> Hallo,
> die erste Testreihe ist geschaft;)
Ja prima, gz. Und es schaut auf dem Bild für die erste Testreihe gar
nicht mal übel aus ;).
> habe in 0.5mm 30sek Schritten aufgedeckt.
> wie man auf dem Bild sieht (oder auch nicht)
Ja, das Bild ist nicht sonderlich. Die Reflexion, von der ich mal
annehme, dass sie vom Blitz kommt, blendet doch ein wenig. Ohne Blitz
wäre es vielleicht besser gewesen. Ich hab letztens so Photografiert um
zu sehen, wie gut ich geätzt hatte. Also Platine, Haarlineal drauf
gelegt als Größenvergleich, und dann ein Bild in Nahaufnahme gemacht
(Problem ist Beitrag "Eagle unter MacOS druckt nicht "gerade"" besprochen
und ich wollte wissen wie gut es bei mir rausgekommen ist).
> ist die Belichtungszeit
> wenn sie mal größer als 2 min ist scheinbar egal.
Nunja, das kommt auf die Strukturen an, die man machen will. Bei breiten
Leiterbahnen wird es kaum auffallen wenn durch die Querbelichtung,
ein/zwei mil an jeder Seite fehlen, bei kleinen Strukturen wird es dann
schon kritischer. (vgl. deine 5 mil Bahnen bei kleiner und großer
Belichtungszeit)
> Die dicke Bahn weist
> sogar nach 8 min keine "größeren" Löcher auf.
Und das ist das zweite Problem: Deckkraft auf der Folie. Beim Platinen
ätzen bekommt man so nebenbei auch noch heraus, wie homogen der Drucker
druckt. Ich hab beispielsweise auf der rechten Seite einen Bereich, der
nicht sonderlich gut ist, die linke Seite ist da viel homogener und
deckender bei mir. Tipp zur Deckkraft: Den Drucker mit der
"Farbverschwendung" auf max drehen, auf keinen Fall das Layout mit
"Toner Safe" drucken.
> Jedoch sieht man überall flecken
Hier kam UV-Strahlung zu stark durch die "Maske".
> und die 5mil Bahnen sind quasi weg.
Sicher weil zu lange belichtet wurde. Dadurch wurde am Rand zuviel
Photolack belichtet und die nachfolgende Ätzung (Unterätzung) tat ihr
übriges.
> Ich habe die Folie so bedruckt das der Druck auf der Platte liegt.
Also so wie man das Problem der Querbelichtung am besten reduziert.
"Reduziert" schreib ich hier mit voller Absicht und nicht "vermeidet".
Der Grund hierfür ist die Brechung/Beugung des Lichtes an einer Kante.
(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Beugung_(Physik) )
> Desweiteren habe ich während des entwickelns mit dem Pinsel über die
> Platte gestrichen.
> war das evlt kontraproduktiv?
Nur wenn du zu hart drauf gedrückt hast. Dann hat sich eventuell
Photolack, der nicht belichtet worden ist, gelöst und später für den ein
und anderen geätzten Fleck gesorgt.
>Glückwunsch :-) Ich sag dazu nur: Wenn man die optimalen Parameter mal
>ausgetüftelt hat, stets sorgfältig arbeitet und nicht übertrieben am
>Material spart, kann man auch mit einfachen Hobbymitteln sehr gute
>Ergebnisse erzielen. Einwandfreie, gestochen scharfe Leiterbahnbilder
>bei Strukturgrößen bis herunter zu etwa 10 mil sind reproduzierbar
>hinzubekommen. Übung macht den Meister.
Kann ich bestätigen wobei es auch immer auf die jeweilige Person nebst
Ausrüstung ankommt. Ohne mir groß Gedanken machen zu müssen kann ich 10
mil, mit etwas mehr Sorgfalt sind auch 8 mil bei mir zu Hause kein
Problem. Tiefer hab ich noch nicht getestet, ich kenne meine genaue
Grenze also nicht. Da aber in der Regel bei mir schon 16 mil reichen
brauch ich die untere Grenze auch nicht ;).