> Also - alles in allem ist die Transistorwahl in i.d.R. noch lange nicht
> so kritisch, wie von vielen behauptet wird. Ich habe auch schon genügend
> solcher Dinger repariert, und da gings auch immer auf Anhieb mit
> irgendwelchen Ersatztypen, die so in etwa in die Kategorie passten wie
> die Originale.

Naja, bis dann dein Kumpel sich beschwert, daß der linke Kanal irgendwie 
so metallisch klingt im Vergleich zum rechten. Oder irgendwie so 
"muffig", als ob die Höhen fehlen.

Wer weiß, vielleicht habe ich mal einen von dir behandelten Verstärker 
nach-repariert?!

Was du auch nicht außer acht lassen darfst, ist die allgegenwärtige 
Gefahr der Fake-Transistoren. Ich habe auch schon bei Reichelt und Segor 
solche bekommen, insbesondere Sanken- und Toshiba-Typen. Dann hast du 
mit viel Mühe einen passenden Vergleichstyp ausgesucht. Das nützt dir 
aber nichts, wenn der Transistor viel schlechter ist, als im Datenblatt 
steht.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Oliver Döring wrote:

> Was ist ein unipolarer Transistor?!

Ein FET.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Jens G. wrote:

> Also - alles in allem ist die Transistorwahl in i.d.R. noch lange nicht
> so kritisch, wie von vielen behauptet wird.

Ist sie.

> Ich habe auch schon genügend
> solcher Dinger repariert, und da gings auch immer auf Anhieb mit
> irgendwelchen Ersatztypen, die so in etwa in die Kategorie passten wie
> die Originale.

Dann hast du mehr Glück als Verstand gehabt.

Autor: Jens G. (jensig)
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@Oliver Döring

also um gleich mal klarzustellen: ich mache das nicht auf beruflicher 
Ebene, sondern repariere nur gelegentlich für Bekannte und Verwandte. 
Insofern kann ich mir schon gewisse Kompromisse leisten bei solchen 
Standardschaltungen (soll "fast nichts kosten. " ;-)

>> T-Typ - npn/pnp/bipolar/unipolar/...

>Was ist ein unipolarer Transistor?!
Sowas wie ein Mosfet - also sowas, was von der Grundfunktionalität her 
nur einen (uni) Leitfähigkeitstyp benötigt.

>Wenn du meinst.
siehe meine Einleitung - da kommts nicht so sehr drauf an

>Und das hälst du für völlig irrelevant?

völlig natürlich nicht, aber ob Klirrfaktor von 0,1 auf 0,5, 
Frequenzgang von 50 auf 40kHz sinkt, und Rauschen nur innerhalb 
nicht-merkbaren Bereich steigt, ist es eigentlich irrelevant (zu meiner 
"Kundschaft" gehören bis jetzt keine Highend-Puristen)

>Was du außerdem in deiner Aufzählung der Transistor-Parameter vergessen
>hast, sind mindestens:

>Cob (sehr relevant für die Spannungsverstärkungsstufe)
>ft (sehr relevant für die Kompensation im Gegenkopplungsnetzwerk)

Was ist ersteres?
Zweiteres ist wohl Transitfrequenz. Ist zwar richtig - hatte aber bis 
jetzt keine Schwinungsprobleme bei solchen u. ähnlichen Endstufen. Klar 
- bei höhergezüchteten Endstufen, wo z.B. Grenzfrequenz nach oben hin 
ausgereizt sein wollen, wird das an der Ecke dann schon kritischer - 
aber dann muss man ohnehin langsam anfangen, jeden Trnasistor auf seine 
dynamischen Eigenschaften, irgendwelche Kapazitäten usw. hin auswählen.

>Naja, bis dann dein Kumpel sich beschwert, daß der linke Kanal irgendwie
>so metallisch klingt im Vergleich zum rechten. Oder irgendwie so
>"muffig", als ob die Höhen fehlen.

Um Höhen fehlen zu lassen, musste aber schon ganz schön danebengreifen 
bei der Transistorwahl, kann mir aber nicht vorstellen, daß das bei den 
heuten T's noch möglich ist. In der guten alten Germaniumzeit gab's noch 
schöne T's mit ft von ein paar 10kHz - ich glaube, heute kaum noch 
möglich, so ein Ding zu erwischen - oder? Heutzutage sind die im 
MHz-Bereich angesiedelt üblicherweise, und Grenzfrequenzen werden sehr 
oft durch irgendwelche frequenzkompensationen o.ä. bestimmt in der 
Endstufe.

