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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ladeschaltung Li-Ion Akku


Autor: Florian L.s (jesus)
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einer Ladeschaltung für diesen Li-Ionen Akku.

http://shop.strato.de/epages/61333079.sf/de_DE/?Ob...

Der Akku sollte gleichzeitig geladen und entladen werden können. Ich 
möchte diesen Akku in meinem Puch - Maxi als Zwischenspeicher verwenden. 
Er sollte Energie abgeben, wenn die Spannung unter 6V absinkt (bei 
Standgas). Meine Ausgangspannung aus der Lichtmaschine schwankt zwischen 
4-12V und der Strom zwischen 2,7-3,5A. Ich möchte generell immer (bei 
eingeschaltetem Motor) konstante Gleichspannung von 6V bekommen.
Vielleicht hat ja jemand einen kompletten Schaltplan für solch eine 
Ladeschaltung, die leicht aufzubauen ist.
Vielen Dank im Voraus!

mfg Jesus

: Verschoben durch Moderator
Autor: Udo S. (udo)
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Sind die 2,7A - 3,5A der Laststrom für die Schaltung?

Autor: Stefan M. (celmascant)
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Warum willst du denn gerade diesen Akku einbauen? Geht nicht auch ein 
"Normaler" Beliakku?
An sonsten würde ich schauen, das die Lima immer über 6V bringt und dann 
einen Lade/Spannungsregler verbauen.
Wenn das nicht geht, dann evtl ein Schaltnetzteil, welches den Strom 
bringt und bei 4V noch arbeitet. Wobei dann warscheinlich das mi dem 
Akku einfacher ist^^

Gruss Stefan

Autor: Florian L.s (jesus)
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Hallo,

Der Laststrom (Ausgangsstrom) muss natürlich nicht so groß sein. Ich 
muss damit nur eine Glühbirne mit 6V/15W und das Rücklicht, welches 
100mA verbraucht, betreiben können. Es kann jedoch nicht schaden, wenn 
mir mehr zur Verfügung stehen würde.

Bei einem Puch - Maxi ist es einfach nicht möglich, einen Bleiakku 
einzubauen, da es zu wenig freien Platz gibt. Natürlich wäre es am 
Besten, wenn es ganz ohne Akku ginge. Ich war lange auf der Suche nach 
einem Akku, den man gleichzeitig beladen und entladen kann und trotzdem 
möglichst klein ist. Dabei kam ich auf diesen Li-Ionen Akku. Sonst finde 
ich die Idee gut, dass die Spannung, die über 6V ist, genutzt wird, um 
den Akku zu laden. Der Akku wird ja nur gebraucht, wenn ich z.B. an 
einer Ampel stehe (im Standgas: U = 4V).

mfg Jesus

Autor: MaWin (Gast)
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Dieser Akku hat KEINE eingebaute Schutzschaltung und ist NICHT lieferbar 
und dazu noch recht teuer, aber wenn du unbedingt willst...

Die Ausgangsspannung von 6V muss so genau ja nicht sein, das Mopped 
kommt jetzt auch mit recht schwankender Spannung klar, also kann man 
wohl auf einen Step-Up/Step_Down Wandler verzichten.

Also kann man mit ein paar Dioden so was bauen:

Lichtmaschine  --+---------------|>|--+-- Bordnetz
                 |                    |
                 +--|>|--3R---+--|>|--+
                              |
                     Akku mit Schzutzschaltung
                              |
                            Masse


Bleibt also nur die Frage, wo bekommt man so eine Schutzschaltung für 2 
Zellen bis 2.2A her?
Am einfachsten aus einen ordentlichen Akkupack, z.B. 270721 von 
pollin.de

Ansonsten viel Spass bei Suchen der notwendigen Bauteile, und denk dran, 
die Ladeschlusspannug muss auf besser als 1% genau eingehalten werden, 
1% Widerstände tun es also nicht.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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MaWin schrieb:

> Bleibt also nur die Frage, wo bekommt man so eine Schutzschaltung für 2
> Zellen bis 2.2A her?

Aus alten Notebookakkus.  Habe da letztens bq29311 draus recyclet.

