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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Suche gutes Entwicklerboard


Autor: Enrico S. (dongle)
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Hallo,
ich bin eigentlich mehr im Modellbausektor angesiedelt, aber ich habe 
festgestellt, daß auch da langsam ohne Mikrocontroller nichts mehr geht 
bzw.
vieles vereinfacht werden kann. Das gilt vor allem bei komplexen 
Funktionen
von Modellen, die selbst mit modernen Fernsteuerungen nicht mehr 
abgefangen werden können, es sei denn man hat 8 Arme :).
Also möchte ich mich langsam in die Mikrocontrollertechnik reinarbeiten.
Ich habe mir schon verschiedene Fertigroboter wie Asuro oder Nicai 
angeschaut. sie sind an sich nicht schlecht, haben aber eine ganze Reihe 
Nachteile, wie fest eingebaute Controller und Peripherie die kaum 
Spielraum
für Neuerungen bieten. Ich habe mir das Tutorial durchgelesen und bin 
mir auch klar darüber, daß da eine Menge Arbeit, vor allem in Bezug auf 
Programmierung, auf mich zu kommt. Und Programmieren kann ich (noch) 
nicht.
Aber da muß und will ich durch. Kurz und gut. Ich suche ein 
Experimentierboard, daß gut erweiterbar ist, also ein breites Spektrum 
von
Controllern, ich denke das die ATMEL die richtigen für die 
Automatisierungsfunktionen meiner Modelle sind. Es sollte gleichzeitig 
als
Programmer dienen und genügend Platz für Sensoren usw. haben. Als 
Programmiersprache stelle ich mir Assembler vor.
Könnt Ihr mir ein solches fast Allroundboard empfehlen?
Ich habe mir von Reichelt das STK500 und das myAVR angeschaut, beide 
erscheinen mir brauchbar, aber bei beiden stehen unterschiedliche 
Prozessortypen.

Was meint Ihr?
Viele Grüße Enrico

Autor: Rudi D. (rulixa)
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ATmel Evaluations Board bei Pollin.de fertig oder selber löten

Das verwende ich seit einem Jahr.

LG Rudi

Autor: Gast (Gast)
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Das STK500 ist sicher eine gute Wahl. Ich nutze das Dragon Board mit 
einem 40Pin ZIF-Sockel. Da alle Pins über Stiftleisten abgreifbar sind, 
hat man mit Steckbrett oder Lochrasterplatinen sehr schnell brauchbare 
Prototypen.

Angefangen hab ich aber ganz einfach mit einem ISP Adapter und 
Lochrasterplatinen. Im Nachhinein würde ich sagen ein gutes, großes 
Steckbrett wäre eine sinnvolle Investition. Ein fertiges 
Experimentierboard braucht es, gerade bei Modellbauanwendungen, 
eigentlich nicht. Das eingesparte Geld ist in einem JTAG fähigen 
Programmer und einem USB<>UART Adapter besser angelegt.

Autor: Enrico S. (dongle)
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Hallo,
das Reichelt Board ist ja nicht schlecht, vor allem hat man eine 
Komplettaustattung, aber der Preis ist ganz schön gerieben.
Ich denke mal, das Pollin Board reicht für meine Zwecke völlig aus.
Welche Software und einfache, preiswerte Lernliteratur dazu empfehlt Ihr 
mir?
Lacht bitte nicht über folgende Frage. Worin besteht der Unterschied im 
ATMEGA und ATiny?

Grüße Enrico

Autor: Sebastian (Gast)
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Mega hat Hardwaremultiplikation, soweit ich weiß, und einen größeren 
Befehlssatz. Wer in C programmiert, merkt das nicht unbedingt. Ein Mega 
kann aber gleichzeitig ADC und UART haben, ein Tiny nur entweder oder. 
Tinys haben üblicherweise eine kleinere Pinanzahl.

Autor: Lutz (Gast)
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Ohne jetzt Glaubenskriege auslösen zu wollen: Zum Einstieg solltest Du 
Dir unbedingt etwas Assembler aneignen. Nicht, um damit programmieren 
zu können, sondern um die Abläufe im µC zu verstehen. Das ist echt 
extrem wichtig, egal mit welcher Sprache man später programmiert. Dann 
solltest Du aber sehr schnell nur noch mit C programmieren, weil 
Assembler echt nicht effektiv ist. Schaum mal in einem Tutorial z.B. das 
Rechnen in Assembler an; ein enormer Aufwand. Heutzutage haben die 
Käferchen i.d.R. ausreichend Flash und RAM, um nicht unbedingt das 
Optimum ausreizen zu müssen, und in C bist Du auch Dank der AVRlibc sehr 
schnell am Ziel (oder auf jeden Fall schneller näher dran). Klar ist es 
dann noch bei extrem schnellen Passagen sinnvoll, ein paar Zeilen 
Assembler in C einzubinden (ja, das geht zum Glück!) zu können oder bei 
logischen Fehlern sich mal den aus C erzeugten Assemblercode 
anzuschauen.

