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Forum: Offtopic Desertec wir Realität


Autor: Peter Funke (toto)
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Ich krame den alten Beitrag mal wieder raus.
Beitrag "Re: Kernfusion - Die Lösung?"

Na, Thilo (Atomkraft), wo ist denn nun dein böses Sandproblem.

Nur gut das sich (hoffentlich) die Vernunft durchsetzt.

Aber sind wahrscheinlich alles Utopisten die jetzt ihr Geld investieren.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/desertec100.html

Grüße

Autor: Rik Langobar (Gast)
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Ach, das ist doch alles Kaese. "Solar power satellite system" heisst die 
Loesung.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Peter Funke schrieb:
> Na, Thilo (Atomkraft), wo ist denn nun dein böses Sandproblem.
>
> Nur gut das sich (hoffentlich) die Vernunft durchsetzt.
>
> Aber sind wahrscheinlich alles Utopisten die jetzt ihr Geld investieren.
> http://www.tagesschau.de/wirtschaft/desertec100.html

Vielleicht sollte man sich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. 
Schliesslich wird jetzt nicht mit dem Bau begonnen sondern untersucht 
werden ob die Probleme die es beim'm Projekt gibt überhaupt konkret 
lösbar sind. Ist noch ein langer weg....

Autor: Matthias (Gast)
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> werden ob die Probleme die es beim'm Projekt gibt überhaupt konkret
> lösbar sind. Ist noch ein langer weg...
Für die Erkenntnis, daß das ganze ein Haufen Humbug ist, benötige ich 
keine 400 Milliarden €....

Autor: Hippo (Gast)
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>Na, Thilo (Atomkraft), wo ist denn nun dein böses Sandproblem.
>Nur gut das sich (hoffentlich) die Vernunft durchsetzt.
>Aber sind wahrscheinlich alles Utopisten die jetzt ihr Geld investieren.

Das die Energiekonzerne ihre Kohle nicht ohne Eigennutz investieren, ist 
doch klar. Die wollen das Monopol auf die Solartechnik bevor sich jeder 
selbstversorgen und unabhängig machen kann und deswegen investieren sie.

Autor: Lupin (Gast)
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Wir brauchen einen riesigen Ring von Solarkollektoren um die Erde herum. 
In dem Ring ist eine Spule zur Energieübertragung eingebaut. Auf der 
Erde kann man dann mit einer einfachen (Sekundär)-Spule die Energie aus 
dem Weltraum empfangen.

Das wäre doch mal ne Lösung! Oder etwa nicht?!?!

Autor: hmm.... (Gast)
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Das Projekt ist zu frueh. Jetzt ist es noch Schrott. Nicht 
technologisch, aber politsch. Nordafrika ist einfach kein Platz... da 
sollte man sich raushalten. Diktatoren, Koenigreiche, Rebellen, 
Fluechtling aus ganz Afrika.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Hippo schrieb:
>>Na, Thilo (Atomkraft), wo ist denn nun dein böses Sandproblem.
>>Nur gut das sich (hoffentlich) die Vernunft durchsetzt.
>>Aber sind wahrscheinlich alles Utopisten die jetzt ihr Geld investieren.
>
> Das die Energiekonzerne ihre Kohle nicht ohne Eigennutz investieren, ist
> doch klar. Die wollen das Monopol auf die Solartechnik bevor sich jeder
> selbstversorgen und unabhängig machen kann und deswegen investieren sie.
Wie will man auf Solartechnik das Monopol haben? Sie Sonne scheint 
überall.
Selbstversorgen kann man sich auch immer.

Autor: Moguai (Gast)
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>Aber sind wahrscheinlich alles Utopisten die jetzt ihr Geld investieren.
>http://www.tagesschau.de/wirtschaft/desertec100.html


Ich würde nicht so schnell triumphieren.

Wenn man bei Desertec nachliest dann steht da noch nicht viel.

