Hallo,
der Attiny hat ja ne Betriebsspannung von 1,8V bis 5,5V.
Ist da auch der Stromfluss wichtig? In der Schaltung, die ich mir gerade
überlegt hab, werden es nämlich nur ca. 120uA sein... o.0
Oder gibt es auch das Pendant zum Spannungswandler, nämlich irgendein
Baulement, das die Stromstärke (hoch)wandelt?
Beste Grüße, J!M!
Der Strombedarf geht runter, wenn die Spannung niedriger ist, aber auch,
wenn man mit der Clockfrequenz runtergeht. Außerdem ist es ratsam,
Sleep-Modes zu verwenden.
Ein Schaltregler, der die Spannung "runterwandelt" (Buck converter),
braucht am Eingang weniger Strom (aber natürlich mehr Spannung), als am
Ausgang rauskommt. (Jaja, ich weiß, nur wenn nicht eine geringe
Spannungsdifferenz und/oder ein schlechter Wirkungsgrad in die Quere
kommen.) Das ist aber eine andere Geschichte und hat mit dem Strombedarf
des ATtiny nichts zu tun.
G
okaaay, mit dem lesen des beitrags, kam mir in dem kopf dass I
höööchstwahrscheinlich davon abhängt, wieviel der uC gerade selbst
braucht. -.-
tyaa, ich muss es immer wieder sagen: In der Schule wird ja schön und
gut die Theorie wie U-R-I gelernt, aber einfach zuuu selten mal
praktische Sachen... Wenn's mal drauf ankommt, kommen dann einem so
dumme Fragen in den Kopf.. uppsasa.
Kann vielleicht einer die Feststellung am Anfang dieses Postes
bestätigen oder dementieren?
Beste Grüße, J!M!
Stromfluss ist immer wichtig, denn wenn er behindert ist, geht nix.
Also bitte mal besser formulieren z.B.
In der Schaltung, die ich mir überlegt hab, stehen nur 120 uA zur
Verfügung.
Oder war etwas Anderes gemeint ?
Was heisst o punkt Null, am Ende der ersten Frage ?
Hmm, mir fällt grad so ein, zu Peter's Post.
Ja, der Stromfluss ist im Prinzip begrenzt, denn der uC wird am C eines
Transistors sitzen, mit U(CE) = 6V; I am uC ist somit abhängig von Strom
und Spannung an B, die bei ca. 500mV und nur 1,2uA liegt, sodass egal
wie groß oder klein der Verbrauchswiderstand ist, die Stromstärke am
Verbraucher/also hier uC beträgt immer nur ca. 120uA. Könnte das
problematisch werden?
PS: Merke gerade, dass meine Frage evtl. doch nicht soooo doof war...
Ähnlich zu meiner geplanten Schaltung, gilt die gleiche Frage ja für
eine Reihenschaltung von einem uC und einem ohmschen Widerstand. Sagen
wir,
ich habe eine Betriebsspannung von 5.5V, die also attiny45-konform ist,
und dann habe ich neben dem attiny45 noch einen Widerstand mit 4M7 in
Reihe; so, dann kann der attiny45 meiner Ansicht nach höchstens nur noch
im uA Bereich ziehen, wird das nicht problematisch?
Beste Grüße, J!M!
4M7 Widerstand in Reihe zum Controller? Soll das ein Witz sein? Ohne Dir
zu nahe treten zu wollen: Deine Ausführungen vermitteln nicht den
Eindruck, als ob Du wirklich eine Ahnung von dem hast, was Du tust.
Deshalb wird es auf jeden Fall problematisch.
Stimmt schon, dass ich nicht so viel Ahnung habe, aller Anfang ist
schwer, und da taste ich mich langsam ran... Beim nächsten Mal weiß ich
doch Bescheid, wenn man es mir jetzt nett erklärt, oder nicht? :)
Aber, einen 4M7 schalte selbst ich nicht mit einem uC in Reihe, das war
jetzt mal hypothetisch, um die Frage zu vereinfachen, siehe
>> Sagen wir...