>Wer weiß, vielleicht habe ich mal einen von dir behandelten Verstärker
>nach-repariert?!
glaube ich nicht - ich bin soooooo billig, daß die auch gern zweimal zu 
mir kommen :-)

>Was du auch nicht außer acht lassen darfst, ist die allgegenwärtige
>Gefahr der Fake-Transistoren. Ich habe auch schon bei Reichelt und Segor
>solche bekommen, insbesondere Sanken- und Toshiba-Typen. Dann hast du
>mit viel Mühe einen passenden Vergleichstyp ausgesucht. Das nützt dir
>aber nichts, wenn der Transistor viel schlechter ist, als im Datenblatt
>steht.

Das ist richtig. Das Problem ist aber, erstmal den Fake zu erkennen. 
Insofern schwer zu vermeiden. Ich setze jedenfalls nicht explizit auf 
Fakes ;-)

Autor: Jens G. (jensig)
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>Dann hast du mehr Glück als Verstand gehabt.
So viel Glück kann man doch gar nicht haben ...

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Jens G. wrote:
>>Dann hast du mehr Glück als Verstand gehabt.
> So viel Glück kann man doch gar nicht haben ...

Hast du 'ne Ahnung. Da kennst du wohl unseren guten "Fernseh - *** 
tüdelütütüüü - keine Realnamen bitte ***" hier noch nicht.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Sowas wie ein Mosfet - also sowas, was von der Grundfunktionalität her
> nur einen (uni) Leitfähigkeitstyp benötigt.

Schon klar. Wenn man NPN und PNP sagt, dann sind automatisch bipolare 
Transistoren gemeint, die untereinander vergleichsweise ähnlich sind. In 
der Familie der "unipolaren" Transistoren gibt es so viele Varianten, 
die nicht austauschbar sind, daß der Oberbegriff sehr unüblich ist.

>>Cob (sehr relevant für die Spannungsverstärkungsstufe)
>>ft (sehr relevant für die Kompensation im Gegenkopplungsnetzwerk)
> Was ist ersteres?

Collector Output Capacitance. Du möchtest wissen, welche Kapazitäten wo 
an deinem Frequenz- und Phasengang herumzupfen. Für die 
Spannungsverstärkerstufe muß sie so niedrig wie möglich sein. Da gibt es 
unter den vielen 100.000 Typen auf dem Markt nur eine einstellige Zahl 
an wirklich guten Kandidaten für diesen Einsatzzweck.

> Zweiteres ist wohl Transitfrequenz. Ist zwar richtig - hatte aber bis
> jetzt keine Schwinungsprobleme bei solchen u. ähnlichen Endstufen. Klar
> - bei höhergezüchteten Endstufen, wo z.B. Grenzfrequenz nach oben hin
> ausgereizt sein wollen, wird das an der Ecke dann schon kritischer -
> aber dann muss man ohnehin langsam anfangen, jeden Trnasistor auf seine
> dynamischen Eigenschaften, irgendwelche Kapazitäten usw. hin auswählen.

Als Beispiel die 70'er-Jahre-Klassiker 2N3055 und BD250... 3 MHz sind 
viel zu wenig. Aktuelle Typen schaffen mindestens das Zehnfache bei 
gleichzeitig höherer Belastbarkeit und "linearerer" Stromverstärkung. Du 
musst den Wert durch die tatsächliche Stromverstärkung teilen und dann 
berücksichtigen, daß der stromverstärkende Emitterfolger am Ausgang nur 
eine von 3 bis 4 Verstärkerstufen ist. Da wird es schnell eng mit den 
angestrebten 20 kHz!

> heuten T's noch möglich ist. In der guten alten Germaniumzeit gab's noch
> schöne T's mit ft von ein paar 10kHz - ich glaube, heute kaum noch
> möglich, so ein Ding zu erwischen - oder?

Ein Transistor mit einer Transitfrequenz von 3 MHz bei beta=40 schafft 
einen Frequenzgang von ..?