Ein Konsortium schätzt das man ca. 400 Milliarden investieren muß, über 
jahrzehnte, der Standort steht nicht fest und Experten sehen das 
Vorhaben kritisch (Sand, Energieübertragung, Folgekosten usw.) was die 
machbarkeit angeht.
(Wird sogar in den Nachrichten TV/Radio erwähnt)

Wenn ich sehe wer mit an Bord ist dann wird mir etwas mulmig.
Münchner Rück, Siemens, Eon, RWE, Deutsche Bank.
Einige davon sind ja bekannt dafür gerne Geld zu verbrennen und dann den 
Steuerzahler dafür bluten zu lassen.

Zum Teil hast du Recht denn genau das sind die Utopisten die gerne mal 
groß anfangen und dann stark nachlassen.

Autor: Wah (Gast)
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Ohne Utopien wär die Menschheit nie irgendwo hin gekommen. Und Geld in 
Nordafrika zu investieren ist auch keine schlechte Idee, selbst wenn 
nicht so viel bei rauskommt, denn das mildert immerhin das 
Flüchtlingsproblem.

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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der hype darum erinnert mich irgendwie an Cargolifter ...
Gibts dann ne riesige Hotelanlage im Wüstensand?

Autor: Thilo M. (Gast)
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Man hat sich bereiterklärt, die Möglichkeiten auszuloten.
Konkret ist da noch nichts in Planung.

Ich finde es reichlich arrogant, einfach über afrikanischen Grund und 
Boden verfügen zu wollen.
Mit welchem Recht sollen die europäischen Staaten ein Kraftwerk auf 
afrikanischem Boden errichten dürfen?

Des Weiteren bleibe ich dabei: das wird nix, zumindest nicht lange! ;)

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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Thilo M. schrieb:
> Ich finde es reichlich arrogant, einfach über afrikanischen Grund und
> Boden verfügen zu wollen.
> Mit welchem Recht sollen die europäischen Staaten ein Kraftwerk auf
> afrikanischem Boden errichten dürfen?

Hallo? Mit welchem Recht baut man Minen in Südamerika, Klamotten- und 
Spielzeug-Fabriken in China, Plantagen in Afrika, etc.

Autor: Trafowickler (Gast)
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Einfach mal so als Gedanken aufgezählt:

1) Technisches

- Die Kraftwerke sollen als Wärmekraftmaschinen laufen, fabrizieren also 
Abwärme.
Die muss in der Sahara auch erst einmal irgendwohin ( geht wohl am 
besten nachts / ist die Abwärmetemperatur relativ hoch, ist der 
Wirkungsgrad schlecht. )

- Der Strom müsste ( per HGÜ ? ) über z.B. Italien nach Mitteleuropa 
geleitet werden.
Ist etwa schon vergessen, was es seinerzeit an Ärger bei mehreren 
Zusammenbrüchen in Europas Verbundnetz gab, und wo der offizielle 
Ausgangspunkt der Ausfälle war ?

- Wäre es nicht sinnvoller, vor Ort Wasserstoff oder Methan zu erzeugen 
und den dann per Pipeline/Schiff nach uns zu transportieren ? => Dann 
wäre halt die Macht durch eine Monopol-Stromverbindung für RWE und Co. 
im Eimer ...


2) Politisches:

- Was ist denn mit den wenig demokratischen Afrika-Ländern
( nicht nur Libyen ! ), immerhin gehören denen die riesigen 
Wüstenflächen ?

- Wie realistisch ist es, dass in diesen Ländern, in denen es trotz 
Wirtschafts- und sonstiger Hilfen aller Art immense Probleme u.a. in der 
Infrastruktur ( Wasserversorgung bis Verkehr ) gibt, diese riesige 
Aufgabe zu bewältigen ?

- Wie glaubwürdig kann eine Kostenschätzung sein, wenn sogar bei uns die 
meisten Wirtschafts-"voraussagen", die sich immerhin auf bekannte 
Prozesse beziehen, nicht einmal ein Quartal halten ?

Autor: Gast (Gast)
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Wie soll der Strom über das Mittelmeer kommen?
Das ist doch technisch gar nicht möglich.