Aber ich hab schon ne Lösung für mein Problem, trotzdem Danke für die
netten konstruktiven und auch, für die manchmal leider nicht wirklich so
hilfreichen Antworten.
Ich hoffe, und das meine ich jetzt wirklich vom Herzen ohne jeglichen
Sarkasmus, dass ihr mal versteht, dass wenn man auf einige Sachen noch
nie gestoßen ist oder noch nie gelernt hat, dann stellt man mal halt
dumme Fragen. Beim nächsten mal weiß man es doch, da muss man doch nicht
gleich runtergemacht werden, oder nicht?
Ich freu mich doch auch, wenn ich mal jemandem dem Einstieg in etwas, wo
ich schon mehr Erfahrung habe, erleichtern kann.
Und ich denke mal, dass vor allem der Anfang schwer ist. Hat man erst
mal den Überblick, dann kann man sich auch viel Neues selbst erklären.
Beste Grüße, J!M!
Wenn du eine Lösung hast ist es ja gut. Ansonsten solltest du mal einen
Schaltplan posten. Ich zumindest habe keine Vorstellung davon was du vor
hast.
(Bipolare-)Transistoren sind Strom- und nicht Spannungs gesteuert. Ohne
Gegenkopplung ist das auch noch stark temperaturabhängig. Abgesehen
davon streuen die Verstärkungsfaktoren der Transistoren ganz erheblich.
:):) Okay, alsoo..
Ein Attiny45 betreibt einen Piezo-Summer, basierend auf dem "Wavetable
Synthesizer" von elm-chan.
Das Projekt ist, dass ein aufklappbarer Schlüsselanhänger eine Melodie
abspielen soll, wenn der Deckel aufgeht. D.h., gewissermaßen ist der
Deckel der Schalter in der ganzen Sache, aber nur "invertiert" - wenn
der Deckel->"Schalter" aufgeht, soll Musik gespielt werden, durch den uC
soll also Strom fließen; ist der Deckel zu, eben nicht.
So, nun gibt es einerseits die Möglichkeit einer mechanischen Lösung mit
Federn etc., die ich aber mittlerweile wieder verworfen habe aus
Platzmangel. Dann gibt es andererseits scheinbar noch die Möglichkeit
mit dem RESET des Attiny's iwas zu machen, also programmiertechnisch,
aber so bewandt bin ich noch nicht im Programmieren von uCs und die Zeit
reicht fürs Einarbeiten, was ich sonst machen würde, nicht mehr.
Bleibt also nur noch eine elektrische Lösung.
Schon ziemlich früh kam mir die Idee einer Pull-Up-Schaltung, wie man
ihn von dem Schalten einer LED an einem uC kennt, in Reihe: VCC,
Pull-Up-Widerstand, und ein mechanischer Schalter, GND. So, zwischen dem
Pull-Up-Widerstand und dem mechanischen Schalter hängt die Elektronik
mit uC&Co. -> ist der mechanische Schalter zu, fließt der Strom direkt
vom VCC zu GND, ist er offen, dann fließt der Strom über die Elektronik
ab.
Bis jetzt alles schön und gut, das Problem ist aber, dass auch wenn die
Elektronik nicht läuft (d.h., der Deckel zu ist und keine Musik gespielt
wird, was wohl in der meisten Zeit sein wird), die ganze Zeit Strom
fließt, und zwar relativ viel. Und ich meine, wenn ich sowieso nur zwei
Knopfzellen mit 6V und 75mA zur Verfügung habe, dann wird das Ding nicht
lange halten.
Nun, meine Idee ist jetzt eine Pull-Up Schaltung mit einer
Transistorschaltung zu kombinieren. Vielleicht wird die folgende
Erläuterung verständlicher, wenn man die Schaltskizze parallel dazu
betrachtet (Anhang).
Der Pull-Up-Widerstand soll 4M7 haben, damit der Stromfluss der
Pull-Up-Schaltung stark begrenzt wird. D.h., wenn der Schalter zu ist,
fließt nur noch wenig Strom direkt von VCC zu GND, ohne durch die
Elektronik zu fließen.