Zwei Stufen hintereinander mit jeweils 20 kHz @ -3dB machen eine 
Grenzfrequenz von ..?

Nicht das Bauteil isoliert betrachten!

> Das ist richtig. Das Problem ist aber, erstmal den Fake zu erkennen.
> Insofern schwer zu vermeiden. Ich setze jedenfalls nicht explizit auf
> Fakes ;-)

Bei seriösen Quellen, die direkt vom Hersteller beziehen, aktuelle, 
nicht abgekündigte Bauteile kaufen. Fertig ist die Laube.

Autor: Jens G. (jensig)
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>> Sowas wie ein Mosfet - also sowas, was von der Grundfunktionalität her
>> nur einen (uni) Leitfähigkeitstyp benötigt.

>Schon klar. Wenn man NPN und PNP sagt, dann sind automatisch bipolare
>Transistoren gemeint, die untereinander vergleichsweise ähnlich sind. In
>der Familie der "unipolaren" Transistoren gibt es so viele Varianten,
>die nicht austauschbar sind, daß der Oberbegriff sehr unüblich ist.

hast schon recht. Ich wollte nur wissenschaftlich exakt sein ;-) 
Trotzdem dachte ich, der Begriff ist irgendwie geläufig ... (wenn schon 
Bi, dann auch Uni ;-)

Zum Rest:
ist schon richtig, aber wenn jemand sich ein (möglicherweise) teures 
Ding kauft, und will es dann billig mit Standardbauteilen reparieren 
lassen, muß er doch mit Kompromissen leben. Und übrigens - wieso ging 
das Ding überhaupt kaputt???? Waren schon vorher die "Oginalteile" zu 
billig???? Permanente Übersteuerung und sonstige rauhe Bedingungen lasse 
ich nicht gelten.

>Bei seriösen Quellen, die direkt vom Hersteller beziehen, aktuelle,
>nicht abgekündigte Bauteile kaufen. Fertig ist die Laube.

Jo - und welche Quelle macht das nun ??? Zählt R*****lt und C dazu?

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Jo - und welche Quelle macht das nun ??? Zählt R*****lt und C dazu?

Nein.

Sicher sind offizielle Distributoren und Kataloganbieter, die explizit 
den Hersteller des Bauteils angeben. Wie Digikey, Mouser, Farnell et. 
al.

Autor: Tinkerer (Gast)
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Hallo, hier hat sich ja einiges getan in letzter Zeit.

War sehr beschäftigt und konnte darum die Woche nicht vorbeischauen.

So, der Verstärker ist jetzt fertig repariert. Er funktioniert wieder 
einwandfrei.
Es lag natürlich am defekten R23.
Vielen Dank für euere Hilfe!

>Du musst dafür sorgen, das D5 und der NTC guten thermischen Kontakt zum
>Kühlkörper haben.

Dafür wurde gesorgt.

>Der Hinweis auf die Kettenreaktion ist korrekt. Wenn die
>Endstufentransistoren durchbrennen, diese nicht einfach austauschen,
>sondern weiter zum Eingang hin alles durchtesten. Auch die Emitter- und
>Basiswiderstände nicht vergessen. Ich wechsele grundsätzlich die
>Transistoren der letzten noch funktionierenden Stufe mit aus, denn oft
>haben sie etwas abbekommen und halten nicht mehr lange durch.

Ja, ich habe alle Transistoren zur Sicherheit ausgetauscht, bis auf die, 
des Differenzverstärkers.
Widerstände wurden ebenfalls alle getestet.

Achja zum Isoliermaterial, die verwendeten Glimmerscheiben waren OK!
Das Probelem waren die Isoliernippel für die Schrauben. Die haben 
scheinbar durch die Wärme und den Druck ihre Form verloren. Dadurch geht 
natürlich der Transistor Anpressdruck verloren. => Mehr Erwärmung, 
wiederum weniger Druck. ==> Ein Teufelskreis war das. ;-)

Natürlich wurden diese Isoliernippeln nun nicht mehr verwendet. Werden 
ohnehin bei den verwendeten Endstufen Transistoren nicht benötigt, da 
die Lochung bereits isoliert ist.