Autor: juppi (Gast)
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> Ein Konsortium schätzt das man ca. 400 Milliarden investieren muß, über
> jahrzehnte, der Standort steht nicht fest und Experten sehen das
> Vorhaben kritisch (Sand, Energieübertragung, Folgekosten usw.) was die
> machbarkeit angeht.

Typisch Deutsch wird wieder mal alles kaputt gemacht, ohne eine Ahnung 
zu haben. Wenn's so weiter geht, wird Deutschland bald drittklassiger 
Agrarstaat.

Wenn man den Artikel mal ganz liest, merkt man auch, dass die kritischen 
"Experten" ausnahmslos Politiker sind. Und es geht wieder mal nur darum, 
keinen Cent beitragen zu muessen. Die echten Experten vom DLR dagegen 
halten das ganze sehr wohl fuer machbar.

Autor: Trafowickler (Gast)
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> "Wie soll der Strom über das Mittelmeer kommen?
> Das ist doch technisch gar nicht möglich."

Erdkabel auf dem Meeresgrund
( mit HGÜ = Hochspannungsgleichstromübertragung ).

Autor: Trafowickler (Gast)
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> Typisch Deutsch wird wieder mal alles kaputt gemacht, ohne eine Ahnung
> zu haben.

So ähnlich erging es ja auch schon mit menschenrettenden Projekten wie 
z.B. Transrapid, schneller Brüter Kalkar u.a.

( Wer hat das alles denn bezahlt ? Etwa die lieben "Investoren" ? )

Autor: A. K. (prx)
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Trafowickler schrieb:

> - Wäre es nicht sinnvoller, vor Ort Wasserstoff oder Methan zu erzeugen
> und den dann per Pipeline/Schiff nach uns zu transportieren

Woraus? Wasser müsste erst einmal aus Meerwasser hergestellt und 
hergeschafft werden. Ist dort nämlich seltener als hierzulande die 
Sonne.

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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Gast schrieb:
> Wie soll der Strom über das Mittelmeer kommen?
> Das ist doch technisch gar nicht möglich.

Doch, Salzwasser ist ein guter Stromleiter. Was diurch Elektrolyse in 
Wasserstoff freigesetzt wird, kann eingefangen und verwendet werden. Der 
enststehende Sauerstoff darf umweltfreundlich in die Atmosphäre.

;-)

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>( Wer hat das alles denn bezahlt ? Etwa die lieben "Investoren" ? )
Die Umstellung auf Regenerative Energiegewinnung wird hunderte 
Milliarden kosten. Das ist doch wohl klar. Selbstverständlich muss das 
letztendlich vom Verbraucher/Bürger gezahlt werden, die Konzerne sind ja 
nicht die Heilsarmee. Wir zahlen ja jetzt schon ein sch... Geld für das 
EEG.

Man kann den Konzernen auch nicht ständig vorwerfen nichts für die 
Umwelt zu tun und wenn sie dann doch was tun wills wieder keiner 
bezahlen...

Autor: Jochen64 (Gast)
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Was gäbe es denn für Alternativen zur regenerativen Energiegewinnung?
Wenn wir uns einige wären, das die zivilisierte Menschheit noch -sagen 
wir mal- ca 300 jahre lang existieren wird, dann würden fossile Energien 
vielleicht ausreichen. Aber wenn wir gerne noch etwas länger 
weiterexistieren wollen, was dann?

Meine Meinung: So schnell wie möglich anfangen, Grundlagen zu schaffen 
und Möglichkeiten auszuloten!

Autor: juppi (Gast)
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> der hype darum erinnert mich irgendwie an Cargolifter ...
> Gibts dann ne riesige Hotelanlage im Wüstensand?

Cargolifter wurde von korrupten Chefs zerstoert. Die haette man 
problemlos mit ein paar Millionen (Peanuts!) retten koennen. Die Idee 
war durchaus zukunftsfaehig und haette langfristig viele Arbeitsplaetze, 
Steuereinnahmen und Dividenden gebracht.