Autor: Florian L.s (jesus)
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Hallo,

Vielen Dank für eure Antworten!
Ich habe bei meinem Moped ein selbst gebasteltes LED - Rücklicht. Ich 
vermute, dass deshalb diese Schaltung dafür nicht geeignet ist, da sie 
nicht konstante Gleichspannung liefert. Ohne dieses Rücklicht bräuchte 
ich gar keine Schaltung. Da ich noch weitere LEDs einbauen möchte kam 
mir der Gedanke, das gesamte Moped, außer der Zündung, mit 
Gleichspannnung zu betreiben.

Hat dieses Akkupack 270721 von pollin.de eine Schutzschaltung schon 
integriert?
Wenn nicht, wo bekommt man solch eine Schaltung (Schaltplan) für diesen 
Akku her?

mfg Jesus

Autor: watn (Gast)
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Zeig mal die Schaltung vom Rücklicht.
Da kann man bestimmt was machen.

Autor: Florian L.s (jesus)
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Beim Rücklicht habe ich gar keine Schaltung. Es sind einfach 5 weiße 
LEDs, die parallel zusammengeschaltet sind.

Autor: Alexander Sewergin (agentbsik)
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Wir hoffen doch all, jede LED hat einen Vorwiderstand ? Ein Widerstand 
für 5 LED´s ist meistens sehr gefährlich.

Autor: MaWin (Gast)
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> Da ich noch weitere LEDs einbauen möchte kam mir der Gedanke,
> das gesamte Moped, außer der Zündung, mit Gleichspannnung zu
> betreiben.

Oh Mann.

"Und weil ich Urlaub machen wollte aber keine Koffer packen, frag ich 
wie ich Räder ans Haus bauen kann."


Erstens sind selbstgebaute Lichter sowieso unzulässig, die 
Betriebsgenehmigung des Moppeds erlischt.

Und wenn du schon unzulässige Lichter selbst bauen musst, dann bau sie 
einfach ordentlich (nicht bloss rot statt weiss als Rücklicht, sondern 
richtig ordentlich), die kommen dann mit schwankender Wechselspannung 
klar und du musst so einen Mist nicht machen.

Da die Bordspannug stark schwankt, wie du selber festgestellt hat, aber 
nie unter der Betriebspannung einer LED (3.6V) liegt, kommt halt nach 
dem Gleichrtichter keine Vorwiderstand, sondern eine 
Konstantstromquelle. So, wie es eben bei HochleistungsLEDs üblich ist.

Scheinbar brauchst du nicht mal einen Akku (der sowieso nach ein paar 
Jahren kaputt ist) denn die Gluehlampenrücklichter funktionierten auch 
ohne.

Autor: Watn (Gast)
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@agentbsik
Von Widerstand hat er aber nichts gesagt.
@jesus
Konstantstromqelle ist dein Freund.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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MaWin schrieb:

> Scheinbar brauchst du nicht mal einen Akku (der sowieso nach ein paar
> Jahren kaputt ist) denn die Gluehlampenrücklichter funktionierten auch
> ohne.

Man könnte ja immer noch einen Blick auf Fahrrad-Schlusslichter werfen
und einen Vielschichtkondensator ("Goldcap") mit vorsehen, der die
LEDs mit geringerem Strom weiterversorgt, wenn die Primärspannung mal
ganz weg ist (weil man bspw. den Motor abgewürgt hat).

Autor: Florian L.s (jesus)
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> Wir hoffen doch all, jede LED hat einen Vorwiderstand ? Ein Widerstand
> für 5 LED´s ist meistens sehr gefährlich.

Momentan habe ich keine Vorwiderständ eingebaut, was aber ziemlich 
leicht abänderbar ist.

> Erstens sind selbstgebaute Lichter sowieso unzulässig, die
> Betriebsgenehmigung des Moppeds erlischt.

Ich habe mich erkundig und herausgefunden, das es erlaubt ist, beim 
Puch-Maxi LED - Rücklichter selber zu bauen. Beim Vorderscheinwerfern 
jedoch nicht.

Die Idee mit der Konstantstromquelle ist mir auch schon gekommen. Ich 
brauche dann jedoch noch einmal die gleiche Schaltung bei meiner 
Tachobeleuchtung. Somit bräuchte ich bei jeder LED, die ich einbaue eine 
spezielle Schaltung. Ich möchte so viele LEDs dranhängen können, wie ich 
möchte.