Geht der Schalter auf, soll der Strom zu B des Transistors geleitet
werden, sodass nun durch die Elektronik (in der Schaltung der Widerstand
oben rechts), die an C hängt, der selbst noch eine Verbindung direkt von
VCC hat, ein etwas größerer Strom fließt.
Grundsätzlich wird das, was ich brauche schon erfüllt. Da aber die
Spannung an B mit 6V wohl zu klein ist, und somit der Transistor immer
noch ziemlich stark sperrt (und wohl wie ein großer Widerstand wirkt),
wird die Elektronik wohl ziemlich wenig Strom bekommen, was evtl.
durchaus zu einem Problem werden könnte. Meine Idee ist dann, dass ich
direkt vor B des Transistors, noch einen Spannungswandler oder so
einbaue, der die 6V von der Spannungsquelle nochmal etwas hochzieht,
sodass der Transistor leitfähiger wird.
Die Spannungsquelle selbst darf ich ja nicht vergrößern, da erstens der
Attiny ja max. nur 5.5V kriegen darf, und zweitens dann wieder mehr
Strom durch die Pull-Up-Schaltung fließt, was ja ungünstig für die
Batterien ist.
Puuh, hoffe das war verständlich beschrieben. :)
J!M!
Aha. Das ließe sich in der Tat per Software mit Sleep Mode und Interrupt
lösen. Rein elektrisch könntest du einen BS170 nehmen. Das ist ein
Mosfet und damit rein spannungsgesteuert. Dann könnten da 100mA oder
mehr fließen.
Oder du verschaltest zwei bipolare Transistoren als Darlington (oder
nimm einen BC879). Mit einem Verstärkungsfaktor von etwa 10.000 sollte
es da auch keine Probleme geben.
Der Tiny13 dürfte bei 5V und 1Mhz etwas unter 1mA brauchen. Ein
Abblock-Kondensator zwischen VCC und GND dürfte nicht schaden. Und einen
aktivierten Brownout Detector (Fuse) für einen sauberen Start/Stop.
Deine Schaltung würde sich aber praktisch nicht ändern.
Ich nehme mal an du reduzierst die 6V mit ein- oder zwei Dioden auf
einen AVR tauglichen Wert?
Hallo!
Vielen vielen Dank für den Tipp einer Darlington-Schaltung, genau das
was ich brauche. Hatte halt noch nie was von dieser Schaltung gehört,
echt cool. :):)
Achja, hab es gerade noch mal im Simulator mit einem MOSFET ausprobiert:
Erschreckend wie gut es wirkt! :) Hammer, danke!
Könnte ich dann auch so was Ähnliches wie eine Darlington-Schaltung mit
MOSFETS machen, sodass der Verstärkungseffekt noch ein bisschen größer
wird?
Ah, du hast mir echt geholfen, vielen dank!
Beste Grüße, J!M!
Ahh, unos momentos.
> Könnte ich dann auch so was Ähnliches wie eine Darlington-Schaltung mit> MOSFETS machen, sodass der Verstärkungseffekt noch ein bisschen größer> wird?
Läuft höchstwahrscheinlich mal wieder auf eine dumme Frage hinaus, denn
ich seh gerade dass der Strom zwischen Drain und Source ja bereits so
sind wie wenn da gar kein Transistor als Widerstand wäre, also schon
quasi maximal... Richtig?
Achso, und warum hastu den bc879 wieder verworfen?
>dass der Strom zwischen Drain und Source ja bereits so>sind wie wenn da gar kein Transistor als Widerstand wäre, also schon>quasi maximal...
Ja, bei den 6V am Gate dürfte der in der Sättigung sein. Da wirkt dann
nur noch der RdsOn von etwa 5 Ohm.
Wenn du was mit SMD machen willst/kannst dann gibt es noch viel
interessantere Typen wie den PMV60 im SOT23 Gehäuse: 4.7A und 0.055 Ohm.
Bringt hier aber natürlich keinen Vorteil außer der Bauform.
Wenn du einen Mosfet bekommen kannst dürfte das die beste Wahl sein. Die
hat nur nicht jeder. Zumindest nicht in kleinen Gehäusen.
