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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Aktiver Gleichrichter für RGB-Signal


Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Hi Leute,

ich Plane ein RGB-zu DMX-Ambilight zu bauen.

Ich stelle mir den Analogteil am einfachsten vor, in dem ich einfach nur 
R, G und B jeweils aktiv Gleichrichte, mit einem weiteren OP regelbar 
verstärke, noch einen Kondensator zum Glätten der Übergänge rein und au 
den ADC eines Controllers. Die Sync-Signale wollte ich garnicht weiter 
beachten.

Meint Ihr das kann so funktionieren?

Wie müsste ein Messgleichrichter für ein Videosignal aussehen?
Gruß,
JEns

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> in dem ich einfach nur R, G und B jeweils aktiv Gleichrichte,
> mit einem weiteren OP regelbar verstärke,
Eigentlich mußt du da nichts gleichrichten, sondern nur den Mittelwert 
bilden. Denn die meiste Zeit ist das Signal sowieso positiv ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/FBAS

http://freenet-homepage.de/a-freak/klemmschaltung.html

Also erst klemmen, dann RC-Tiefpass (Mittelwert), dann verstärken, dann 
ADC.

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Ok, an die Sache mit dem Gleichrichten hätte ich ja auch denken können.

Die Klemmschaltung ist wirklich genial einfach, einfach genial!

Danke dafür!

Auf welcher Grundlage muss ich denn den Tiefpass berechnen?
Das Signal kann ja von...bis Hz haben?

Wie wäre es am sinnvollsten da anzusetzen?

In der Elektor von 02/2008 haben die den Eingang und die Klemmung aktiv 
gemacht (mit OP) und dann danach mit 10k zu 100n||1k2 gemacht. Wäre das 
auch hier ein guter Wert um anzufangen?

Sorry für die doofe Fragerei, aber mit analoger Schaltungstechnik habe 
ich fast gar keine Erfahrung (und hoffe dass sich das im Laufe der 
Fachschule noch gehörig ändert).

Gruß,
Jens

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Wäre das auch hier ein guter Wert um anzufangen?
Wenns bei Elektor damit funktioniert hat, kanns nicht ganz falsch 
sein...
Der Widerstandswert (10k) belastet die Klemmschaltung nur unwesentlich 
(10k zu 100 Ohm), das sollte so schon gehen. Und danach kommt sowieso 
noch ein uC, der die Nichtlinearitäten der Analogecke ausbügeln kann.


> (und hoffe dass sich das im Laufe der Fachschule noch gehörig ändert).
Richtig Lernen kannst du nur durch Anwenden. Nur so bekommst du ein 
Gefühl für Bauteile und Werte. Probiers einfach aus, viel Spass dabei 
;-)

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Klar, nur erhoffe ich mir wenigstens etwas die Grundlagen der 
Schaltungsdimensionierung so mitzukriegen dass da auch ein Ansatz zum 
rumprobieren rauskommt :-)

Vielen Dnak für deine Hilfe!

Gruß,
Jens

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Jetzt mal noch so dumm hinterhergefragt:
brauche ich die Klemmschaltung eigentlich bei getrenntem RGB?

Hier würde der Synch ja entweder einzeln auf H und V oder eben auf der 
FBAS-Leitung liegen, oder?

So wie ich das verstanden habe müsste sich RGB direkt als 0-0,7V 
verwurschteln lassen, oder?

Gruß,
Jens

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Jens Plappert schrieb:
> Jetzt mal noch so dumm hinterhergefragt:
> brauche ich die Klemmschaltung eigentlich bei getrenntem RGB?

Die brauchst du immer.

> Hier würde der Synch ja entweder einzeln auf H und V oder eben auf der
> FBAS-Leitung liegen, oder?

Ja.

> So wie ich das verstanden habe müsste sich RGB direkt als 0-0,7V
> verwurschteln lassen, oder?

Nein. Der RGB Ausgang ist oft DC gekoppelt, hat also je nach Schaltung 
0-10V Offset.
Der Eingang ist daher immer AC gekoppelt und dahinter sitzt die 
Klemmschaltung die die Signale auf einen neuen, bekannten Offset bringt, 
so wie es am passendsten für die Weiterverarbeitung ist.

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Ok, vielen Dank!

