moin!
Habe einen Garten geerbt mit vielen Schnecken!
Da die Franzosen Weltmeister im Weinbergschneckenvertilgen sind,
und ich auch am Hungertuch nage, frage ich, wie diese Schnecken
zubereitet werden?
Eine Anfrage an die französische Botschaft dürfte wohl sinnlos sein.
Das ist jetzt hier wirklich ernst gemeint!
Wie werden diese Biester zubereitet?
Hat da jemand Erfahrung?
O
Ich hab mal Schnecken in Frankreich gegessen. Du mußt schon großen
Hunger haben.. es ist nicht lecker. Schmeckt hauptsächlich nach Erde,
mit viel Butter, Knoblauch und Baguette schmeckt es nach Knofl-Baguette
mit nur ein bischen Erde.
Die Schnecken werden erstmal irgendwie aus ihren Häuschen geholt dann
wird der Fuß abgeschnitten den das Innere der Schnecke mit Gedärmen usw
ist nicht wirklich wohlschmeckend. Danach werden Sie gedünstet und wider
in die (gewaschenen) Häuschen gesteckt. Es kommt noch Kräuterbutter
hinzu und das ganze wird im Rohr gebraten. Nur kurz, damit die
Kräuterbutter schmilzt. Am besten kann man die Häuschen aufstellen indem
man ein Suppenteller nimmt und mit Salz füllt und da die Häuschen
hineinstellt, damit sie nicht umfallen.
Ich bin zwar kein Schneckenprofi aber so wurde mir das mal erklärt.
Wenns nur darum geht mal Schnecken zu kosten, die gibts auch im
Supermarkt fertig mit Kräuterbutter eingefrohren. Die kommen nur noch
schnell in den Backofen.
Du nagst am Hungertuch und willst Schnecken essen? Naja... Dann mal
guten Appetit, mir schmecken die Tierchen nicht, aber das ist natürlich
Geschmackssache :-)
Bitte einen Namen eingeben oder einloggen. schrieb:
> Da die Franzosen Weltmeister im Weinbergschneckenvertilgen sind,> und ich auch am Hungertuch nage, frage ich, wie diese Schnecken> zubereitet werden?
Die aus deinem Garten: gar nicht, die stehen unter Naturschutz.
Naturschutz? Weinbergschnecken gibt es doch zuhauf? So daß sie in
Frankreich sogar verzehrt werden? Warum also?
Na und wenn er Hunger hat - hat er Hunger! Erst kommt das Fressen, dann
die Moral..
So so, die stehen also unter NTS!
Dann sollte ich wohl sie exportieren! Nach F:
Also: diese Tiere fressen alles ab, was ich gepflanzt habe
Also: frese ich diese Tiere und das was ich gepflanzt habe!
heiss schrieb:
> Naturschutz? Weinbergschnecken gibt es doch zuhauf?
Offenbar nicht, sonst würden sie nicht unter Naturschutz stehen.
> So daß sie in> Frankreich sogar verzehrt werden?
Meines Wissens sind das Zuchtschnecken.
Bitte einen Namen eingeben oder einloggen. schrieb:
> Also: diese Tiere fressen alles ab, was ich gepflanzt habe
Beschaff dir einen Igel. Für den dürfte die Naturschutzgesetzgebung
uninteressant sein. ;-)
Bist du dir denn überhaupt sicher, dass es /Weinberg/schnecken sind?
>Bist du dir denn überhaupt sicher, dass es /Weinberg/schnecken sind?
Jo, da sind welche.
Andere Schneckenerten natürlich auch da.
Bei der Gartenbegehung macht es öfterns knirssch.
Die Frasfeinde erledige ich mit Schneckenkorn. Das schleimt tierisch!
Die mit dem großen Gehäuse sehen halt eßbar aus!
Aber wie zubereiten?
Es gibt den Trick die Viecher mit einer mit Bier gefüllten, bis zum
Rand eingegrabenen Schale anzulocken! Das hat den Vorteil, das man
sich die Marinade sparen kann.
... fui Teufel was die Leute alles fres..... :)
> Bei lebendigem Laib schlachten
also ich kenne z.b. keinen metzger/schlachter, der tote tiere
schlachtet. wenn ein tier geschlachtet werden soll, dann ist es i.a.
noch am leben. außer es lacht sich über das aussehen des
schlachters/einen guten witz/sonst was tot...
p.s. wenn bei mir im garten irgendwelche schnecken auftauchen, dann
stelle ich sie meistens auf die straße. was kann ich dann dafür, wenn
sie nicht schnell genug unterwegs sind und von einer unaufmerksamen
fahrzeuglenkkraft (um geschlechtneutral zu bleiben ;-) ) überfahren
werden?
