Von 75 auf 50 Ohm anpassen

Gast #1329610
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Hallo,
ich habe so einen Breitbandverstärker mit 36dBm Output.
Mein Frequenzbereich ist so von 50MHz bis 500MHz.
Dieser hat eine Ausgangsimpedanz von 75 Ohm.
Für eine Meßtechnikanwendung muß ich dieses einigermaßen verlustfrei an 
50 Ohm anpassen. Ergo kann ich kein Widerstandsnetzwerk verwenden, 
dieses hätte 5,7dB Verlust.

Welche praktikable Lösung gibt es so?
Wie/wo kann ich einen Transformator mit einem passenden 
Übersetzungsverhältnis herstellen/kaufen?
Gibt's noch was anderes?
Wer kann helfen?
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Gast #1332423
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@  1660ES:

1. Ich kann sehr wohl eine L-C Anpassungsschaltung designen, nur ist 
diese nicht wirklich breitbandig.

@ Bodensatz: Letzte Möglichkeit meine Vorurteile zu wiederlegen...

A. Für die Anpassung von 75 Ohm (Quelle) auf 50 Ohm breitbandig ist am 
besten eine Transformator. Das Übersetzungsverhältnis ist SQR(75 / 50) = 
1.22 also rundgerechnet 5 zu 4 Windungen. Da es aber wegen der 
Streukapazitäten nicht ganz trivial ist es selber zu wickeln, denke ich 
das ich nicht der einzige auf der Welt bin der von 75 auf 50 Ohm 
transformieren will, gibt's das mit 5Watt belastbarkeit bestimmt zu 
kaufen.

B. Gibt es Lambda viertel Transformatoren, wo das 61 Ohm Kabel kaufen?

C. Gibt es in der Theorie breitbandige Exponentialleitungen, wo sind 
diese in der Praxis zu kaufen?
Moderator Persönliche Seite #1332476
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Marsupilami schrieb:

> Da es aber wegen der
> Streukapazitäten nicht ganz trivial ist es selber zu wickeln, denke ich
> das ich nicht der einzige auf der Welt bin der von 75 auf 50 Ohm
> transformieren will, gibt's das mit 5Watt belastbarkeit bestimmt zu
> kaufen.

Warum sollte es?  Die 50-Ω-Welt und die 75-Ω-Welt sind in sich
relativ abgeschlossen, und an den Übergängen werden sie überwiegend
nicht mit größeren Leistungen hantieren.

Ich denke, dass du preiswerter den entsprechenden Verstärker in
50-Ω-Technik kaufen können wirst, als die von dir gewünschten
Trafos mit der von dir gewünschten Leistung und Breitbandigkeit.
Gast #1332503
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Hallo Marsupilami,
ich arbeite ebenfalls mit dieser Endstufe. Habe schon viele HF 
Verstärker damit gebaut. Ich kann Dir eines sagen:
Schon allein den Anschluß an die Endstufe (die Drähte) kriegst Du nicht 
konsequent mit 75 Ohm hin. Es spielt überhaupt keine Rolle ob Du an den 
Ausgang einen 75 oder 50 Ohm Verbraucher dran machst. Ich messe an 
meinem Ausgang genau 35dBm. Der Verlust ist gerade mal 1dBm.

Gruß HF
Gast #1332535
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Das Teil heißt nicht zufällig R2005200P12 von RFMD?
Laut Datenblatt

http://www.box73.de/catalog/pdf/R2005.pdf?osCsid=6ladoqgkma6f45ocghhrioa456

für CATV Systeme. Soll ja auch schon beim PT-8000 von Hilberling ( nun 
über Telefunken vertrieben ) gesichtet worden sein. Dort aber eingesetzt 
als Vorverstärker.

Was baust du damit für einen Sender?
Gast #1332642
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Die Ausgangsimpedanz von RF-Leistungsverstärkern ist ohnehin meist 
zimmlich lausig, da spielt es wohl kaum eine Rolle ob Du das Teil mit 50 
Ohm oder 75 Ohm abschliesst.