Gruß,
Jens

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Hi Leute,
Ich habe jetzt mal etwas im Multisim angefangen rumzuprobieren, und ich 
muss sagen, ich komme einfach auf keinen grünen Zweig. Ob das nun an 
meiner
(un-) fähigkeit für Analoge Schaltungen oder an MSim liegt weiss ich 
nicht :-)

Ich habe die angehängte Eingangsschaltung aus Elektor 02/2008 entliehen.
Klemmschaltung fehlt jetzt hier noch (Ich glaube die haben das mit den 
Dioden zwischen den Verstärkern gelöst gehabt, is ja aber im Moment 
wurschd)

Die hatten 12V und 2 Dioden, das ist der einzige Unterschied (mit 12V 
läufts simuliert auch nicht besser).
Wenn ich es Simuliere hängt der Ausgang auf ca 2V. Egal was ich am 
Eingangssignal verändere.

Eigentlich wollte ich mich ja selbst durchwurschteln, aber ich habe 
jetzt schon ein paar Stunden (und Ansätze) im Multisim verballert.

Hat vielleicht schon einmal jemand so etwas aufgebaut (RGB->mittelwert 
als 0-5V) ?

Würde mich über eure hilfe wirklich sehr freuen!

Gruß,
Jens

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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noch als Grafik für die nicht MS'ler

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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RGB und LM324 sind maximal inkompatibel (Stichwort Unity Gain Bandwidth 
UGB und Slew-Rate). Dieser OPAmp ist m.E. einfach zu langsam.

Deine Schaltung ist zudem keine Mittelwertbildung, sondern eine 
Spitzenwertgleichrichtung.

Und mit dem Verhältnis R5/R6 wirst du sogar mit 5V am OPAmp (die der 
aber niemals ausgeben kann bei 5V Vcc) höchstens 0,5V am R6 haben.

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Der OP ist in der tat nicht der schnellste, ABER:
- Man bekommt ihn bei Reichelt (tolles Argument, Gell?)
- Elektor hatten ihn auch in Ihrer Schaltung.

Das der entlade-R des Koindensator die Spannung arg runterzieht hab ich 
mir auch schon gedacht, aber schön wäre es trotzdem mal wenn überhaupt 
mal IRGENDWAS hinten raus käme.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Jens Plappert schrieb:
> Der OP ist in der tat nicht der schnellste, ABER:
> - Man bekommt ihn bei Reichelt (tolles Argument, Gell?)

Reichelt hat aber auch deutliche schnellere. TL08x sind zwar nicht die 
allerschnellsten, aber dafür überall erhältlich und schneller als der 
LM358.

> - Elektor hatten ihn auch in Ihrer Schaltung.

Das sagt garnix aus. Die drucken nahezu jeden Mist ungeprüft ab.

5V sind auch etwas wenig, da keiner der genannten OPs ein Rail2Rail Typ 
ist.

Ein OPA353 (ebenfalls bei Reichelt erhältlich, aber etwas teurer) ist 
sehr schnell und Rail2Rail, kommt also mit 5V aus.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> wenn überhaupt mal IRGENDWAS hinten raus käme.
Was kommt denn am Ausgang vom OPAmp heraus?

Hast du den Ausgang auf Masse gelegt? Oder wo geht die Leitung hin?

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Bin gerade dabei was neues zu malen (mit dem OPA353 siehts schon mal 
ganz gut aus).

Die Leitungen ginen nur zum Oszi. Der Ausgang des LM324 war fix auf 2V.

Autor: Alex Wenger (blueloop)
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Ich hab das schon mal gebaut und das funktioniert eigentlich auch ganz 
gut.
Ich habe dazu die RGB Signale direkt auf einen OP gegeben der am Ausgang 
einen Transistor steuert. Der Transistor hat dann gegen Masse einen 
Widerstand der bestimmt wie Hell die LEDs werden. Die LEDs sind "oben" 
am Transistor gegen VDD angeschlossen. Der Tiefpass ist im menschlichen 
Auge eh schon eingebaut.
Das Videosignal muss nur terminiert werden wenn da nicht eh noch ein 
Fernseher dran hängt.

ich hätte sogar noch Platinen dafür übrig, aber zum selbst bestücken, da 
keine Zeit.

Gruß Alex


PS: das funktioniert auch an VGA

http://entropia.de/wiki/BambyLight

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Okay, ich habe mich jetzt mal relativ vom Elektor-Design entfernt und 
komme schon zu was brauchbarem :-)

Die Schaltung im Anhang geht laut Multisim ganz gut.

Was meint Ihr dazu?

Gruß,
Jens

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