Waere der Transrapid in den 80ern durchgesetzt worden, statt der ebenso 
teuren ICE-Neubaustrecken, haetten ihn heute alle Laender in Europa 
uebernommen. Eine gigantische Industrie und wesentlich weniger 
umweltfeindlicher Flugverkehr waere die Folge gewesen.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Thilo M. schrieb:
> Ich finde es reichlich arrogant, einfach über afrikanischen Grund und
> Boden verfügen zu wollen.
> Mit welchem Recht sollen die europäischen Staaten ein Kraftwerk auf
> afrikanischem Boden errichten dürfen?
Man "klaut" ja auch nicht ungefragt das Land sondern schliesst Verträge 
ab. Business as usual...

Autor: Delete Me (skywalker)
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Mal rein hypothetisch: Täte man die geschätzten 400 benötigten 
Milliarden statt in Afrika usw. lieber in Europa in erneuerbare Energien 
investieren, hätte die Gesellschaft dann nicht irgendwie mehr davon?

Autor: juppi (Gast)
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>> Typisch Deutsch wird wieder mal alles kaputt gemacht, ohne eine Ahnung
>> zu haben.
> So ähnlich erging es ja auch schon mit menschenrettenden Projekten wie
> z.B. Transrapid, schneller Brüter Kalkar u.a.

Genau solche Stammtischexperten wie du waren gemeint. Aus eurer Ecke 
kommt auch "Geschwindigkeiten ueber 30km/h sind gesundheitsschaedlich" 
und "Nichts kann fliegen das schwerer ist als Luft." Leider ist Dummheit 
in Deutschland mehrheitsfaehig.

Autor: A. K. (prx)
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Martin F. schrieb:

> Mal rein hypothetisch: Täte man die geschätzten 400 benötigten
> Milliarden statt in Afrika usw. lieber in Europa in erneuerbare Energien
> investieren, hätte die Gesellschaft dann nicht irgendwie mehr davon?

Wohl schon. Aber dafür braucht man keine grossen lobbystarken Konzerne. 
Für solche Wüstenprojekte schon.

Autor: Hippo (Gast)
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>Wie will man auf Solartechnik das Monopol haben? Sie Sonne scheint
>überall.
>Selbstversorgen kann man sich auch immer.
Durch Preisgestaltung natürlich. Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Diese 
Technik hat z.B. den doppelten Wirkungsgrad von konventionellen 
Solarzellen, die am Ende noch unrentabler werden können. Solarzellen 
sind aber die einzige Möglichkeit sich selbst über Sonne mit Energie zu 
versorgen, wenn man nicht gerade ein Fussballfeld als Garten hat.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Hippo schrieb:
>>Wie will man auf Solartechnik das Monopol haben? Sie Sonne scheint
>>überall.
>>Selbstversorgen kann man sich auch immer.
> Durch Preisgestaltung natürlich. Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Diese
> Technik hat z.B. den doppelten Wirkungsgrad von konventionellen
> Solarzellen, die am Ende noch unrentabler werden können. Solarzellen
> sind aber die einzige Möglichkeit sich selbst über Sonne mit Energie zu
> versorgen, wenn man nicht gerade ein Fussballfeld als Garten hat.
Du willst damit sagen das der Verbraucher durch günstige Energie dazu 
gezwungen wird nicht selbst teuer Energie zu erzeugen? Da sehe ich 
irgendwie kein Problem drin.

Autor: gast (Gast)
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Mahlzeit,

warum soll das nicht gehen? Hätte vor 20 Jahren einer von einem 
weltweiten Netzwerk gesprochen, welches es erlaubt alles und überall ...

Wie war das mit der Mondlandung? Ach ja, das waren ja die Amis ... Die 
diskutieren nicht, die machen einfach.

Waren nicht die Saudis auch irgendwelche Wilden in der Wüste ?

Wir brauchen diese Visionen - selbst wenn es nichts wird. Das 
entscheidet aber die Geschichte und nicht irgendwelche Zauderer.

