Bordcomputer fürs Auto bauen

Gast #1291528
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Hallo,

ich hoffe ich bin hier richtig ^^

Ich plane, einen Bordcomputer für mein Auto zu entwerfen. Alle für den 
Bordcomputer relevanten Daten sollen über das OBD-Interface bezogen 
werden. Folgende Anzeigen soll der BC haben: Durchschnittsverbrauch 
(L/100km), Momentanverbrauch (L/100km), Durchschnittsgeschwindigkeit 
(Km/h), Gefahrene Kilometer (seit letztem Reset), Fahrzeit (seit letztem 
Reset). Außerdem soll der BC die Uhrzeit anzeigen können.

Die Verbrauchswerte können mithilfe des Geschwindigkeitsignals und des 
Luftmassenmessersignals errechnet werden.

Ein Gehäuse für den Bordcomputer ist bereits vorhanden, ebenso verfügt 
der Bordcomputer über 5 Knöpfe: Einmal MODE (um durch die einzelnen 
Anzeigen zu blättern), dann RESET (um die entsprechende Anzeige auf Null 
zu setzen), dann H, M und R (jeweils zum Einstellen der Uhrzeit). Im 
Anhang befindet sich eine Skizze des Gehäuses und eine ungefähre 
Darstellung, wie ich mir die Anzeige vorstelle.

Optional könnte der Bordcomputer über eine zweite Menüebene verfügen 
(wohin man gelangt indem man beispielsweise MODE gedrückt hält), welche 
dann konkretere OBD-Informationen anzeigen kann (zB 
Geschwindigkeitssignal, Drehzahlsignal, Kühlmitteltemperatur, 
Lambdaregelung, Luftmassenmessersignal, Fehlercodes etc.).

Ich besitze ein OBD Interface (ELM). Dieses kann alle notwendigen 
OBD-Daten meines Autos auslesen. Es verschickt die Daten allerdings über 
Bluetooth. Jetzt weiß ich nicht, inwieweit das problematisch sein 
könnte. Ich habe einen Bluetooth-Dongle für einen USB-Anschluss, aber 
ich weiß nicht, ob man das bei besagtem Projekt benutzen kann oder ob 
man sich ein anderes Interface kaufen/bauen muss.

Konkret suche ich jemanden, der sich in der Lage sieht, so einen 
Bordcomputer zu bauen. Und mir idealerweise etwas Einblick in den Aufbau 
geben kann, da ich Laie bin, ich aber gerne etwas lernen möchte. 
Selbstverständlich würde ich diese ganze Sache angemessen honorieren.
Von Vorteil wäre es, wenn entsprechende Person irgendwo in der Nähe oder 
gar im Sauerland wohnt, damit keine zu große räumliche Entfernung 
besteht.

Bei Interesse kann sich jemand melden unter danny.mj12@googlemail.com

Ich bedanke mich im Voraus =)
Angehängte Dateien:
Gast #1291558
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Anfragen nach einschaltfertigen Geräten haben hier selten Erfolg. Zum 
Einstieg für so ein Projekt würde Experimentierboard mit einem ATMega32 
vorschlagen, z.B. sowas aus dem Shop hier. Dann das AVR Tutorial und mit 
den Grundlagen anfangen. Wenn man schon etwas programmieren kann kriegt 
man ein LC Display schnell zum Laufen, da findet man z.B. in der 
Code/Artikelsammlung hier eine Menge. Und einen PC BT-Stick kannst du 
nicht gebrauchen, der braucht einen aufwändigeren Controller. Aber es 
gibt Module wie z.B. BTM-222 die sich einfach an einen µC anklemmen 
lassen. Man braucht natürlich noch Infos zum Übertragungsprotokoll.
Ein Problem ist noch die fehlende Zulassung, irgendeine E-Zulassung 
müssen so Einbauteile haben. Wenn du das selber machst, dein Problem. 
Aber wenn es jemand für dich fertigt setzt er sich damit im Schadensfall 
gehörig in die Nesseln.
Gast #1291611
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Hallo,

erstmal Danke für die Antworten!

Eine Zulassung bedarf dieses Gerät definitiv nicht, es beeinflusst das 
Fahrzeug ja in keinster Weise. Wäre es ein Anbauteil im Aussenbereich 
des Fahrzeugs sähe es anders aus.
Es wäre streng genommen nichts anderes als ein OBD Scanner.

Dennoch danke für den Hinweis auf das Einsteigerboard. Wenn sich niemand 
meldet, werde ich wohl versuchen müssen, das selbst in die Hand zu 
nehmen...wo ich allerdings schwarz sehe, da ich in dem Bereich wirklich 
absoluter Laie bin.