Nachdem was ich mal gehört habe, muss man die zukünftige Nahrung kurz in
kochend heisses Wasser werfen (nachdem sie sich im Sack hängend
ausges..... haben.
Bitte einen Namen eingeben oder einloggen. schrieb:
> wir driften ab. es geht nicht um schneckenbekämpfung sondern um die> möglichkeit des Essens.
Das Essen ist doch auch eine Art von der Bekämpfung dieser Schnecken! ;)
Ich hab früher als Student bei einem Garten- und Landschaftsbauer
gearbeitet.
Der hat fast täglich während der Arbeit zahlreich solche Schnecken
eingesammelt und, wie Andreas schon geschildert hat, abends ins kochende
Wasser geschmissen. Aber ohne vorher ausscheissen lassen.
Der hat das immer mit einem Genuss gegessen...da hab ich am Feierabend
aber ein kühles Blondes vorgezogen, das kann ich Euch sagen.
Schnecken aus dem Häuschen locken, dann ab in den Mixer damit, und einen
leckeren Protein-Shake draus machen! Wahlweise kannst du da noch
Erdbeer- oder Hühnchen-Geschmack mit beitun, um einen anderen Eindruck
zu bekommen.
Schnecken muessen vor dem Verzehr eine mindestens zehntaegige
Hungerkur ueberstehen, die im Franzoesischen Mittelmeergebiet durch
eine Thymian-Diaet gemildert wird. Grund sind fuer den Menschen
giftige Blaetter, die sich die Schnecken moeglicherweise einverleibt
haben. Der Reinheit wegen warten dann drei Waschungen mit Wasser auf
sie. Die erste widmet sich ihrem Aeusseren, die zweite, nun mit
Essig und Salz angereichert, dem Inneren. Ein Bad in klarem Wasser
folgt. Meist werden die Schnecken dann blanchiert, abgekuehlt, aus
ihren Haeusern gezogen und in der Regel in gut gewuerzter Bouillon
gekocht. Kalt fuellen sie erneut die inzwischen sterilisierten
Gehaeuse. Mit Kraeuterbutter zugestrichen sind sie kuechenfertig.
ich weis nicht - irgendwie scheint mir das gar nicht erstrebenswert,
Schnecken zu essen. Sieht aus (und schmeckt vermutlich auch so) wie das
was man sich aus der Nase rausschneuzt....
Also als ich dies alles gelesen hatte, ist mir die Lust auf die von mir
gesammelten Wb Schnecken vergangen.... LOL... ich lasse sie wieder
laufen, na ja oder kriechen, die kleinen schleimer.
Wieder locker 50 Leben gerettet ;-))
Simon K. schrieb:> Was ein Glück, dass ich sowas schleimiges nie selbst essen würde.
In der Tat. Finde ich auch nicht schlimm ein echter Gourmand zu sein
Uhu Uhuhu schrieb:> Weinbergschnecken stehen unter Naturschutz
Und das nicht erst seit gestern:
Jörg Wunsch schrieb:> Die aus deinem Garten: gar nicht, die stehen unter Naturschutz.
Aber falls der Threaderöffner immer noch den Viechern hinterher rennt,
um eins zu fangen, ist jetzt natürlich genau der richtige Zeitpunkt,
ihn noch einmal daran zu erinnern :)
Na ja, man kann sie in Dosen kaufen. Vermutlich importiert.
Zumindest ein Teil entstammt auch aus Zuchten.
Daß sie vom Aussteben bedroht sind, ist zumindest in den Rheinauen nicht
der Fall.
Früher, als ganze Armeen von Schneckensammlern - z.T. aus Frankreich
angereist - ausschwärmten, war das anders und man versuchte, das mit der
Weinbergschneckenverordnung in den Griff zu bekommen.
Mittlerweile stehen sie ausnahmslos unter Schutz.
Die schmecken noch besser. Darf man aber nicht laut sagen.
Übrigens: vor gut hundert Jahren gab es noch Vogelbestimmungsbücher, in
denen stand bei der Artbeschreibung immer noch dabei, wie der Vogel
schmeckt.
Uhu, wenn das das ist was du liest, wundert es mich nicht
was du schreibst.