Ich finds gut - Wenn es da Aktien gibt kaufe ich welche !

Gruß

Autor: A. K. (prx)
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gast schrieb:

> Wie war das mit der Mondlandung? Ach ja, das waren ja die Amis ... Die
> diskutieren nicht, die machen einfach.

Die diskutierten nicht nur, die stritten sich auch darum wie die 
Kesselflicker. Welcher Zweig der Streitkäfte beispielsweise die Ehre 
haben darf und ob das viele schöne Geld wirklich... Erst als die Russen 
den Sputnik oben hatten änderte sich das.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ja, wir sollten auf die Russen bauen, dann wird das schon ;-)

Autor: A. K. (prx)
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Uhu Uhuhu schrieb:

> Ja, wir sollten auf die Russen bauen, dann wird das schon ;-)

Könnte so kommen. Wenn sich das jährliche Spektakel mit der Ukraine mal 
auf die hiesige Versorgung durchschlägt...

Autor: Thilo M. (Gast)
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> Ja, wir sollten auf die Russen bauen, dann wird das schon ;-)

Ich könnte mir eher vorstellen, dass die Saudis da 'reindrücken.
Ohne Öl und mit viel Kohle brauchen sie 'ne neue Quelle um uns 
abzuzocken. ;)

Autor: A. K. (prx)
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Thilo M. schrieb:

> Ich könnte mir eher vorstellen, dass die Saudis da 'reindrücken.
> Ohne Öl und mit viel Kohle brauchen sie 'ne neue Quelle um uns
> abzuzocken. ;)

Die haben dann andere Sorgen. Die fetten Prinzen sitzen dann im Exil und 
die neue Administration sucht sich neue "Freunde".

Autor: Thilo M. (Gast)
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>die neue Administration sucht sich neue "Freunde".

Wie Porsche z.B. ;)

Autor: A. K. (prx)
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Thilo M. schrieb:

> Wie Porsche z.B. ;)

Was hat Porsche mit den Saudis zu tun?

Autor: Thilo M. (Gast)
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A. K. schrieb:
> Thilo M. schrieb:
>
>> Wie Porsche z.B. ;)
>
> Was hat Porsche mit den Saudis zu tun?

Die wollen doch bei Porsche einsteigen, noch nicht mitgekriegt?

Autor: Andreas (Gast)
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Vom Regen in die Traufe: kaum ist man die Abhängigkeit von den 
Öl-Scheichs und dem ganzen Nahost-Schlamassel los, verlagert man das 
selbe Problem ein Stück nach Westen.

Mal angenommen man bekommt das alles technisch und finanziell in den 
Griff, dann fürchte ich die Sache wird so ablaufen: die EU sucht sich 
ein paar Regierungschefs in Afrika die bei der Sache mitmachen. Diese 
verdienen damit viel Geld. Das Geld verteilen sie unter ihren Kumpels, 
die breite Masse der Bevölkerung bekommt nichts ab. Mangels 
demokratischer Strukturen und Kultur sucht sich die Masse eine 
gemeinsame Ideologie und einen starken Mann -> Islamismus 2.0.

Zur lokalen Energieerzeugung in Afrika ist Sonnenenergie natürlich 
unbedingt sinnvoll. Afrikanischer Strom für Europa kommt mir aber noch 
sehr ambitioniert vor. Es gibt genug andere sinnvolle Projekte die 
Förderung benötigen, aber sehr viel risikoärmer sind. Z.B. 
Blockheizkraftwerke, Elektroautos als dezentrale Energiespeicher, usw.

Autor: A. K. (prx)
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Thilo M. schrieb:

> Die wollen doch bei Porsche einsteigen, noch nicht mitgekriegt?

Ist zwar nicht weit weg, aber das ist Katar, nicht Saudi-Arabien.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Saudi-Arabien ist doch Katar für Antialkoholiker.

Autor: Gast (Gast)
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>> "Wie soll der Strom über das Mittelmeer kommen?
>> Das ist doch technisch gar nicht möglich."

