Hallo zusammen,
ich möchte eine simple Frage stellen, die dann doch vielleicht nicht so
simpel ist. Und zwar: Wie funktioniert eigentlich ein
Spannungsmessgerät? Was passiert hier auf physikalischer Ebene.
Gruß
Sebastian
Dann kann ich also aus diesem Wikipedia-Eintrag schließen, dass man
Spannungen gar nicht messen kann, sondern nur Magnetfelder, die durch
den Strom erzeugt werden?
Ja, so ungefähr. Die Spannung erzeugt ein ihr proportionales Magnetfeld,
welches den, an der Spule angebrachten, Zeiger ausrichtet. Dies in
Abhängigkeit der Differenz des Magnetfelds des Dauermagneten im
Instrument und eben des Feldes der stromdurchflossenen Spule.
Hoffe dass es ein wenig klarer wurde.
Andreas
Dann such doch mal bei Google nach den Anfängen der elektrischen
Grundlagenforschung eines Herrn Volta, die Froschschenkel nicht
vergessen.
Der "Spannungsmeßabfall" kann dan wenigstens noch verspeist werden
Der Hinweis auf den Analog-Digital-Umsetzer beantwortet nicht die Frage,
welche physikalische Größe bei einem Spannungsmessgerät gemessen wird.
Auch ein digitales Messgerät arbeitet immer mit analogen Eingangsdaten.
Also beim Digitalen misst du sozusagen die Ladung, die in einer gewissen
Zeit von der Spannung in einen Kondensator geschaufelt wird (das ist
dann die Spannung).
Analog ist es ja geklärt.
In jedem Fall wird eine Stromstärke gemessen, da diese proportional zur
Stärke des Magnetfelds ist. Die Spannung ist dabei vollkommen
irrelevant. Daher wird der Spannungsmessung mit Hilfe eines bekannten
Widerstandes und U=RI die gemessene Stromstärke in eine Spannung
umgewandelt
TorstenBe schrieb:
> In jedem Fall wird eine Stromstärke gemessen, da diese proportional zur> Stärke des Magnetfelds ist.
Das in "jedem Fall" ist etwas mutig, denn das stimmt eben nur bei den
üblichen analogen Messwerken in alten analogen Multimetern.
Es stimmt nicht mal für alle analogen Messwerke, beispielsweise nicht
beim Elektrometer.
ms schrieb:
> Also beim Digitalen misst du sozusagen die Ladung, die in einer gewissen> Zeit von der Spannung in einen Kondensator geschaufelt wird (das ist> dann die Spannung).>> Analog ist es ja geklärt.
Also wenn ich digital die 'sozusagen die Ladung' messen kann - also
potential 'wert', dann kann ich doch spannungs direkt messen, da
spannung potential 'wert' unterscheid ist .... richtig ?
> Also wenn ich digital die 'sozusagen die Ladung' messen kann - also> potential 'wert', dann kann ich doch spannungs direkt messen, da> spannung potential 'wert' unterscheid ist .... richtig ?
also so ganz weiss ich nicht was du damit sagen willst.
analog ist ja nun schon grob geklärt - entweder über strom und
magnetfeld oder elektrometer - 2 dünne plättchen werden geladen und
stoßen sich entsprechend weit ab.
ad-wandler gibt es mit verschiedenen prinzipien.
- eins arbeitet wie bereits erwähnt: es wird ein kondensator geladen und
dabei die zeit gemessen. (davon gibt es noch verschiedene unterarten,
siehe dual-slope ad-wandler etc)
--> spannung->zeit
- flash-ad-wandler arbeiten anders. es werden alle spannungsabstufungen
von einer referenzquelle über ein widerstandsnetzwerk erzeugt. die
angelegte spannung wird nun über komparatoren mit all diesen spannungen
verglichen, und dort wo der umschwung ist, ist die spannung. diese
wandler sind sehr schnell aber auch recht teuer und meist nicht so genau
(-> digital-oszis)
--> spannung mit referenzspannung vergleichen
- es gibt auch ad wandler, welche nacheinander über pwm oder r-netzwerk
oder so spannung erzeugen und mit einem komparator so lange schauen bis
die beiden nahezu gleich sind.
--> spannung mit referenzspannung vergleichen
- und da haben wir noch die sigma-delta wandler. also ich glaub ich habs
mal verstanden wie die arbeiten aber das zu erklären hab ich jetzt keine
lust. kann der threadsteller ja mal googeln. jedenfalls grob wird das
signal mit 1bit oversampled.
--> grob glaub ich auch vergleichen mit referenzspannung (nur mit hoher
frequenz)
Sebastian schrieb:> Dann kann ich also aus diesem Wikipedia-Eintrag schließen, dass man> Spannungen gar nicht messen kann, sondern nur Magnetfelder, die durch> den Strom erzeugt werden?Beitrag melden | Bearbeiten | Löschen |Gast schrieb:> Nein
Was heißt "Nein".
Spannungen lassen sich z.B. mit einem Elektroskop direkt messen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroskop
immer wech schrieb:> Mir hat mal wer in der Ausbildung erklärt das der einzige echte> Spannungsmesser ein Galvanometer sei .
Da wären wir wieder bei einem Oszilloskop mit einer Braun'sche Röhre,
bei der der Strahl nur durch das elektrische Feld zwischen den
Ablenkplatten ausgelenkt wird.
... schrieb:> websites helfen mir auch nich weiter
Geh in eine örtliche Bibliothek und suche dort z.B. nach
# "Elektrizität" aus der "Was ist was?"-Reihe des Tesloff-Verlags
http://de.wikipedia.org/wiki/Was_ist_was
# Ein dickes Bastelbuch, wie z.B. "Werkbuch für Jungen" / Verlag
Ravensburg
# Geh in ein Spielwarengeschäft und suche dir einen simplen
Kosmos-Experimentierkasten
# ...usw...
mfg mf
immer wech schrieb:> Mir hat mal wer in der Ausbildung erklärt das der einzige echte> Spannungsmesser ein Galvanometer sei .> Volkommen Leistungslos !
Komisch, dass wovon ich immer dachte es wäre ein Galvanometer, was da
auf meinem Schrank steht, da ist ein Schildchen drauf 1mm ^= 8e-9 A bei
Ri=300 Ohm.
Da brauche ich nur einen 125M Vorwiderstand und komm auf 1V/mm (Ri
vernachlässigt ;) ), also nur fast Leistungslos. Ach ja, plus die 2W der
Glühbirne für den Lichtzeiger.
Also mein Galvanometer ist ein Strommesser und dass,das Wikipedia hat
wohl auch. http://de.wikipedia.org/wiki/Galvanometer
Aber man kann das Galvanometer als empfindlichen Stromsensor verwenden,
um eine bekannte Spannung so einzustellen (Z.B. mit KVD) , dass sie
identisch der unbekannten Spannung ist. Galvanometer zwischen, wenn
Strom null, dann Spannung gleich. Das wäre dann Belastungsfrei