Hi,
ich bastel gerade an einem sparsamen ITX Rechner. Dieses Ding soll 30W
bis maximal 60W verbrauchen. Gerade lege ich die Wandler für den
Akkubetrieb aus, und da ich mit dem Gedanken spiele, das Gerät später
auch mal über Solarzellen zu versorgen, sollte man das jetzt wohl am
Besten schon einplanen.
Also in Kürze:
- Wie viel Fläche brauche ich zur Zeit, um bei hellem, bewölkten Wetter
60W zu erzeugen? Ist das noch mobil?
- Schaltet man Solarzellen besser in Reihe oder parallel? Also im
Klartext: Welchen Strom, welche Spannung werden die panels liefern,
damit ich meine Wandler jetzt auslegen kann?
- Was kostet der Spass? Gerne auch im Eigenbau - aber ich hab die
Befürchtung, dass es an den Kosten scheitern wird...
- Ist es geschickt hier noch ein paar Monate zu warten? Wie wird sich
die Solartechnik entwickeln? Sind höhere Wirkungsgrade zu erwarten oder
nur niedrigere Preise? Wie lang müsste ich warten?
Eine 15x15cm Solarzelle (Polykristallin) bringt bei Sonnenschein ca
3.6W.
Das ist aber nur dann, wenn keine Wolken vorhanden sind.
Rechne erstmal aus, welche Fläche du für 60W benötigst. (
60W*(0,15m*0,15m)/3,6W = 0.375 m² = 0.61m*0.61m
Das heißt, dass du bei optimaler Sonneneinstrahlung ein Rechteck mit
61cm Kantenlänge benötigst...
Ich würde mal tippen, dass man bei Wolken mindestens das doppelte
braucht, damit man auf seine 60W kommt.
hmm, das habe ich vergessen zu sagen.
Es geht dabei nicht um Dauerbetrieb. Es geht darum, das Ding bei schönem
Wetter draußen zur Verfügung zu haben.
Doppelte Fläche wären also ca 86cm Kantenlänge... Vielleicht als
zusammenklappbarer Koffer gar nicht so übel.
Ist "Polykristallin" die einzige Technologie, die es gibt? Die einzig
sinnvolle?
Kostenpunkt?
Zukunftsaussichten?
Google benutzten. Steht alles beschrieben, welche Typen welchen
Wirkungsgrad haben.
Wobei ich nie im Leben Solarzellen mitschleppen würde.
Sie sind sehr empfindlich gegen Erschütterungen und im Vergleich zu
Akkus viel zu sperrig.
Nimm lieber ne Handvoll Lithium Polymerakkus und dann haste deinen Saft
für mehrere Stunden
Besorg dir nen Notebook mit KFZ Adapter dazu Standard Paneele mit
geeignetem Laderegler und 12V Bleiakku, wird um einiges einfacher und
billiger. Den Vorteil es in/an jedem Auto nutzen zu können und auch für
ein paar Stunden ohne, gibts gratis dazu...
Ein normales Notebook kommt bei einfachen Tätigkeiten mit 25W aus.
chris schrieb:
> Ich habe mehrere embedded Rechner im Einsatz, welche alle unter 10W> Leistung brauchen, durchschnittlich 4-6W.
Deren Einsatzgebiet ist dann aber auch eher mäßig...
@Armin :
hier meine Antworten zu Deinem OT :
- geh doch nach den Leisuntgsdaten nach denen die Solarmodule
spezifiziert sind. Die Leistung in Watt ist dort mitangegeben.
- mobil ist das was Du selber als "noch mobil" oder "schon zu schwer"
betrachtest. Ist individuell.
- Du kannst in Reihe und auch parallel bis Du die gewünschten Parameter
hast die Du brauchst. In Reihe lässt ein hochohmiges Modul die ganze
Anlage ausfallen. Parallel ist der Strom so hoch wie das schwächste
Modul.
- Die Panels liefern den Strom abhängig vom Sonnenstand und wie gut
(schlecht) sie auf sie ausgerichtet sind. Wenn die Panels (auf Europa
bezogen) nicht nachgeführt werden ist der Wirkungsgrad grottenschlecht.
Im Internet nach Solar und Sonnentagen suchen. Eigeninitative ist hier
gefragt im suchen.
- die Spannung ist bauartbedingt vom Panel abhängig und von der
Ausrichtung des Panels zur Sonne.
- es kostet ca. 170,- (meine Ausrüstung) für den Anfang.
- Geschickt oder nicht geschickt, wer weiss das schon. Da mal den
Solarmarkt an der Börse beobachten. Mal selber nachforschen welcher der
grossen Hersteller ein neues Werk aufmacht. Wo wieder eine neue
Solarfertigung installiert wird, usw und so fort. Sich selber ein Bild
machen.
Ich hab mir z.B. ein 50W Modul bei dem grossen C gekauft. Ist so gross
wie drei DIN-A4 nebeneinandergelegt. Einen 12V Akku auch bei C, den
Laderegler hab ich mir selber zusammengelötet. Damit betreibe ich des
Nachts die Aussenbeleuchung meines Anwesens. Ist auf 12h Betriebsdauer
kalkuliert. Tagsüber wird geladen.