Ich hatte mir seinerzeit auch das STK500 gekauft und nutze es noch. 
Durch das AVRStudio sind viele Nebensächlichkeiten (z.B. FUSES) leicht 
zu lösen. Lernen mußt Du das aber trotzdem unbedingt. Nur hat man gerade 
am Anfang viel schneller viel mehr Erfolge, was zumindest meiner 
Motivation damals gut getan hat.

Autor: Enrico S. (dongle)
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Ok. Lernen ist schon klar. Was brauche ich alles dazu: Literatur über 
Mikrocontroller und über Programmierung incl. der Software.
Vielleicht hat jemand gebrauchte Literatur usw. rumliegen, die er nicht 
mehr braucht, denn die Neuanschaffung ist teurer als eines meiner 
Modelle.
Kein Wunder, das wir Deutschen immer dümmer werden, so teuer wie Bildung 
bei uns ist. Aber bekanntlich läßt sich ja ein dummes Volk leichter 
regieren.

Hat jemand von euch brauchbare Literatur, die er preiswert abgeben kann?

Grüße Enrico

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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kostenlose Literatur:
- dieses Forum und die Tutorials
- die Datenbläter, die man sich bei Atmel holen kann

Damit hat man lange Beschäftigung, ohne ein Buch kaufen zu müssen.

Autor: Jim G. (jimg)
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Klaus Wachtler schrieb:
>[...]
> - die Datenbläter, die man sich bei Atmel holen kann
>
> [...]

Und Frust, wenn man als Neuling sich mit Englisch-Fach-Chinesisch 
rumschlägt.


Ich hatte darmals... was heist "darmals"... ist erst 2 Monate her :-P...
In der Schule C gelernt und gelernt wie man SAB-µC Programmiert...
Der Umstieg auf die AVRs will noch nicht so ganz in meine Birne...

Entwicklungsboard brauchst du nicht.
Ich würde die Platine mit ISP Schittstelle für den µC bauen.
Hat den Vorteil, dass du jeder Zeit ein Update für dein µC machen 
kannst, ohne ihn aus bauen zu müssen.


Zudem empfehle ich direkt mit C anzufangen, oder C++. (C und C++ 
unterscheiden sich nicht stark. Beide können für die Programmierung 
benutz werden)

Lit. für C, kann ich nur "C für Dummies" empfehlen... Titel klingt zwar 
was doof, aber in der tat wird wenig an Vorkenntnisse für dieses Buch 
benötig. Ein AVR-Buch weiß ich jetzt keins, habe ja SAB in der Schule 
gelernt und muss mir nur andere Befehle angewöhnen, die ja hier und um 
Datenblatt beschrieben werden (PORTA statt P1 zB ;-))... Und hätte mein 
lieber Lehrer für die MCT nicht auf seine Blätten ein C im kreis drauf ( 
© ), würde ich es einscannen und dir zu kommen lassen.

Autor: Rik Langobar (Gast)
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Enrico S. schrieb:

> das Reichelt Board ist ja nicht schlecht, vor allem hat man eine
> Komplettaustattung, aber der Preis ist ganz schön gerieben.

Bau dir lieber etwas eigenes (z.B. wie im Tutorial hier): Ist viel 
billiger und du kapierst sofort, wie alles funktioniert. Fuer den Anfang 
reicht ein Mega32, ein FT232 (fuer USB) und ein paar LEDs.

> Welche Software

AVR-GCC und AVR-Libc sind die Mittel der Wahl.

> preiswerte Lernliteratur dazu

Ich glaube ich kenne alle (deutschsprachigen) Buecher zu AVRs. Klares 
Fazit: Sie sind alle nicht das Papier Wert, auf dem sie gedruckt sind. 
Im I-Net, speziell auch hier, gibt es alle Informationen, die man 
braucht. Der Rest steht in den Datenblaettern. Das Einzige, fuer das es 
sich am Anfang lohnen koennte Geld auszugeben, ist ein gescheiter 
Programmer.

Wegen Programmiersprache (ohne Glaubenskrieg anfangen zu wollen): Fang 
direkt mit C an. Das bringt nur Vorteile, wie verstaendlicher, portabler 
Code. Dass C-Code hier und da langsamer ist als etwas, was man in 
Assembler geschrieben hat, ist das Problem des C-Compilers und nicht des 
Programmierers. Falls die Ressourcen auf der Hardware mal so knapp sein 
sollten, dass es wirklich auf solche Kleinigkeiten ankommt, nimmt man 
halt den 50Euro-Cent teureren Controller mit mehr Ressourcen. 
Assembler-Code ist nur sehr schwer wartbar, fehleranfaellig und kaum 
portierbar. C-Code kann man auch oft gut am PC entwickeln und dann auf 
den Mikrocontroller portieren.

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