> Erdkabel auf dem Meeresgrund
> ( mit HGÜ = Hochspannungsgleichstromübertragung ).

In Kabeln kann man doch nur kleine Spannungen (einige 10-tausend Volt) 
transportieren. Einfach wegen der Isolationsprobleme.

Autor: Rik Langobar (Gast)
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Ich finde es auch ziemlich daemlich, die Kraftwerke ueber so ein 
riesiges Gebiet zu verteilen: Das kann man unmoeglich verteidigen, wenn 
es drauf ankommt.

Autor: Trafowickler (Gast)
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> In Kabeln kann man doch nur kleine Spannungen (einige 10-tausend Volt)
> transportieren. Einfach wegen der Isolationsprobleme.

Ein bisschen mehr geht da schon.

http://www.empersdorf.com/380kv/senat2/noack.pdf

( Keine Gewähr )

Aber dies würde nicht das einzige und wohl längst nicht das teuerste 
Problem sein ...

Autor: Thilo M. (Gast)
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Rik Langobar schrieb:
> Ich finde es auch ziemlich daemlich, die Kraftwerke ueber so ein
> riesiges Gebiet zu verteilen: Das kann man unmoeglich verteidigen, wenn
> es drauf ankommt.

Das geht dank der Privatisierung nicht mal mehr im eigenen Land! ;)

Autor: Stevko (Gast)
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Guten Abend liebe Gemeinde,

ich habe mich mal durch den Link vom TE gehangelt und wie schon mehrmals 
bemerkt wurde: da ist nichts konkretes, nicht einmal die Leistungsabgabe 
des Kraftwerkes habe ich gefunden. Das ist doch wohl die Grundlage für 
alle weiteren Berechnungen!
Die einzige Angabe war die Fläche von 130km x 130km.

Ich fange mal an mit Rechnen. Als Grundlage nehme ich eine 
Energieausbeute von 0,5kW/m². Warum? Aufgrund der Bauweise erhitzte 
Flüssigkeit treibt eine Turbine an und diese widerrum den Generator.
Schaut man unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nevada_Solar_One
was ungefähr der gleiche Kraftwerkstyp ist. Die holen 64MW aus 1,4km². 
Das ergibt sogar nur 45Watt/m². Außerdem wird in 
http://de.wikipedia.org/wiki/Thermisches_Solarkraftwerk
für dieses Kraftwerk ein Wirkungsgrad von 14% angegeben. Da liege ich 
mit meinen 0,5kW wohl auf der optmistischen Seite. In dem letzten Link 
werden auch weitere Kraftwerkstypen mit Leistung und Fläche vorgestellt. 
Da friert einem das Lächeln ein, so ein lausiger Wirkungsgrad, aber die 
Energie ist kostenlos bis auf die Bau- und Unterhaltskosten.

Also los:

130*10³m x 130*10³m * 500W/m² = _8.45TW_

Und jetzt erinnern wir und an den Satz von Herrn El Hafidi:
"Der Strom muss erst einmal Marokko versorgen - erst dann kommt das 
Ausland."
Allerdings verbraucht Marokko z.Z. 24 Terawatt-Stunden.
Was bleibt dann für Europa übrig?

Entweder habe ich mich auf die Schnelle gewaltig verrechnet oder hier 
werden wieder Milliarden versenkt.

Gruß
  Stevko

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Stevko (Gast)

>Die einzige Angabe war die Fläche von 130km x 130km.

>Ich fange mal an mit Rechnen. Als Grundlage nehme ich eine
>Energieausbeute von 0,5kW/m². Warum? Aufgrund der Bauweise erhitzte
>Flüssigkeit treibt eine Turbine an und diese widerrum den Generator.
>Schaut man unter:
>http://de.wikipedia.org/wiki/Nevada_Solar_One
>was ungefähr der gleiche Kraftwerkstyp ist. Die holen 64MW aus 1,4km².
>Das ergibt sogar nur 45Watt/m². Außerdem wird in

Das wäre mehr als Faktor zehn DARUNTER!