"Wieso denn alles doppelt und dreifach machen, wenn es in einem geht?"

> Scheinbar brauchst du nicht mal einen Akku (der sowieso nach ein paar
> Jahren kaputt ist) denn die Gluehlampenrücklichter funktionierten auch
> ohne.

In der Zeit, wo der Akku kaputt geht, sind schon massenhaft Glühbirnen 
durchgebrannt, welche auch nicht gerade billig sind. Zudem leuchten sie 
nicht so hell wie LEDs.

Jesus

Autor: MaWin (Gast)
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> In der Zeit, wo der Akku kaputt geht, sind schon massenhaft Glühbirnen
durchgebrannt,

Ja nun, statt eine aufwändigen Schaltung und dem Komplettumbau der 
Moppedelektrik hätte man vielleicht einfach eine Z-Diode spendieren 
können, um das Durchbrennen wegen getuntem Motors zu verhindern.

> welche auch nicht gerade billig sind.

Wenn man im Wucherladen einkauft "Tankstelle", "D&W Laden für 
tiefergelegte Gehirne" sicherlich, aber es gibt sie auch bei Pollin.de 
zu Preisen unterhalb derer von Leistungs-LEDs.

> Ich habe mich erkundig und herausgefunden, das es erlaubt ist, beim
Puch-Maxi LED - Rücklichter selber zu bauen.

Hat die wer erzählt? Der Nachbar von nebenan?

> "Wieso denn alles doppelt und dreifach machen, wenn es in einem geht?"

Muss man ja nicht dreifach machen. Zudem ist selbst dreifach sicher 
einfacher, als eine LiIon Protection-/Ladeschaltung.

Autor: Florian L.s (jesus)
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> Wenn man im Wucherladen einkauft "Tankstelle", "D&W Laden für
> tiefergelegte Gehirne" sicherlich, aber es gibt sie auch bei Pollin.de
> zu Preisen unterhalb derer von Leistungs-LEDs.

Wer kauft denn schon eine einzelne Glühbirne bei Pollin.de, wenn die 
Lieferung schon 4,50 Euro kostet. Oder sollte ich gleich einen 
Hunderterpack kaufen?

Ich habe beim Fahrrad und Mopedhändler, der mir das Moped repariert hat 
nachgefragt. Eigentlich sollte das ja mein Problem sein.

Streit beiseite, ich möchte trotzdem mein LED - Rücklicht verwenden 
können.
Ich kann mich mit dieser "Dreifach Lösung" nicht ganz anfreunden.
Ist den solch eine LiIon Protection-/Ladeschaltung so aufwendig zu bauen 
oder sogar fast unmöglich? Mir geht es nicht darum, es möglichst einfach 
bauen zu können, sondern dass ich einfach eine Komplettlösung habe, bei 
der ich einfach Gleichspannungsgeräte mit einem Vorwiderstand dranhängen 
kann.

mfg Jesus

Autor: Florian L.s (jesus)
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Hallo,

Wäre es denn nicht möglich, statt einem Akku mit komplizierter 
Ladeschaltung einfach einen "Vielschichtkondensator ("Goldcap")" zu 
verwenden?
Wo bekommt man den ziemlich billig solch einen geeigneten Goldcap her?

mfg Jesus

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Florian L.s schrieb:

> Wäre es denn nicht möglich, statt einem Akku mit komplizierter
> Ladeschaltung einfach einen "Vielschichtkondensator ("Goldcap")" zu
> verwenden?

Das hatte ich dir hier:

Beitrag "Re: Ladeschaltung Li-Ion Akku"

schon vorgeschlagen.

> Wo bekommt man den ziemlich billig solch einen geeigneten Goldcap her?

Wäre natürlich erstens die Frage, ob dein Gefährt denn mit einem
Fahrradrücklicht ausgestattet werden darf.  Dann hast du's einfach,
denn die haben mittlerweile alles komplett drin, einschließlich
der Überspannungssicherung.  Vielschichtkondensatoren sind nur
sehr begrenzt spannungsfest, sodass man sie gegen Überspannung gut
absichern muss.