>Darf man aber nicht laut sagen.
Warum denn das nicht? Auch Artengeschützt?
Ob Schnecken zum Verzehr unappetitlicher sind als Schwein, Rind, oder
Fisch, möchte ich mal dahin gestellt lassen. Was bitte ist am Schwein
besonders appetitlich? Etwa, daß das Schnitzel nach dem Braten auf dem
Teller gut duftet? Ungewürzt, unmariniert, schmeckt es auch nach gar
nichts. Alles Ansichtssache und Definitionsfrage. In Südfrankreich und
China essen sie auch Hund, oder gar Ratten.
Und die Aborigines essen Käfer, Larven, Maden und Insekten.
Fakt ist doch, daß es bei jedem Lebewesen Fleisch ist, und Fleisch eine
eiweißhaltige Nahrung ist.
Manchmal an Regentagen gibt es hier so dermaßen viele von den roten und
schwarzen Nacktschnecken auf Gehwegen, daß es locker für einen
10-Liter-Eimer bei einer halben Stunde Sammelarbeit reichen würde. Meine
Eltern und auch Nachbarn streuen Schneckenkörner im Garten, und
zerschneiden die zusätzlich mit der Schere. Die würden sonst den
gesamten Anbau im Garten auffressen. Einfach aus dem Garten weg
transportieren, hilft auf Dauer auch nicht.
Wenn die allerdings hart eingetrocknet in der Sonne am Gehweg fest
kleben, und man drauf tritt, staubt es nur mal kurz. Da ist nicht viel
Material dran.
Wer also wirklich in Not ist, kein Geld hat, da kann man sowas sicher
mal ganz schmerzfrei selbst entscheiden, was man tut. Mein Vater
erzählte öfters von einem Chinesen im Wohnort, der zu Zeiten des WW2 mit
dem Schlachtmesser in der Hand Hunden hinterher rannte.
Verbote helfen auch niemandem in Not. Wenn man verklagt wird, und nicht
zahlen kann, da gibt es Haftstrafe. Da ist es dann wieder besser mit dem
Essen.
Übrigens: Für Froschschenkel müßte ich mal nur gut 15 km weit fahren.
Die liegen jenseits der Grenze auf der Luxemburger Seite in jeder
Kühltruhe bei den Tankstellen. Und zwar, von der Menge her, genau so
viel wie Fertigpizzen. Da es schon lange keine Zollkontrollen mehr gibt,
ist das auch für deutsche Grenzbewohner kein Problem.
Damit niemand auf falsche Rückschlüsse kommt: Schnecken gibt es bei mir
NOCH nicht.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Ob Schnecken zum Verzehr unappetitlicher sind als Schwein, Rind, oder> Fisch, möchte ich mal dahin gestellt lassen. Was bitte ist am Schwein> besonders appetitlich? Etwa, daß das Schnitzel nach dem Braten auf dem> Teller gut duftet? Ungewürzt, unmariniert, schmeckt es auch nach gar> nichts. Alles Ansichtssache und Definitionsfrage. In Südfrankreich und> China essen sie auch Hund, oder gar Ratten.
Tja, das frage ich mich manch mal auch, aber Geschmäcker sind nun mal
verschieden. Ich find an Schwein oder Rind nichts ekelhaft dran, auch
nicht wenn ich sie noch in "zusammengebauter Form" sehe ;-) Vielleicht
liegt das daran, dass das hier einfach so üblich ist und man das seit
kindauf so gewohnt ist.
Ich würde aber nie Schnecken, Spinnen oder andere Insekten essen.
Känguru oder Hai würde ich aber trotzdem mal gerne probieren.
Simon K. schrieb:>Vielleicht liegt das daran, dass das hier einfach so üblich ist>und man das seit kindauf so gewohnt ist.
Exakt, so ist es. Andere Kulturkreise, andere Gewohnheiten.
Simon K. schrieb:> Ich würde aber nie Schnecken, Spinnen oder andere Insekten essen.
Spinnen? Der Weg bis zum Krebs ist da nur mäßig weit und die schmecken
vorzüglich.
Andere Insekten habe ich sogar schon freiwillig gegessen: Kleine Raupen
aus den Gallwespen von wilden Rosen sind zwar winzig, aber schmecken
fein nussig.