>http://de.wikipedia.org/wiki/Thermisches_Solarkraftwerk
>für dieses Kraftwerk ein Wirkungsgrad von 14% angegeben.

find ich auf die Schnelle nicht auf der Seite.

>130*10³m x 130*10³m * 500W/m² = _8.45TW_

>"Der Strom muss erst einmal Marokko versorgen - erst dann kommt das
>Ausland."

Klingt fast nach Kommunismus ;-)

>Allerdings verbraucht Marokko z.Z. 24 Terawatt-Stunden.

Ähhh, verwechselt da einer TW mit TWh?

Wenn Marroko WIRKLICH nur 24TWh/Jahr braucht, schafft das die Anlage in 
3 Stunden ;-)
Und selbst wenn es pro Tag wäre, gibt es immer noch 5..6 Stunden 
Restlaufzeit für den Energieexport.

>Was bleibt dann für Europa übrig?

Genug.

>Entweder habe ich mich auf die Schnelle gewaltig verrechnet oder hier
>werden wieder Milliarden versenkt.

Alles wird gut.

MFG
Falk

Autor: Stevko (Gast)
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Hallo Falk,

so schlau werde ich nicht aus Deinen Sätzen.

Also im Link vom TE steht ziemlich weit unten:
"Marokko verbraucht heute 24 Terawatt-Stunden - ein Atommeiler 
produziert sieben Terawatt-Stunden. "

Wenn die Angaben stimmen und das Solarkraftwerk in Nevada mit 64MW im 
Wiki
angegeben ist, vermute ich ein Einheitenproblem, aber alle meinen das 
gleiche(Einheitenmäßig).

>find ich auf die Schnelle nicht auf der Seite.

Na Falk, die Blöse wirst Du Dir wohl nicht geben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Thermisches_Solarkraftwerk

nach "Nevada" suchen lassen ....und schon gefunden

Kannst meine Rechnung ja mal richtigstellen.

Gruß
  Stevko

Autor: aha (Gast)
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Marokko ... ist ja nicht mal Herr seines Territoriums. Da haengen noch 
ein paar Rebellen rum. Nee, die Bekanntmachung ist ein Versuchsballon. 
Enthaelt zuviele Ungereimtheiten.  ... Aktiengesellschaft nach deutschem 
Recht ... Haha, in Nordafrika. An den Details eines solchen Projektes 
muss noch gearbeitet werden, aber die Richtung ist brauchbar.

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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Stevko schrieb:
> Also los:
>
> 130*10³m x 130*10³m * 500W/m² = _8.45TW_
>
> Und jetzt erinnern wir und an den Satz von Herrn El Hafidi:
> "Der Strom muss erst einmal Marokko versorgen - erst dann kommt das
> Ausland."
> Allerdings verbraucht Marokko z.Z. 24 Terawatt-Stunden.
> Was bleibt dann für Europa übrig?
>
> Entweder habe ich mich auf die Schnelle gewaltig verrechnet oder hier
> werden wieder Milliarden versenkt.

8.45TW ist eine Leistung.

24TWh ist eine Energie. Vermutlich die, die Marokko in 1 Jahr 
verbruzzelt. Das entspricht dann einer mittleren Leistung von

  24TWh / (Anzahl Stunden pro Jahr)

Oder seh ich was falsch? Das wären rund 2.7GW bzw. 0.0027TW

Johann

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Rik Langobar schrieb:
> Ich finde es auch ziemlich daemlich, die Kraftwerke ueber so ein
> riesiges Gebiet zu verteilen: Das kann man unmoeglich verteidigen, wenn
> es drauf ankommt.
Dezentralität kann auch ein Vorteil sein. Mit den über den Globus 
verteilten Ölquellen hat's ja bisher auch gut geklappt.

Das kritischste sind wenn dann die Stromleitungen rüber nach Europa.