Was meint ihr, sind die verwendeten Ersatz Transistoren BD245C, BD246C 
von Reichelt dafür einigermaßen geeignet, oder passen die überhaupt 
nicht?

Also funktionieren tut er ja wieder, und er hört sich auch wirklich 
nicht schlecht an.

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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BD245C, BD246C sind von der Spannungslage etwas "eng". BD249/250 sind 
besser - also bessser als nichts ;-))

Autor: Tinkerer (Gast)
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Hmmm, BD245C/246C/249C/250C,  die haben doch alle Vceo 100V.

Oder versteh ich irgendwas komplett falsch?

Unterschied ist doch nur Imax, im groben?

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Tinkerer schrieb:
> Hmmm, BD245C/246C/249C/250C,  die haben doch alle Vceo 100V.

Das kann schon eng werden. In deiner Schaltung sind +- 35V angegeben. 
Macht 70V, die sie im Extremfall abkönnen müssen. Unter Last, nehme ich 
an? Im Leerlauf (oder bei kurzen Pegelspitzen) also noch einiges höher. 
Und dann rechne mal noch mit vielleicht 10% Netzüberspannung, und dass 
ihnen auf keinen Fall sämtliche Grenzwerte auf einmal zugemutet werden 
können (Spannung, Strom, Verlustleistung), schon gar nicht, wenn sie auf 
Temperatur sind...

Also ein paar Euronen für "eine Nummer größer" machen sich schnell 
bezahlt - du siehst, was es kosten kann, wenn nur ein Widerstand 
abgeraucht ist... Ein durchgehauener Transistor kann mehr "Folgeschäden" 
nach sich ziehen (auch schonmal einen Lautsprecher mit in den Tod 
reißen)...

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Tinkerer schrieb:
> Hmmm, BD245C/246C/249C/250C,  die haben doch alle Vceo 100V.
>
> Oder versteh ich irgendwas komplett falsch?
>
> Unterschied ist doch nur Imax, im groben?

ja, gut - mein Fehler. Ich war auf 45,47,49 aus.
Die Uce sind jedoch numerisch durch A,B,C klassifiziert.
Früher war eben alles anders ;-))
Gruß Axelr.

Autor: Jens G. (jensig)
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>> Hmmm, BD245C/246C/249C/250C,  die haben doch alle Vceo 100V.

>Das kann schon eng werden. In deiner Schaltung sind +- 35V angegeben.
>Macht 70V, die sie im Extremfall abkönnen müssen. Unter Last, nehme ich
>an? Im Leerlauf (oder bei kurzen Pegelspitzen) also noch einiges höher.
>Und dann rechne mal noch mit vielleicht 10% Netzüberspannung, und dass
>ihnen auf keinen Fall sämtliche Grenzwerte auf einmal zugemutet werden
>können (Spannung, Strom, Verlustleistung), schon gar nicht, wenn sie auf
>Temperatur sind...

Ich sehe nur 30V (60V) - und das ist kein Grenzfall, wenn Vceo=100V . 
Und wieso im Leerlauf noch einiges höher?
Egal, bei 4Ohm, +/- 30V liegt die Spitzenverlustleistung bei rund 60W. 
Die BD249/250 können 125 oder 150W ab, 25A(40A peak). Da ist also wohl 
reichlich Luft noch drin - auch im SOAR.
Wenn's die 245/246 sein sollen, dann könnte es vielleicht etwas eng 
werden bezüglich SOAR bei max. Aussteuerung und komplexen Lasten (nur 
10(15)A, 80W).

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Jens G. schrieb:
>>> Hmmm, BD245C/246C/249C/250C,  die haben doch alle Vceo 100V.
>
>>Das kann schon eng werden. In deiner Schaltung sind +- 35V angegeben.
>>Macht 70V, die sie im Extremfall abkönnen müssen. Unter Last, nehme ich
>>an? Im Leerlauf (oder bei kurzen Pegelspitzen) also noch einiges höher.
>>Und dann rechne mal noch mit vielleicht 10% Netzüberspannung, und dass
>>ihnen auf keinen Fall sämtliche Grenzwerte auf einmal zugemutet werden
>>können (Spannung, Strom, Verlustleistung), schon gar nicht, wenn sie auf
>>Temperatur sind...
>
> Ich sehe nur 30V (60V) - und das ist kein Grenzfall, wenn Vceo=100V .
> Und wieso im Leerlauf noch einiges höher?