Bei Mücken & Co., was man so auf dem Fahrrad serviert bekommt, ist nicht
das Innenleben das Unangenehme, sondern der Chitinpanzer. Das Problem
bei den heimischen Insekten ist, daß sie so klein sind und dewegen der
Chitinanteil sehr hoch ist.
Ein Heuschreckenrezept muß ich mal suchen - mal sehen, wie das große
Heupferd gebraten schmeckt.
Im Übrigen: Wenn ihr wüßtet, was ihr so alles freßt, würdet ihr von früh
bis spät kotzen, oder zur Vernunft kommen ;-)
Uhu Uhuhu schrieb:>Bei Mücken & Co., was man so auf dem Fahrrad serviert bekommt,
Baaah, so ne durch die Nase eingeatmete Minifliege brennt in den
Schleimhäuten wie der Teufel. Ist wie Schnupfen.
>Im Übrigen: Wenn ihr wüßtet, was ihr so alles freßt, würdet ihr>von früh bis spät kotzen, oder zur Vernunft kommen ;-)
Mach mal ein Beispiel. Du meinst jetzt sicher sowas, wie ne
Konserven-Linsensuppe aus der verarbeitenden Lebensmittelindustrie, die
mit Zusatzstoffen auch die gewünschte Farbe bekommt?
Wie hieß das andere Zeugs noch? Analogkäse?
Ein notorisches Ekelthema ist die Frage, woraus man alles "Fleisch"
machen kann.
Und ja, Zusatzstoffe sind sehr wichtig, denn damit werden viele Dinge
erst genießbar. Mit Eiweißzugabe wir die Pampe dann gebunden.
Jeder, der schonmal selbst geschlachtet hat, weiß, das das durchaus
weder schön, noch appetitlich ist.
> Baaah, so ne durch die Nase eingeatmete Minifliege brennt in den> Schleimhäuten wie der Teufel. Ist wie Schnupfen.
Da gibt es zwei mögliche Ursachen dafür:
Entweder das Tierchen sondert irgendwelche ätzenden Abwehstoffe ab -
fliegende Ameisen können das -, oder der scharfkantige Chitinpanzer
reizt.
Uhu Uhuhu schrieb:>Jeder, der schonmal selbst geschlachtet hat, weiß, das das>durchaus weder schön, noch appetitlich ist.
Jedenfalls entsteht beim Schlachten kein Abfall. Was nicht auf Anhieb
verkauft werden kann, wird in weiteren Ansätzen weiter verarbeitet. Man
muß sich aber da vor nichts ekeln, denn vieles ist astrein.
Ich erinnere mich an einen meiner guten Kunden früher mal im Service,
das war eine so genannte Fettschmelze in einer Großstadt. Der
Schlachthof nebendran bewältigte täglich um 5000 Tiere. Und was da
angeliefert wurde, waren Fell, Knochen, Kopf, Innereien, einfach die
Reste. Dieser Betrieb war dann eben auf diese Verwertung spezialisiert.
Als bestes Produkt blieb mir Griebenschmalz in Erinnerung. Die
versandten sogar Prospekte an deutsche Großbäckereien, daß mit dem Fett
die Brötchen besonders knusprig werden. Als ich die Produktionsanlagen
sah, richtig kleine chemische Raffinerien, war ich auch restlos von
guter Qualität überzeugt. Auch tonnenweise Knochenmehl und Tiermehl
produzierten die. Das wurde von großen niederländischen LKWs abgeholt.
Seifenproduktion und Kosmetikartikel.
Angenehm gerochen hat es nicht, Rosenduft ist anders. Allerdings, warum
ich den Auftrag dort machte, war, daß meine Kollegen aus der Großstadt
allesamt schon nach 10 Minuten vor die Tür rannten, und sich auskotzten.
Übrig blieb ich, der vom Land kam, und Schlachtereien schon von Kind an
kannte.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Jedenfalls entsteht beim Schlachten kein Abfall.
Doch: Saumagen ;-)
Sehnen, Bandscheiben, Bindegewebe, Knorpel, Haare, Inhalt des
Magen-Darm-Traktes... Da gibts schon so einiges, was ohne entsprechende
Behandlung auch für Unwissende ungenießbar ist.
Schweinsohren werden mittlerweile nach China exportiert, denn sie gelten
dort als Delikatesse.
Uhu Uhuhu schrieb:>Doch: Saumagen ;-)
Muß aber gut sein. Die Lieblingsspeise eines Alt-Bundeskanzlers aus
meinem Bundesland. Wir kennen ihn noch, z.B. zu Zeiten der Maueröffnung.
