Kann in Steinmetzschaltung Kondensator zu groß sein?

OP #1321834
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Ich möchte einen Lüfter mit Drehstrommotor an einer Phase betreiben und 
würde hierfeür gern eine Steinmetzschaltung nutzen. Laut DIN wasweisich 
sollte ich etwa 35µF verwenden, so einen habe ich aber leider nicht 
hier, sondern nur einen mit 450 µF. Als ich den angeschlossen habe, hat 
der Motor in Sternschaltung nur sehr langsam (gefühlte 2 1/s) rotiert, 
in Dreieck etwas schneller, wurde aber sehr heiß sodass ich ihn schnell 
wieder ausgemacht habe.

Jetzt die Frage: Kann der Kondensator auch zu groß sein? Muss man genau 
die richtige Größe haben oder ist das mehr so eine "Mindestgröße plus 
etwas Sicherheitsabstand"?
#1321838
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Stephan S. schrieb:

> Jetzt die Frage: Kann der Kondensator auch zu groß sein?

Ja.

> Muss man genau die richtige Größe haben

> oder ist das mehr so eine "Mindestgröße plus etwas Sicherheitsabstand"?

Wenn man etwas zu groß wird, erhält man einen Reihenschwingkreis aus 
Motorinduktivität und Kondensator. Dann geht erst mal die Spannung auf 
ein paar kV hoch, der Strom wird auch sehr groß und dann fliegt 
eventuell die Sicherung oder es zerlegt den Kondensator.
Wenn man viel zu groß wird, dann kann man den Kondensator auch direkt 
weglassen: Man erhält keine Phasenverschiebung, der Motor dreht sich 
nicht und wird daher warm.
OP #1321841
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0,5 kW Leistung hab ich vergessen. Das ist der Motor in nem großen 
Walzenlüfter. Ich will ihn eigentlich nur in den Sommermonaten ab und zu 
mal meine Wohnung richtig durchzupusten :-) Da will ich eigenlich keinen 
großen Aufwand treiben. Den Lüfter hab ich halt grad da, hat nichts 
gekostet. Ein FU wäre dann doch etwas teuer für den Zweck, ich denke nen 
dreistelligen Betrag müsst ich dafür auf jeden Fall ausgeben.
OP #1322744
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Seh grad dass es "nur" 420 µF sind. Versteh schon dass da die Vermutung 
nahe liegt dass jemand nur Geschichten erzählt weil es solche 
Motorkondesnatoren wahrscheinlich wirklich nicht gibt :-) Im Anhang hab 
ich mal ein Bild des Kondesators. Dass der etwas teurer sein könnte kann 
ich mir gut vorstellen. Hatte ich aber halt gerade da und drum hätte ich 
ihn benutzt falls es funktioniert hätte.

Wollte ihn eigentlich verkaufen. Hab ein paar mehr von der Sorte, auch 
noch größere und noch kistenweise große Becherelkos mit bis zu 450V und 
bs zu 4700µF. Aber bevor ich sie so gut wie verschenke lass ich sie dann 
doch lieber mal im Keller stehen.
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Gast #1322755
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Dein Kondensator ist nicht nur zu groß, sondern auch ungeeignet
wenn der nicht für AC ausgelegt ist.
Ich hab auch so einen Walzenlüfter mit 0,5kw, allerdings mit
Wechselstrommotor. Der Kondensator hat da 12µF/450 V AC.
Mit einem 10,12 oder 16µF/450V AC aus ner alten Waschmaschine
müßte es in Steinmetzschaltung aber auch gehen weil der Motor
gewöhnlich nicht auf Volllast fährt.
Der Kondensator(wie im Bild) scheint mir ungeeeignet weil
die Spannungsangabe in DC ist. Bei solchen Experimenten wäre
ich vorsichtig weil die Dinger explodieren können, zumindest aber
könnte das Elektrolyt explosiv austreten und der Gestank bleibt dann
für ein paar Wochen.
OP #1322759
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Ja dass der ungeeignet ist glaube ich auch so langsam. Es gibt zwar auf 
dem Kondensator und auch im Datenblatt keine Angabe wo + oder - sein 
soll, aber es ist wohl wirklich einer der für DC vorgesehen ist. Ich 
ging davon aus dass ein MKP Kondensator immer ungepolt ist, was 
scheinbar auch der Fall ist und deswegen auch nicht explodiert. Nur 
gedacht ist er dafür eben doch nicht.