Weil ein Trafo im Leerlauf etwas mehr Spannung liefert als unter 
Nennlast. Und ein Elko sich im Leerlauf auf den Spitzenwert auflädt... 
Und dann kalkuliere mal noch ein bisschen Netzüberspannung ein... Da 
kommst du schon auch mal an 100V 'ran. Ein paar Voltchen mehr haben noch 
nie geschadet (und kosten bei Transistoren ein paar Cents), etwas "zu 
schwach" dimensionierte Endstufen(transistoren) schon manchen Speaker 
mit in den Tod gerissen...

Wie gesagt, meine neue Bassendstufe ist in dieser Hinsicht absolut 
"standfest", aber auf Kurzschluss bei anliegendem Eingangssignal möchte 
ich sie auch nicht testen. Dann raucht garantiert eher was im Netzteil 
ab als diese Transistoren. <:-)

Autor: Jens G. (jensig)
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ich dachte, Spannungsangaben in Endstufenschaltungen sind bereits die 
Leerlaufspannung (bzw. Spannung bei "Verstärker-Ruhe"), die er ungefähr 
max. sehen will. Da rechne ich also nicht noch extra einen 
Leerlauffaktor hinzu - das muß ich beim Netzteil bereits 
berücksichtigen, daß das nicht viel mehr als die angegeben 30V rausgibt. 
Netzüberspannung muß natürlich berücksichtigt werden. 100V bieten da 
also immer noch reichlich Reserve ...

Autor: Tinkerer (Gast)
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>Ich sehe nur 30V (60V) - und das ist kein Grenzfall, wenn Vceo=100V

Genau, würde ich auch sagen.

>ich dachte, Spannungsangaben in Endstufenschaltungen sind bereits die
>Leerlaufspannung (bzw. Spannung bei "Verstärker-Ruhe"), die er ungefähr
>max. sehen will

Also ich hab mal nach gemessen. Es sind im Leerlauf um die 31 Volt, 
Spannung dürfte also auch mit ein wenig Netzüberspannung noch akzeptabel 
sein.

>Die BD249/250 können 125 oder 150W ab, 25A(40A peak). Da ist also wohl
>reichlich Luft noch drin - auch im SOAR.
>Wenn's die 245/246 sein sollen, dann könnte es vielleicht etwas eng
>werden bezüglich SOAR bei max. Aussteuerung und komplexen Lasten (nur
>10(15)A, 80W)

Ja, da stimme ich zu, bei 4 Ohm wirds bei den 245/246 mit dem Strom und 
der Verlustleistung dann doch etwas eng.

Wenns wieder knallt kommen die 249/250 rein ;-)

Momentan werden 8 Ohm Lautsprecher verwendet. Ich würde sagen, das der 
Fall von Überlastung somit derzeit nicht eintreffen wird.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Du hast immer noch das Problem, daß du einen Transistor mit einer 
Transitfrequenz von 15 MHz durch einen Riesentrümmer mit doppelter 
Stromfestigkeit, aber bestensfalls 3 bis 5 MHz ersetzt. Das ist in 
meinen Augen keine seriöse Reparatur.

Die maximale Kollektor-Emitter-Spannung ist knapp dimensioniert, aber 
ausreichend. Der Originaltransistor hatte auch nicht mehr.

Da Wodims Baßendstufe keine Emitterwiderstände hat, wird's mit einem 
Kurzschluß- bzw. Überstromschutz schwierig. Es sei denn, man verpflanzt 
ihn ins Netzteil. Das haben andere auch schon versucht. Wobei ein 
Kurzschlußschutz bei einer fest installierten und dem Benutzer nicht 
zugänglichen Endstufen-/Lautsprecherkombination nicht unbedingt 
erforderlich ist (Aktivlautsprecher).

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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...aber der 741 da drinnen (im Bassverstärker) braucht einen definierten 
Strompfad gen GND am Eingang;-)), da dort die "offenen" Basi (Basen, 
Basanten k.A.) zweier normaler NPN Transistoren als Eingang herhalten.
741 nimmt man heute sowieso nicht mehr...