Das Fahrzeug unterstützt übrigens OBD2 und hat das Protokoll ISO 9141-2.

@Oliver: Würde so ein Mikrocontroller, welcher eingehende Signale 
umrechnet und auf einem Display anzeigt, wirklich mehrere tausend Euro 
kosten?? Die OBD Werte sind wirklich alle parat, sie müssen nur 
entsprechend angezeigt werden. Da bedarf es keiner zusätzlichen Sensoren 
etc.

Und das Gehäuse plus Display des Bordcomputers ist bereits vorhanden, es 
muss lediglich der Mikrocontroller her.

Im Übrigen gibts mein Fahrzeug zwar mit Bordcomputer, welcher jedoch 
"lachhafte" Funktionen anbietet. Diesen Bordcomputer habe ich bereits 
nachgerüstet, bin aber unzufrieden mit seinen Funktionen
Persönliche Seite #1291631
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Danny schrieb:
> Würde so ein Mikrocontroller, welcher eingehende Signale umrechnet
> und auf einem Display anzeigt, wirklich mehrere tausend Euro kosten??
Nein, der Controller nicht, jedoch braucht man noch: eine Platine, 
Stromversorgung des Controllers, Anbindung an das OBD Interface (evtl. 
Bluetooth), Ansteuerung des Displays.
Zu dem Display wird es kein Datenblatt geben, da kundenspezifisch. Also 
muss man da erst Reverse-Engineeren.
Der nächste große Brocken ist die Programmierung des Controllers.
Je nachdem wie professionell es gemacht werden soll würde ich 1000€ 
(Student) bis 20.000€ (Ing.-Büro) veranschlagen.
#1291821
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für 1000€ empfehle ich BMW E34 mit BC IV,
oder wenns mehr sein darf auch E39. Die haben Bordcomputer.
Reichweite, Verbrauch, Durchschnittsgeschwindigkeit und viele Spielerein 
mehr.  Kein Basteln, kein Lernen, aber auch keine Misserfoge !!
Einfach einsteigen und Freude am Fahren haben !!
Mit Boardcomputer.

ps.: ne Momentanverbrauchsanzeige ( Spaßverderber) haben die auch.
Hängt bei mir immer bei 20L... :-(
Gast #1292194
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> Eine Zulassung bedarf dieses Gerät definitiv nicht, es beeinflusst das
> Fahrzeug ja in keinster Weise.

Mit dieser Aussage wäre ich extrem vorsichtig. Egal wie die rechtliche 
Lage aussieht: Du versetzt das oder die Steuergeräte in einen 
Diagnosemodus. Da können die wildesten Sachen passieren. Auch wenn es in 
den allermeisten Fällen gut gehen wird, würde ich mich nicht in ein 
Fahrzeug setzen, dessen Steuergeräte dauerhaft im Diagnostic Mode sind. 
Du solltest Dein Geld wie weiter oben schon gesagt lieber in einen E34 
investieren. ;-)

Gruß,

Diagnostiker
Gast #1295786
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>>Du versetzt das oder die Steuergeräte in einen
>>Diagnosemodus. Da können die wildesten Sachen passieren.

>Quatsch mit Sosse.
>http://www.blafusel.de/obd/faq.html#faq16

Genau, Quatsch mit Sosse! Freut mich, dass Du von den Aussagen auf der 
verlinkten Seite so überzeugt bist. Vielleicht bist Du ja auch selber 
der Betreiber dieser Seite. Vom Namen her würde es ja halbwegs 
hinkommen. Ich kann Dir aber aus langjähriger Berufserfahrung in diesem 
Themengebiet versichern, dass die reale Welt anders aussieht - auch wenn 
sie sich für den geneigten Hobbybastler und den passionierten Freelancer 
ohne Informationen relevanter Stellen aus der Industrie auf den ersten 
Blick anders darstellt.

Zur Aussage im Link, warum man keine Referenzangaben findet: Glaubst Du 
ernsthaft, dass ein Steuergeräte- oder Fahrzeughersteller mit Problemen 
in seiner Bordelektronik im Internet hausieren gehen würde? Äußerst 
unwahrscheinlich, oder? Und zur ISO 15031: Zeig' mir Doch bitte ein SG, 
welches alle im Lastenheft referenzierten Normen vollumfänglich erfüllt.

Also: Schließ an Dein Fahrzeug an was Du willst, aber jammer nachher 
nicht rum wenn etwas passiert, und Du die Konsequenzen tragen musst. Für 
mich ist dieses Thema mit diesem Posting jedenfalls erledigt.

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