Es gibt sogar jährliche Wettbewerbe unter Fleischern, wer den besten
Saumagen macht. Da sind nicht nur Pfälzer, mittlerweile sogar Franzosen
und Schweizer.
>Sehnen, Bandscheiben, Bindegewebe, Knorpel, Haare, Inhalt>des Magen-Darm-Traktes... Da gibts schon so einiges, was>ohne entsprechende Behandlung auch für Unwissende ungenießbar>ist.
Darüber ließ ich mich gerade schon aus: Fettschmelze.
>Schweinsohren werden mittlerweile nach China exportiert, denn>sie gelten dort als Delikatesse.
Klingt auch nicht ganz abstoßend.
Es ist halt wirklich sehr kulturell, erziehungs und finanziell bedingt,
was so alles auf dem Teller landet. Kann mir gut denken, dass wir in
schlechten Zeiten aus der Not heraus durchaus wieder Hunde, Ratten,
Vögel, etc. wegfuttern würden.
Müsste man die ganze Woche hindurch Kartoffeln in allen Variationen zu
sich nehmen, wäre man am Sonntag doch ganz froh um einen Hundeschenkel
dazu...
Wenn man sich die Liste der Speisetabus auf Wikipedia ansieht, fällt
auf, daß das Judentum in der Tabuspalte am häufigsten genannt ist,
während China und Korea nur in der Spalte aufgeführt sind, in denen das
betreffende Tier nicht tabuisiert ist.
Ob das nur ein Artefakt ist?
Uhu Uhuhu schrieb:>Wenn man sich die Liste der Speisetabus auf Wikipedia ansieht,
Du meinst sicher diese hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungstabu
Interessant ist da auch, wie andere Kulturen uns Europäer sehen. Da
steht unter anderem, daß die Chinesen Käse für verdorbene Milch halten,
bzw. einen Camembert für verschimmelte Milch. Die ekeln sich eben davor
genau so, wie wir vor gegrillten Larven und Heuschrecken.
Uhu Uhuhu schrieb:> Doch: Saumagen ;-)
Du bist kein Pfälzer? Hä?
So ein Saumagen ist eine ausgesprochen leckere Zubereitung
aus Fleischbrät ( ähnlich Leberkäs/ Fleischkäs), Kartoffeln
Gewürze und je nach Jahreszeit auch Esskastanien.
Das ganze wird in einen gut ausgewaschenen Saumagen gefüllt
und gekocht.
( Der Saumagen dient nur dazu, das zusammenzuhalten, ähnlich
des "Darms!" bei der Wurst.
Durch das Kochen wird die Zubereitung schnittfest.
Dann wird das in Scheiben geschnitten und in der Pfanne
schön angebräunt.
Den eigentlichen Saumagen ist man eher nicht mit.
( So wie die Pelle der Wurst )
Ich hoffe, das hilft auch mal mit dem Vorurteil des Sau-
magens aufzuräumen.
Grüße Bernd ( Aus der Pfalz )
Bernd Funk schrieb:> Den eigentlichen Saumagen ist man eher nicht mit.> ( So wie die Pelle der Wurst )
Bei ner echten Bratwurst oder beim Wiener ist man doch die Pelle mit!
Uhu Uhuhu schrieb:>Der Unterschied ist, die Wurst ißt man und den Saumagen nicht.
Bei ner Bratwurst oder Currywurst, ißt man meines Wissens auch den Darm
mit. Aus Verfügbarkeitsgründen, ist der heute oft vom Schaf, nicht mal
vom Schwein. Wird aber vor der Verwendung auf jeden Fall mehrmals in
Salzlauge gereinigt. Ich hab noch niemanden gesehen, der von der
Currywurst die Pelle entfernt.
Der Magen ist aber auch nur ne relativ dünne Haut, vielleicht etwas
dicker als Wurstpelle.
Aber der Bernd hat da schon Recht, wegen der Lieblingsspeise von Kohl
werden kulinarische Wettkämpfe ausgetragen.
Uhu Uhuhu schrieb:> Der Unterschied ist, die Wurst ißt man und den Saumagen nicht.
Danke Uhu,
du kennst einen Saumagen, aber du bist ja auch einer von den
"Geelfüßlern" ( Das sind die Badenser, die kann man in der Pfalz
besonders gut leiden :) )
Wilhelm Ferkes schrieb:>> Der Magen ist aber auch nur ne relativ dünne Haut, vielleicht etwas> dicker als Wurstpelle.