Die Fehlanpassung von 75 : 50 entspricht einem SWR von 1.5. Das ist gar 
nicht so schlecht und ergibt immer noch eine Reflexionsdämpfung von fast 
14 dB, bzw. einen Pegelverlust wegen der Fehlanpassung von < 0.2 dB 
(exact: 0.177db)

=> Fazit: Einfach die 50 Ohm anschliessen und gut ist so...  ;o))
Gast #1333036
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Du hast bereits richtig erkannt, daß Breitbandigkeit das größte Problem 
beim Design eines Anpaßübertragers oder einer Anpaßleitung ist. Eine 
Dekade ist eine ziemliche Spanne... - wenn Du eine ganz bestimmte 
Braggzelle ansteuern willst, ist die dafür benötigte Bandbreite doch 
bestimmt deutlich kleiner, oder? Dann wäre ein LC-Anpaßnetzwerk das 
Mittel der Wahl. 60-Ohm-Koaxleitungen sind etwas aus der Mode gekommen, 
und für eine Anpaßleitung in Microstrip-Technik wirst Du bei der zu 
vermutenden Wellenlänge ziemlich viel Platz auf der Leiterplatte 
benötigen. Vielleicht könnte man die Anpaßleitung als verdrillte 
Zweidrahtleitung ausführen und auf einen kleinen Ferritring wickeln?

Wenn Platzbedarf und Kosten eine untergeordnete Rolle spielen, könnte 
man auch eine Einwegleitung (Isolator, d.h. Zirkulator mit 
Abschlußwiderstand am dritten Tor) in Betracht ziehen; die reflektierte 
Leistung gelangt dann nicht mehr zum Verstärker zurück, der Verstärker 
sieht immer gute Anpassung.
Gast #1335054
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Gast #1336201
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@Klaus (Gast)
Dass es geht, ist vermutlich nicht umstritten, sogar ganz gut, wie 
verschiedene Meßgerätehersteller (HP, Tektronix) zeigten. Es gibt in N 
oder BNC (ev auch in anderen) Übergangsstücke bis 1GHz und mehr, ab etwa 
dem unteren MHz-Bereich. Kann man kaufen als Zubehör z.B. zu 
Netzwerkanalysatoren.
Aber ob sie die 36dBm können, weiß ich leider nicht.
#1345267
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Moin,

professionelle Anpassglieder kenne ich u.a. den RAM von R&S sowie den 
11852B von Agilent. Bei Verwendung dieser lebst Du mit einer 
Einfügedämpfung von 5,72 dB aber dafür ist die Anpassung linear von DC 
bis 2 GHz. Und wenn Du da 36 dBm (4 Watt) drüber jagst hast Du´s 
gehimmelt denn die vertragen nur 2 Watt CW.

Also, Ausgangsleistung auf 33 dBm reduzieren und 5.7 dBm Einfügeverlust 
= 27,3 dBm Signal - dat is immerhin noch nen halbes Watt.

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Gast #1345464
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@ Christian S. (messgeraeteprofi)


>Hallo,
>ich habe so einen Breitbandverstärker mit 36dBm Output.
>Mein Frequenzbereich ist so von 50MHz bis 500MHz.
>Dieser hat eine Ausgangsimpedanz von 75 Ohm.
>Für eine Meßtechnikanwendung muß ich dieses einigermaßen verlustfrei an
>50 Ohm anpassen. Ergo kann ich kein Widerstandsnetzwerk verwenden,
>dieses hätte 5,7dB Verlust.

>Welche praktikable Lösung gibt es so?
>Wie/wo kann ich einen Transformator mit einem passenden
>Übersetzungsverhältnis herstellen/kaufen?
>Gibt's noch was anderes?
>Wer kann helfen?
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