schließen, geschlossen?

Gast #1307074
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sehe ich das richtig, dass schließen mit ß und geschlossen
mit ss geschrieben wird?

Ich bin ziemlich verwirrt was die ss<->ß Schreibweise angeht.
Normalerweise schreibe ich alles mit ss .. diesmal muss es
aber korrekt[1] sein.

[1] Wenn es bei diesem Thema überhaupt ein "korrekt" gibt.
Gast #1307092
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> Ich bin ziemlich verwirrt was die ss<->ß Schreibweise angeht.

Dies ist einer der wenigen Punkte, wo die neue deutsche Rechtschreibung
wirklich eine Vereinfachung gebracht hat:

Das ss folgt auf einen kurz, das ß auf einen lang ausgesprochenen Vokal.

In schließen wird das i lang, in geschlossen das o kurz ausgesprochen.
Gast #1307095
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Regel:

Nach kurzem Vokal doppel S und nach langem Vokal (oder so doppelvokalen 
wie zum Beispiel ei ) ß

Beispiele:

kurze Vokale:
l*a*ssen, f*a*ssen, F*a*ss, R*a*sse

Für die langen/Doppel Vokale:

Schweiß, reißen, beißen, heißen usw

Allerdings gilt diese Regel irgendwie nicht immer :( Zum Beispiel beim 
Wort Eis.

naja deutsche Sprache = seltsam ;))
Gast #1307105
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Um ca. 1975 herum musste ( mußte ? ) ich die nachfolgenden Schreibweisen 
bereits lernen:

schließen / geschlossen
***********************

"Vereinfachung" ist da wohl kaum gegeben ???

Eher mehr Umsatz bzw. Profit für Langenscheidt, Klett, Duden und Co. !?
Gast #1307161
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> Allerdings gilt diese Regel irgendwie nicht immer :( Zum Beispiel beim
> Wort Eis.

> "er liest", oder "ich las"
> Da haut es mit der "langer Vokal" Regel schon nicht mehr hin.

und ihr habt wirklich Abitur?
Gast #1307208
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Ja ich habe Abitur. Derartiges lernt man aber schon spätestens in der 
Mittelstufe. Hast du die schon abgeschlossen? Was ist falsch an "er 
liest" und "er las"?  Man schreibt es nunmal so. Guck in den Duden, 
falls du einen besitzt.
Gast #1307232
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Das ist totaler Mumpitz. Es war folgendes gesagt:
> Nach kurzem Vokal doppel S und nach langem Vokal (oder so doppelvokalen
> wie zum Beispiel ei ) ß

Und das stimmt einfach nicht ausnahmslos, wie das Verb "lesen" beweist. 
Was ist daran jetzt ein anderer Sachverhalt? Versteh ich nicht. Wenn du 
also die Güte hättest, dich zu erklären?
Gast #1307239
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Gast (Gast) wrote:
Datum: 21.06.2009 22:04

> Ja ich habe Abitur.

Davon merkt man aber nichts.

> Derartiges lernt man aber schon spätestens in der
> Mittelstufe. Hast du die schon abgeschlossen?
> Was ist falsch an "er
> liest" und "er las"?  Man schreibt es nunmal so. Guck in den Duden,
> falls du einen besitzt.

Wieso meldest du dich zu Wort wenn du nicht mal mitbekommen hast worum 
es ging? Große Klappe, aber nichts dahinter. Lern erst mal lesen, dann 
kannst du dich mit einem sinnvollen Kommentar noch mal melden.

Setzen 6!
Gast #1307250
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OK, ich verstehe zwar jetzt, was ihr meint (stand tatsächlich gedanklich 
auf dem Schlauch), es ändert aber nur geringfügig was. Denn die zitierte 
Regel spricht nur und ausschließlich von lang gesprochenen Vokalen, und 
davon gibt es fünf, eigentlich sogar acht. Und "lesen" hat nunmal in 
Grundform wie in Konjugation einen langen Vokal, nicht gefolgt von ß.
Dafür, dass jemand die Regel nicht richtig hinschreibt, weil die 
Eingrenzung fehlt, kann ich auch nichts. Ich sage ja auch nicht "Der 
Satz des Pytagoras lautet a^2 + b^2 = c^2", da würden die Leute auch 
zurecht rebellieren.
Gast #1307264
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Sehe den Widerspruch immer noch nicht. Tut aber auch nichts zur Sache. 
Die Nummer hat einfach keinen Sinn mehr. Die Threadfrage ist 
beantwortet, und ich werde mich mit dir sicherlich nicht auf eine 
Rechtschreibdebatte einlassen, die auf halbgar formulierten Regeln 
beruht.
Punkt.
Gast #1307347
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@ Rufus,

ich habe die Regel aus dem Gedächtnis zitiert und bin froh über jede 
Berichtigung, da ich somit auch etwas lernen kann. Dennoch hast du mir 
noch nicht erklärt, weshalb "Eis" nicht mit scharfem ß geschrieben wird, 
obwohl das s als ein scharfes ß ausgesprochen wird und zudem ein ei 
davor steht.
Gast #1307404
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Dann sprecht mal "Bei winterlichen Verhältnissen kann die Tragfläche 
vereisen" und "Vorsicht mit dem heißen" Kaffee. Man spricht das s und 
das ß sehr wohl verschieden aus, der Unterschied verschwindet nur am 
Silbenende. Im Deutschen gibt es die sog. Auslautverhärtung, deswegen 
ist die Aussprache am Silbenende immer wenig geeignet, um zwischen s und 
ß, zwischen d und t, g und k, b und p zu unterscheiden.

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