Der BC879 hat bei geringen Kollektorströmen nur einen kleinen
Verstärkungsfaktor. In deiner Schaltung wäre der nicht besser als ein
einzelner Transistor. Der hat einen Widerstand zwischen B-E des zweiten
Transistors.
> Wenn du was mit SMD machen [...] kannst..
Eine penible Frage: SMD kann man doch immer oder? Nur größer darf es
nicht sein, oder wann dürfte/könnte man kein SMD machen?
> Bringt hier aber natürlich keinen Vorteil außer der Bauform.
Uhm, welchen Vorteil sollte es denn noch bringen können?
Den PMV60 müsste ich dann bei Farnell bestellen, wie steht's denn mit
dem BSS138? Ist "sogar" (?) LowLevel, und den kriege ich hier direkt bei
Segor in Berlin.
@ J!M! (Gast)
>dem BSS138? Ist "sogar" (?) LowLevel, und den kriege ich hier direkt bei>Segor in Berlin.
Dann nimm den, für die paar mA reicht der locker.
MFG
Falk
Hallo,
der Tiny 45 zieht irgendwas um 3µA im Powerdown bei 5V.
Schick ihn schlafen und gut.
Externer PullUp so groß wie möglich, Kontakt gegen GND.
Wecken mit H am Portpin und nach jedem Musikdurchlauf schauen, ob noch H
anliegt, sonst wieder schalfen schicken.
Daran denken, alles abzuschalten, was Strom verbraucht, interne PullUp
sind da schon störend niederohmig.
Watchdog aus, Brown-Out aus, kostet alles Ruhestrom.
Gruß aus Berlin
Michael
@ Michael U. (amiga)
>Daran denken, alles abzuschalten, was Strom verbraucht, interne PullUp>sind da schon störend niederohmig.
Aberr nur an beschalteten Pins! Unbeschaltete brauchen die Pull-Ups,
egal ob intern oder extern.
MFG
Falk
>> Wenn du was mit SMD machen [...] kannst..>Eine penible Frage: SMD kann man doch immer oder? Nur größer darf es>nicht sein, oder wann dürfte/könnte man kein SMD machen?
Ok, ich bin aus irgendeinem Grund davon ausgegangen das du bedrahtete
Bauteile verwendest was bei einem Schlüsselanhänger oder was das wird
natürlich nicht so geeignet ist. SMD kann/will nicht jeder verabeiten.
>> Bringt hier aber natürlich keinen Vorteil außer der Bauform.>Uhm, welchen Vorteil sollte es denn noch bringen können?
Der PMV60 kann deutlich größere Ströme schalten als der erstgenannte
BS170 im TO92 Gehäuse. Ist in deinem Fall aber egal. Wie gesagt ich war
bei bedrahteten Bauteilen.
Der BSS138 reicht natürlich aus.
@Micha
Danke für den ausführlichen Tipp - da dies aber wohl wieder etwas
programmiertechnisch ist, werde ich mir das erst nach dem Fertigstellen
des Geschenks genauer angucken, da ich erst mal diese elektrische Lösung
probieren möchte.
Ok, @Falk und Gast, ich probiere es dann mal mit BSS138.
Aso, und nochmal... BSS138 ist ja ja auch in SOT32, wenn ich jetzt aber
beispielsweise sage, ich möchte doch eine bedrahtete Bauform, dann würde
so wie ich es verstanden habe der BS170 auch reichen, bloß in dem Falle
(jetzt "the other way round" zum PMV60) den Nachteil einer größeren
Bauform haben?
Beste Grüße, J!M!
@ J!M! (Gast)
>Aso, und nochmal... BSS138 ist ja ja auch in SOT32, wenn ich jetzt aber
SOT23
>beispielsweise sage, ich möchte doch eine bedrahtete Bauform, dann würde>so wie ich es verstanden habe der BS170 auch reichen,
Ja.
>(jetzt "the other way round" zum PMV60) den Nachteil einer größeren>Bauform haben?
Ja.
MFg
Falk