Zu den 30Volt wollte ich noch sagen, das im Falle der Aussteuerung der 
jeweils nicht ausgesteuerte Transistor schon mehr als 30V sieht, oder 
liege ich da falsch?
Denn:
steuert der "untere" Transistor durch, liegen die -30V am Emitter des 
"oberen" und die +30Volt am "oberen" Kollektor an. Macht zusammen 60V.
Gutgut, nicht komplett - ich weis. Aber trotzdem, wir haben in den 
Fällen immer (gut, nicht immer- meist doch ausgemessene KD503) 2N3773 
verwendet.
Ist zwar TO3, waren aber auch ganz andere Leistungen.
Doch meist gings nie um die Transistoren.
Es ging um die teuer gekauften EV18B (ca.350DM damals) Lautsprecher!(Was 
kostet heute einer davon? habe nachgesehen-->vergleichbar EVX180B 
519Euro 
http://www.musik-service.de/electro-voice-evx-180-... ) 
Davon 4Stück auf jeder Seite. Da überlegst Du dreimal, ob der Transistor 
80, 100 oder lieber 140Volt abkann.
Wobei 4Stück auf der einen Seite schonmal am Anschlag hingen. Sie hatten 
es übelebt und der doch recht geringen Stromergiebigkeit des Netzteils 
ihr Leben zu verdanken.


Gruß und noch viel Spaß
Axelr.

Hey, geil - habe eben die Boxen wiedergefunden
http://www.nrgrecording.de/html/t18.html

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> ...aber der 741 da drinnen (im Bassverstärker) braucht einen definierten
> Strompfad gen GND am Eingang;-)), da dort die "offenen" Basi (Basen,
> Basanten k.A.) zweier normaler NPN Transistoren als Eingang herhalten.
> 741 nimmt man heute sowieso nicht mehr...

Sehe ich auch so. Der 741 war jahrelang noch als MIL-Version verfügbar 
und damit interessant für Luft- und Raumfahrtanwendungen, aber auch 
diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Die oben skizzierte Baßendstufe 
kann so nicht funktionieren, und sie zum Funktionieren zu bringen, würde 
sich nicht lohnen.

> Zu den 30Volt wollte ich noch sagen, das im Falle der Aussteuerung der
> jeweils nicht ausgesteuerte Transistor schon mehr als 30V sieht, oder
> liege ich da falsch?

Nein, das stimmt schon. Man muß für die Dimensionierung immer vom 
schlechtesten Fall ausgehen. Und der wäre, daß ein Transistor voll 
durchgesteuert ist, so daß am anderen die komplette Betriebsspannung 
anliegt. Dabei muß man die Leerlaufspannung des Netzteils bei 10% 
überhöhter Netzspannung annehmen. Und dann können noch Spannungsspitzen 
aus den Induktivitäten der Frequenzweiche und der Schwingspule selbst 
hinzukommen.

> Es ging um die teuer gekauften EV18B (ca.350DM damals) Lautsprecher!

Wir hatten einige EV15B. Dafür allerdings in einer riesigen 
"Baßrutsche", eine Art gefaltetes Horn, das zusätzlich direkt abstrahlt. 
Der Wirkungsgrad war wirklich unglaublich - wenn man das Teil in eine 
Raumecke stellte, war es wie ein Klipschhorn mit besserem Klang und 
einer tieferen unteren Grenzfrequenz.

Angetrieben von einer 1200-Watt-Endstufe mit 16 MJ15022/24 pro Seite in 
einem zwangsgekühlten Tunnelkühlkörper... Das trockene "Plopp" des 
aufsetzenden Schingspulenträgers haben wir auch ein- oder zweimal zu 
hören bekommen. Aber einen ElectroVoice bringt so leicht nichts aus der 
Ruhe.

Später ging es dann bei mir mehr um Klang als Lautstärke ;) Meine 
jetzige Endstufe hat "nur" drei Pärchen MJL3281A / MJL1302A.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Tinkerer schrieb:

> Wenns wieder knallt kommen die 249/250 rein ;-)

> Momentan werden 8 Ohm Lautsprecher verwendet.