Ansonsten gibt es diese Teile einerseits bei den üblichen Verdächtigen
(Conrad, Reichelt etc.), andererseits werden sie auch häufig bei
ebäh angeboten.

Autor: Florian L.s (jesus)
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Danke für die Antworten!

Kann vielleicht jemand einen kurzen Blick auf diese Schaltung werfen und 
mir sagen, ob sie funktionieren kann:

Eine sehr schwankende Spannung zwischen 4 bis 12V wird an die Klemmen AB 
angelegt. Die Spannung liegt fast immer über 6V. Der erste 
Festspannungsregler (7808) begrenzt die Spannung auf 8V. Liegt an AB 
mehr als 6V, wird der Vielschichtkondensator (Goldcap) aufgeladen. Ist 
die Spannung unter 6V, entlädt sich der Kondensator und hält die 
Spannung über 6V. Welches dann der zweite Festspannungsregler (7806) 
genau auf 6V begrenzt.

Habe ich mir dass so richtig zusammengereimt?

mfg Jesus

Autor: Ich (Gast)
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>Habe ich mir dass so richtig zusammengereimt?


Irgendwie nein.

Autor: Thomas (Gast)
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KAuf dir einen 6V Spannungsregler von irgendeinem Moped, dazu noch ein 
6V Bleiakku und fertig.
Ni** Akkus sind ungeeignet weil es schwer ist zu erkennen wenn der Akku 
voll ist und nicht mehr geladen werden darf. Falls ein Bleiakku nicht 
passt, dann kauf dir ein LifePo akku (gibt es auch bei Strato). 2 Zellen 
kannst du dann genau so laden wie ein 6V Bleiakku.

Autor: Florian L.s (jesus)
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Kann mir vielleicht jemand sagen, wo in meiner Schaltung der Denkfehler 
liegt.

Das mit dem LiPo Akku finde ich eine hervorragende Idee. Nun habe ich 
nur noch das Problem, eine geeignete Schutzschaltung zu finden.
Ich würde gerne diesen Akku von dieser Seite verwenden:

Zellen-  Spannung   Kapazität   Abm./mm     Gewicht
zahl     V          mAh         (B x H x T)       g

2        7,4       2000         35 x 12 x 135   125

http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&de...

Hat mir jemand eine komplette Schutzschaltung (Ladeschaltung) oder einen 
kompletten Schaltplan für diesen Akku, die mit schwankender 
Eingangsspannung von 4 bis 12V auskommt.

mfg Jesus

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Florian L.s schrieb:

> Das mit dem LiPo Akku finde ich eine hervorragende Idee.

<Loriot>Ach!?</Loriot>

Kurz zuvor fandst du noch die Idee mit dem Vielschichtkondensator
gut.

> ..., die mit schwankender
> Eingangsspannung von 4 bis 12V auskommt.

Das geht nur mit einem Schaltwandler, noch dazu entweder einem SEPIC-
Wandler oder gleich einem Wandler mit Trafo.  Die einfacheren Topo-
logien geben es nicht her, dass die Eingangsspannung sowohl kleiner
als auch größer als die Ausgangsspannung sein darf.  Kommt hinzu, dass
der Wandler sowohl eine Spannungs- als auch eine Stromregelung braucht,
um die LiIon-typische CV/CC-Kurve für die Ladung zu realisieren.

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber deine bisher gezeigten
Elektronikkenntnisse lassen vermuten, dass du mit dem Aufbau und der
Inbetriebnahme dieser Schaltung dieses Jahr nicht mehr fertig wirst.

Autor: MaWin (Gast)
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Die Ladeschaltung wurde dir schon gezeigt, sie besteht aus dem 3 Ohm 
Widerstand 3R und den 3 Dioden,
aber es wurde auch gesagt, daß du einen Akku MIT EINGEBAUTER 
SCHUTZSCHALTUNG nehmen sollt.
Natürlich hast du zu einem rohen Akku gegriffen, der bei ELV noch nicht 
mal besonders billig ist.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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MaWin schrieb:
> Die Ladeschaltung wurde dir schon gezeigt, sie besteht aus dem 3 Ohm
> Widerstand 3R und den 3 Dioden,

Wobei so'n einfaches Teil dann bei kleinen Spannungen einfach nicht
mehr lädt.  Genügt für den Zweck hier aber vielleicht.

