Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Strombelastbarkeit von 0.25mm2 Litze


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von Hanns (Gast)


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Hallo zusammen.

Ich möchte mit einem Kabel (2x0.25mm2) einen LED Streifen versorgen, 
welcher 2.3A@12V saugt.

habe das Kabel versuchsweise mal mit einem Netzteil unter Kurzschluss 
auf 3A betrieben, die Temperatur steigt bis ca. 35°C. Kann man das 
irgendwie mathematisch nachrechnen. Temperaturentwicklung (mal ganz 
abgesehen von der abwärme der oberfläche)
Ich denke mit 35° C bei 3A kann man das kabel schon einsetzten, was 
meint Ihr?...

Gruss

Hanns

: Verschoben durch Moderator
von Peter (Gast)


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rechte doch mal die Verlustleistung über den Widerstand vom Kabel aus.

Die Frage ist wie lang das Kabel ist, und welche Spannung die 
Reinstecken willst damit am ende auch noch 12V rauskommen.

von Gast4 (Gast)


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Was steht denn im Friedrich Tabellenbuch Elektrotechnik zu dem Thema?
Da gibt es ziemlich sicher eine Norm.

Gast4

von mo (Gast)


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Hallo,

als Faustformel gilt 6A/mm².
Meine Tabelle gibt mir einen Widerstandsbelag von 86 Ohm/km an.Damit 
kannst Du noch den Spannungsabfall bestimmen.

Aus dem Bauch heraus wären 35°C schon in Ordnung. Kommt halt auf das 
Isoliermaterial an.

Gruß
mo

von ::: (Gast)


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>Temperaturentwicklung (mal ganz abgesehen von der abwärme der oberfläche)

eben nicht abgesehen von der Abwaerme der Oberflaeche. Genau darum 
geht's.

von Hanns (Gast)


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R20 ist 75.4 mOhm
die längste Strecke wäre ca. 2.3 Meter
LEDstreifen:
12V / 920mA

1. überlegungsfehler:  an dem 2.3meter langen Stück wird nur ein Teil 
des Streifens betrieben, I also nicht 2.3A sondern nur 0.92A

R LED = 12V * 0.92A=13 Ohm
Rkabel = 2.3m * 0.075Ohm = 0.1725 ohm

dies ergibt
Ua LED von 11.803 V
Ua kabel 0.196V

PV= 0.196 * 0.92A =0.18W

sofern meine Rechnung stimmt, denke ich das diese 180mW über die 
2.3meter kabel abgeleitet werden können.

bin bereit für eure Kritik :-)

von oszi40 (Gast)


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Eure Rechnung setzt voraus, daß ALLE Drähte einer Litze angeschlossen 
sind.
Oft ist die Rechnung gut und die Ausführung schlecht.

von Hanns (Gast)


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so, ich habe gemessen, dass an einem 1m Stück, belastet mit 6A@ 535mV PV 
= 3.21 W, sich die Oberfläche auf 33.5°C erwärmt.

kann man mit diesen Angaben Die Erwärmung der Leitung bei anderen Längen 
und Verlustleistungen ableiten?

Gruss
Hanns

von Henk (Gast)


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Also ich sage immer 10A maximal pro mm². 1,5mm² wird in der 
Installationstechnik ja auch mit 16A belastet.
In der Gleichspannungstechnik kommt es einem natürlich auch häufig auf 
den Spannungfall an, man sollte also da ein wenig gutmütiger sein -> Ich 
dimensioniere grundsätzlich immer zu hoch. g

von Reinhard R. (reirawb)


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Such mal nach 'Stromdichte' bzw. 'zulässige Stromdichte'.

Da findest Du z.B. das:
http://mitglied.lycos.de/Autoelektrik/Eabc.htm

Bezieht sich zwar auf das KFZ-Bordnetz, sollte aber als Orientierung 
reichen.

Reinhard

von Transformator1 (Gast)


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Dieses Problem habe Ich auch. Ich habe einen
12V 0,4 Ampere Leerlaufstrom Elektromotor, an den Ich 0,25 mm2 Litze 
angelötet habe. Motoren
ziehen ja beim Anlaufen das 5 - 20 Fache vom Nennstrom. Ich frage mich, 
ob die Gefahr eines
Kabelbrandes besteht, aber Ich glaube das ist sowohl bei meinem Motor 
als auch bei der LED-
Leiste Ok.

von MaWin (Gast)


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Transformator1 schrieb:
> Ich frage mich, ob die Gefahr eines
> Kabelbrandes besteht,

Ja, wenn der Motor blockiert wird und die Stromlieferschaltung nicht 
abschaltet.

von Erich (Gast)


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Na toll,

endlich eine Antwort, gute 12 Jahre später...

Und neue Frage: Was hat das mit "Mikrocontroller und Digitale 
Elektronik" zu tun?

Gruss

von Irgendjemand (Gast)


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Hallo

Hanns schrieb:
> kann man mit diesen Angaben Die Erwärmung der Leitung bei anderen Längen
> und Verlustleistungen ableiten?

Nein - die Frage ist vom Grundsatz her schon mehrmals hier im Forum (und 
nicht nur dort) aufgetaucht - und immer ist dabei herausgekommen:
In der Praxis ist das nicht möglich - zu viele Faktoren (die sich 
zusätzlich auch noch mehr oder weniger zufällig ändern) spielen mit 
herein.
Aber selbst unter realitätsfernen Laborbedingungen ist die Berechnung 
sehr schwierig.
Einzig ganz grobe (und zwar wirklich grob) Daumenwerte sind wohl möglich 
- die aber mehr auf Erfahrung und den gesunden "Technikerverstand" 
beruhen - aber das ein Draht von 50cm Länge bei 1000W Verlustleistung 
sich auf viele 100°C erwärmt (und durchbrennt) dürfte mit ableiten und 
berechnung sehr wenig zu tun haben - ebenso das 5W Verlustleistung bei 
10m Kabel im Rauschen untergehen...

Irgendjemand

Beitrag #6849887 wurde vom Autor gelöscht.
von MaWin (Gast)


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Irgendjemand schrieb:
> In der Praxis ist das nicht möglich

So so, doch der VDE kann genau sagen, dass eine PVC Leitung bei 70 GradC 
nur 20 Jahre hält, bevor der Kunststoff so brüchig ist, dass sie nicht 
mehr betriebssicher ist.

Die haben das ausprobiert, und wissen welcher Strom je nach Verlegeart 
fliessen darf damit die Leitung nicht heisser wird.

Ja, vielleicht gibt es heute bessere Weichmacher und die Leitungen 
halten länger als der VDE erlaubt.

von Transformator1 (Gast)


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MaWin schrieb: Ja, wenn du den Motor blockierst und die 
Stromlieferschaltung nicht
abschaltet.

Diesen Motor kann Ich mit den Fingern nicht aufhalten und wenn Ich das 
mache dann schaltet die Kurzschlusssicherung von meinem
3-12V 2,5 Amp Netzteil ab. Ich hab mit dem Multimeter den Widerstand vom 
Motor bei Blockierung gemessen. Ergebnis 1,9 Ohm = 6,3
Amp bei 12V.  Deshalb schaltet die Kurzschlusssicherung vom Netzteil bei 
dieser
Spannung schon ab und verhindert das Anlaufen
des Motors. Deswegen stell ich die Spannung
fürs Anlaufen etwas runter und erhöhe sie, sobald der Motor angelaufen 
ist.

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