Die du dann möglicherweise gleich mit auswechseln kannst. <:-)

Axel Rühl schrieb:
> ...aber der 741 da drinnen (im Bassverstärker) braucht einen definierten
> Strompfad gen GND am Eingang;-)), da dort die "offenen" Basi (Basen,
> Basanten k.A.) zweier normaler NPN Transistoren als Eingang herhalten.
> 741 nimmt man heute sowieso nicht mehr...

Ja doch, bleib doch mal ganz cool.

Für den "Strompfad" nimmt man einen Widerstand von 10 ... 20k - bei 
dieser Eingangsimpedanz haben Bipolare nämlich ihr Rauschminimum. <:-) 
Weiß nicht, wie's bei FETs aussieht.

Mit dem MAA 741 (Tesla <:-) lief meine Endstufe "nach Gehör" schon ein 
paar Jährchen einwandfrei, mit 30dB und ohne Offsetkompensation. Ein 
paar mV Gleichspannung am (offenen) Ausgang - geschenkt.

Erst mal einen Fehler im Netzteil beseitigt. <:-) Das Weitere erst mal 
alles ohne Treiber- und Endtransistoren:

- Einen anderen 741 genommen, beschaltet, Kompensation an -Us. Da kamen 
Offsets am Ausgang von +- ein paar Volt 'raus. Dürfte er also schon im 
Eimer gewesen sein. Konnte ich also nicht mehr kaputtmachen, indem ich 
die Kompensation an Masse gelegt hatte (dann wird nämlich jeweils einer 
der internen Emitterwiderstaende der Eingangsstufe des 741 mit ueber 
0.25W belastet) statt an -Us, wo sie hingehört, gelle? <:-)

Jetzt sitzt 1/2 HA17458 drin (den hatte ich halt auch gerade da <:-) - 
wenn ich am Eingang 2V ss (50Hz) draufgegeben habe, kamen am Ausgang 
30Vss an (dann fängt er an zu begrenzen). Braucht keine 
Offsetkompensation.

Da konnte ich also mit ruhigem Gewissen die Transistoren wieder 
dranlöten, gelle? Die andere Hälfte des Doppel - OV wird ein aktiver 
Tiepass 2.Ordnung, Grenzfrequenz 90 Hz, für die zwei Satelliten das 
ganze zweimal als Hochpass, á la Linkwitz & Riley, einverstanden? <:-)

Und zwar mit einem UA747CN - einen anderen Doppel - OV hatten sie heute 
bei Conrad gerade nicht da - i pfui, da sind auch nur zwei 741 drin. 
Nimmt man doch heute nicht mehr. <:-)

Aber erst mal meinen Generator fertig machen, mit einer "schönen" 
Frontplatte und so, ne woahr? <:-)

Beitrag "Funktionsgenerator mit XR2206"

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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> Angetrieben von einer 1200-Watt-Endstufe mit 16 MJ15022/24 pro Seite in
> einem zwangsgekühlten Tunnelkühlkörper... Das trockene "Plopp" des
> aufsetzenden Schingspulenträgers haben wir auch ein- oder zweimal zu
> hören bekommen. Aber einen ElectroVoice bringt so leicht nichts aus der
> Ruhe.

Wann war'n das?

Komischerweise kam man damals in den 80ern (Raum Potsdam) einfacher an 
einen 15er oder 18er Electrovoice ran, als an einen MJ15024.
Obgleich so ein Transistor viieel kleiner ist, als so ein Lautsprecher 
und sich als Schmuggelware eigentlich besser eignen würde. Aber der 
2N3773 ging ja auch schon ganz ordentlich. Die wurden bei 
Musikelektronik Klingenthal in den Vermona-Verstärkern verbaut und waren 
hin und wieder mit viel Vitamin-B als Ersatzteil zu beziehen. Bei uns 
waren immer drei parallel und das ganze in Brücke. 3x4=zwölwe ;-)) mit 
<+-60V. Die Schaltung hatte ich schonmal hier reingestellt. War aber 
auch nichts besonderes - Standardwerk eben. fehlte auch im direkten 
Vergleich zu nahmhaften Endstufen der damaligen Zeit auch etwas an 
Dynamik. Aber eben EIGNEBAU mit Alu Stromschiene als Frontblende und 
quadratischen Lüftungsschlitzen und alles unter dem Deckmantel des 
Ratiomittelbaus - auweia - schwelg

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