Vielleicht wird die Aufpressung eines Zahnrades auf die Motorachse bei
der Herstellung so ähnlich gemacht, wie man eine Zündkerze falsch ins
Auto schraubt, und sie später nie wieder raus bekommt. Der Motor muß nur
warm gefahren sein, und die kalte Zündkerze sofort mit Nenndrehmoment
fest gezogen, das reicht schon für einen ordentlichen Schaden.
Zu allem Übel ziehen die meisten Menschen Zündkerzen auch noch wie
Radmuttern am Bagger an, also dem dreifachen Anzugsmoment. Selbst
Radmuttern, da drehen manche wie ein Ochse. Die meistens
vorgeschriebenen 100Nm sind aber gar nicht so arg heftig (Zündkerzen oft
nur 35Nm), das schafft ein zierliches Büromädel locker.
Wegen der gigantischen Wärmeableitung und der Größe der Teile kommt man
da mit Kältespray zum Rausschrauben auch nicht mehr weiter.
Nein, mir passierte das nie, aber Bekannten. Einer fuhr dann murrend
einfach 50.000km mit den alten Zündkerzen weiter, da muß auch noch nicht
sehr viel passieren. Bei meinem früheren Fiat Uno waren die Zündkerzen
bei 50.000km noch wie neu, so gut wie kein Abbrand. Bis über 100.000km
wechselte ich diese nur ein einziges mal, und nur, weil ein Austausch
auch schon bei 15.000km im Wartungsplan steht.
Anderes Auto aber: Elektroden nach 10.000km verbrannt.
Wenn ich dann mal was an Zündkerzen schraubte, dann rieb ich das Gewinde
auch immer noch mit Graphitpulver ein. Sicherheitshalber. Das nur
nebenbei.