Könnte mir vorstellen dass der Kondensator bei deinem Wechselstrommotor 
deswegen nicht so groß wie der notwendige einer Steinmetzschaltung ist 
weil der die Hilfswicklung versorgt und diese kleiner ist als die 
Hauptwicklung. Glaube nicht dass man da einfach so parallelen ziehen 
kann wenn man im richtigen Arbeitspunkt fahren will. Auch wenn man 
natürlich näher dran wäre als ich das jetzt bin :-)
Persönliche Seite #1322798
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Hi,
Lüftermotore laufen immer schwer an. Wohl durch die Massenträgheit
der Propeller/Walze und es muss gleich das komplette Medium (auch
wenn es nur Luft ist) transportiert werden. Nicht umsonst werden 
Kompressoren z.B. bein Anlauf abgeblasen.
Nun, die Steinmetzschaltung setzt das
Drehmoment deines Drehstrommotors auf jeden Fall herrunter.
Wenn der Drehstrommotor keine "Reserve" hat, wird dem Motor auch
bei richtiger C-Dimensionierung der Anlauf schwer fallen.

Schön beschrieben sind Grundlagen und Berechnungen auf:

http://www.e-plan.josefscholz.de/Steinmetz/SteinmetzMotorschaltung.html

Wigbert
#1322815
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>Wohl durch die Massenträgheit
>der Propeller/Walze und es muss gleich das komplette Medium (auch
>wenn es nur Luft ist) transportiert werden.

Massentraegheit ja , aber die Luftmenge ist beim Anlauf eher klein.
Luefter und Pumpen haben eine quadratische Drehmoment/Drehzaahl 
Kennlinie.

>Es gibt zwar auf dem Kondensator und auch im Datenblatt keine Angabe wo + >oder - 
sein soll, aber es ist wohl wirklich einer der für DC vorgesehen >ist.

Noe , MKP ist immer ungepolt deshalb steht dort auch nirgends + oder -
Denn kann man auch fuer Wechselspannung einsetzen. Aber Achtung im 
Datenblatt die maximale Wechselstrombelastbarkeit nachsehen.
Scheint wohl ein Kondensator aus dem DC-Zwischenkreis eines Umrichters 
zu sein. Deshalb nur die Angabe des DC Wertes.

Gruss Helmi
Gast #4725294
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Stephan S. schrieb:
> Seh grad dass es "nur" 420 µF sind. Versteh schon dass da die
> Vermutung
> nahe liegt dass jemand nur Geschichten erzählt weil es solche
> Motorkondesnatoren wahrscheinlich wirklich nicht gibt :-) Im Anhang hab
> ich mal ein Bild des Kondesators. Dass der etwas teurer sein könnte kann
> ich mir gut vorstellen. Hatte ich aber halt gerade da und drum hätte ich
> ihn benutzt falls es funktioniert hätte.
>
> Wollte ihn eigentlich verkaufen. Hab ein paar mehr von der Sorte, auch
> noch größere und noch kistenweise große Becherelkos mit bis zu 450V und
> bs zu 4700µF. Aber bevor ich sie so gut wie verschenke lass ich sie dann
> doch lieber mal im Keller stehen.

Gibt es in Deinem Fundus auch 3 Motorkondensatoren mit 110µF und ca 
300-400V
Die Maße sollten ca 6 mal 12 cm sein.Kann man auch 100 oder 120 µF 
nehmen? Gehört für ein Stromaggregat 220/380 V. mfG Herbert 
Rechtschaffen
Gast #4725900
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> Laut DIN wasweisich
> sollte ich etwa 35µF verwenden, so einen habe ich aber leider nicht
> hier, sondern nur einen mit 450 µF.

Wer ernsthaft meint, solch eine Vorgehensweise wäre zielführend, findet 
auf anderen Gebieten (Marketing, Politik ...) bestimmt noch bessere 
Verwendung  ...          SCNR
Gast #4839360
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Kann mir da jemand helfen habe einen Motor mit 0,75kw 2850 U/min
habe zwei Kondensatoren ein mal 80 und zum anlaufen 130 den ich den
bei erreichen der Drehzahl abschalten möchte aber es geht nicht so wie 
ich dachte
habe alle drei Plätchen senkrecht und so geklemmt das er rechtslauf hat
was wehre wenn die Plätchen in die Wagerechte nehme mit den 
Kondensatoren

mfg frank
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Gast #4861885
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Paul B. schrieb:
> rau.frank schrieb:
>> was wehre wenn die Plätchen in die Wagerechte nehme mit den
>> Kondensatoren
>
> Dann wären die KOndensatoren kurzgeschlossen.
>
> MfG Paul