Missbrauch der internen Schutzschaltungen als Ladeelektronik ist
aber nicht sehr glücklich: deren Schwellen liegen in der Regel so,
dass zwar der Akku noch nicht überhitzt, aber die Lebensdauer kann
da schon drunter leiden.

Autor: MaWin (Gast)
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> Missbrauch der internen Schutzschaltungen als Ladeelektronik ist
aber nicht sehr glücklich:

Es sind 2 Zellen. Damit bei LiIon die maximal bis 4.2V aufgeladen werden 
dürfen theoretisch 8.4V Ladeschlussspannung. Aber wie willst du von 
aussen wissen. ob es 4.2V+4.2V sind oder ob eine schon 4.4V hat und die 
andere erst 4.0V und du damit seit 0.2V gnadenlos überlädst? Siehste. 
Man KANN von aussen gar nicht entscheiden, wann der Ladevorgang beendet 
werden muß, es MUSS die interne Schutzschaltung tun. Eine gute 
Schutzschaltung sorgt gar für balancing.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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MaWin schrieb:

> Es sind 2 Zellen. Damit bei LiIon die maximal bis 4.2V aufgeladen werden
> dürfen theoretisch 8.4V Ladeschlussspannung. Aber wie willst du von
> aussen wissen. ob es 4.2V+4.2V sind oder ob eine schon 4.4V hat und die
> andere erst 4.0V und du damit seit 0.2V gnadenlos überlädst? Siehste.
> Man KANN von aussen gar nicht entscheiden, wann der Ladevorgang beendet
> werden muß, es MUSS die interne Schutzschaltung tun.

Ach Manfred, das haben wir doch schon alles in de.sci.electronics
durchgekaut.

Um zu wissen, was da wirklich verbaut ist, musst du dir von Fall zu
Fall den Akkupack genau ansehen.  Gerade einem Anfänger generell zu
erzählen, er könne das einfach bedenkenlos dranklemmen, halte ich für
ziemlich riskant.

Eine einfache Schutzschaltung überwacht zwar die Zellen einzeln, aber
schaltet dann einfach nur ab, wenn eine der Zellen Überspannung
erreichen sollte.  Balancing gibt's dabei nicht, und die
Abschaltschwelle wird höher gelegt als der reguläre CV-Betrieb der
Ladekurve es vorsieht, weil man ansonsten (auf Grund der
Bauteiltoleranzen) den CV-Teil der Ladekurve u. U. zu früh abbricht.
Beispiel: UCC3911.  (Wenn die Kapazität der Zellen auseinander
gelaufen ist, muss sich jemand anders drum kümmern.  Bei zwei Zellen
aus einer Charge geht das für Jubelelektronik wahrscheinlich lange
genug gut.)

Notebookakkus haben ein anderes System.  In dem, was ich kürzlich
geschlachtet habe, war ein bq29311 (primäre Schutzschaltung) sowie ein
bq2085 verbaut.  Der bq2085 kümmert sich um Dinge wie balancing, aber
der eigentliche Laderegler muss dafür immer noch im Gerät (hier also
im Notebook) sitzen.  Mit dem kommuniziert der bq2085 über I²C mittels
des `smart battery protocols'.  Dem wird permanent der Ladezustand
(laut Einschätzung des bq2085) mitgeteilt, aber zuständig für das
Abfahren der Ladekurve bleibt die Elektronik im Gerät.  (Außerdem
gibt's im Pack noch einen second-level protection IC, der im Falle
weiterer Überspannung dann eine Sicherung abrauchen lässt.)

Was in aktuellen Mobilofon-Akkus reingebaut ist, müsste man sich dann
halt auch fallweise angucken.  Es kann schon sein, dass deine
vorgeschlagene Verfahrensweise funktioniert, aber ich (und nicht nur
ich, siehe de.sci.electronics) halte es für riskant, sie generell und
ohne Nachzudenken zu empfehlen.  Zwar werden die Schutzschaltungen es
wohl in jedem Falle verhindern, dass da was zu brennen beginnt, aber
das heißt noch lange nicht, dass es nicht zu einer deutlichen
Verkürzung der Lebensdauer der Zellen im Vergleich zum Optimalbetrieb
kommen kann.