Die Konsistens des eigentlichen Saumagens erinnert an
Kaugummi mit ein paar Sehnen, den muß man wirklich nicht mitessen.
Aber die Haut einer Weißwurst ist auch nicht besser.
Bernd Funk schrieb:>Aber die Haut einer Weißwurst ist auch nicht besser.
Die Weißwurst wird aber vor dem Verzehr auf jeden Fall abgepellt. Ich
glaube, die Bayern nennen das "zusseln".
Nee, dieses gummiartige Zeug, bekäme ich auch nicht runter.
Vor allen Dingen, darf die nur gegessen bzw. bestellt werden, bevor die
Mittagsglocke läutet. Ich hatte da als Tourist im Skigebiet mal ein
besonderes Erlebnis, wobei ein Gast das nicht beachtete, bzw. ahnungslos
war, und vom Koch persönlich mit Pauken und Trompeten aus dem Restaurant
gejagt wurde.
Bernd Funk schrieb:>> Der Unterschied ist, die Wurst ißt man und den Saumagen nicht.>> Danke Uhu,> du kennst einen Saumagen, aber du bist ja auch einer von den> "Geelfüßlern" ( Das sind die Badenser,
Ich weiß. Ich wollt, es würde stimmen, dann wären meine nicht immer so
schwarz ;-)
> die kann man in der Pfalz besonders gut leiden :) )
Das beruht auf Gegenseitigkeit - aber lassen wir das.
Aber zurück zu den Weinbergschnecken.
Man kann ja alles mögliche essen, aber muss man das?
( Burger, Tofu, Schnecken, Grünkohl und was es da noch für
unappetitliche Sachen gibt.)
Wozu hat der Schlachter das Steak erfunden?
Bernd Funk schrieb:> Aber zurück zu den Weinbergschnecken.>> Man kann ja alles mögliche essen, aber muss man das?> ( Burger, Tofu, Schnecken, Grünkohl und was es da noch für> unappetitliche Sachen gibt.)
Burger vom Burger King oder McDonalds sind wirklich eklig. Ich frage
mich warum es so viele Leute gibt, die das gerne und oft essen? Das ist
pappich und das Fleisch schmeckt nicht wirklich. Außerdem habe ich nach
dem Verzehr von McDonalds Gedöns immer leichtes Magenstechen. Das ist
sicher auch kein gutes Zeichen.
Grünkohl hingegen ist doch lecker!
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Gruenkohlgericht.jpg&filetimestamp=20060801154439
So gibts das bei uns. Aber ohne Kartoffeln, bzw. sind die manchmal schon
im Kohl mit drin.
Aber mit Kassler ist das doch genial!
> Wozu hat der Schlachter das Steak erfunden?
Wohl wahr, als das Steak erfunden wurde hatte derjenige wohl einen guten
Tag.
Simon K. schrieb:>Burger vom Burger King oder McDonalds sind wirklich eklig.
Einmal im Monat gehts, bloß nicht öfter, beim zweiten mal kurz
hintereinander schmeckt die Pampe schon nicht mehr.
>Außerdem habe ich nach dem Verzehr von McDonalds Gedöns immer>leichtes Magenstechen.
Hab ich auch nach ner Tiefkühlpizza. Und einen halben Tag Brennen der
Mundschleimhäute. Also, auch höchstens einmal im Monat, wenn man die
Unannehmlichkeit wieder vergessen hat.
>Wohl wahr, als das Steak erfunden wurde hatte derjenige wohl einen>guten Tag.
Am besten schmeckt das noch in einer (Pseudo-)südamerikanischen
Steakhauskette. Die machen das auch noch richtig auf dem Feuer.
Wilhelm Ferkes schrieb:>>Außerdem habe ich nach dem Verzehr von McDonalds Gedöns immer>>leichtes Magenstechen.>> Hab ich auch nach ner Tiefkühlpizza. Und einen halben Tag Brennen der> Mundschleimhäute. Also, auch höchstens einmal im Monat, wenn man die> Unannehmlichkeit wieder vergessen hat.
Da hilft ein guter Schnaps. Aber da McDonalds keinen verkauft, muss man
sich den halt in einem Flachmann selber mitbringen.
Johnny B. schrieb:> muss man sich den halt in einem Flachmann selber mitbringen.
Wird man da nicht sofort mit einem Cheeseburger standrechtlich
erschossen?