Habe den Motor auf Dreiecks Schaltung mit 130µf lauft super an
doch nach 10min ist er so Heiß  das man Eier braten kann auf den Motor,
er hat 0,75 kw 380/220v 2800 u/min habe ihn auf einen Kompressor drau
(Firma: matzetronics) #4861897
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frank.rau11961@yahoo.de schrieb:
> mit 130µf

frank.rau11961@yahoo.de schrieb:
> 0,75 kw 380/220v

Wenn das wirklich kein Kondensatormotor ist, sind für 750W die 130µF zu 
gross. Die Steinmetzschaltung empfiehlt etwa 70µF/kW, es wären also etwa 
50-60µF richtig.
Nach wie vor gilt aber, das die Steinmetzschaltung keinen echten 
Drehstrom machen kann, denn sie schafft die 120° Verschiebung nicht, 
sondern nur max. 90°.
(Firma: matzetronics) #4862631
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frank.rau11961@yahoo.de schrieb:
> liege ich da richtig

Solltest du ausprobieren. Allerdings hast du vor Weihnachten ein Schema 
gepostet, nachdem du den 130µF nur zum Anlauf schaltest und dann zurück 
gehst auf den 80µF.
Wenn du zwei von den 130µF hast, schalte sie doch mal in Reihe, damit 
wärst du bei etwa 65µF. Oder du probierst den einzelnen 80µF, der aber 
immer noch ein wenig zu groß ist. Allerdings solltest du schon merken, 
ob sich der Motor dabei wohler fühlt.
Die Steinmetzschaltung ist immer nur ein Notbehelf, das sollte dir klar 
sein. Heute nimmt man Frequenzumrichter für sowas, damit läuft der Motor 
richtig angesteuert.
PS: Es wird nicht gerne hier gesehen, wenn man innerhalb eines Threads 
verschiedene Namen benutzt. Aber das nur nebenbei.
Gast #4862661
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Was treibst Du denn mit dem Motor an?
Ein Drehstrommotor hat in Steinmetzschaltung nicht annähernd die selbe 
Leistung wie in Drehstrombetrieb!
Also als Bohrmaschine bei der man die volle Leistung nur mit dem 
dicksten Bohrer benötig OK.
Als Lüfter- oder Pumpenantrieb NEIN. Zumindest nicht in 
Originalkonfiguration.
Wenn Du etwas zusammenbastelst und dabei gleich den Leistungsverlust bei 
Stinmetzbetrieb mit einkalkulierst funktioniert das auch mit Pumpen und 
Lüftern.

ichbin
Gast #4863119
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Ich möchte einen Kompressor damit Antreiben der einen Zylinder hat
und sich leicht drehen lässt der Kessel hat 120 Liter mit Automatischer
Abschaltung und Einschaltung bei 10 bar
#4863141
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frank.rau11961@yahoo.de schrieb:
> Ich möchte einen Kompressor damit Antreiben der einen Zylinder hat
> und sich leicht drehen lässt...

Ein Motor mit 0,75KW erscheint mir für einen Kompressor mit einem solch 
großen Kessel ziemlich mickrig. Die Übersetzung zwischen Motor und 
Kompressor müßte dann hoch sein. Nur: Dann dauert das Füllen ewig und 
man muß sich 2x rasieren, bevor der Druckwächter abschaltet.


MfG Paul
#6826060
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Ähnliche Frage:
Betonmischermotor,230V, 600W, Hauptwicklung 8.3 Ohm, Hilfswicklung 26 
Ohm, Betriebskondensator 8µF, kein Anlaufkondensator, kein PTC.
Läuft oft nicht an (bei 4 Versuchen vielleicht 1x) , kann aber mit der 
Hand angeworfen werden (und läuft dann einwandfrei, ist aber nervig).
Habe zunächst 8µF Kondensator getauscht - ohne Erfolg.
Jetzt gegen 14µF ausgetauscht - springt jedesmal, auch mit voller 
Mischertrommel an.
Kann ich irgend wie feststellen, ob jetzt zu hohe Ströme durch die 
Hilfswicklung fließen? In einem Spice Modell habe ich ausgerechnet, dass 
zuvor 0.6A und jetzt etwa 1.0A fließen bedingt durch höhere Spannung an 
der Wicklung.
Gast #6826155
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Der originale Thread wurde sogar schon 2009 eröffnet, und
handelte von einer (versuchten) Steinmetzschaltung als Ersatz
für einen 3P Anschluß (oder FU).

Georg, eröffne doch einen eigenen Thread. In diesem kann man dann
diversen Fragen auf den Grund gehen: Ob das nur ein wenig, oder
eher deutlich, zu viel Strom ist. Wie man z.B. unter Nutzung des
neuen 8µF "dauerhaft angeschlossen bleibend" PLUS des alten 8µF
"nur zum Anlauf hinzu-, dann weg-geschaltet" vielleicht sowohl
Problem 1 als auch Problem 2 beseitigen könnte.

(Normalerweise übernimmt das ein Fliehkraftschalter oder sowas
"automatisch" - und händisch könnte es vergessen werden.)

Was es sonst noch an Möglichkeiten geben mag, und/oder "was das
beste sein könnte", all das könnte ein Thread vielleicht klären.

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