Im User Guide ist ein großes Bild, welche Takt-Quellen auf welche
Taktleitungen gehen. Diese flexible Taktversorgung, die während des
betriebes frei geändert werden kann, ist ja der größte Vorteil am MSP430
gegenüber Mitbewerbern.
Im Normalfall wird man den MCLK (für die CPU) mit einem vom DCO/FLL
erzeugten Takt betreiben. Damit ist sichergestellt, dass für die
Ausführung vion Interrupts der Takt innerhalb 1...6µs (je nach MSP)
verfügbar ist. Für einen Timer, der das System zyklisch aufwachen soll,
benutzt mal am besten einen Uhrenquarz an XT1 und speist damit den ACLK.
Der ist nämlich im LPM3 auch noch aktiv. Für UART Kommunikation sollte
man schon auch einen Quarz-Takt oder einen von der FLL+ aus dem Quarz
abgeleiteten Takt benutzen. Die FLL+ ist in der Lage, ganzzahlige
Vielfache des Quarz-Taktes zu erzeigen, da kann man z.B. aus dem
Uhrenquarz eine recht stabile hohe Frequenz für die UART erzeugen. Wenn
die nicht genau passt, ist beim MSP430 kein Problem, er hat ja den
Baudraten-Modulator. Will man meinetwegen noch schnelle PWM oder solche
Geschichten machen, die eine genaue Zeitbasis erfordern, kann man ja
noch den XT2 anschließen und den Takt als SMCLK (für die Peripherie)
nehmen. Die allermeisten Module lassen eine Auswahl aller Takte als
Quelle zu, da kann man sich gut austoben. Der ADC funktioniert gut mit
seinem eigenen Taktgenerator, nur das Start-Signal sollte man per Timer
mit denn CCR-Registern erzeugen. Beim ADC kann man dann das TA oder TB
Signal als Start benutzen. Somit ist eine äquidistante Abtastung
sichergestellt.