- die sog. Experten rechnen mit der Solarkonstante von 1.36kW/qm ohne
atmosph. Störungen. Auf der Erdoberfläche spricht man dann von der
terrestischen Solarkonstante die dann mit 1kW/qm angegeben ist und die
atmosph. Störungen und Verluste eingerechnet sind. Dazu kommt dann der
Ort und die Jahreszeit hinzu.
Der Wirkungsgrad von Solarmodulen liegt heute zwischen 11-17%. Kannst
dir selber ausrechnen wieviel von den 1kW/qm noch übrigbleiben.
P.S.: Ich lebe in Ghana, deshalb die 12h. Um 6:00 geht die Sonne auf, um
18:00 ist Sonnenuntergang. Tagsüber fast kein Schatten da wir ca.900km
über Äquator sind. Eine Nachführeinrichtung brauch ich nicht. Die Sonne
brennt den ganzen Tag auf die Panels. Mein Problem ist eher die werden
zu heiss.
Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.
Gruss,
beachway95
>> Ich habe mehrere embedded Rechner im Einsatz, welche alle unter 10W>> Leistung brauchen, durchschnittlich 4-6W.>>>Deren Einsatzgebiet ist dann aber auch eher mäßig...
Der Plöderler... ich denke sogar 4-6W sind ueppig. Solange man kein
Word, Excel, oder so laufen muss. Ein AVR32 hat beliebig Dampf und zieht
nur ein Watt.
Für die Nachführung macht es nicht so viel aus wo man ist. Der Effekt
ist am Äquator ähnlich wie hier in Deutschland. Bei bewölktem Himmel mus
man deutlich weniger als der Hälfte der Leistung rechnen, mehr mit 1/10,
hängt aber natürlich von den Wolken ab. Die Auslegung sollte sich also
mehr an der Leistung bei voller Sonne orientieren. Für die direkte
Versorgung sind die Solrzellen also kaum geeignet. Wenn schon dann zum
Laden oder unterstützen eines Akkus. Wegen des Preises sollte man dann
aber lieber beim Stromverbrauch sparen und ein Notebook mit unter 30 W
nehmen, als viel Geld für die Stromversorgung auszugeben.
Bei den Solarzellen ist mit leicht sinkenden Preisen zu rechen, aber
wohl nichts dramatischen. Auch beim Wirkungsgrad kann man keine
wesentlichen Steigerungen gegenüber den jetzt schon guten Zellen (kanpp
20%) erwarten.
@pfft:
Wenn der AVR32 1 W braucht, macht man was falsch.
hoher Hirkungsgrad -> kleine Fläche benötigt -> Monokristaline Zellen
mittlerer Wirkungsgrad -> mittlere Fläche benötigt-> Polykristaline
Zellen
nidrieger Wirkungsgrad -> große Fläche benötigt-> Amorphe Zellen
Ich glaub, ich hab hier mein Modul gekauft, hat (hoffentlich noch) viele
infos auf der Seite:
http://www.oeko-energie.de/
@Ulrich (Gast)
Für die Nachführung macht es nicht so viel aus wo man ist. Der Effekt
ist am Äquator ähnlich wie hier in Deutschland.
- stimmt schon. Der Nachfuehrung ist es egal wo sie ist und der Effekt
ist der gleiche. Bloss in Nordeuropa ist die effektive Leistung eines
Solarpanels noch geringer wenn nicht nachgefuehrt wird weil der
Einfallswinkel (Azimut sagt man ??) sehr stark schwankt ueber die
Monate.
Bei mir nicht.
- die Daten der Panels sind immer auf direkte Einstrahlung bezogen
angegeben. Es gibt von den Herstellern Diagramme wo man ersehen kann wie
die Leistung der Panels abfaellt wenn die Panels nicht 90 Grad zur Sonne
ausgerichtet sind.
- Solarpanels niemals direkt zur Speisung seiner Verbraucher einsetzen.
Immer Laderegler und Akku dazwischen.
- Preis, Stromverbrauch ? Ist individuell und jedem selbst ueberlassen.
Wenn der OT Armin nunmal zwischen 30W und max. 60W hat dann wird er eben
auf max. 60W hin dimensionieren. Wenn er zu klein dimensioniert hat
merkt er es sehr schnell selber wenn nach 30min oder eben 2h der Akku
nichts mehr bringt. Er muss sich nur noch ueberlegen wie lange er seinen
ITX Rechner ueber den Akku betreiben will. Danach wird dann die Groesse
vom Akku bestimmt.
- stimmt. Am Wirkungsgrad wird sich so schnell nichts aendern. Das
Problem ist vielmehr, aehnlich wie den TFTs oder LCD Panels anfangs, die
Ausschussrate ist zu hoch, daher kommen die Preise. Die Hersteller
arbeiten intern fieberhaft daran die Ausschussrate zu druecken.
Gruss,
beachway95