Autor: MaWin (Gast)
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> Ach Manfred, das haben wir doch schon alles in de.sci.electronics
durchgekaut.

Du solltest also wissen, daß es absolut witzlos ist, von aussen 
bestimmen zu wollen, wann eine Zelle überladen wird.

Deine länglichen Ausführungen zeigen aber, daß es immer noch nicht bei 
dir angekommen ist. Daß Notebook-Akkus teilweise komplizierter sind, war 
nicht das Thema. Ich empfehle keine kompizierten LiIon Akkus mit I2C 
etc.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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MaWin schrieb:
> Daß Notebook-Akkus teilweise komplizierter sind, war
> nicht das Thema.

Dann kannst du ja bestimmt mal darlegen, was in den von dir
favorisierten Akkus so verbaut ist -- damit man sich selbst ein
Bild drüber machen kann.

Autor: MaWin (Gast)
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Das habe ich im von dir verlinken anderen Thread dargelegt, inklusive 
IC-Typennummer, insofern stellt sich die Frage, was du mit der 
Aufforderung bezwecken willst.

Die im bq29311 eingebaute "a small discharge to be controlled for any 
one series element." ist ein Witz und verhindert nicht, dass der 
Akkupack am Ladeende nicht voll aufgeladen ist. Ernsthafte Cell Balancer 
sehen anders aus.

Leider ist in vielen mehrzelligen Akkupacks gar kein Balancing 
realisiert, Balancing hate ich jedoch für wichtig, gleich nach der 
Abschaltung so bald auch nur eine Zelle die maximale Spannung erreicht, 
bzw. beim Endladen die minimale, wie es nur eine Elektronik im Akku, die 
Schutzschaltung, kann.

Übrigens halte ich eine Einzelzellenüberwachung auf Endladeende und 
-DeltaU Ladeende auch bei NiMH-Akkupacks für sinnvoll und 
lebensverlängernd, nur dort spendiert niemand das Geld.

Egal wie, auch ein Akkupack braucht nur 2 Anschluesse, + und -, alles 
andere ist überflüssiger Unsinn. Gerade die Fuel-Gauge wäre bei NiMH 
wichtiger als bei LiIon, bei NiMH wird sie nicht implementiert, bei 
LiIon reicht letztlich Spannungsmessung.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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MaWin schrieb:

> Die im bq29311 eingebaute "a small discharge to be controlled for any
> one series element." ist ein Witz und verhindert nicht, dass der
> Akkupack am Ladeende nicht voll aufgeladen ist.

Das ist deine Behauptung.

Die entsprechende Appnote dafür legt dar, wie das funktioniert
und erzählt, dass es zumindest über einige Ladezyklen machbar
ist, wenn die Zellen eines Packs aus einer Charge stammen.

> wie es nur eine Elektronik im Akku, die
> Schutzschaltung, kann.

Nein, die Schutzschaltung hat eine andere Funktion, aber das
hatten wir schon.

Ob die Elektronik für das Balancing im Akkupack oder außerhalb
untergebracht ist, steht auch nicht von vornherein fest.  Gerade
im Modellbau wird sie wohl gerne im Ladegerät untergebracht, da
gibt's dann einen separaten Stecker fürs Laden (und, naja,
vermutlich nicht einmal eine Schutzschaltung gegen Kurzschluss
im Pack).

> Gerade die Fuel-Gauge wäre bei NiMH
> wichtiger als bei LiIon, bei NiMH wird sie nicht implementiert, bei
> LiIon reicht letztlich Spannungsmessung.

Spannungs- kombiniert mit Strommessung, sofern man nicht mit
annähernd konstanter Last arbeitet.

Ich habe schon den Eindruck, dass meine alten NiMHs im Thinkpad
auch so einen Tröpfchenzähler haben, zumindest behauptet die Kiste
stur auch bei gut geladenem Akku, dass das Teil leer sei.  Kann
mich aber gerade nicht erinnern, was darin verbaut worden ist.