Autor: aha (Gast)
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Verteidigen ? Solche Ideen waren im Mittelalter. Heute laeuft das 
anders. Heute hetzt man verschiedene Regimes gegeneinander, und falls 
das nicht funktioniert ruestet man schnell einen Satz Rebellen auf.

Autor: Trafowickler (Gast)
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Noch 'ne Rechnung =>

Annahmen:

Einstrahlungs-Fläche = ( 130 km )²

Leistung/Einstrahlungsfläche = 500 W / m²

nutzbare mittlere relative "Sonnenzeit" = 5 Std. / 24 Std. = 0,21

Turbinen-Wirkungsgrad = 0,35
Elektrischer Wirkungsgrad ( Generatoren usw.; HGÜ-Übertragung; 
Süd-Nord-Verteilung innerhalb der BRD, Zusatzverluste durch Speicherung 
etc. )= 0,6


Das ergäbe eine mittlere elektrische Leistung P(el) von

P(el)= ( 130000m )² mal 500 W/m² mal 0,21 mal 0,35 mal 0,6

also

P(el)= 373 GW

Es muss aber auch die Abwärme P(ab) von

P(ab)= ( 130000m ) ² mal 500 W/m² mal 0,21 mal ( 1 - 0,35 )
P(ab)= 1150 GW

"entsorgt" werden, in der Sahara ...

---

Zum Vergleich:

Die installierte Kraftwerksleistung in der BRD ( nur'n kleiner, immer 
unbedeutender werdender Teil von Europa )
beträgt ca. 100 GW.

http://www.bdew.de/bdew.nsf/5a419d474f3279b3c1256c...

( Keine Gewähr )

Autor: Thilo M. (Gast)
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Naja, so nahe am Äquator kannste wohl 8..10 Sonnenstunden/Tag rechnen.
Auch die Einstrahlung dürfte bei ca. 1kW/m² liegen (ist ja in unseren 
Breiten schon bei 900W/m²).

Autor: Trafowickler (Gast)
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> "Naja, so nahe am Äquator kannste wohl 8..10 Sonnenstunden/Tag rechnen."

Schon, dann ist aber die wirksame Gesamt-Fläche senkrecht zur Sonne 
morgens und abends nicht mehr ( 130 km )², auch bei Nachführung.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Trafowickler schrieb:
> Es muss aber auch die Abwärme P(ab) von
>
> P(ab)= ( 130000m ) ² mal 500 W/m² mal 0,21 mal ( 1 - 0,35 )
> P(ab)= 1150 GW
>
> "entsorgt" werden, in der Sahara ...

Das wird sie doch jetzt auch, wo ist das Problem?

Autor: Trafowickler (Gast)
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> "Das wird sie doch jetzt auch, wo ist das Problem?"

Natürlich wird die Abwärme jetzt auch entsorgt, aber auf zumindest 
tagsüber ziemlich hohem Temperaturniveau.

Die Rest-Wärme aus den geplanten Wärmekraftmaschinen hätte dann aber 
nicht mehr die relativ grossen "Wärmetauscherflächen", so wie jetzt.
Die würde ja für die Kollektoren gebraucht !

Ergo würde die Abwärmetemperatur relativ hoch sein, und daher der 
Turbinen-Wirkungsgrad ( => Carnot ) relativ niedrig.

Autor: Joe Ackermann (Gast)
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Gekühlt wird mit Meerwasser. Dabei entsteht nebenher auch noch 
Süßwasser.
Erst informieren, dann meckern.

mfG

Autor: Beobachter (Gast)
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> Gekühlt wird mit Meerwasser.
> Dabei entsteht nebenher auch noch Süßwasser.


Na, toll.

Und bei der Süsswassergewinnung
( hoffentlich nicht bei 100°C => Carnot ! )
fällt gleichzeitig auch noch biologisch wertvolles Meersalz an ...

Ganz sicher sind die Wasser-Pipelines über einige 100 km rechtzeitig 
fertig, damit die Brühe nicht per LKW vor Ort gebracht werden muss !

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Ich beobachte, dass Beobachter plenkt.

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