Autor: Florian L.s (jesus)
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Hallo,

Wie ihr ganz richtig erkannt habt, bin ich im Gebiet Elektronik 
Anfänger. Deshalb habe ich auch gehofft, von euch eine komplette 
Schaltung serviert zu bekommen. Da dass leider nicht der Fall und das 
Thema sehr kompliziert ist, bleibe ich glaub besser bei der Lösung mit 
dem Goldcap.

mfg Jesus

Autor: Omega G. (omega) Benutzerseite
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Ich habe einige einfache Lithium Lader gebaut. Schau mal nach: BQ24002, 
MAX1555, MAX1898, ... Für all die habe ich Schaltpläne und Layouts.

Autor: Florian L.s (jesus)
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Omega G,
für welche Akkus hast du diese Lithium Lader den verwendet?
Könntest du mit die Links zu den Akkus zusenden?
Vielen Dank!

Jesus

Autor: Omega G. (omega) Benutzerseite
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Für ausgeschlachtete Lithium Ionen Akkus mit 4,2V Ladeschlussspannung. 
Ich kann dir keine Links zusenden.

Autor: Gast (Gast)
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> Für all die habe ich Schaltpläne und Layouts.

na, dann zeig sie hier doch mal, oder sind die Geheim?

Autor: Omega G. (omega) Benutzerseite
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Die sind so streng Geheim, dass nichtmal ich sie sehen darf!

Scherzkeks. Ein bisschen was davon habe ich auf meiner Homepage 
(ebenfalls ein großes Geheimnis), ein bisschen was steht in Elektor, und 
ein anderer Teil ist noch auf meiner Festplatte, und wird nach und nach 
im Internet landen.

Übrigens, in fast jedem Datenblatt zu den Lithiumladern verraten die 
Hersteller sogar ganze Schaltpläne!

Autor: Christian Rast (christian9992)
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Hallo,

ich bin recht neu in sachen elektronik also bitte seht nicht alles so 
eng was ich schreibe!
Mein problem ist das ich eine Li-ion zelle laden möchte aber recht wenig 
platz habe. für das problem habe ich mir eine schaltung ausgedacht die 
ihr im anhang sehen könnt.
li-ion zellen werden ja im cccv-verfahren geladen also möchte den lm317 
erst als konstant stromquelle nutzen und wenn ich 4,1 volt erreicht habe 
sie als konstantspannungsquelle verwenden.
ich habe vor die spannung über r1 mit nem op zu verstärken und dann mit 
nem atmega8 zu messen, dieser hört dann auf q1 leitend zu machen. somit 
sollte der adjust-port vom lm317 auf die referenzspannung gezogen werden 
die durch den spannungsteiler eingestellt wird. habe ich mir die 
schaltung richtig ausgedacht?

ich bedanke mich schon im vorraus für eure zeit und hilfe!

Autor: Christian Rast (christian9992)
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hab grad gelesen das ich mist geschrieben habe...

ich messe die spannung vom akku um den umschaltpunkt von konstantstron 
auf konstantspannungsladen zu bekommen. zudem messe ich die spannung 
über r1 der ja vom strom der durch ihn durch fließt ist um das ende der 
ladung zu ermitteln.

sorry...

Autor: MaWin (Gast)
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> Mein problem ist das ich eine Li-ion zelle laden möchte
> aber recht wenig platz habe.

Hast du eine nackte Zelle, oder eine Zelle mit Schutzschaltung ?

(Ist es wirklich so schwer, erst mal zu sagen, was man hat?)

Autor: Christian Rast (christian9992)
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hätte ich ne zelle mit schutzschaltung hätte ich das erwähnt! ausserdem 
es geht es doch nicht um die zelle sondern um die schaltung!

Autor: MaWin (Gast)
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Ok, schau zu, wo du mit solchen Antworten Hilfe findest.

Autor: Christian Rast (christian9992)
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@ mawin sehr professionel muss ich schon sagen. wenn du nichts zu sagen 
hast dann lass es.

hab die schaltung grad mit nem atmega8 zusammen gelötet und sie 
funktioniert recht gut, die stromkennlinie sieht genau wie bei meinem 
graupner-lader aus. also wer eine einfache schaltung zum laden von 
liion/lipo sucht kann sich diese ja anpassen! letztlich sind es ja nicht 
mehr als 10 bauteile und ne halbe stunde programmieraufwand. falls sich 
jemand für die gesamte schaltung interessiert kann er sich gern melden!

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